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Teufelsstein
Göschenen
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Karte: externer Link (swisstopo)
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Der Teufelsstein, ein 2000 Tonnen schwerer Aaregranitblock von 13 Meter Höhe und 30 Meter Umfang dürfte sich von einer Felswand in der Schöllenen gelöst haben und ins Tal gestürzt sein. Die Datierung des Abbruchs und die genaue geologische Herkunft ist jedoch nie wissenschaftlich untersucht worden.
Um 1880 verkauft Josmarie Dittli, der damalige Besitzer des Teufelsmätteli in Göschenen, den Teufelsstein der Schokoladenfabrik Maestrani zum Preis von 80 Franken, was damals immerhin dem Wert einer Kuh entsprochen hatte. In der Folge erhält der Stein einen schokoladenbraunen Anstrich und den gelb leuchtenden Schriftzug "Schokolade Maestrani". Dieser Anstrich wird um 1905 erneuert.
Am 4. März 1925 schenkt die Firma den Stein der Naturforschenden Gesellschaft Uri. Als der Zweite Weltkrieg in Europa wütet, bringen zwei im Gotthard-Gebiet diensttuende Wehrmänner in einer 1.-August-Nacht auf dem Stein ein Schweizerfähnchen an. Mit der Zeit gesellt sich ein Urner Fähnchen dazu.
Vom 28. bis 30. Oktober 1973 geht der Teufelsstein auf Reisen. Wegen dem Bau der Nationalstrasse muss er um 127 Meter nach Norden versetzt werden. Hiezu musste eine Höhendifferenz von 3.30 Metern überwunden werden. In etappenweisen Schüben von zirka 40 Zentimeter wird der Stein mit einer Geschwindigkeit von 15 bis 20 Zentimeter pro Minute vorwärtsgeschoben. Die gesamten Vorbereitungsarbeiten dauerten mehr als drei Monate bei einem Einsatz von durchschnittlich drei bis fünf Arbeitern. Die Kosten wurden mit 335'000 Franken berechnet. Diese Versetzung erregte die Gemüter, weil nach Ansicht vieler die Kosten der Versetzung in keinem Verhältnis zum ideellen und materiellen Wert gestanden hätten.
Am 19. August.1994 erscheint eine Denkmünze aus der Serie "Landschaften und Sagen".

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 29.11.2020