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Diverse
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Das
Drei-Königs-Fest am 6. Januar gehört zum weihnachtlichen Festkreis. Im
Vordergrund dieses Tages steht aber die Epiphanie, die historisch
greifbare Erscheinung Gottes in Jesus Christus. Im Abendland wurde die
Anbetung der Magier ursprünglich dem Weihnachtsfest selber zugeordnet.
Doch schon im 4. Jahrhundert trennte sie sich vom Festinhalt des 25.
Dezember ab. Auf diese Weise galten die Magier als die ersten Heiden,
welche die Erscheinung Gottes in dem neugeborenen Kind bezeugten: Gott
ist allen Menschen erschienen. In der Volksfrömmigkeit des Mittelalters
traten die heiligen Drei Könige so stark in den Vordergrund, dass der
6. Januar fast nur noch Drei-Königs-Fest hiess.
Als
einziger der Evangelisten berichtet Matthäus von den Männern, die aus
dem Osten kommen, um das Kind anzubeten. Doch ist bei ihm weder von Königen
noch von der Dreizahl die Rede. Erstmals spricht der griechische
Kirchenlehrer Origines (+ um 254) von drei Magiern. Deren Zahl ist
offenbar beeinflusst durch die Geschenke, die Matthäus erwähnt: Gold,
Weihrauch und Myrrhe. Die Bezeichnung der drei als Könige ist indes
erst seit dem 6. Jahrhundert nachweisbar. Drei Jahrhunderte später
erhalten die Könige Namen: Der Älteste heisst Caspar (persisch:
Schatzmeister), der mittlere Balthasar (= Lichtkönig), der jüngste
Melchior (= Gottesschutz). Keiner der drei hatte zu diesem Zeitpunkt
eine schwarze Hautfarbe. Caspar wurde seit den spanischen und
orientalischen Kreuzzügen zum Mohrenkönig.
Auf
die Könige liessen sich sowohl die biblischen Rassen als auch die drei
Lebensalter typisierend verteilen. Nachhaltiger wirkte jedoch die
Zuordnung zu den drei bekannten Erdteilen.
STERNSINGEN
Das Sternsingen ist ein alter Brauch und geht zurück auf
die Weisen aus dem Osten. Auf der Suche nach dem Jesuskind folgten die
"Heiligen Drei Könige" dem Stern von Bethlehem. 1988/89 hat
Missio Schweiz-Liechtenstein den alten Brauch wieder aufgenommen.
Seither sammeln immer mehr Gruppen als Sternsinger Geld für notleidende
Kinder. Seit einigen Jahren sind Kinder auch in Uri in kleinen Gruppen
unterwegs, besuchen die Quartiere, singen und bringen den Haussegen.
Über der Türpforte werden mit Kreide die Buchstaben C,
M und B mit der Jahreszahl geschrieben. Sie stehen für Caspar, Melchior und Balthasar. Das bedeutet
aber auch: Christus Mansionem Benedicat (Christus segne dieses Haus).
DREIKÖNIGSKUCHEN
Der
Dreikönigskuchen ist ein Festtagsgebäck das zum Dreikönigstag
gebacken wird. Es handelt es sich um ein süsses Hefegebäck. Der Hefeteig wird, wenn er
schön aufgegangen ist, in Kugeln aufgeteilt und ringförmig um ein
zentrales Stück angeordnet.
In
dem Kuchen wurde ursprünglich eine Bohne versteckt, welche auch Glücksbohne
genannt wurde. Wer diese Bohne gefunden hatte, wurde zum Bohnenkönig
gekrönt. Der Bohnenkönig konnte dann bestimmen, was den lieben ganzen
Tag gemacht wurde. Oft wurde dann den ganzen Tag ausgelassen gefeiert.
Der
Brauch des Königskuchens wurde dann im 20. Jahrhundert wieder
aufgenommen. Anstatt der Bohne wird eine kleine Plastikfigur, welche
einen König oder eine Königin darstellt, versteckt. Dieser im
Familienkreis gepflegte Brauch besagt heute noch, dass der mit einer
Papierkrone gekrönte König an diesem Tag mehr zu sagen hat, was natürlich
vor allem bei den Kindern beliebt ist.
