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Wintersport in Uri - Übersicht


  
Der Gang durch den Schnee war bis in den Ausgang des 19. Jahrhunderts nicht ein Vergnügen, sondern ein Muss. Es wurden hierfür Schneereifen und Fassdauben verwendet. Beide hatten den Zweck, dass man auf den notwendigen Wegen nicht in dem tiefen Schnee versank. Die Vorgänger der heutigen Schneeschuhe bestanden aus einem Holzreifen und einer Trittfläche, die aus einem Geflecht aus Schnüren mit Lederriemen und Eisendraht verstärkt war. Schneeschuhe gebrauchte der Bauer, der in entlegenen Ställen das Vieh zu besorgen hatte. Auf Schneeschuhe waren sodann vor allem die Soldaten der Gotthardfestung angewiesen.
Neues kam dann aus Norwegen! Das Wort Ski bedeutet im Norwegischen «Scheit» (gespaltenes Holz) oder Schneeschuh. Die langen Bretter ermöglichten ein rasches Fortkommen durch Gleiten über die Schneefläche.

In den 1890er-Jahren schafften die Fortwachen in Airolo und Andermatt 200 Paar Ski an. Anfänglich wurde der einzelne Stock zum Skifahren eingesetzt. Das «Stockreiten» diente den Richtungsänderungen und dem Bremsen. Die «Gotthärdler» beteiligten sich seit 1902 erfolgreich an den ersten Skiwettkämpfen in der Schweiz. In Andermatt wandelte sich der Kuraufenthalt zum Wintervergnügen. Auf den Eisfeldern der beiden Grand-Hotel Danioth und Bellevue wurde Curling und Eishockey gespielt sowie Schlittschuh gelaufen. Von der Winterlandschaft wurde Besitz genommen. Beim Skijöring liess man sich von Pferden nach Hospental ziehen.

Der Wintersport brachte dem Urserntal ertragreiche Zeiten. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahre 1914 blieben die Stammgäste aus England jedoch auf einen Schlag aus. Die Hotels standen leer, einzelne Etagen mussten ganz geschlossen werden, und statt Touristen beherbergten sie immer mehr Militärs.
Der Erste Weltkrieg deckte aber auch auf, wie wichtig der Ski-Soldat im Gebirge war. Viele Urner erlernten im Aktivdienst das Skifahren und waren interessiert, dieses nach der Einkehr des Friedens als Freizeitsport weiter zu betreiben. In den Urner Dörfern taten sich Gleichgesinnte zusammen, mancherorts kam es zur Gründung von weiteren Ski-Clubs. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte jedoch der Skisport Mühe, wieder in Schwung zu kommen. Im Aktivdienst lernten jedoch viele Urner Skifahren. Sie wollten diesen Sport auch in der Freizeit betreiben und Gleichgesinnte gründeten weitere Ski-Clubs. Diese organisierten Skirennen. Vor dem Ersten Weltkrieg fanden diese vor allem noch in Andermatt und im oberen Reusstal auf der Gotthardstrasse statt. Daneben wurden Skitouren organisiert, an die sich eine Ski-Chilbi anschloss. Der neue Sport geriet teilweise in den Konflikt mit der Sonntagsheiligung.

In den 1920er-Jahren trennte sich der alpine Sport vom nordischen langsam ab. In Andermatt ging man beide Wege. Der Dauerlauf blieb vor allem auch beim Militär als Patrouillenlauf weiterhin sehr beliebt. Es wurde eine grosse Skisprungschanze erbaut. 1934 wurden die Schweizermeisterschaften durchgeführt, wo nun auch die Disziplinen Abfahrt und Slalom ausgetragen wurden.

Wer den Skisport pflegen wollte, musste anfänglich zur Selbsthilfe greifen, denn viele, vor allem die Jugend, konnten sich die teuren Norweger-Skier nicht leisten. Mit den «Fassdudäli» lernten die Kinder die ersten Fahrversuche auf Schnee. Doch nicht nur die Kinder und Jugendlichen, sondern auch die Erwachsenen waren am Experimentieren und versuchten aus selbstgezimmerten Brettern das neue Sportgerät herzustellen. Prädestiniert für die Holzskifabrikation in kleiner Auflage war der Beruf des Schreiners. Auch der Wagner besass die nötigen Kenntnisse und die Erfahrung, um das Holz zu biegen. So wurden in Andermatt und Silenen in Handwerksbetrieben Skis hergestellt. Von 1934 stellte die Firma lnglin & Knüsel industriell Ski her. Der Inglin-Belag wurde schweizweit bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erschien dann mit dem Metallski eine neue, revolutionäre Erfindung aus Amerika. Der Inglin-Belag liess sich nicht auf dem Metallski befestigen. Das Skigeschäft wurde aufgegeben.

1937 wurde am Näschen der erste Skilift in Uri in Betrieb genommen. In den Jahren 1962/63 wurde die Luftseilbahn auf den Gemsstock erstellt. Auch der Hospentaler Hausberg, das Winterhorn, sollte in ein Skigebiet umgewandelt werden. 1960/61 wurde der Betrieb aufgenommen. Im Urserntal entstanden zudem Skiliftanlagen in Realp und auf der Oberalp.
Nach der durchgehenden Eröffnung der Gotthard-Autobahn im Jahre 1980 war Andermatt für die Wintersportler viel besser und schneller erreichbar. Die Bedeutung des Wintersports als touristische Freizeitgestaltung begann sich jedoch langsam zu wandeln. Es erfolgte ein allgemeiner Rückgang an Touristen. Bei den Verbleibenden stiegen die Ansprüche an das Skifahren. Man suchte mehr Abwechslung und wollte aus einer Vielzahl von Liftanlagen und Abfahrten auswählen können. Luft- und Gondelbahnen mit geschlossenen Kabinen sowie Sessellifte erschlossen in der Schweiz und im nahen Ausland immer höhere und entlegenere Skigebiete. Das Konkurrenzverhältnis verschärfte die Situation vor allem für Kleinskigebiete. Man sah sich auf einmal mit der sinkenden Rentabilität der Anlagen bei steigenden Betriebskosten konfrontiert.
Man versuchte, durch eine Modernisierung der Anlagen die Konkurrenzfähigkeit im Kampf um Skifahrer zu erhalten und so mögliche wirtschaftliche Einbussen zu minimieren. Man begab sich in einen Teufelskreis: Fahrpreiserhöhungen sollten die Einnahmerückgänge kompensieren und die Kostendeckung erreichen. Höhere Preise bei gleichem Angebot führten jedoch zu einem weiteren Rückgang der Fahrgastzahlen. Ohne die notwendigen Einnahmen fehlten den Betreibern die Mittel für umfangreichere Investitionen in die Anlagen.
1995 musste die Sportbahnen Winterhorn AG Konkurs anzumelden. Am Nätschen und am Gemsstock wurden die Gesellschaften fusioniert und schliesslich zu den Sportbahnen Andermatt­Nätschen-Gütsch AG (SANG) zusammengeschlossen. Im Zusammenhang mit dem Bau des Tourismus Resorts Andermatt Swiss Alps des ägyptischen Unternehmers Samih Sawiris werden die Skigebiete vom Nätschen und Sedrun miteinander verbunden; alte Anlagen werden ersetzt und neue gebaut. Im Dezember 2017 konnte mit der ersten Gondelbahn im Kanton Uri ein Teil der Anlagen in Betrieb genommen werden.

In den 1950er-Jahren wurden auf die Eggberge (1955) oberhalb von Altdorf sowie an den Hängen des sonnenseitigen Schächentals (Biel 1951) neue Seilbahnanlagen erstellt. Die bereits 1932 entstandene Seilbahnanlage auf das Ratzi wurde ausgebaut. Weiter entstanden Luftseilbahnen aufs Haldi (1934/59), aufs Brüsti (1948) und auf Gitschenen (1957). In diesen Gebieten wurden ebenfalls neue Skianlagen erstellt. Im sonnigen Urigen, im hintersten bewohnten Gebiet des Schächentals, wurde ebenfalls Versuche unternommen, ein Skigebiet zu errichten. Hier war keine Seilbahn nötig, sondern die Talstationen waren auf der Klausenstrasse zu erreichen. Es entstanden zwei Liftanlagen, die jedoch nicht lange Bestand hatten. Die beiden Skigebiete waren zu klein, um die Kosten für Anlagen, Pistenfahrzeug, Personal und Wartung zu decken. Auch der Bau landwirtschaftlicher Erschliessungsstrassen, die auch im Winter geöffnet und befahren wurden, führten zu Problemen für den Skibetrieb.
Mit dem Skisport zog auch die Sorge um den Schnee ins Land. Schneekanonen sorgten allmählich auch in Uri für Kunstschnee - als Ergänzung zu Frau Holles weisser Pracht.

Trotz immer schlechter werdenden klimatischen Voraussetzungen vermag der Skisport immer noch Massen anzusprechen. Die jungen Damen des SC Gotthard Andermatt mit Aline Danioth sind ein Versprechen für die Zukunft. Mit dem Schattdorfer Roman Furger hat Uri einen Langläufer von internationalem Format.


