Tischgebet
Der Urner Bauer begann – früher mehr als heute - nie mit dem Essen, ohne in dankbarer Bescheidenheit die paar Worte des Tischgebetes zu sprechen. Nur wer im Überfluss lebt, wird diesen Dank für das tägliche Brot als überflüssigen Ballast empfinden. Und so beteten etwa die Kinder:
«Komm Herr Jesus, sei unser Gast,
und segne, was Du uns bescheret hast.»
Oder dies:
«Gütiger Gott, segne uns diese Gaben, die wir von Dir empfangen werden.
Gedenke auch aller Menschen auf der weiten Erde: Speise die Hungrigen, schütze die Verlassenen und komme allen Bedrängten zu Hilfe. Amen.»
Literatur: Iten Karl, Stadler Emil; Zeitungsserie «Rings um ds Ürner Chuchigänterli», in: GP Nr. 29, 24.7.1971.
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