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1. August - der Nationalfeiertag |
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Unfall beim Feuerwerk
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Dorffest
mit Markständen, Strassentheater, Tanz, Musik und Festwirtschaft,
Raketen, Knallkörper und Feuerwerk, vereinzelt 1.-August-Reden: Diese
Aktivitäten prägten in den letzten Jahren in Uri die Bundesfeiern.
1891 wurde die Bundesgründung in der Schweiz erstmals mit einem
gemeinsamen Glockengeläute gefeiert. Erst seit 1995 ist der
schweizerische Bundesfeiertag allerdings gesamtschweizerisch ein
Feiertag.
Nebst
der Bundesfeier am 1. August wird auch der Dank-, Buss- und Bettag am
dritten September-Sonntag in der gesamten Schweiz gefeiert. Die beiden
Tage haben zwei Gemeinsamkeiten. Beide sind erst im vergangenen
Jahrhundert entstanden, beide aus dem Bedürfnis, die zerstrittene
Schweiz durch einen gemeinsamen Feiertag wieder zusammenzukitten. Während
heute der 1. August als eigentliches Volksfest begangen wird, ist der
Bettag immer noch besinnlicher Natur. Er zählt zu den hohen Feiertagen
und an diesem Tag ist die Abhaltung von Wettkämpfen, öffentlichen Umzügen
und Schaustellungen aller Art verboten. In der Nacht auf den Montag dürfen
zudem keine öffentlichen Tanzveranstaltungen abgehalten werden.
Zürich
machte den Anfang
Der
Name "Bundesfeier" und der Gedanke eines gesamtschweizerischen
Festtages geht auf die "fünfhundertjährige Jubelfeier von Zürichs
Aufnahme in den Bund der vier Waldstätte" vom 1. Mai 1851 zurück.
Kurz nach dem Sonderbundskrieg konnten sich die drei Urkantone jedoch
nicht zu einer Teilnahme entschliessen. Uri schrieb nach Zürich,
"dass es die Stimmung, welche diese Festlichkeit voraussetze, nicht
mitbringen könne und anderseits das Volk von Uri durch die Teilnahme
seiner Regierung unangenehm berührt werden dürfte." Nur Luzern
liess sich durch einen Staatsrat vertreten. Zum Ehr- und Freischiessen
zwei Tage später erschienen dann aber doch etwa hundert Schützen aus
den Urkantonen.
Mit
der 6. Säkularfeier des Bundesbriefes begann die Idee einer gemeinsamen
Bundesfeier Gestalt anzunehmen. Die 600-Jahr-Feier des Bundesbriefes
fand am 1. August 1891 während zwei Tagen in Schwyz und auf dem Rütli
statt.
Die
Festgemeinde wurde am 1. August morgens um 5 Uhr mit Geschützsalven
geweckt. Eine Stunde später ertönte die Tagwacht durch die vereinigten
Musikkorps und der Choral des Schweizerpsalms. Es folgte der feierliche
Zug der Ehrengäste und Deputationen zum Gottesdienst mit kurzer
Festpredigt und stiller Messe. Nach dem Auszug auf den Festplatz
begannen die offiziellen Festreden der Vertreter der Bundesbehörden und
der Urkantone. Musik- und Gesangsvorträge leiteten um 12 Uhr zum
"Gabelfrühstück" in der Festhütte über. Um 13 Uhr wurde
das Festspiel aufgeführt, mit anschliessendem Festzug. Um 17 Uhr begann
das Festbankett in der Festhütte. Um 19 Uhr läuteten eine
Viertelstunde lang alle Kirchenglocken. Um 20.30 erfolgt die
Illumination von Schwyz. Von den Bergen
leuchteten Höhenfeuer, auf dem Hauptplatze spielten die
Musikkorps. Den Abschluss des ersten Festtages bildete bis Mitternacht
"die freie Vereinigung in der Festhütte". Höhepunkte des
Sonntags waren der Festakt auf dem Rütli sowie die abendliche
Schiffs-Rundfahrt auf dem Urnersee.
Die
Ruinen erleuchteten
Die
Säkularfeier wurde an diesem 1. August nicht nur in Schwyz begangen. In
der ganzen Schweiz läuteten um 19 Uhr für eine Viertelstunde lang die
Kirchenglocken. Der Urner Regierungsrat erliess die Anordnung, abends 9
Uhr auf verschiedenen Bergspitzen des Kantons Höhenfeuer erscheinen zu
lassen. Für den Sonntag wurde ein feierliches Hochamt angeordnet. In
der Predigt sollte auf den Festanlass in passender Weise Bezug genommen
und am Schlusse das Tedeum gesungen werden. Abends 21 Uhr hatten
wiederum die Höhenfeuer zu erscheinen und die Ruinen in Attinghausen
und Silenen waren bengalisch zu beleuchten unter Abbrennen einer Anzahl
Raketen. Die Veranstaltung und Durchführung weiterer Akte festlichen
Charakters wie Kinder-Aufzüge, Festspiel-Aufführungen, patriotische
Vorträge, Bankette und dergleichen wurde dem freien Ermessen der
Gemeinden anheimgestellt.
Das
Gefühl der Einigkeit
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Letzte Aktualisierung: 16.3.2010 / Phideau & Fidospan> |
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