Quellen- und Literaturverzeichnis: 25 Jahre Skiklub Amsteg Jubiläumsschrift, (1964) / 75 Jahre Skiclub Attinghausen 1934-2009 / «Bund» Nr. 36, 4./5. Februar 1902 / Epp, Georg: Dritte Generation übernimmt Lebenswerk, in: UW Nr.11/2008 / Gamma, Karl; Russi Fredy: 100 Jahre Skiclub Gotthard Andermatt. Altdorf (2003) / Jubiläumsschrift Skiklub Sisikon (1978) / Kempf, H., Telemark oder Kristiania, in: Ski - Jahrbuch des Schweizerischen Ski-Verbandes, Band 26 (1930) / Koenig, Hans: Die Anfänge des Militärskifahrens in der Schweiz. In: Allgemeine schweizerische Militärzeitung, 1944. S. 201 ff. / Meyer, Poldy: Jubiläumsschrift zum fünfzigjährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard. 1953 / Müller, Reto: Skisport. In: Historisches Lexikon der Schweiz / Müller-Hitz: Skifahren anno dazumal, in: Appenzeller Kalender Band 238 (1959) / Rucktäschel, Kathrin: Vom Rekordhalter zum Nebenschauplatz - Aufbau, Niedergang und Neuausrichtung des LSAP Winterhorn. Fürstenfeldbruck 2016 / Russi Alfred; Skigebiet Nätschen-Gütsch feiert 75-jähriges Bestehen; in: UW Nr. 99, 2012 / Russi, Alfred: Fünfzig Jahre Gemsstock. Andermatt 2013 / Russi Alois: Die Skifabrikation im Urserental um die Jahrhundertwende; in: Ursern – Das imposante Hochtal zwischen Gotthard, Furka und Oberalp in Wort und Bild; herausgegeben von der Schweiz. Vereinigung der Strahler und Mineraliensammler (SVSM), Bern 1978 / Scheuerer, Silvia: Das Bellevue in Andermatt 1872-1986 - ein Hotel erzählt Tourismus- und Kulturgeschichte. Altdorf 2011 / Urner Wochenblatt Nr. 9, 3.3.1917 / Sicher, Valentin: Skiklub Gurtnellen, Gurtnellen 1992, S. 7 / Skiclub Isenthal; Fünfzig Jahre Skiclub Isenthal 1936-1986 / Urner Wochenblatt / Van Rooijen, Jeroen: Entwicklung der Skimode; In: https://bellevue.nzz.ch. / www.hls.ch (2018, Skisport) / www.unterschaechen.ch / www.wikipedia.ch.
Foto: Tourenskifahrer in Ursern, um 1935 (Fotograf Jean Haemisegger; StAUR, Slg Bilddokumente 265.01-BI-34402).

WINTERSPORTLICHE THEMEN

1892-1914 Das Militär prägt die Entwicklung des Skisports in Uri     
1898-1939 Der Tourismus entdeckt den Skisport     
1905-1990 Die Trennung des alpinen vom nordischen Skisport     
1903-1958 Förderung des Skifahrens durch die Ski-Clubs     
1930-1971 Militärischer Vorunterricht     
1901-1950 Skiherstellung in Uri     
1926-2017 Vom «Gurtenlift» zur Gondelbahn     

WINTERSPORTLICHE EREIGNISSE

1892  - Freitag, 15. Januar 1892
Gesuch für Anschaffung von Skis für die Gotthardwache
Rene Geelhaar, Ingenieur und Instruktionsoffizier im Kommandostab der Gotthardverwaltung in Andermatt, ersucht im Januar 1892 bei Oberst von Segesser um die Erlaubnis, 6 Paar Ski bestellen zu dürfen. Es vergeht jedoch fast ein Jahr, bis das Gesuch bewilligt wird und die Bestellung abgehen kann.


1893  - Sonntag, 12. Februar 1893
Instruktionsoffizier bestellt norwegische Schneeschuhe
Rene Geelhaar, Ingenieur und Instruktionsoffizier im Kommandostab der Gotthardverwaltung in Andermatt, bestellt in seiner Eigenschaft als Offizier des Materiellen bei der Firma L. Kost in Basel sechs Paar «norwegische Schneeschuhe mit steifer Fersenstrippe und Meerrohrbindung». Drei Paar sind für Airolo und drei Paar für Andermatt bestimmt.
Koenig Hans, Die Anfänge des Militärskifahrens in der Schweiz, S. 192.

1893  - Sonntag, 23. April 1893
Deutsche Skiklub-Mitglieder überqueren den Alpenkamm
In Airolo nimmt Dr. Offermann aus Strassburg und fünf weitere Mitglieder des Skiclubs Todtnau über die Ostertage eine Skitour über die Pässe Gotthard, Furka und Grimsel in Angriff. Vier Tage später erreichen vier der ursprünglich sechs Skitouristen wohlbehalten Guttannen. Übernachtet hat die Gruppe jeweils in den Passhotels, wo sie durch die «Winterknechte» betreut wurden.
Gamma Karl, Russi Fredy; 100 Jahre Skiclub Gotthard Andermatt; S. 7.

1893  - Dienstag, 5. Dezember 1893
Erste Überquerung des Gotthards auf Skis
An einem Sonntag im Februar 1893 überschreiten der Ingenieur und Instruktionsoffizier Major Renatus Geelhaar sowie seine Begleiter Ernst Ambühl und Heinrich Stiefenhofer als Erste auf Ski den Gotthardpass von Andermatt nach Airolo.
Gamma Karl, Russi Fredy; 100 Jahre Skiclub Gotthard Andermatt; S. 7.

1896  - Sonntag, 5. Januar 1896
Erstbesteigung des Oberalpstock im Winter
Am 5. Januar 1896 gelang ihm mit dem Erreichen des Oberalpstock-Gipfels die erste Skibesteigung eines Dreitausenders Wilhelm Paulcke, ein in Davos aufgewachsener Deutscher, besteigt mit Skis als zweiten Dreitausender in den Alpen den Oberalpstock (3328 müM) zusammen mit drei Mitstudenten aus Freiburg im Breisgau.
Gamma Karl, Russi Fredy; 100 Jahre Skiclub Gotthard Andermatt; S. 7; www.wikipedia.ch (2017).

1896  - Montag, 25. Mai 1896
Piz Lucendro wir mit Skis bestiegen
Der deutsche Skipionier Wilhelm Paulcke überquert mit Gefährten auf Ski die Furka und steht am 25. Mai als erste Skitouristen auf der Fibbia (Gemeinde Airolo) und dem Piz Lucendro.
Gamma Karl, Russi Fredy; 100 Jahre Skiclub Gotthard Andermatt; S. 8.

1899  - Dienstag, 3. Januar 1899
Zwei Tourenskifahrer kommen am Sustenpass ums Leben
An der Westflanke des Sustenpasses kommen Dr. Gustav Moennichs (30) und Dr. Reinhold Ehlert (28) aus Strassburgin einer Lawine ums Leben. Die beiden Naturwissenschafter sind erprobte Skialpinisten. Sie werden durch Berner und Urner Rettungsleute lange gesucht. Man findet sie zufällig erst am 27. Juli auf dem Steingletscher. Am 29. Juli werden sie in Wassen beerdigt.
Gamma Karl, Russi Fredy; 100 Jahre Skiklub Andermatt, S. 12.

1902  - Sonntag, 26. Januar 1902
Erstes Skirennen in der Schweiz mit Urner Teilnehmern
Zu den ersten Skirennen, die in der Schweiz vom Skiclub Glarus durchgeführt werden, sind auch die Gotthardsoldaten zur Teilnahme eingeladen. Die «Gotthärdler» dürfen in Uniform erscheinen. Zum erstenmal beteiligt sich das eidgenössische Militär öffentlich an einem Skirennen. Den Militärlauf über 8,5 km mit 24 Startenden gewinnt Feldweibel Emil Müller, gefolgt von acht weiteren Andermatter Fortwächtern. Den zivilen Lauf über 4,5 km mit zehn Startenden entscheidet ebenfalls Emil Müller für sich, vor zwei weiteren Andermattern, Zwyer und Nager. Das Skispringen kann aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen nicht durchgeführt werden. Das Resultat ist umso eindrücklicher, da erstmals eine norwegische Mannschaft am Start ist.
Gamma Karl, Russi Fredy; 100 Jahre Skiklub Andermatt, S. 18; Koenig Hans, Die Anfänge des Militärskifahrens in der Schweiz, S. 194 f.

1903  - Sonntag, 13. Dezember 1903
Gründung eines Andermatter Ski-Clubs wird ins Auge gefasst
Im Restaurant Bollschweiler finden sich elf Mann zusammen, um die Gründung eines Ski-Clubs zu beraten. Der Initiant und Vorsitzende, Theodor Felber, Eidgenössischer Beamter, erläuterte Bedürfnis und Zweck der Gründung des Klubs. Einstimmig wird beschlossen, an eine Konstituierung heranzutreten. Kaspar Nager und Silvio Müller werden beauftragt, Statuten zu entwerfen und einen grösseren Kreis von Freunden des «edlen» Skisports zu einer Gründungsversammlung einzuladen.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 6.

1903  - Sonntag, 20. Dezember 1903
Gründung des Ski-Clubs Gotthard
In Andermatt kann im Hotel Schlüssel bei elektrischem Licht Tagespräsident Silvio Müller an der Gründungsversammlung 32 Anwesende begrüssen. Nach kurzer Diskussion betreffend der Namensgebung «Ursern» oder «Gotthard» wird beschlossen, den Ski-Club Gotthard zu gründen. Der fünfköpfige Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Präsident Kaspar Meyer, Hotelier, Hospental; Vizepräsident Ernst Muggli, Hauptmann, Andermatt; Aktuar Silvio Müller, Chemiker, Hospental; Kassier Julius Thalmann, Kaufmann, Andermatt; Beisitzer Theodor Felber, Adj. Uof., Andermatt. Die Statutenberatung ergibt Abänderungen, weshalb dieses Traktandum auf eine spätere Sitzung verschoben wird.
UW 49, 3.12.1904; Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 6; Gamma Karl, Russi Fredy; 100 Jahre Skiklub Andermatt, S. 10.

1904  - Sonntag, 20. März 1904
Mitglied des SC Gotthard besteigen den Lucendro
Nach den drei Touren des SC Gotthard Andermatt nach Realp, zum Oberalpsee und nach Wassen folgt als Krönung der Saison die Tour auf den Piz Lucendro (2963 müM). Vier Männer bewältigten den Aufstieg via Gotthardmätteli und Lucendropass in fünf Stunden, was einer Stundenleistung von mehr als 300 Höhenmetern entspricht. Eine respektable Leistung und dies ohne Steigfelle! Die Abfahrt führt über das Witenwasserental nach Realp, von wo noch der Marsch nach Andermatt verbleibt.
Gamma Karl, Russi Fredy; 100 Jahre Skiklub Andermatt, S. 11.

1904  - Sonntag, 10. April 1904
SC Gotthard bereinigt Statuten
Kurz nach Neujahr 1904 setzte die Tätigkeit des neu gegründeten SC Gotthard ein. Der bereinigte Statutenentwurf wird gutgeheissen.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 7.

1904  - Donnerstag, 20. Oktober 1904
Gründung des Schweizerischen Skiverbandes
An der Gründungsversammlung des Schweizerischen Skiverbandes (SSV) in Olten ist auch eine Vertretung des SC Gotthard anwesend.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 11.

