Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
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Donnerstag, 9. April 2026
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Mittwoch, 9. April 2008
47 Unterschriften für Eveline Widmer-Schlumpf
In einer Resolution verlangt Landrätin Luzia Schuler-Arnold einen anständigen und respektvollen Umgang mit Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf.
Seit der Wahl von Eveline Widmer-Schlumpf in den Bundesrat fordert ein Grossteil der SVP deren Ausschluss aus der Partei und gar ihren Rücktritt aus dem Bundesrat. Landrätin Luzia Schuler-Arnold (CVP, Bürglen) bezeichnet die Ereignisse der vergangenen Tage und Wochen als «undemokratische Hetzjagd und gefährliche Stimmungsmache», die es aufs Schärfste zu verurteilen gelte. Deshalb hat sie den Urner Landrätinnen und Landräten an der Session vom 9. April eine Resolution zur Unterzeichnung unterbreitet. «Darin sind einerseits die wichtigsten Forderungen für einen anständigen und respektvollen Umgang miteinander festgehalten, andererseits will die Resolution auch ein Ausdruck unserer Solidarität mit der demokratisch gewählten Bundesrätin sein», so Luzia Schuler.
«Nicht schweigen»
«Wenn Errungenschaften der Schweiz als Rechtsstaat, Grundsätze unserer Demokratie, die Würde eines Menschen sowie Respekt und Anstand vor Amtspersonen mit den Füssen getreten werden, geht das auch den Kanton Uri etwas an. Wenn geschürter Hass, gebastelte Lügen und gezielter Gesinnungsterror stillschweigend hingenommen werden, darf auch das Urner Parlament nicht schweigen. Wenn öffentliche Auftritte von gewählten Amtsträgerinnen oder Amtsträgern ohne erhöhten Polizeischutz nicht mehr zu verantworten sind und Morddrohungen traditionelle Anlässe überschatten, ist der innere Frieden der Schweiz in Gefahr», begründete Luzia Schuler ihre Resolution. «Das Mass ist längst überschritten! Darum rufe ich auf, aufzuschreien, statt sich dem Parteidiktat einiger weniger Anführer zu beugen.»
«Missbrauch des Parlamentes»
Landrat Oskar Blöchlinger (SVP, Altdorf) bezeichnete das Vorgehen von Luzia Schuler als Missbrauch des Parlaments für Parteipolitik. Wenn sie Unterschriften sammeln wolle, solle sie dies privat tun. Er beantragte, dass die Unterschriftensammlung nicht während der Session erfolgen dürfe, was der Rat jedoch grossmehrheitlich ablehnte. Schliesslich unterschrieben 47 Landratsmitglieder die Resolution.
Quellen / Literatur:
UW 28, 12.4.2008
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Mittwoch, 9. April 2008
Landrat - Kurzprotokoll der Aprilsession
Am 9. April hat der Urner Landrat getagt. Sechs neue Vorstösse, zwei Beschlussfassungen und zwei Beantwortungen von Vorstössen bildeten die Traktandenliste.
Neue Vorstösse
Freier Personenverkehr. Herbert Enz (SP/GB) ersucht in seiner Interpellation die Urner Regierung zur Beantwortung von Fragen zu Arbeitsmarktkontrollen im Kanton Uri im Hinblick auf eine allfällige Ausdehnung des freien Personenverkehrs auf Rumänien und Bulgarien.
Frauenhandel. Beim Thema Frauenhandel besteht auch im Kanton Uri Handlungsbedarf, findet Annalise Russi. In ihrer Interpellation stellt sie der Urner Regierung sechs Fragen.
Tourismusgesetz. Der Regierungsrat soll dem Landrat eine neue Vorlage für ein Tourismusgesetz unterbreiten. Dies verlangt Paul Jans (CVP) in seinem Postulat.
Härtefälle. Kathrin Möhl (SP/GB) fordert in ihrer parlamentarischen Empfehlung die Schaffung einer paritätisch zusammengesetzten Härtefallkommission.
Regierungsrätliche Kommissionen. Tumasch Cathomen (FDP) will, dass auch künftig Landratsmitglieder und über 65-Jährige in regierungsrätliche Kommissionen gewählt werden können. In einer parlamentarischen Empfehlung forderte er die Regierung auf, einen entsprechenden Beschluss aufzuheben.
Resolution. Luzia Schuler-Arnold (CVP) verlangt in einer Resolution, die von 47 Urner Landrätinnen und Landräten unterschrieben wird, einen respektvollen Umgang mit Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf.
Beschlussfassungen
Geschäftsordnung. Mit grossem Mehr wird die Änderung der landrätlichen Geschäftsordnung beschlossen. Neu dauern die Sessionen das Landrates in der Regel einen Tag, die Sitzordnung im Rat richtet sich nach der Fraktionszugehörigkeit der Ratsmitglieder, die Mitunterzeichnung bei parlamentarischen Vorstössen entfällt. Zu Diskussionen führte das Instrument der dringlichen Interpellation.
Bericht. Der Bericht des Regierungsrates zum nachhaltigen Umgang mit Naturgefahren wird vom Landrat teilweise als unvollständig und schwer lesbar kritisiert. Dem Antrag der CVP, den Bericht zurückzuweisen, wird nicht Folge geleistet. Der Landrat nimmt den Bericht zur Kenntnis und schreibt die Motion von Markus Holzgang (FDP), welche den Bericht in Auftrag gab, als erledigt ab.
Quellen / Literatur:
UW 28, 12.4.2008
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Mittwoch, 9. April 2008
TONart-Festival - Jazzgrössen par excellence in Altdorf zu Gast
George Gruntz, Sandy Patton, «Grand Mother’s Funck», Sandro Schneebeli und Rudy Rotta - am Altdorfer TONart-Festival spielen bekannte Jazzgrössen auf. Am 9. April startet das viertägige Jazzfestival in seiner dritten Auflage.
Die dritte Auflage des TONart-Jazzfes-tivals wird am Mittwoch, 9. April, eröffnet. Modern Jazz, Swing, Funk und Blues, das diesjährige Programm bietet einmal mehr viel Abwechslung. Zur Eröffnung spielt der bekannteste Jazzer der Schweiz, George Gruntz. George Gruntz gehört zu den prominentesten Vertretern des europäischen Jazz. Einen internationalen Namen hat er sich vor allem mit seiner Concert Jazz Band gemacht. Der Pianist ist Komponist von mehreren Jazzopern und leitete von 1972 bis 1994 das Berliner Jazzfestival «Berliner Jazztage». Zwischen 1970 und 1984 war er musikalischer Direktor am Zürcher Schauspielhaus. Im Verlaufe seiner inzwischen 50-jährigen Karriere hat er zahlreiche nationale und internationale Preise erhalten.
Nach Altdorf kommt George Gruntz mit dem Bassisten Herbie Kopf und dem Schlagzeuger Rafi Woll. Konzertbeginn ist um 20.00 Uhr im Theater(uri).
Quellen / Literatur:
UW 28, 12.4.2008
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DAS HEUTIGE DATUM
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