KRIPPENBRAUCHTUM
Heute
erinnert vor allem noch das Krippenbrauchtum an die heiligen Drei Könige.
Seit jeher boten sie Möglichkeiten zu szenischen Veränderungen der
Krippe. Zunächst am Rand stehend, rücken sie täglich näher zur
Kerngruppe heran, um ihr Reiseziel auch optisch erkennbar werden zu
lassen. Gestalt und Ausstattung der Könige sind bei allen Unterschieden
tradiert. Oft lässt sich noch eine Linie bis zur Beschreibung des
englischen Mönches und Kirchenlehrers Beda Venerabilis nachempfinden,
der um 700 die Magier genaustens zu beschreiben wusste und sie sowohl
den drei Lebensaltern als auch den drei bekannten Erdteilen zuordnete:
Der junge Caspar vertritt als Schwarzer Afrika; der greise Melchior ist
geschmückt wie ein europäischer König; Balthasar steht in den besten
Jahren und repräsentiert den asiatischen Kontinent.
BEGINN
DER FASNACHTSZEIT
Der
Dreikönigstag galt als sogenannter Perchtentag. An ihm
enden die Zwölf Nächte, die gefürchteten Nächte zwischen Weihnachten
und Dreikönige. Die Nacht vom 5. auf den 6. Januar ist die schlimmste
und gefährlichste dieser Zeit. Es traten am 6. Januar deshalb noch
einmal Jahresendbräuche auf: Dämonenglaube und Christentum waren hier
miteinander verknüpft. Es war aber auch die
Dreimahlsnacht, in der ein dreifaches Mahl, das Dreikönigsmahl,
eingenommen wurde. In Uri findet sich jedoch keine Hinweise auf dieses
Brauchtum.
Der
6. Januar ist in Uri seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts für
einige Fasnachtsgesellschaften der Stichtag, um die Fasnachtszeit
einklingen und beginnen zu lassen. So wird in Flüelen am Abend des
Dreikönigstages erstmals die Katzenmusik gespielt und die
Fasnachtsgesellschaft Elvelinus wählt an diesem Abend ihren Prinzen
oder ihre Prinzessin.
Der Reliquienschrein in Köln
Die
Reliquien der Drei Könige sollen durch Kaiserin Helena (+ 330), Mutter
des ersten christlichen römischen Kaisers Konstantin (um 280 - 337),
aufgefunden worden sein. Sie gelangten nach Konstantinopel und wurden
von dort durch Bischof Eustorgius I. im 4. Jahrhundert nach Mailand
verbracht. Sie ruhten in einem großen römischen Sarkophag in San
Eustorgio. Als Kaiser Friedrich Barbarossa 1162 Mailand eroberte und
zerstörte, bemächtigte er sich auch der Reliquien der Stadt. Die
Reliquien der hl. Drei Könige überliess er seinem Kanzler, dem Kölner
Erzbischof Rainald von Dassel (1159-1167), der sie am 23. Juli 1164
(Fest der Translation) feierlich in die Stadt Köln überführte. Hier
wurde 1180-1225 durch den ”Meister von Verdun" für die Reliquien
ein kostbarer Reliquienschrein, der aus der Kombination von drei
Schreinen bestehende ”Dreikönigsschrein", angefertigt. Er ist
der größte erhaltene des gesamten Mittelalters. Er wurde Anlass zum
Bau der Kölner gotischen Kathedrale, für die 1248 der Grundstein
gelegt wurde. Die Geschichte Kölns stand fortan mit den Drei-Königs-Reliquien
in engem Zusammenhang und zog im Mittelalter zahllose Pilger an. Die
drei Kronen schmücken heute noch das Stadtwappen von Köln.
Die
Behauptung, dass 1164 die Gebeine der Drei Könige über Gotthard – Flüelen
– Luzern nach Köln verbracht worden sind, ist unzutreffend. Der Weg
über den Mont Cenis und das Burgund ist durch Dokumente klar belegt.