1904  - Sonntag, 13. November 1904
SC Gotthard tritt dem SSV bei
Knapp einen Monat nach der Gründung des SSV beschliesst die Generalversammlung des SC Gotthard, dem Schweizerischen Skiverband beizutreten.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 11.

1905  - Sonntag, 5. Februar 1905
Erstes offizielles Skirennen in Andermatt findet für die Jugend statt
In Andermatt finden die ersten vom SC Gotthard organisierten Jugendskirennen statt. Sieben Jugendliche beteiligen sich am Dauerlauf auf den Hügel der Mariahilf-Kapelle (Strecke von zirka 3 km). Bei der jüngeren Kategorie sind 27 Knaben von 5 bis 15 Jahren auf Fassdauben und Skiern am Start. Es starten auch zwei Mädchen. Zudem findet noch ein Abfahrts- und ein Sprunglauf statt. Der weiteste Sprung beträgt 6.70 m. Die Teilnehmer erhalten einen Preis. Die Sportveranstaltung wird von der Musikgesellschaft Andermatt umrahmt.
UW 6, 11.2.1905; Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 17.

1905  - Dienstag, 21. Februar 1905
Norweger geben in Andermatt Skikurse
Während drei Tagen im Februar veranstaltet der Ski-Klub Gotthard in Andermatt einen Skikurs unter Leitung zweier Herren aus Norwegen. Das Kursgeld beträgt 8 Franken. Angesprochen werden namentlich die Bergführer des Kantons, "da diese doch des öftern in den Fall kommen könnten, vom Skifahren Gebrauch zu machen."
UW 7, 18.2.1905

1905  - Samstag, 30. Dezember 1905
Erster grosser Dauerlauf des SC Gotthard
Der SC Gotthard organisiert erstmals einen grossen Dauerlauf von 18 Kilometern. Der Start erfolgt am Nätschen (1713 müM), führt dann zum Oberalpsee (2028 müM) und von dort auf den Calmot (2311 müM) und schliesslich zurück zum Oberalpsee über Matill nach Andermatt (1435 Meter) mit Ziel beim Grand Hotel Danioth. Beim Oberalpsee muss das Rennen wegen Schwierigkeiten beim Anbahnen fast abgebrochen werden. Wachtmeister Jakob Furrer von Andermatt, der in der Gegend weitaus als bester Läufer gilt und als Vierzehnter gestartet alle Vorläufer eingeholt hat, übernimmt die Führung und damit die Hauptarbeit auf der Steigung von 600 Metern. Furrer erreicht in 2:51:45 Stunden das Ziel. Das Rennen gewinnt mit sechs Minuten Vorsprung Bergführer Rudolf Bernet von Grindelwald.
Am Samstag-Nachmittag folgt das Schüler-Rennen über zwei und vier Kilometer sowie das Stilfahren für Damen und Herren. Der erste Tag schliesst mit einem feinen Bankett und einem glänzend verlaufenen Ball im Grand Hotel Danioth.

UW, Nr. 1, 6.1.1906.

1907  - Sonntag, 3. Februar 1907
Skispringen in Andermatt
1.50 Meter Alt-Schnee und etwas Neuschnee und schönstes Wetter bilden die idealen Voraussetzungen für die zweitägigen Skirennen in Andermatt. Start und Sprunghügel befinden sich beim Grand Hotel Andermatt. Von bestimmten Punkten aus können mittels Feldstecher alle Rennen verfolgt werden. Die Lauftrecke vom Dauerlauf mit 16 Startenden wird auf 13 Kilometer gekürzt. Es gewinnt wie beim Militärrennen Wachtmeister Jakob Furrer, Andermatt (1.08.45). Bei der Sprungkonkurrenz reichen 19,5 Meter zum Sieg. Der Norweger Thorleif Björnstad springt ausser Konkurrenz auf 32 m. Sowohl im Lang- als im Sprunglauf finden Juniorrennen statt. Für die Damen gibt es wiederum ein Schaufahren.
UW Nr. 5, 2.2.1907; Nr. 6, 9.2.1907.

1907  - Samstag, 2. März 1907
Bergbauern entdecken das Skifahren
Die Bergbauern machen sich die praktischen Seiten der Skier zu nutzen. Wenn man auf dem Urnerboden auch noch keine norwegischen Bretter finde, so haben sich die praktischen Urnerbödeler den nahen Wängliswald als Lieferanten für ihre Skier zu nutzen gemacht und jeder Bödeler fahre auf seinen eigenen tannenen Skier zehnmal leichter auf den Klausen als früher auf des Schusters Rappen nur bis in den obersten Wang. Auch im Urserntal fährt bald jeder Knecht per Ski in den etwas entfernteren Stall zum Hirten.
UW 9, 2.3.1907; UW 10, 9.3.1907

1908  - Montag, 6. Januar 1908
Erste Skitour zur Klausenpasshöhe
Eine Gruppe von sieben Mann macht vom Urnerboden aus einen Ausflug mit Skis bis zum Hotel Klausenpasshöhe und statten dem Winterpächter des Hotels einen überraschenden Besuch ab. Die gelungene Ausfahrt wird wacker gefeiert wird.
UW 2, 8.1.1909.

1909  - Samstag, 9. Januar 1909
Eisbahn im Moosbad ist eröffnet
Per Zeitungsinserat wird darauf aufmerksam gemacht, dass die Eisbahn zum Moosbad eröffnet ist.
UW 2, 9.1.1909.

1909  - Freitag, 22. Januar 1909
Drei Skialpinisten sterben in Schneebrett am Furkapass
Am Furkapass befinden sich vier Skialpinisten im Aufstieg zum «Reduit» (Furkastock). Augenzeugen müssen vom Hotel Furkapass aus das schreckliche Ereignis mitansehen. Ein riesiges Schneebrett reisst alle vier Männer mit sich, bis an den Gegenhang am blauen Berg. Bergführer Johann Bleuer aus Grindelwald, Major der Kavallerie Merian aus Basel und Leutnant Berkeley aus England können nur noch tot geborgen werden. Der vierte, in der Spur etwas zurückgebliebene Mann wird am Rand der Lawine ebenfalls mitgerissen, bleibt jedoch unverletzt. Der Unglücksort wird seither «Merian­Plangge» genannt.
Gamma Karl, Russi Fredy; 100 Jahre Skiklub Andermatt, S. 13.

1909  - Samstag, 23. Januar 1909
5. Schweizerischen Skirennen in Andermatt

UW 4, 23.1.1909; => UW 6, 6.2.1909 (Artikel über Beginn des Skifahrens in Andermatt: sehr wichtig)

1909  - Sonntag, 24. Januar 1909
Skiwettrennen von Göschenen nach Amsteg
Eine Vereinigung von Sportsfreunden in Amsteg veranstaltet unter der Mitwirkung des Skiclubs Göschenen ein Skiwettrennen von Göschenen nach Amsteg und ein Wettschlitteln in den Intschiflühen. Wegen Schneemangels muss das Rennen jedoch vorerst verschoben werden.
UW 3, 16.1.1909

1909  - Sonntag, 7. Februar 1909
Skirennen von Göschenen nach Amsteg
Nach zweimaliger Verschiebung wegen Schneemangels kann das Skirennen von Göschenen nach Amsteg über zirka 17 Kilometer durchgeführt werden. Es wird in zwei Kategorien gestartet. Die Siegerzeit von Johann Gamma, Göschenen, beträgt 1:19:55 h. Das Jugendrennen wird ab Intschi ausgetragen. Weiter findet ein Wettschlitteln statt.
UW 8, 20.2.1909.

1910  - Freitag, 28. Januar 1910
Ski- und Schlittelwettfahrt in Andermatt
Im mittleren Reusstal findet auf der Kantonsstrasse von Wassen nach Amsteg ein Grosser Ski-Dauerlauf über 11 Kilometer statt. Gestartet wird morgens 11 1/4 Uhr auf dem Dorfplatz in Wassen. Das Damen- und Jugendrennen geht von Restaurant Schäfli in Intschi nach Amsteg über 3 Kilometer. Anmeldungen werden auf dem Rennbüro in Amsteg und am Start bis 1/4 Stunde vor Abgang der Läufer entgegengenommen.
Das Wettschlitteln führt von den Intschi nach den Flühen. Es sind Bobsleigh, Hornschlitten, Zweierschlitten und Einerschlitten zugelassen. Der Start erfolgt um 13 Uhr, das Ende ist auf 15 Uhr angesetzt. Es gibt zahlreiche Preise im Gesamtbetrag von 250 bis 300 Franken zu gewinnen. Die Preisverteilung findet abends halb fünf Uhr im Restaurant Engel in Amsteg statt. Anschliessend erfolgt «gemütliche Vereinigung» mit Musik und «Feier des himmlischen Friedens» in den verschiedenen Gasthäusern von Amsteg.

Skiklub Amsteg; 25 Jahre Skiclub Amsteg, Jubiläumsschrift, S. 3 ff.

1910  - Sonntag, 13. Februar 1910
Gotthardrennen in Andermatt
In Andermatt werden die Gotthardrennen durchgeführt.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 20.

1911  - Sonntag, 29. Januar 1911
6. Skirennen in Andermatt
Bei idealen Witterungsverhältnissen führt der SC Gotthard das 6. Skirennen durch. Am Wettlauf beteiligen sich 23, am Sprunglauf 28 Mann sowie am Jugendrennen 105. Kinder. Beide Disziplinen gewinnt Gamma aus Andermatt.
UW 7, 18.2.1911; Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 20.

1917  - Sonntag, 14. Januar 1917
Skiklub Wassen-Gurtnellen gegründet
Von einigen jungen Männern aus Gurtnellen und Wassen wird ein Ski-Club gegründet. Sie haben das Skifahren im Wiederholungskurs des Urner Bataillon 87 erlernt und wollen diesen Sport nun auch im Zivilleben betreiben.
Sicher Valentin; Skiklub Gurtnellen, S. 7.

1917  - Samstag, 3. März 1917
Ausländer sind von Skitouren ausgeschlossen
Der SC Gotthard Andermatt macht in den Urner Zeitungen auf eine Club-Tour nach der Rotondo-Hütte aufmerksam. Ausländer erhalten jedoch keine Bewilligung für Skitouren im Festungsgebiet. Schweizer haben in Andermatt unter Vorweisung des Dienstbüchleins auf dem Platzkommando in Andermatt eine Passierbewilligung zu holen.
UW Nr. 9, 3.3.1917.

