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Uri
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Art:
weisses Alpenschaf und
schwarzbraunes Bergschaf
Bestand: 8'766 (2008)
Urner Dialekt: Schaaf, Bänz (Jungschaf)
Krankheiten: Lippengrind,
Gämsblindheit,
Blauzungenkrankheit

Schafbestand seit 1901
Auf dem Kantonsgebiet von Uri befinden sich im Sommer insgesamt 73 Schafalpen mit
rund 17'000 Schafen. Das Gebiet mit der höchsten Schafdichte ist in dieser Zeit das Urserntal (inklusive Riental) mit zirka 7'500 Schafen. Diese müssen auch
vor dem Wolf geschützt werden.
WEISSES
ALPENSCHAF
Das
Weisse Alpenschaf wird in der Schweiz seit der Rassenbereinigung von
1938 gezüchtet. Es ging aus verschiedenen Landschlägen (Wildhauser,
Appenzeller, Luzeiner, Schwyzer und Oberhaslibrienzerschafe) hervor, die
bereits 1917, dem Gründungsjahr des Schweizerischen
Schafzuchtverbandes, herdebuchmässig erfasst waren. Um die
Wollqualität dieser Landschläge zu verbessern, fing man zu Beginn der
1930er-Jahre an, sie mit Widdern der deutschen Württemberger Schafe zu
kreuzen. Eine zweite Veredelungskreuzung mit der französischen Rasse
Ile-de-France zielte darauf ab, dem einheimischen Weissen Schaf mehr Frühreife
und bessere Keulenentwicklung zu verleihen. Der Kanton Uri, seit jeher
in regem Zuchttierverkehr mit dem Berner Oberland, zählt somit zu jenen
Zuchtgebieten des Weissen Alpenschafes, die einen vermehrten
Ile-de-France-Blutanteil aufweisen.
Das
Weisse Alpenschaf ist über das gesamte Land am weitesten verbreitet und
umfasst rund 60% des Gesamtbestandes. Es zeichnet sich durch eine
sehr gute Mastfähigkeit, gute Fleischleistung und gute Fruchtbarkeit (3
Ablammungen in 2 Jahren mit je 1.6 Lämmern) aus.
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SCHWARZBRAUNES
BERGSCHAF
Schläge
des Schwarzbraunen Bergschafes werden bereits im 14. Jahrhundert erwähnt.
Damals war das Hauptprodukt Wolle besonders beliebt für die Herstellung
von dunklen Stoffen. Die heutige Rasse entstand 1938 aus den Landschlägen
der Jura-, Saanen-, Simmentaler- und Frutigschafe.
Das einst spätreife
Schaf mit lockerer, grober und melierter Wolle entwickelte sich zu einem
frühreifen Schaf. Die fruchtbarste Rasse ist in der Schweiz mit ca. 13
% am Gesamtbestand vertreten. Für die hohe Fruchtbarkeit sind nicht nur
ein hoher Anteil an Mehrlingsgeburten, sondern auch die asaisonale, lang
anhaltende Brunst verantwortlich. Pro Wurf wird durchschnittlich mit 1,8
Lämmern gerechnet, jährlich rund 2,1 Lämmer. Bezüglich Mastfähigkeit
und Fleischleistung wurden in den letzten Jahren grosse Fortschritte
erzielt, ohne jedoch dieselbe Leistung wie die Rassen Weisses Alpenschaf
und Braunköpfiges Fleischschaf zu erreichen. Heute werden betreffend
Wolle zwei Farbschläge unterschieden: den weit verbreiteten dunklen,
beinahe schwarzen Typ und den hellbraunen Typ "elb" genannt.
SCHAFBEIZEN
 Wirtshausschild des Restaurants Schäfli in Intschi.
SCHAFWAPPEN

Die Familie Epp führt ein Schaf mit Fahne im Wappen.
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