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WIRTSHAUSSCHILDER
Das
späte Mittelalter schrieb den Drei Königen mancherlei Schutzfunktionen
zu. Manche Glocke trug zur Abwehr von Unwetter die als Initialen der Könige
gedeuteten Buchstaben. Gasthäuser trugen auch in Uri die Namen „Drei
Könige“, „Krone“ oder „Sternen“. Das herrliche Holzschild
(oben, Historisches Museum
Uri) hing einstmals am gleichnamigen Gasthaus in Wattingen. Das einzige Hotel
„Drei Könige“ ist heute noch in Andermatt (Bild unten).

STERN
VON BETHLEHEM
Eine
Theorie besagt, dass der Stern von Bethlehem ein Komet gewesen war. Die
Aufzeichnungen über gesichtete Kometen stimmen jedoch mit dem Datum der
Geburt von Jesus nicht überein. Der Halleysche Komet beispielsweise war
im Jahr 11 vor Christi Geburt zu sehen, das erste Weihnachtsfest fand
aber zwischen 5 und 7 vor Christus statt. Andere Kometen kommen auf
ihrer Bahn an der Erde nur einmal vorbei.
Eine
zweite Theorie vertritt die Ansicht, dass der Stern von Bethlehem eine
Konjunktion oder ein Zusammentreffen von Planeten am nächtlichen Himmel
gewesen war. Da Planeten die Sonne mit unterschiedlichen
Geschwindigkeiten und in verschiedener Entfernung umkreisen, kommen sie
sich gelegentlich sehr nahe. Jedoch leuchten viele Planeten miteinander
nicht so wie eine einzelne Lichtquelle, wie sie in der Bibel beschrieben
ist. Im Jahr 6 v. Chr. fand eine Konjunktion von Jupiter und Saturn
statt.
Eine
weitere Theorie schlägt einen explodierenden Stern oder eine Supernova
als Erklärung für den Weihnachtsstern vor. Manche Sterne sind instabil
und explodieren mit hellem Schein.
IKONOGRAPHIE
Die
Christus huldigenden Magier sind ikonographisch typisiert in dem aus der
Antike bekannten Zeremoniell des ”aurum coronarium"
(Goldkranzspende). Dabei überreicht - in der Regel ein Barbar - dem
Triumphator einen goldenen Siegeskranz, Gaben und/oder Geld als Geschenk
zu deren Anfertigung. Die Gabe von Gold ist eine symbolische Handlung:
Gottes Sohn wird durch das Kostbarste geehrt, was die Erde bietet. Die Weisen bringen Gold,
Weihrauch und Myrrhe dar.
Gold
Bei
dem in der Antike bekannten Zeremoniell des „aurum coronarium“
(Goldkranzspende überreichte – in der Regel ein Barbar – dem
Triumphator einen goldenen Kranz oder Geld zu dessen Anfertigung. Die
Gabe von Gold ist eine symbolische Handlung: Gottes Sohn wird durch das
Kostbarste geehrt, was die Erde bietet.
Myyrhe
Myrrhe
ist ein bitter schmeckender, wohl riechender Saft, der aus der Rinde
einer Art des Balsambaumes sickert. Der echte
Balsambaum (Commiphora opobalsamum) ist selten und kommt auf der
arabischen Halbinsel und rund ums
Rote Meer vor. Beim
Trocknen kristallisiert er in Form durchsichtiger Körner von
weisslicher bis rötlicher Farbe, die beim Verbrennen Duft erzeugen.
In
der Antike war Myrrhe als kosmetisches und medizinisches Mittel sehr
beliebt. Der Jesus vor seiner Kreuzigung angebotene Myrrhe-Wein galt als
Betäubungsmittel. Myrrhe diente auch zur Einbalsamierung von Leichen.
Weihrauch
Weihrauch
besteht aus dem Harz zweier Arten des Boswelliabaumes, das kristllisiert
als gelblich, schwach durchsichtige Körner verbrannt wird. Weihrauch
als Geschenk der Drei Könige verweist auf die Göttlichkeit des
Beschenkten. Weihrauch galt als Gottesduft, ihm schrieb man geheime
Kraft, Unheil abwehrende Wirkung zu, und die Fähigkeit, Verbindung mit
göttlichen Menschen herzustellen. Das Aufsteigen und die Ausbreitung
des Weihrauchs symbolisiert die Entfaltung der Gottheit.
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