1917  - Samstag, 10. März 1917
Ski-Chilbi auf dem Gotthard-Hospiz
Zum Abschluss der Skisaison halten die Skiklubs am Gotthard (Airolo, Göschenen und Andermatt) auf dem Gotthard-Hospiz traditionell eine Ski-Chilbi ab. Am Samstagabend gibt es «gemütliche Unterhaltung» und am Sonntag kleinere Konkurrenzläufe und Skispiele sowie Ausflüge in die Umgebung. Gäste, «besonders auch die Vertretung des schönern Geschlechts» sind freundlich eingeladen. Eine Einsendung im «Urner Wochenblatt» entrüstet sich darüber, dass sich Skisportler bekanntlich um Sonntagsheiligung und religiöse Pflichten herzlich wenid kümmern.
UW Nr. 10, 10.3.1917.

1919  - Montag, 7. April 1919
SC Gotthard will neuen Dachverband
Der Ski-Club Gotthard, unter der initiativen Leitung von Präsident Markus Luchsinger, fasst infolge Differenzen mit dem SSV den Beschluss zur Gründung eines Zentralschweizerischen Skiverbandes. Rücksprachen mit andern Klubs sind positiv.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 11.

1920  - Sonntag, 29. Februar 1920
Gründung des ZSSV auf Initiative des SC Gotthard
Auf der Rigi kann die konstituierende Versammlung zur Gründung eines Zentralschweizerischen Skiverbandes (ZSSV) abgehalten werden. Die Gründer sind: SC Gotthard Andermatt, Airolo, Engelberg, Alpina Luzern, Luzern, Pilatus Luzern, Rigi und Zug.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 11.

1921  - Samstag, 22. Januar 1921
Gründungsversammnlung des Ski-Club Wassen
Abends um 20.00 Uhr treffen sich die Wassner Mitglieder des SC Wassen Gurtnellen im «Hirschen» in Wassen zur Versammlung. Nach reger Diskussion einigt man sich, «unter Berücksichtigung der obwaltenden Umstände» eine Namensänderung vorzunehmen, so der Club fortan nur mehr Ski-Club Wassen lautet.
Jubiläumsschrift 50 Jahre SCW (1971).

1923  - Sonntag, 4. Februar 1923
Erstes Skirennen auf Oberfeld
Die Sektion Gotthard veranstaltet das 1. Skirrennen auf Oberfeld Haldi. Am Vormittag wird der Langlauf für Senioren und Junioren, am Nachmittag ein Slalom und ein Landsturmrennen ausgetragen.
Hofer Max, Sektion Gotthard SAC – Club-Chronik, 1923.

1924  - Sonntag, 20. Januar 1924
Abfahrtrennen von der Oberalp
In Andermatt findet ein Skirennen mit Sprungkonkurrenz sowie erstmals ein Abfahrtsrennen von der Oberalp statt.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 21.

1924  - Sonntag, 3. Februar 1924
Oberalp-Skirennen
Der Skiclub Gotthard veranstaltet ein Ski-Abfahrtsrennen vom Calmot nach Andermatt. Dabei gilt es bei schönen jedoch kaltem Wetter auch flache Partien zu überwinden. Sieger des Rennens wird David Ramelli aus Airolo in 25:28 Minuten mit über 2 Minuten Vorsprung auf den einheimischen Franz Regli (27:51).
UW Nr. 6, 9.2.1924

1924  - Sonntag, 2. März 1924
Gründung des Skiklubs Unterschächen
Nach einigen Besprechungen und Beratungen kommt im Gemeinderats-Saal im Restaurant Brunnital eine «wackere Skifahrermannschaft» zusammen, um einen Skiklub Unterschächen zu gründen. Nach längerer Diskussion wird Josef Schuler, Bürglen, zum Präsidenten gewählt. Die Versammlung beschliesst, vorläufig auf Statuten zu verzichten. Hingegen wird der Vorstand beauftragt, sich bis zur Generalversammlung über Klubmützen und Versicherungen zu erkundigen. Der Beitritt wird auf 3 Franken und der Jahresbeitrag auf 2 Franken festgesetzt.
Arnold-Frei Josef, 75 Jahre Skiklub Unterschächen, S. 4 f.

1924  - Sonntag, 7. Dezember 1924
SC Unterschächen zeigt sich ablehnend
Der neu gegründete SC Unterschächen hält im Restaurant Brunnital seine erste Generalversammlung ab. Zur Diskussion steht die Frage eines Beitrittes zum Schweizerischen Skiverband, der aber aus finanziellen Überlegungen abgelehnt wird. Die Versammlung lehnt zudem die Durchführung eines Klubrennens ab. Beschlossen werden hingegen die Durchführung einer Tombola sowie eine zweitägige Klubtour. Es werden zudem zwei Frauen als Passivmitglieder aufgenommen und zwei Ehrenmitglieder ernannt.
Arnold-Frei Josef, 75 Jahre Skiklub Unterschächen, S. 6.

1925  - Sonntag, 6. Dezember 1925
SC Unterschächen tritt dem SSV bei
An der zweiten Generalversammlung des SC Unterschächen folgt die Versammlung dem Antrag des Vorstandes und beschliesst nach längerer Diskussion den Beitritt zum Schweizerischen Skiverband (SSV). Ebenfalls im zweiten Anlauf wird sodann auch die Durchführung eines Klubrennens beschlossen.
Arnold-Frei Josef, 75 Jahre Skiklub Unterschächen, S. 6.

1926  - Sonntag, 17. Januar 1926
Skirennen auf Oberfeld
Auf dem Oberfeld findet der 4. Skjitag der SAC-Sektion Gotthard statt. Der Sieger legt die 7 Kilometer lange Strecke in gut 40 Minuten zurück.
UW 11, 23.1.19126

1926  - Sonntag, 7. Februar 1926
Abfahrtsrennen von der Oberalp
In Andermatt wird wiederum ein Abfahrtsrennen von der Oberalp ausgetragen.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 21.

1926  - Montag, 6. Dezember 1926
Neuer Skiclub Gurtnellen wird gegründet
In Gurtnellen finden sich 14 Männer und 5 Frauen zusammen und gründen einen Verein mit dem Namen «Neuer Skiklub Gurtnellen». Hans Arber wir zum ersten Präsidenten gewählt. Der Name «Neuer Skiklub Gurtnellen» muss deshalb gewählt werden, damit man dem Schweiz. Skiverband beitreten kann, ohne die Verpflichtungen des alten Skiklubs, der beim SSV verschuldet war, übernehmen zu müssen. Letzteres ist auch der Grund, dass man nicht sofort dem SSV beitreten kann, sondern vorerst eine Bewährungsprobe zu bestehen hat.
Sicher Valentin; Skiklub Gurtnellen, S. 11 ff.

1926  - Freitag, 24. Dezember 1926
FO setzt erstmals Sportzüge ein
Die Furka-Oberalp-Bahn (FO) setzt erstmals Sportzüge vom Bahnhof Andermatt auf den Nätschen ein. Dieser besteht aus einer Dampflokomotive, Personenwagen und einem offenen Güterwagen mit Skirechen für die Sportgeräte. Die Züge verkehren bis Mitte Februar.
Alfred Russi; Pionierleistungen während Jahrzehnten - Skigebiet Nätschen-Gütsch feiert 75-jähriges Bestehen; in: Urner Wochenblatt Nr. 99, 19.12.2012.

1927  - Sonntag, 6. Februar 1927
Dritte Auflage des Oberalprennens
In Andermatt wird wiederum das Oberalprennen ausgetragen.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 21.

1927  - Mittwoch, 28. Dezember 1927
Skirennen von der Brunnialp nach Unterschächen
Das erste Rennen von der Brunnialp nach Unterschächen kommt zur Austragung. Zu diesem Anlass werden der Skiklub Altdorf und der Sportklub Attinghausen eingeladen. An dem 3 Kilometer langen Langlauf nehmen 50 Startende teil und erhalten Gaben.
Arnold-Frei Josef, 75 Jahre Skiklub Unterschächen, S. 6.

1929  - Sonntag, 13. Januar 1929
Skirennen von Urigen nach Unterschächen
Der SC Unterschächen organisiert ein Skirennen auf der Strecke Urigen nach Unterschächen. Der Start liegt 15 Minuten hinter Urigen und das Ziel ist in der Utzigmatte in Unterschächen. Zu diesem Wettkampf sind auch Nichtmitglieder zugelassen.
Arnold-Frei Josef, 75 Jahre Skiklub Unterschächen, S. 4 f.

1930  - Sonntag, 12. Januar 1930
Oberalp-Abfahrtsrennen
In Andermatt wird das Oberalp-Abfahrtsrennen ausgetragen.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 21.

1930  - Samstag, 25. Januar 1930
2. Andermatter Ski-Derby
Nach dem letzten Jahr wird auch dieses Jahr das Andermatter Ski-Derby ausgetragen.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 21.

1930  - Sonntag, 2. Februar 1930
1. Andermatter Skitag
In Ursern findet der 1. Andermatter Skitag statt. Es wird dabei ein alpiner Dauerlauf über 30 km (Maigelslauf) und ein Sprunglauf ausgetragen.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 21.

1931  - Sonntag, 15. Februar 1931
Abfahrtsrennen von der Oberalp
In Andermatt findet das traditionelle Abfahrtsrennen von der Oberalp statt. Das Rennen wird im norwegischen Stil mit Laufpartien ausgetragen.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 22.

1932  - Samstag, 9. Januar 1932
Abfahrtsrennen vom Gütsch
Nebst dem Abfahrtsrennen von der Oberalp findet nun auch ein solches vom Gütsch statt. Es handelt sich um eine dem englischen Muster angepasste reine Abfahrt.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 22.

1932  - Samstag, 5. November 1932
Skihaus auf dem Oberfeld wird eingeweiht
Auf dem Haldi kann die SAC-Sektion Gotthard mit einer zweitägigen Feier ihr neu erbautes Skihaus einweihen.
Hofer Max, Sektion Gotthard SAC – Club-Chronik, 1931.

1932  - Sonntag, 13. November 1932
Generalversammlung des Ski-Clubs Urigen
Nachdem ein Jahr zuvor unter freiem Himmel der Ski-Club Urigen gegründet wurde, halt man die erste Generalversammlung ab.
50 Jahre Ski-Club Urigen 1931-1981, S. 2.

