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Schwingklub Schattdorf
1920-

Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in Schattdorf einige kräftige Burschen, die sich im Schwingen übten und an den Schwingfesten auf dem Lehn in Altdorf, auf dem Urnerboden, auf der Rigi oder auch an den Inner- und Zentralschweizerischen Schwingfesten mitmachten. So waren bei der Gründungsversammlung des Urner Kantonalen Schwingerverbands 1917 auch einige Schattdorfer anwesend – vor allem Max und Hans Gisler («ds Balmers»), Otto Megnet und Albin Gamma. 1920 wurde als Untersektion der Schwingklub Schattdorf gegründet.
Josef Anderrütti begann als kantonaler technischer Leiter das Jungschwingerwesen mit Kursen massgebend zu fördern. Der Schwingklub Schattdorf organisierte in der Folge 1936 den ersten Urner Jungschwingertag.

Grosse Schwingerfamilien sorgten beim SK Schattdorf immer wieder für viel Eichenlaub. So gingen aus der Familie Gisler («Bohlers») fünf Kranzschwinger hervor. Und von der Berglerfamilie Arnold («Lehmatters») gewannen gar sechs Brüder Kränze. Zu nennen sind aber auch die Familie Zwyssig sowie die Familie Gisler («Hofliger»),

Die ersten Trainingslokale befanden sich im Pfrundhaus, im Tanzhaus und später im alten Stall von «Balmer Toni» in der Rütti. Dort waren entlang der Mauer keine Polster angebracht, sondern lediglich dürre Staudengarben aufgeschichtet. Danach trainierten die Schattdorfer in der alten Schreinerboutique im Oberdorf, wo im Winter auch schon mal vor dem Schwingen das gefrorene Sägemehl aufgepickelt werden musste. Duschen gab es keine. Stattdessen wusch man sich im Dorfbach, der hinter der Schwinghütte vorbeifloss. In den Jahren 1949 bis 1954 hatte der Klub sein Übungslokal bei Franz Gisler in der Matte. Da der Klub in all den Jahren nie eine wirklich feste Bleibe hatte, entschloss man sich 1954, einige Matten für die neue Schulhaus-Turnhalle anzuschaffen. Doch weil die Unfallgefahr auf diesen Matten viel grösser war, trainierten die Schwinger lieber im Sägemehl.

1971 ging dann für den Schwingklub unter der damaligen Führung ein Traum in Erfüllung. Dank des Entgegenkommens der Familie von Hans Gisler («Balmer Hans») und über 5000 Frondienststunden wurde im «Mätteli» eine Schwinghalle gebaut. Sie bietet den Schwingern noch heute ideale Trainingsbedingungen und wurde immer wieder renoviert.

Über die Jahrzehnte hat sich beim Schwingklub Schattdorf viel Material und Festinventar angesammelt. Früher musste der Klub sein Material an verschiedensten Orten in der Gemeinde lagern. Doch 2001 wurde das Ökonomiegebäude Achern auf der Liegenschaft erstellt. Somit erhielt der Klub die Möglichkeit, den grössten Teil des Materials in den neu erstellten Räumlichkeiten zu lagern.

Neben vielen Bubenschwingen, Jungschwingen und Rangschwingen organisierte der Schwingklub Schattdorf bisher 19 Mal das Urner Kantonale Schwingfest. Höhepunkte der Klubgeschichte waren die Durchführung der beiden Innerschweizerischen Schwingfeste in den Jahren 1965 und 1995.

UKSV, 100 Jahre UKSV, S. 14 ff.

VEREINSPRÄSIDIUM

Gisler Ambros 1920-1921 Präsidium
Megnet Otto 1922-1925 Präsidium
Gisler Hans 1926-1931 Präsidium
Gisler Josef 1932-1939 Präsidium
Zgraggen Josef 1940-1943 Präsidium
Poletti Hermann 1944-1947 Präsidium
Arnold Karl 1948-1953 Präsidium
Walker Edy 1954-1959 Präsidium
Arnold Christian 1960-1967 Präsidium
Muheim Josef 1968-1975 Präsidium
Gisler Alois 1976-1979 Präsidium
Gisler Anton 1980-1987 Präsidium
Gisler Werner 1988-1991 Präsidium
Anderrütti Josef 1992-1995 Präsidium
Arnold Hans 2010-2013 Präsidium
Arnold Toni 2014-2017 Präsidium
Arnold André 2018-2020 Präsidium

EREIGNISSE DES VEREINS

Samstag, 28. Februar 1920  - Schwingen, Allgemeines
Gründungsversammlung des Schwingklubs Schattdorf
Einige Schwinger und Schwingerfreunde gründen im Gasthaus Tell den Schwingklub Schattdorf.
UKSV, 100 Jahre UKSV, S. 14 ff.
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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / letzte Aktualisierung: 08.12.2020