Gewerbebauten und Geschäftshäuser in Uri
Gerberei
Die Gerber, Walker und Färber brauchten Unmengen von Wasser zum Spülen und Aufweichen ihrer Produkte. Die Gerber bearbeiteten die Häute der Tiere und verarbeiteten sie in einem mühsamen Arbeitsprozess zu Leder. Sie standen in engstem Geschäftsverkehr mit den Metzgern, die ihnen die frischen, noch blutigen Häute lieferten. Zunächst wurden die Häute im Wasser gereinigt. Dann wurden sie einen Monat lang in Bottichen, die mit einer von Zeit zu Zeit erneuerten Kalklösung gefüllt waren, gelagert.
Der nächste Vorgang war, die Häute am Bachufer mit Hilfe von abgestandenem Urin und einem halbrunden Schabeisen zu enthaaren. Um zu Leder zu werden, musste die Haut anschliessend mehrere Wochen in ein Bad, das sogenannte Lohebad, gelegt werden. Der dazu verwendete Extrakt bestand aus zermahlenen Eichen-, Birken- oder Kastanienrinden und wurde in der auch für Altdorf im 17. Jahrhundert nachgewiesenen Lohmehlmühle hergestellt. In den ersten drei Monaten wurden die Häute immer wieder in frisch zubereitete Lösungen gelegt. Danach liess man sie sechs Monate in einer starken Lösung liegen, hängte sie anschliessend zum Abtropfen auf und presste dann mit der Walkwalze das überschüssige Wasser heraus.
Literatur: Fryberg Stefan, Uri und seine Wasser, S. 228.
Altdorf
Im Winkel dürfte sich der älteste Gerbestandort Altdorfs befunden haben. Dieses liegt am auslaufenden Kapuzinerhügel, nahe einer vom Kapuzinertal kommenden Bachrinse, vom Winkel getrennt durch die aufsteigende Kapuzinerstrasse.
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BESTEHENDE GEWERBEBETRIEBE
EHEMALIGE GEWERBEBETRIEBE
Ehemalige Gerbe
Altdorf
/ Kapuzinerweg 19
Gerberei
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Ehemalige Gerbe
Altdorf
/
Gerberei
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GEMEINDEN
URNER GEWERBELANDSCHAFT
INDUSTRIELANDSCHAFT URI
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