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«Scheesäwaagä-Rännä»



Grand-Prix von Attinghausen 1962, Formel S, der Start bei der «Krone».

Zur Belustigung des Volkes trugen auch die diversen maskierten Geschwindigkeitsprüfungen wie das Garettenrennen in Flüelen oder die «Scheesä-Rännä» in Amsteg, Schattdorf oder Erstfeld bei. Zur grossen, aber kurzen Attraktion wurden diese Rennen jedoch in Attinghausen. Ein erster Höhepunkt war jeweils bereits die Vorstellung der Sujets und «Scheesä» am Freitagabend in der Turnhalle. Die Konkurrenten waren unter sich und trugen kostümiert und in voller Montur ihre Sujets vor. Am Gidelmändig 1962 wurde im Freiherrendorf erstmals ein «Scheesäwaagä-Rännä» durchgeführt. Der Start war so angesetzt, dass die Zuschauer des Altdorfer Umzuges ins Freiherrendorf kommen konnten. Die Leute strömten dabei in hellen Scharen die Attinghauserstrasse hinaus. Es erfolgte ein Massenstart und es wurde losgerannt, solange es die Kondition erlaubte. Die Strecke führte vom Gasthaus Krone zur Sennerei und via Gasthaus Burg zur Alten Post.
Die Leute standen um dieses gut überblickbare Dreieck. Nicht alle Konkurrenten gingen jedoch dem Parcours nach. Am Rennen nahmen auch ein Service-, ein Samariter- und ein Materialwagen teil. Wichtiger war das Spektakel als der Wettkampf; Originalität ging vor Schnelligkeit! An dem Rennen haben vereinzelt auch Frauen mitgemacht. Beim ersten Rennen fand eine Prämierung statt, welche sich jedoch nicht bewährt hatte. Als in das Renngelände ein neues Gebäude gebaut wurde, ging die attraktive, überblickbare Strecke verloren. An der Attinghauser Hanglage konnte keine neue Strecke gefunden werden. Es hatten in der Organisation auch immer die gleichen Leute die Arbeit zu leisten. 1964 fiel das Rennen aus, ein Jahr später wurde es letztmals durchgeführt. Die «Scheesäwaagä-Rännä» gehörten damit der Vergangenheit an.

Literatur: Gisler-Jauch Rolf, Fasnächtliches Uri, S. 213.

 

 
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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 14.02.2023