1933  - Sonntag, 22. Januar 1933
Abfahrtsrennen in den Schöllenen
Der Ski-Club Göschenen veranstaltet für seine Mitglieder ein Abfahrtsrennen durch die Schöllenen mit Start beim Urnerloch.
UW 4, 28.1.1933

1934  - Sonntag, 21. Januar 1934
Beschluss zur Gründung einer Skivereinigung Attinghausen
Im «Rotich» in Attinghausen wird von einigen sportbegeisterten Skifahrern unter der Leitung von Karl Brand für die einheimische Jugend ein Skirennen durchgeführt. Danach begibt man sich ins Gasthaus Krone und freut sich bei Wurst und Brot und einer Flasche Bier über den gelungenen Skianlass. Die 14 Männer beschliessen spontan, eine «Skivereinigung Attinghausen» zu gründen. Ziel und Zweck dieser Vereinigung soll sein, gute Skifahrer heranzubilden und allen Anfechtungen von «feindlicher Seite» auf friedlichem Wege zu erledigen.
Skiclub Attinghausen, 75 Jahre Skiclub Attinghausen 1934-2009, S. 7 f.

1934  - Sonntag, 18. März 1934
Gründung des Skiclubs Attinghausen
Unter der Leitung von Gründungspräsident Karl Brand wird im Gasthaus Krone in Attinghausen von 14 Skibegeisterten der Skiclub Attinghausen gegründet. Neueintretende hatten 1 Franken Eintrittsgebühr zu bezahlen. Der Vereinsbeitrag wird auf monatlich 40 Rappen festgesetzt. Das Vereinsabzeichen von 50 Rappen ist obligatorisch.
Skiclub Attinghausen, 75 Jahre Skiclub Attinghausen 1934-2009, S. 7 f.

1934  - Sonntag, 18. November 1934
Skiclub Attinghausen genehmigt seine Statuten
An seiner 1. Generalversammlung genehmigt derSkiclub Attinghausen im Clublokal Gasthaus Krone die Statuten. Der Mitgliederbestand ist auf 26 gewachsen. Als Zweck des Vereins wird «die Förderung und Pflege des Skifahrens sowie der sportlichen Geselligkeit und Kameradschaft» festgelegt. Aktivmitglied kann jeder in bürgerlichen Ehren und Rechten stehende Skifahrer werden, welcher das 16. Altersjahr erreicht hat. Die Aktivmitglieder sind bei entschuldigtem Fernbleiben bussenpflichtig. Wenn ein Mitglied am Morgen verhindert sei, die Ausfahrt mitzumachen, könne es nach der Messe dem Club nachfahren, dann müsse ihm die Tour als gültig berechnet werden. Es sollen jeweils nur dringende Entschuldigungen berücksichtigt werden. Solche sollen bis spätestens am Vorabend im Clublokal bekannt gegeben werden. Die Ausrede «Ski defekt» soll nicht berücksichtigt werden. Der gesamte Vorstand erklärt sich bereit, für das Clubrennen, den Langlauf und die Abfahrt ehrenamtlich die Gaben zu sammeln.
Skiclub Attinghausen, 75 Jahre Skiclub Attinghausen 1934-2009, S. 9.

1934  - Samstag, 22. Dezember 1934
Anzeige für Skirennen in Unterschächen
In einer Einsendung wird festgehalten, dass es im Schächental nicht nur Käse und Brot Kaffeedampf gebe, sondern auch der Sport seine Existenzberechtigung habe. Es wird auf eine Skiveranstaltung am Neujahrstag hingewiesen. Um Schnee müsse man nicht bange sein, habe man doch nach langem Sehnen ein schönes Quantum erhalten.
UW 51, 22.12.1934.

1935  - Dienstag, 1. Januar 1935
Zweiter Jugendskitag in Andermatt
Am Neujahrstag findet in Andermatt der 2. Jugendskitag statt.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 22.

1935  - Dienstag, 1. Januar 1935
Skirennen in Unterschächen wird abgesagt
Das Skirennen vom Neujahrstag in Unterschächen muss wegen ungünstiger Schneeverhältnisse abgesagt werden. Aus Rücksicht auf andere Veranstaltungen muss der Rundstreckenlanglauf und die Abfahrt auf einen Termin im Februar verschoben werden. Es haben sich über 80 Personen angemeldet. Der Gabentempel ist bis dahin im Hotel Klausen in Unterschächen zu besichtigen. Nebst den Preisen gibt es einen Wanderbecher in Abfahrt und Langlauf sowie einen für die beste Gruppe (5 mann) eines SSV-Clubs in der Kombination.
UW 1, 5.1.1935.

1935  - Sonntag, 10. Februar 1935
Ski-Club Edelweiss Bürglen wird gegründet
Einige initiative Skifahrerinnen und Skifahrer von Loreto und Umgebung gründen bei «Schwarzem» und «Tirrs» den Skiclub Edelweiss Bürglen. Eigentlicher Initiant und Gründer ist Franz Schillg, Loreto, der auch erster Präsident wird. Die Gründungsversammlung findet im väterlichen Bauernheim in Loreto statt. Den Namen «Edelweiss» wählen die Gründer um damit zu bekunden, dass die Mitglieder bergverbunden sind.
Jubiläumsschrift 50 Jahre Ski-Club Edelweiss Bürglen 1935-1985, S. 5.

1935  - Sonntag, 24. Februar 1935
Skirennen in Unterschächen
Morgens um 10 Uhr wird in der Matte in Unterschächen zum 12-km-Langlauf (Junioren 8 km) gestartet. Das Rennen wird von Max Tobler, Zürich, in 0:57:05 h gewonnen. Um 14 Uhr starten 10 Damen zum Abfahrtsrennen. Es gewinnt Margit Henerasky aus Zürich in 3:49 min. Mit 21 Sekunden Rückstand belegt die einheimische Johanna Gisler den 3. Rang. Das Abfahrtsrennen der Herren führt über 4 km von Urigen nach Unterschächen. Bestzeit fährt der Junior Emil Berger aus Zürich in 3:02 min.
UW 9, 2.3.1935.

1936  -
Claridenrennen
Zum ersten Mal wird das später sehr beliebte Sommerskirennen auf der Clarideneiswand am Klausenpass durchgeführt.
UW 41, 25.5.1938

1936  -
Ski-Club Edelweiss Bürglen gegründet
Ski-Club Edelweiss Bürglen.
UW 8, 22.2.1936

1936  - Mittwoch, 11. November 1936
SC Urigen grenzt sich ab
An der Generalversammlung des Ski-Clubs Urigen sind nur noch sechs Mitglieder anwesend. Kürzlich war der Ski-Club Klausen gegründet worden. Die Anwesenden beschliessen, keine Unterschächner und keine unterhalb dem Getschwiler mehr in den Club aufzunehmen. Es wird ein Damenrennen beschlossen mit den gleichen Bedingungen wie die Herren.
50 Jahre Ski-Club Urigen 1931-1981, S. 2.

1936  - Sonntag, 6. Dezember 1936
Gründungsversammlung des SC Isenthal
In Isenthal gründen 16 Mitglieder einen Skiclub. Isenthal. Erster Präsident ist Franz Bissig, Schreinerei. Die Eintrittsgebühr beträgt 3 Franken, der Jahresbeitrag 2 Franken für Aktiv- und 1 Franken für Passivmitglieder. Spender von 40 Franken und mehr werden zu Ehrenmitgliedern ernannt.
SC Isenthal, Fünfzig Jahre Skiclub Isenthal, S. 5.

1936  - Donnerstag, 24. Dezember 1936
4. Jugendskitage in Andermatt
In Andermatt beginnen die 4. Jugendskitage. Sie haben sich zeitlich ausgeweitet und dauern bis zum 3. Januar.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 22.

1937  -
Erster Skilift in Andermatt
In Andermatt wird auf den kommenden Winter ein Skilift gebaut. Er überindet vom Nätschen auf den Gütsch eine Höhendifferenz von 350 Meter. Der Kostenaufwand beträgt rund 100'000 Franken. Die Kapazität beträgt 400 Personen in der Stunde.
UW 72, 11.9.1937; 100, 18.12.1937

1937  - Samstag, 18. Dezember 1937
Reglement für die Skilehrer im Kanton Uri
Der Regierungsrat erlässt ein Reglement für die Skilehrer im Kanton Uri. Die Berufsäusübung ist eines staatlichen, vom Regierungsrat ausgestellten Skilehrerpatentes gebunden. Der Patentinhaber muss wenigstens 20 Jahre alt sein und im Vollbesitz der bürgerlichen Ehren und Rechte stehen, einen guten Leumund besitzen und einen einwandfreien Lebenswandel führen.
RB UR, Band X, S. 435 ff.

1937  - Sonntag, 26. Dezember 1937
Skilift auf dem Nätschen in Betrieb
In Andermatt wird vom Nätschen zum Gütsch ein Schlepplift in Betrieb genommen - nach Unterwasser-lltios und Arosa ist es erst die dritte Anlage in der Schweiz! An diesem Tag finden zudem eine Abfahrt und ein Slalom statt.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 22; Alfred Russi; Pionierleistungen während Jahrzehnten - Skigebiet Nätschen-Gütsch feiert 75-jähriges Bestehen; in: Urner Wochenblatt Nr. 99, 19.12.2012.

1938  - Freitag, 14. Januar 1938
Der Skiclub Schattdorf wird gegründet
In Schattdorf wird von 22 skisportbegeisterten Kameraden im Gasthaus Tell der Skiclub Schattdorf gegründet. Man will den Skisport fördern und heben.
Jubiläumsschrift 50 Jahre Ski-Club Schattdorf, S.7.

1938  - Samstag, 19. Februar 1938
Jugendskimeisterschaften in Andermatt
Die 5. Jugendskimeisterschaften werden dieses Wochenende erstmals in Andermatt ausgetragen.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 22.

1938  - Sonntag, 23. Oktober 1938
Gründung des Skiklubs Sisikon
Im Restaurant Bahnhof in Sisikon gründen acht skisportbegeisterte Kameraden den Skiklub Sisikon. Treibende Kraft und eigentlicher Initiant des neuen Klubs war Coiffeur Paul Aschwanden. Er wird auch zum ersten Präsidenten gewählt. Zweck und Ziel ist die Vereinigung von Sportfreunden und hat den Zweck, Skisport zu pflegen und zu fördern. Dieses Ziel soll durch die Veranstaltung von Ski- und Sommertouren, geselligen Zusammenkünfte sowie durch die Beteiligung an Skilauf- und Sprungkonkurrenzen erreicht werden.
Jubiläumsschrift Skiklub Sisikon, S.4 ff.

