Rindvieh
Schaf
Ziege
Diverse
WILDTIERE
Bär
Dachs
Fuchs
Gämse
Hase
Hirsch
Luchs
Marder
Murmeltier
Reh
Steinbock
Wildschwein
Wolf
Fische
Insekten
Lurche
Reptilien
Vögel
Diverse
Jagd
Krankheiten
NARRENTIERE
Flöhe
Katzen
WAPPENTIERE
Uri
|
Art: Braunvieh, Aubrac, Galloway, Dexter,
Jersey, Limousin, Hinterwälder, Holstein, Angus, Grauvieh, Yaks
Bestand: 12'901 Rindvieh, davon
5'184 Kühe
(2008)
Urner Dialekt: Chüä
Krankheiten: BSE,
Maul- und Klauenseuche, Blauzungenkrankheit

Bestand an Rindvieh in Uri seit
1901
BRAUNVIEH

Die Schweiz ist das Ursprungsland
des Braunviehs. Hinweise auf die Braunviehzucht in der Zentralschweiz
reichen bis ins Mittelalter. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden noch
verschiedene Braunviehschläge gehalten. Durch Austausch wurde nach und
nach ein einheitliches Schweizer Braunvieh gezüchtet. Schon vor
Jahrhunderten hat das Braunvieh in den angrenzenden Alpenländern
Eingang gefunden. Im Jahre 1869 erfolgten erste Exporte nach den
Vereinigten Staaten von Amerika und andere Länder weltweit. Nach der Gründung
des Schweizerischen Braunviehzuchtverbandes 1897 wurde die Rasse weiter
verbessert und vereinheitlicht. Die Zucht hatte damals noch ein
dreifaches Ziel: Milch, Fleisch und Zugsarbeit. So entwickelte sich ein
sehr vielseitiges Tier. Seine starken Glieder und Klauen ermöglichen
ihm die Futtersuche auch in schwierigem Gelände mit spärlichem
Graswuchs und begrenzten Wasserstellen. In den späteren 1960er Jahren
wurden höhere Milchleistungen und grössere Tiere gefordert. Um
dies rascher zu erreichen, griffen viele Braunviehzüchter zu
Brown-Swiss-Genetik aus Amerika zur Anpaarung. Überzeugte Braunviehzüchter
hingegen hielten an der Reinzucht fest und verbesserten die
Milchleistung durch strenge Selektion innerhalb der Original
Braunviehpopulation unter strikter Bewahrung der Fleischleistung.
In den letzten Jahren erreichten Urner Braunviehzüchter nationale und
internationale Erfolge.
Miss
Uri
1999 Starbuck Sarina
(Tino und Vali Gisler, Bürglen)
2000 Starbuck Sarina
(Tino und Vali Gisler, Bürglen)
2001 Starbuck Sarina
(Tino und Vali Gisler, Bürglen)
2002 Starbuck Sarina (Tino und Vali Gisler, Bürglen)
2003 Pisa (Karl Arnold, Erstfeld)
2004 Starbuck Sarina
(Tino und Vali Gisler, Bürglen)
2005 Zora
(Karl
Herger-Kempf, Schattdorf)
2006 Starbuck Sarah
(Franz-Heiri und Adelbert Gisler)
2007 Starbuck Sarah
(Franz-Heiri und Adelbert Gisler)
2008 Wirz Waldi
(Tino und Vali Gisler, Bürglen)
2009 Starbuck Sarah
(Franz-Heiri und Adelbert Gisler) 2010 Collection Jana
(Albin Zgraggen-Imhof, Haldi)
Miss
Olma
1997 Starbuck Resi
(Tino und Vali Gisler, Bürglen)
2000
Starbuck Sarina
(Tino und Vali Gisler, Bürglen)
2002 Starbuck Sarina
(Tino und Vali Gisler, Bürglen)
2003 Patric Taiga
(Tino und Vali Gisler, Bürglen)
2005 Caro Nabraska
(Tino und Vali Gisler, Bürglen)
2007 Starbuck Sarah
(Franz-Heiri und Adelbert Gisler)
Urner
Viehzuchtgenossenschaften (Braunvieh)
(unvollständig)
1906 Viehzuchtgenossenschaft Altdorf
1907 Viehzuchtgenossenschaft Schattdorf
1954 Urner Braunviehzuchtverband
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Im Jahre
2008 lebten in Uri insgesamt 12'901 Stück Rindvieh, davon waren rund
5'184 Kühe. Nebst dem Original-Braunvieh
und den Brown-Swiss werden in Uri noch die folgenden Rassen gezüchtet:
AUBRAC
Die Rasse stammt aus dem Zentralmassiv in
Frankreich und wäre um 1975 beinahe ausgestorben. Die Tiere leben in
grossen Herden. Mit Hilfe des Staates wurden die Aubracs als französisches
Kulturgut angesehen und fortan gezielt gefördert. Die Rasse liefert
hervorragendes Fleisch. In Seedorf besteht eine Herde von rund zwei
Dutzend Tieren (NUZ
12.11.2007).
GALLOWAY
Die Galloway-Rasse
stammt ursprünglich aus Schottland. Die ersten Rinder wurden 1982 in
die Schweiz importiert. Die Tiere eignen
sich besonders für die extensive Bewirtschaftung im Berggebiet und für
Betriebe mit ökologischer Ausrichtung, da sie auch bei kargem Nährstoffangebot
ausgezeichnete Futterverwerter sind: Naturschutzgebiete, Magerwiesen und
extensive Nutzflächen sind für sie ideale Weiden. In Silenen besteht
eine Herde mit Galloway-Rindern (UW 70, 8.9.2004).
GRAUVIEH
Nach dem Umbau des Stalles auf der Rütliwiese waren die Liegeboxen für die drei Braunviehkühe und die zwei Kälber zu klein. Es kam zu einem Rassenwechsel.
Seit 2010 grast auf dem Rütli rätisches Grauvieh. Die Gemeinnützige Gesellschaft begründete den Wechsel, dass das Rütli mit dem neuen Landschaftsentwicklungs-konzept eine Ökologisierung erfährt
(UW 6, 23.1.2010).
HOLSTEIN
Die schwarze Holstein-Kuh hat Iron Dirona von GS Alliance aus Bürglen gewinnt an der Viehschau in Cremona 2010 in der stärksten Disziplin in der europäischen Viehzucht die Kategorie der ältesten Kühe (UW 87, 6.11.2010).
YAKS

Der Yak wird wegen seiner grunzähnlichen Laute auch Grunzochse genannt. Es ist eine Rinderart, die in Zentralasien verbreitet ist. Die Bezeichnung „Yak“ stammt aus der tibetischen Sprache. Er liefert Milch, Fleisch, Leder, Haar und Wolle. Im Urserental lebt seit 2000 eine grosse Yaksherde. Im Winter befindet sich diese in Andermatt, im Sommer zum Teil auf der Gurschenalp. Die Tiere haben für die Tibeter in der Schweiz eine grosse Bedeutung. Die Herde wurde deshalb auch schon von der Tibetenschule in Rikon (ZH) besucht. Die Kälber erhielten dabei tibetische Namen (UW 85, 29.10.2008).
Weitere Rassen sind:
Dexter
Jersey
Limousin
Hinterwälder
Angus
OCHSENBEIZEN

In Uri gibt es zwar kein Gasthaus zum Rind oder zur Kuh, jedoch in Andermatt (Bild Wirtshausschild) einen "Ochsen".
In Altdorf heisst der "Ochsen" seit 2011 "Fomaz".
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