KATZENMUSIK

Katzenmusik in Altdorf

 

 

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Eröffnungskonzert: «Ytrummletä» am Mittwochabend, 19.45 Uhr.

Frühkonzert: «Friäkonzärt» am Schmutzigen Donnerstag, 4 Uhr (früher auch am Güdelmontag).

Kinderkatzenmusik: «Schuäl-Chatzämüüsig» (zweiter Dienstag, 14 Uhr, vor der Fasnacht); «Chinderumzug», Schmutziger Donnerstag, 14 Uhr; anschliessend Bescherung.

Weitere Konzerte: «Chatzämüüsig am Donnschtig-Aabig», 19.30 Uhr; Fliälersträssler», Fasnachtssamstag, 19.30 Uhr; Teilnahme am Umzug, Güdelmontag, 14.15 Uhr. Nebst den offiziellen Konzerten finden noch weitere Katzenmusiken wie etwa die Ochsen-Katzenmusik am Freitagabend statt.

Abschlusskonzert: Fasnachtsdienstag, 19.30 Uhr, «Üsstrummet

Spezialität: Nach den offiziellen Konzerten Teilnahme am Eintrommeln rund 400 Personen) splittert sich die Katzenmusik zum «Gässlä» in kleine und grössere Gruppen auf. Als jüngste Spezialität wird der Katzenmusikmarsch zu spätabendlicher oder frühmorgendlicher Stunde auch als «Schnällziggli» gespielt, damit die Wegstrecke von Gaststube zu Gaststube schneller zurückgelegt werden kann.

Katzenmusik-Konzerte in Altdorf

Hörprobe: 


         

Musikalische Würdigung:
Der Katzenmusik in Altdorf spricht man schon lange nach, dass sie zu langsam gespielt wird. Die Katzenmusik wird dadurch dem Marschschritt nicht mehr gerecht. Dieser verlangt, dass die Teile auf den ersten Schlag eines Taktes enden, der zweite Schlag (Schritt) stumm ist und der nächste Teil wieder auf den nächsten Schritt beginnt, mit Ausnahme des zweiten, der von einem Achtel-Auftakt eingeleitet wird. Die Trommler getrauen sich nicht mehr, ihren ersten Schlag des Teils auf den Schritt zu bringen. Die Bläser sehen sich dadurch gezwungen, den ersten Ton ellenlang auszuhalten.
    

                                
      

Organisator: Katzenmusikgesellschaft Altdorf (Kamu)

Homepage: www.kamu-altdorf.ch

Gründung: Ende 19. Jahrhundert  

Gründungsgeschichte
Die Katzenmusikgesellschaft bestand schon im 19. Jahrhundert als eigene Gesellschaft. Hauptkonzerte waren das Frühkonzert am frühen Morgen des Schmutzigen Donnerstags sowie die Kinderkatzenmusik mit Bescherung. Aus der Versammlung am Vorabend entwickelte sich das Eintrommeln. In den 1920er-Jahren schloss sie sich mit der Fagesa zusammen. Nach deren Untergang im Jahre 1928 lebte die Katzenmusikgesellschaft wiederum als selbstständige Organisation mit einem Vorstand, jedoch ohne eingetragene Mitglieder und Statuten, weiter. Erst im Zusammenhang mit den Diskussionen um die Teilnahme von Frauen am Ein- und Austrommeln gab sich die Gesellschaft 1997 Statuten und führte damit die feste Vereinsmitgliedschaft ein.

    

    
Vorgängerorganisation:
Faschingsgesellschaft Altdorf (Fagesa)

Vereinszweck: Pflege und Erhaltung einheimischer Fasnachtsbräuche, Traditionen und Überlieferungen.               

Tätigkeiten: Katzenmusik, Mitarbeit an der Gesamtorganisation der Altdorfer Fasnacht.

Vorstand: Präsident, Kassier, Materialverwalter, Mitglieder (8).

Mitgliedschaft: Einzelpersonen, die das 18. Altersjahr erreicht haben; Mitgliederbeitrag 20 Franken.

Anzahl Mitglieder: 347 im Jahre 2008

Finanzierung: Mitgliederbeträge, Spenden, Inserate und der Instrumentenvermietung.
      



Fotos: Christof Hirtler
Tonaufnahme/Würdigung: Hanspeter Arnet