1939  - Samstag, 4. Februar 1939
Jugendskimeisterschaften in Andermatt
In Andermatt kommen die 6. Jugendskimeisterschaften zur Austragung.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 22.

1942  - Samstag, 21. Februar 1942
Jugendskimeisterschaften in Andermatt
Zum dritten Mal hintereinander werden in Andermatt die Jugendskimeisterschaften ausgetragen.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 22.

1947  - Samstag, 1. März 1947
11. Jugendskimeisterschaften
Am ersten Märzwochenende werden in Andermatt die Jugendskitage abgehalten.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50 jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 24

1947  - Sonntag, 30. März 1947
In Bristen wird der SC Maderanertal gegründet
In Bristen im Restaurant Wehribrücke gründen einige junge Bristner den Ski-Club Maderanertal. Zum ersten Präsidenten wird Josef Zgraggen, Balmerschachen, gewählt. Man will wenn möglich jedes Jahr ein Clubrennen durchführen. Jedes Mitglied bezahlt jährlich einen Beitrag. Man will auch Skitouren ins Hochgebirge durchführen.
Festschrift 25 Jahre Ski-Club Maderanertal, S. 2.

1949  - Sonntag, 30. Januar 1949
Erstes Clubrennen des Ski-Clubs Maderanertal
Der Ski-Club Maderanertal führt in den Schattigbergen sein erstes Clubrennen durch. Es gehen 29 Fahrer an den Start. Ausgetragen wird eine Abfahrt.
Festschrift 25 Jahre Ski-Club Maderanertal, S. 3.

1949  - Montag, 7. November 1949
Erste Generalversammlung des SC Maderanertal
In Bristen hält der SC Maderanertal im Clublokal Wehribrücke die erste Generalversammlung durch. Das erste Clubprogramm sieht wenn möglich ein Clubrennen, je eine Tour zur Etzlihütte und Hüfihütte vor. Zudem sollen ein Clubabzeichen, Startnummern und Slalomstangen angefertigt werden.
Festschrift 25 Jahre Ski-Club Maderanertal, S. 3.

1950  - Donnerstag, 22. Juni 1950
SC Edelweiss wählt Studienkommission für eine Skihütte
An der Hauptversammlung des SC Edelweiss wird eine fünfköpfige Studienkommission für den Bau eines eigenen Skihauses im Gebiet Mättental-Biel-Weissenboden.
Jubiläumsschrift 50 Jahre Ski-Club Edelweiss Bürglen 1935-1985, S. 5.

1958  - Freitag, 11. Juli 1958
GV des SC Edelweiss beschliesst den Bau einer Skihütte
An der ausserordentlichen GV beschliessen die Mitglieder des SC Edelweiss Bürglen nach langer Diskussion den Neubau eines Klubheims auf dem Biel. An die Spitze der achtköpfigen Baukommission wählt man Josef Imholz als Präsidenten. In Einsiedeln ersteht man eine Baubaracke und auf dem Biel wird in Fronarbeit mit der Legung der Fundamente begonnen. Kies, Zement und andere Baumaterialien müssen auf dem Buckel von der Seilbahnstation auf den Bauplatz getragen werden.
Jubiläumsschrift 50 Jahre Ski-Club Edelweiss Bürglen 1935-1985, S. 13.

1959  - Montag, 19. Januar 1959
Aktionskomitee zum Bau einer Gemsstockbahn
In Andermatt soll eine Luftseilbahn auf den 2963 müM hohen Gemsstock gebaut werden. Hauptinitianten waren Hans Danioth, Adrian Christen und Reto Fryberg. Es wird ein Aktionskomitee gebildet, das aus Vertretern aller Behörden im Urserntal, dem Verkehrsverein Andermatt und den übrigen touristischen und gewerblichen Verbindungen besteht. Im April wird diese Gruppe durch auswärtige Fachleute erweitert und verstärkt.
Russi, Alfred: Fünfzig Jahre Gemsstock. Andermatt 2013.

1959  - Sonntag, 10. Mai 1959
Talgemeinde sagt ja zur Gemsstockbahn
An der Talgemeinde werden die erforderlichen Rechte für den Bau und Betrieb der Luftseilbahn zum Gemsstock wie auch des Skilifts Gurschenalp diskussionslos erteilt. Ebenfalls werden 4000 m2 Korporationsboden für die Mittel- und Bergstation verkauft.
Russi, Alfred: Fünfzig Jahre Gemsstock. Andermatt 2013.

1959  - Montag, 1. Juni 1959
Gründungsprospekt für den Bau einer Gemsstockbahn wird herqausgegeben
Das Aktionskomitee für den Bau einer Gemsstockbahn gibt den Gründungsprospekt mit der Einladung zur Zeichnung von 4’000 Inhaberaktien zu einem Nennwert von je 500 Franken, total 2 Millionen Franken, heraus.
Russi, Alfred: Fünfzig Jahre Gemsstock. Andermatt 2013.

1959  - Sonntag, 15. November 1959
Clubhaus des SC Edelweiss wird eingeweiht
Bei Winterstimmung und Schneetreiben kann auf dem Biel das Klubhaus des SC Edelweiss eingeweiht werden. Es bietet 30 Schlafstellen. In einem kleinen Küchenraum kann man einfache Mahlzeiten herrichten und eine heimelige Skistube lädt zum Verweilen ein, um nach den Trainingsfahrten und Skirennen der Kameradschaft zu frönen. An dem Gemeinschaftswerk haben regelmässig 40 Klubmitglieder mitgearbeitet hatten.
Jubiläumsschrift 50 Jahre Ski-Club Edelweiss Bürglen 1935-1985, S. 13.

1960  - Sonntag, 31. Januar 1960
Gründungsversammlung der LAG
An der Gründungsversammlung für den Bau einer Luftseilbahn auf den Gemsstock im Hotel Schlüssel in Andermatt kann Tagespräsident Ernst Christen verkünden, dass das Aktienkapital von 2 Millionen Franken nicht nur zustande gekommen, sondern gar um 100'000 Franken überzeichnet worden ist. Ein grosser Erfolg für die Initianten. Es waren hierzu keine Beiträge oder gar Subventionen der Öffentlichen Hand notwendig.
Russi, Alfred: Fünfzig Jahre Gemsstock. Andermatt 2013.

1963  - Freitag, 1. März 1963
Übergabe der LAG an die Betriebsleitung
Der Verwaltungsrat der LAG überträgt die Betriebsleitung der LAG Hans Leu, der später als Direktor bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1995, das Unternehmen mit grossem Engagement erfolgreich leitet. Auf ihn folgen Alex Clapasson und Peter Heinzer.
Russi, Alfred: Fünfzig Jahre Gemsstock. Andermatt 2013.

1963  - Samstag, 8. Juni 1963
Gemsstockbahn fährt bis zum Gipfel
Die roten Kabinen der Gemsstockbahn fahren erstmals bis zum Gipfel hinauf. Die Gesamtanlage der Bahn wird von einer grossen Festgemeinde eingeweiht.
Russi, Alfred: Fünfzig Jahre Gemsstock. Andermatt 2013

1965  - Mittwoch, 10. Februar 1965
Seilbahn zum Gurschen wird eröffnet
Unter grosser Beteiligung der Bevölkerung sowie zahlreicher auswärtiger Gäste und Medienleute kann die erste Sektion zum Gurschen und der Skilift Gurschenalp dem Betrieb übergeben werden.
Russi, Alfred: Fünfzig Jahre Gemsstock. Andermatt 2013

1968  - Sonntag, 17. März 1968
Skifahrer stirbt in Urigen nach Zusammenprall mit Heuseil
Bei herrlichem Wetter verunglückt beim «Hergerbergli» im Skigebiet Mysburg in Urigen ein 21-jähriger Urner beim Skifahren tödlich. Kurz vor Mittag gerät er westlich der Endstation der Bergstation über den Pistenrand hinaus und kollidiert mit einem unmarkierten Transportseil. Er wird beim Aufprall sofort getötet.
StAUR G-300-11/Verhöramt/213-4 (22).

1968  - Samstag, 21. Dezember 1968
Skilift Ratzi wird eröffnet
Im Gebiet Ratzi–Rietlig–Obere Gisleralp oberhalb von Spiringen wird ein 1108 Meter langen Skilift eröffnet. Dieser wird von dert Skiliftgenossenschaft Spiringen betrieben.
UW 95, 29.11.2017, S. 29; Neue Urner Zeitung 2008, Nr. 130.

1970  - Samstag, 26. Dezember 1970
Zweiter Skilift auf dem Haldi in Betrieb
Am sonnigen Westhang nahe der Bergstation kann der zweite Skilift auf dem Haldi eingeweiht werden. Der Lift wurde auf private Initiative erbaut. Die Anlage weist eine Gesamtlänge von 300 Metern bei einer Höhendifferenz von 75 Metern auf und kann pro Stunde 500 Personen befördern.
UW 31.12.1970

1971  - Sonntag, 21. November 1971
Lawinenunglück am Bälmeten
Am Sonntagmittag wird ein 49-jähriger Schattdorfer auf einer Skitour unterhalb der Bälmetenlücke von einem Schneebrett erfasst und verschüttet. Die Leiche des Verunfallten kann wegen schlechten Wetters erst nach sechs Tagen durch die Rettungskolonne geborgen werden.
UW 27.11.1971

1973  - Sonntag, 18. Februar 1973
Einweihung des umgebauten Skilifts Kellerberg
Auf dem Haldi kann die umgebaute Skiliftanlage Kellerberg (1958) eingeweiht werden. Mit einem Kostenaufwand von rund 200'000 Franken wurde die bestehende Anlage in einen modernen Skilift mit grosser Föderleistung umgebaut. Der neue Lift weist eine Gesamtlänge von 900 Metern auf und überwindet eine Höhendifferenz von 150 Metern. Er kann pro Stunde 800 Personen befördern.
UW 24.2.1973

1977  - Samstag, 2. April 1977
SC Edelweiss Bürglen beschliesst Neubau des Skihauses
Eine ausserordentliche Generalversammlung des SC Edelweiss Bürglen beschliesst auf dem Biel ein neues Skihaus nach den Plänen von Architekt Paul Schilter zu erstellen.
Jubiläumsschrift 50 Jahre Ski-Club Edelweiss Bürglen 1935-1985, S. 15.

