Feine italienische Küche
Die feine italienische Küche ist sprichwörtlich. Es gab in jeder Familie feine Spezialitäten aus der heimatlichen Region. Die vielen italienischen Arbeiter wollten die italienische Küche nicht missen. Einige italienische Einwanderer betrieben deshalb Kostgebereien – so die Arrigonis und Baldinis (später Pilottos) in der Klostergasse in Altdorf. Die Männer aus dem Veneto speisten bei der Signora Baldini, die Bergamasker zwei Häuser weiter in der Kostgeberia Arrigoni. Beide Trattorien, Baldini wie Arrigoni, wurden im italienischen Ambiente in temperamentvoller Allegria heiter belebt. Es wurde südländische Hauskost serviert, vor allem hausgemachte Pasta.
Arrigoni-Spezialitäten: italienische Fassweine in 2-Liter-Fiaschi. Chianti San Felice, Frascati, Barbera, Vismara-Salami, Coppa, Mortadella, Pasta casalinga, Stracchino.
Baldini-Spezialitäten: Cappelletti, Fettucini, Mortadella, Merluzzo, Cotecchini, Stracchino, Borgomanero-, Chianti- oder Boggibonsi-Weine.
Spezialitäten der Pilottos: Salame in Eigenproduktion; Dörrbohnen und italienische Weine; Pasta casalinga.
Die Zenonis betrieben in Gurtnellen das Restaurant al Ponte. Zenoni-Spezialitäten: Riso e Porro (Ryys und Pohr); Castagne und Polenta mit Rosinen; Semolino Griess-Schnitten mit Zimt; Tartuffi bianci e neri; Borgomanero-Tischwein; Spaghetti Isola bella, Brasato, Ravioli in Brodo Pera al vino rosso e Cannella, Crema siciliana.
Text: Rolf Gisler-Jauch, Ausstellung «Von Arrigoni bis Zenoni» im Historischen Museum Uri, Sommer 2015.
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