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Verkehrswege in Uri

 

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SCHIFFFAHRT

Der bequemste Zugang zum Urnerland war bei günstigen Wetterverhältnissen der Urner- als Teil des Vierwaldstättersees. Die Schiffahrt machte die ganze Entwicklung von den Ruder- und Segelschiffen bis hin zu den Dampf- und Motorschiffen mit. Grosse Schiffanlegestellen für die Kursschiffe befinden sich:

Treib
Rütli
Bauen
Isleten
Sisikon
Tellsplatte
Flüelen

Seedorf hatte früher als Landeort für Schiffe eine grössere Bedeutung. Davon Zeugnis geben der Rest der Burganlage sowie das Kloster St. Lazarus. Früher besass zudem das Hotel Urnerhof (heute Apertura) in Flüelen eine eigene Schifflände für Dampfschiffe.

In Flüelen findet sich auch der Hafen und die Landeplätze für die grossen Nauen der Firma Arnold & Co. AG.

Hafenanlagen für Motor- und Segelboote befinden sich in:
    
Flüelen
Sisikon
Bolzbach
  

 FUSSWEGE / SAUMPFADE

Uri wurde schon früh auf Fusswegen begangen. Dies bezeugen die Silexpfeilspitze, die in Ursern gefunden wurde, als auch Funde von Kleidernadeln auf den Passübergängen. Im Norden führten schmale Pfade über den Axen und linksufrig über Seelisberg nach Uri. Aus dem Reuss- und Schächental bestehen weitere grössere Passübergänge:

Kinzigpass (Schächental nach dem Muothatal)
Klausenpass (Schächental nach Glarus)
Surenenpass (vom Reusstal nach Engelberg)
Fellilücke
Chrüzlipass (Maderanertal nach Disentis)
Sustenpass (Meiental nach Bern)

Die Reusschlucht am oberen Eingang der Schöllenen verhinderte einen bequemen Durchgang zum Urserntal. Es musste der Umweg über den Bäzberg gemacht werden. Folgende technischen Einrichtungen haben dann dem Gotthard als Passübergang seine grosse Bedeutung verschaffen:

Stiebende Brücke
Urner Loch
Teufelsbrücken

Von Ursern führten Wege über die folgenden Pässe:

Gotthard (Ursern-Tessin)
Furka (Ursern-Rhonetal/Wallis)
Oberalp (Ursern-/Graubünden)

Die grösseren Passwege wurden so ausgebaut, dass sie mit Saumtieren begangen werden konnten.

FAHRSTRASSEN

Mit dem aufkommenden Handelsverkehr wurden die Fusswege und Saumpfade zu Fahrstrassen ausgebaut. Folgende Strassen wurden dem Verkehr übergeben:

1830: Gotthardstrasse
1865: Axenstrasse
1865: Passstrassen über die Oberalp und den Furka
1900: Klausenstrasse
1946: Sustenstrasse

Weitere Fahrstrassen sind:
   
Beckenried - Seelisberg
Seelisberg - Treib
Isleten - Isenthal
Seedorf - Bauen
Riemenstalderstrasse
Bristenstrasse
Göscheneralpstrasse
Gurtnellerbergstrasse

In den 1930er-Jahren wurden die Gotthard- und ein Teil der Passstrassen dem Automobilverkehr angepasst, ausgebaut und immer mehr asphaltiert.

Bristenstrasse
Die Bristenstrasse wurde in den Jahren 1910-1912 erbaut. Kollaudation: 23. Mai 1912 Benito Mussolini hat nachweislich am Bau der Bristenstrasse gearbeitet. Seine Initialen "B.M." sollen noch lange an der Verbauung der vierten Strassenkehre zu sehen gewesen sein.
Literatur: Frei Urs, Bau der Bristenstrasse im Jahre 1910, in: LNN Nr. 295, 21. Dezember 1991, S. 33-34.

Im Jahre 1980 konnte die Nationalstrasse A2 (früher N2) dem Autoverkehr übergeben werden. Die richtungsgetrennte Autobahn (mit Ausnahme des zweispurigen Gotthardtunnels) hat viele Tunnels und Viadukte sowie die folgenden Zu- und Abfahrten:

Altdorf Nord / Flüelen
Altdorf Süd / Schattdorf / Erstfeld
Amsteg
Wassen
Göschenen

Zusätzlich zur A2 wurden die zweispurige Axenstrasse als A4 und die Passtrasse über den Gotthard ins Nationalstrassennetz aufgenommen.
 

EISENBAHNLINIEN

Am rechten Seeufer entlang und im Reusstal bis Göschenen befindet sich die internationale Gotthard-Eisenbahnlinie der SBB (Normalspur). Von Göschenen nach Andermatt und durch das Urserntal führt die Schmalspurlinie mit teilweisem Zahnradbetrieb der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB). Von Andermatt führt ein Abzweiger nach Göschenen mit Anschluss an das SBB-Netz.