1978  - Sonntag, 29. Oktober 1978
Neues Skihaus des SC Edelweiss kann eingeweiht werden
Nach über 10’000 Frondienststunden kann das neue Clubhaus des SC Edelweiss auf dem Biel eingeweiht werden.
Jubiläumsschrift 50 Jahre Ski-Club Edelweiss Bürglen 1935-1985, S. 15.

2000  - Donnerstag, 1. Juni 2000
Tourenskifahrer am Clariden abgestürzt
Am Clariden stürzt ein 25-jähriger Tourenskifahrer aus dem Kanton Glarus zu Tode.
UW 44, 7.6.2000

2001  - Samstag, 6. Januar 2001
60-Jahr-Jubiläum des Skiclub Susten Meien
In Meien kann der Skiclub Susten sein 60-Jahr-Jubiläum feiern. Beinahe die gesamt Bevölkerung des Dorfes und viele auswärts wohnende Heimweh-Meientaler beteiligen sich an dem Fest, so auch am traditionellen "Hinnä-Firä-Rännä".
UW 3, 13.1.2001

2002  - Samstag, 4. Mai 2002
50 Jahre Skiclub Seelisberg
Der Skiclub Seelisberg begeht die Jubiläums-Generalversammlung zum 50-jährigen Bestehen.
UW 36, 11.5.2002

2012  - Freitag, 27. Januar 2012
Schneebrett fordert Todesopfer
Ein 38-jähriger Deutscher wird am Gemsstock im unteren Felsental durch ein Schneebrett in den Tod gerissen.
UW 8, 1.2.2012

2012  - Montag, 24. Dezember 2012
Andermatt - Piste auf Gurschenalp wird zu Lara-Gut-Run
Lara Gut erhält auf der Gurschenalp eine Piste. Am 24. Dezember eröffnet sie den Lara-Gut-Run gleich selbst. Lara Gut holte gestern Freitag in Val d’Isère in der Abfahrt ihren ersten Saisonsieg. Es ist zugleich die erste Goldmedaille für das Schweizer Damenteam in dieser Saison. Am Samstag bestreitet sie den Super-G und am Sonntag startet sie beim Riesenslalom in Courchevel. Bis zur Weihnachtspause ist Lara Gut noch mit dem Skizirkus unterwegs. Nun erhält die Tessinerin in Andermatt ein besonderes Weihnachtsgeschenk. Auf der Gurschenalp wird am 24. Dezember eine Piste auf den Namen Lara-Gut-Run getauft. Für dieses besondere Weihnachtsgeschenk macht Lara Gut Halt in Andermatt. Nach ihrem Eintreffen ist der Start ab 10.00 Uhr geplant. Auf der Gurschen­alp wird sie die spezielle Piste – in Bezug auf diverse Trainingseinheiten, die sie auf dieser Piste bereits als Kind gemacht hat – feierlich einweihen und die Piste symbolisch mit Champagner taufen.


2013  - Samstag, 26. Januar 2013
GreenHorn Big Air Contest in Gitschenen
In Gitschenen treffen sich viele junge Urner Freestyler zum Green Horn Big Air Contest. Bei herrlichem Wetter zeigen Freeskier und Snowboarder waghalsige Sprünge.
UW Nr. 8, 30.1.2013, S. 16.

2013  - Montag, 4. März 2013
Frau kommt in Lawine am Oberalp ums Leben
Eine 54-jährige Skitourenfahrerin aus dem Kanton Thurgau wird bei Tschamut von einem Schneebrett erfasst und tödlich verletzt. Die Verunglückte fuhr zusammen mit einer Kollegin unterhalb einer Galerie der Oberalpstrasse talwärts, als sich ein Schneebrett löst und über die Galerie hinweg stürzt. Während die eine der beiden Frauen sich mit einem Sprung in die Galerie retten kann, wird die Frau von den Schneemassen erfasst und verschüttet.
UW 17, 6.3.2013, S.

2014  - Samstag, 11. Januar 2014
Andermatt - Erste Snowkiteschule in Uri nimmt Fahrt auf
In Andermatt eröffnen der 26-jährige Urner Felix Arnold und der 28-jährige Fabio Wihler die erste Snowkiteschule im Kanton Uri. Unter dem Namen «Excite Kiteboarding» erhält man Unterricht, um mit einem Lenkdrachen in der Luft und einem Brett unter den Füssen über den Schnee gleiten zu können.
UW 3, 11.1.2014, S. 9.

2015  - Samstag, 21. März 2015
Nasskalte Dusche zum Abschluss der Wintersaison
Zum Ende der Wintersaison versuchen bei der Talstation des Nätschen-Sessellifts in Andermatt rund 30 Teilnehmende beim Waterslide-Contest ein etwa 10 Meter langes Wasserbecken mit Skiern oder Snowboards zu überqueren. Das Ziel beim Contest ist, trocken an das gegenüberliegende Ufer zu gelangen, bis kein anderer Konkurrent mehr übrig bleibt und der Sieger erkoren ist.
UW 22, 25.3.2015, S. 4.

2015  - Montag, 6. April 2015
Urner Skigebiete blicken auf durchwachsene Saison
Die diesjährige Wintersaison neigt sich dem Ende entgegen. Im Urner Unterland haben die meisten Skigebiete den Betrieb eingestellt. Einzig auf dem Brüsti läuft der Skilift noch bis am Ostermontag. Im Skigebiet Biel-Kinzig, dem grössten Wintersport-Standort im Urner Unterland, war am vergangenen Wochenende Saisonschluss. Die Bilanz ist durchwachsen. Der Saisonbeginn erfolgte aufgrund der prekären Schneeverhältnisse erst sehr spät, dafür war der Februar ein äusserst erfolgreicher Monat. Ein ähnliches Fazit zieht man am Gütsch. Am vergangenen Wochenende liefen die Sportbahnen am Nätschen/Gütsch zum letzten Mal in dieser Saison. In Sedrun und am Gemsstock kann aber weiterhin Ski gefahren werden.
UW 22, 25.3.2015, S. 3.

2015  - Freitag, 10. Juli 2015
Baustart für die Skigebietserweiterung
Am Gurschen ist es so weit. Nach jahrelanger Planung sind die ersten Bagger für die Realisierung der Skigebietserweiterung aufgefahren. Als erstes wird auf der Gurschenalp ein Sechsersessellift gebaut, der die bisherigen Anlagen an diesem Ort ersetzt. Bereits sind aber weitere Bewilligungen eingetroffen: für den Lift Oberalp–Calmut sowie zwei Beschneiungsanlagen am Oberalp und für die Talabfahrt vom Gurschen.
UW 53, 11.7.2015, S. 4.

2015  - Mittwoch, 30. Dezember 2015
Eislaufen auf dem Oberalpsee
Seit heute ist das Eislaufen auf dem Oberalpsee freigegeben. Das knapp 5000 Quadratmeter grosse Eisfeld wird im Schnitt jeden Tag rund 150 bis 200 Personen benutzt. Entsprechend glücklich sind die drei jungen Initianten. Bis Ende Woche steht das Eisfeld täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr offen. Danach werden sich die Öffnungszeiten auf Samstag und Sonntag beschränken. Während der Sportferien ist wiederum ein täglicher Betrieb geplant. Die Saisondauer gibt die Witterung vor.
UW 1, 1.1.2016, S. 21.

2016  - Samstag, 2. April 2016
Andermatter Sieg am King of the Mountain
Das Rennen King of the Mountain in Andermatt zählt zu den beliebtesten Open-Freeride-Events in der Schweiz. Beim Rennen geht es darum, die nur durch wenige Tore markierte Strecke vom Top of the Mountain als Start so schnell als möglich bis zum Bottom of the Mountain – ins Ziel – zu bringen. Gefahren wird die 4,6 Kilometer lange Strecke vom Gipfel des Gemsstocks (2963 Meter über Meer) zum Gurschenboden (2020 Meter über Meer) mit Skiern, Snowboard oder Telemark-Skiern. Die verschiedenen Strecken führen durch Couloirs, Steilhänge, Traversen und bieten einiges an Abwechslung und Action. Bei bedecktem Himmel wagen sich 77 Athletinnen und Athleten in den Frühlingsschnee. Schnellster und somit «King of the Mountain» wird der Andermatter Jonas Russi mit einer Zeit von 1.57.93 Minuten. «Queen of the Mountain» wird Monika Marty, Unteriberg/Andermatt, mit einer Zeit von 3.32.90 Minuten. Im Snowboard gewinnt Priska Herger, Andermatt, bei den Frauen (3.51.58). Bei den Männern siegt Ruedi Gisler, Altdorf, mit 2.38.66.
UW 28, 29.4.2016, S. 25.

2016  - Sonntag, 3. April 2016
Der letzte «Anbügler» vom Oberalp
Mit dem neuen Sessellift geht für Baseli Huonder eine Ära zu Ende. Ere stand an der Talstation des Bügellifts Oberalp–Calmut. An einem Spitzentag fahren bis zu 7000 Skifahrer mit diesem Skilift, der bald der Vergangenheit angehört. Im Sommer wird der Skilift zurückgebaut. An seine Stelle tritt eine komfortable Sesselbahn auf den Oberalp. Ein erster Übungslift wurde im Jahr 1955 auf dem Oberalp gebaut. Doch die Linienführung war nicht optimal, und auch die Förderleistung mochte den Ansturm nicht zu bewältigen. Der Lift wurde 1966 versetzt und verlängert. 20 Jahre später entstand der heutige Skilift mit einer Förderleistung von 1200 Personen pro Stunde, der die Schneesportler bis auf den Gipfel zieht. Um 16.00 Uhr wird zum letzten Mal «angebügelt».
UW 26, 2.4.2016, S. 6.

2017  - Samstag, 7. Januar 2017
Jugendlicher stirbt in Lawine
Kurz nach 15.00 Uhr sind fünf jugendliche Skifahrer aus dem Kanton Uri im Skigebiet Gemsstock abseits der Piste unterwegs. Die fünf fahren im Gebiet Lutersee / oberer Geissberg Richtung Gurschenalp. Während der Abfahrt, auf einer Höhe von zirka 2400 Metern über Meer, löst sich eine Lawine. Die Schneemassen reissen drei Skifahrer mit sich und verschütten diese teilweise. Die unverletzten Jugendlichen leiten sofort Rettungsmassnahmen ein und beginnen mit der Bergung ihrer Kollegen. Sie können diese selbstständig lokalisieren, ausgraben und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte betreuen. Zwei der Jugendlichen werden verletzt. Ein Schüler aus Gutnellen kann nur noch leblos geborgen werden. Die Rega bingt die Verletzten in umliegende Spitäler. Im Einsatz stehen die Pistenrettung der Gemsstockbahnen, die Rega, die Swiss Helicopter AG sowie Einsatzkräfte der Kantonspolizei. Für die Betreuung der Angehörigen wird das Care-Team Uri aufgeboten.
UW 3, 11.1.2017, S. 24.

2017  - Samstag, 14. Januar 2017
Rollende Bar in der Skiarena
Im Beisein von Samih Sawiris sowie prominenten Gästen macht sich der neue Après-Ski-Barwagen – ein umgebauter Panoramawagen des Glacier Express – erstmals auf den Weg von Andermatt Richtung Oberalppass. Im Innern des Wagens gibt es einen Bar- und Loungebereich. Aussen wurde der Après-Ski-Barwagen vom Künstlerduo Patrick Wehrli und Alex Hohl von artworks.ch gestaltet. Die Après- Ski-Bar verkehrt vorerst bis am 17. April täglich. Der Wagen wird an die jeweiligen Regionalzüge der MG-Bahn angehängt und hält an allen Stationen der Strecke gemäss Fahrplan. Die Fahrt ist im Skiticket enthalten oder mit einem normalen Zugbillet möglich.
UW 5, 18.1.2017, S. 1.

2017  - Sonntag, 19. März 2017
Letzte Fahrt der Sesselbahn auf den Nätschen
Die Zweier-Seeselbahn Andermatt-Nätschen fährt zum letzten Mal. Danach beginnen die Vorarbeitungen für die neue Achtergondelbahn Andermatt-Nätschen-Gütsch.
UW 22, 18.3.2017, S. 40.

2017  - Samstag, 20. Mai 2017
Skiclub Susten-Meien feiert Jubiläum
Der Skiclub Susten-Meien feiert sein 75-jähriges Bestehen mit einem feinen Nachtessen, Tanz, Unterhaltung und einer Tombola. Gut die Hälfte der 128 Mitglieder ist an dem Fest dabei. Über den Winter werden regulär drei Rennen ausgetragen. Das traditionelle «Hinnäfirä»-Rennen Anfang Jahr ist immer wieder ein Highlight und wird auf der schneebedeckten Sustenpassstrasse ausgetragen – sofern es dann Schnee hat. Die weiteren Rennen sind der Riesenslalom am Nätschen und das Kinderskirennen im Meiental.
UW Nr. 46, 10.6.2017, S. 29.

2017  - Samstag, 28. Oktober 2017
MooveUri in Flüelen
Rund 3000 Besucher besuchen in Flüelen den MooveUri in. Sie sehen spektakuläre Sprünge vom 25 Meter hohen Schanzenturm. Das riesige Gerüstgestell neben dem Flüeler Bahnhof ist 66 Meter lang und 25 Meter hoch. Über zehn Treppen sind es bis oben. Dort bläst der Wind, es offenbart sich ein Blick weit über den Urnersee. Die Skifahrer und Snowboarder fliegen rund 2 Meter hoch und 15 Meter weit durch die Luft. Für den Event musste Schnee angeliefert werden: 300 bis 400 Kubikmeter, doppelt so viel wie bei der ersten Ausgabe des Festivals 2015.
UW 85, 25.10.2017, S. 19.

2017  - Samstag, 25. November 2017
Raiffeisen-Langlaufzentrum in Unterschächen feierlich eingeweiht
In Unterschächen feiert der Tourismusverein Unterschächen- Klausenpass mit vielen Gästen die offizielle Eröffnung und Einweihung des Raiffeisen- Langlaufzentrums. Trotz Wärmeeinbruchs liegt noch genug Schnee und die Organisatoren können eine gute Langlaufloipe präsentieren. Die Verantwortlichen sind zu Recht stolz auf das erfolgreiche Projekt, das zahlreichen Freizeitsportlern zugute kommt. Nach fast drei Jahren Planung und Vorbereitung konnte in zwei arbeitsintensiven Jahren das Raiffeisen- Langlaufzentrum Unterschächen umgesetzt und eröffnet werden.
UW 95, 29.11.2017, S. 30.

2017  - Freitag, 22. Dezember 2017
Neue Gondelbahn auf den Gütsch wird eingeweiht
Die neue Gondelbahn von Andermatt auf den Gütsch wird feierlich eingeweiht. Es ist die erste Gondelbahn im Kanton Uri. Mit dem sogenannten Gütsch-Express gelangen Skifahrerinnen und Skifahrer ab sofort vom Bahnhof Andermatt direkt ins Skigebiet Gütsch-Schneehüenerstock. Ebenfalls eingeweiht wurden die Sesselbahn Hinterbördli-Strahlgand (Lutersee-Flyer) und das Familienrestaurant Matti bei der Mittelstation Nätschen. Die anthrazitfarbene Achtergondelbahn auf den Nätschen ersetzt die alte Zweiersesselbahn aus dem Jahr 1983.
UW 102, 23.12.2011, S.7.

2017  - Freitag, 22. Dezember 2017
Gondelbahn wird eröffnet
In Andermatt wird die neue Gondelbahn Andermatt–Nätschen–Gütsch («Gütsch-Express»), die Sesselbahn Hinterbördli–Strahlgand («Lutersee-Flyer») sowie das Familienrestaurant Matti offiziell eröffnet. Einen Tag später sind die Anlagen in Betrieb. Die Eröffnung der Sesselbahn auf den Schneehüenerstock («Schneehüenerstock-Flyer») muss aufgrund des frühen Wintereinbruchs zeitlich noch etwas nach hinten geschoben werden. Ende Januar soll es dann auch hier so weit sein.
UW 101, 20.12.2017, S. 1

2018  - Montag, 15. Januar 2018
Tödlicher Schlittelunfall in Andermatt
Ein schwerer Schlittelunfall auf dem offiziellen Schlittelweg vom Nätschen nach Andermatt fordert ein Todesopfer. Eine 64-jährige Frau gerät kurz vor 12.30 Uhr unterhalb der Wilerkurve vom offiziellen Schlittelweg ab und stürzt über eine rund 7 bis 10 Meter hohe Felswand auf die Gleise der Matterhorn-Gotthard-Bahn hinunter. Sie verletzt sich dabei tödlich.
UW 4, 17.1.2018, S. 2.

2018  - Samstag, 3. März 2018
Schneehüenerstock-Flyer wird in Betrieb genommen
Mit einer Verspätung von etwas über einem Monat wird der Schneehüenerstock-Flyer, eine Sechsersesselbahn, in Betrieb genommen.
UW 16, 28.2.2018, S. 1.

SKI-CLUBS DES URNER SKI-VERBANDES

Ski-Club Gotthard Andermatt (1903)
Ski-Club Göschenen (1906)
Ski-Club Unterschächen (1924)
Ski-Club Attinghausen (1934)
Ski-Club Edelweiss Bürglen (1935)
Skiclub Isenthal (1936)
Ski-Club Geissberg Gurtnellen (1936)
Ski- und Sportclub Sisikon (1938)
Ski- und Sportclub Schattdorf (1938)
Ski-Club Amsteg (1939)
Ski-Club Spiringen (1939)
Ski-Club Maderanertal Bristen (1947)
Ski-Club Urnerboden (1952)
Ski Club Seelisberg (1952)
Urner Skiverband (1958)

"WILDE" SKI-CLUBS UND WEITERE WINTERSPORTVEREINE

Als "wilde" Ski-Clubs, werden solche Vereine deren Aktivitäten sich nur innerhalb des Vereins abspielen. Man organisiert gemeinsames Skifahren, Skitouren sowie ein Clubrennen, vielfach auch ein Freundschaftsrennen mit einem befreundeten Club. Die Vereine sind nicht Mitglieder des Urner Ski-Verbandes. Deren Mitglieder haben keine Möglichkeit an den Rennen des USV, ZSSV oder SSV teilzunehmen.

Ski-Club Wassen (1921)
Ski-Club Urigen (1931)
Skiklub Klausen (1936)
Ski-Club Susten Meien (1942)
Ski-Club Haldi (1955)
Skiklub Axen (1971)

EHEMALIGE WINTERSPORTLICHE VEREINE

Ski-Club Gurtnellen-Wassen (1917-1921)
Ski-Club Flüelen (1955-2017)

WINTERSPORTGEBIETE IN DER ÜBERSICHT

Altdorf, Skigebiet Eggberge
Andermatt, Skigebiet Gemsstock
Andermatt, Skigebiet Nätschen-Gütsch (Skiarena Andermatt Sedrun)
Attinghausen, Skigebiet Brüsti
Bürglen, Skigbebiet Biel / Kinzig
Isenthal, Skilift Gitschenen
Realp, Skigebiet Realp
Schattdorf, Skigebiet Haldi
Spiringen, Skigebiet Ratzi

EHEMALIGE WINTERSPORTGEBIETE

Hospental, Skigebiet Winterhorn
Unterschächen, Skigebiet Urigen

LANGLAUFLOIPEN

Realp, Langlaufloipe Realp
Realp, Langlauf-Sommerloipe
Unterschächen, Langlaufzentrum Unterschächen

 
WINTERSPORT

Wintersport Übersicht
Wintersport in Uri im Detail
Wintersportgebiete, Übersicht
Wintersportgebiete, heute
Wintersportgebiete, ehemalige
Langlaufloipen
Skitouren
Ski-Clubs, Übersicht
Ski-Clubs, einzeln
Wettkampfsport

SOMMERSPORT

Bergsport, Wandern
Wassersport
Fischen
Diverser Freizeitsport
Sport- und Freizeitanlagen
Sport- und Freizeitvereine
Wettkampfsport

UNTERHALTUNG

Hobbies
Spiele
Schachspiel
Kino
Zirkus, Variété
Feste und Events
Fernsehen
Radio
Kulturelle Veranstaltungen

 

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 1.3.2018