Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
Montag, 24. Januar 2011
Für Verkehrsministerin Doris Leuthard hat der Bau einer zweiten Röhre keine Priorität. Für die Zeit der Vollsperrung sollen die Verladerampen ausgebaut werden.
Die Bahn ist gefordert. 10’800 Fahrzeuge pro Tag soll sie während der Tunnelsanierung durch den Gotthardtunnel schleusen, so der Plan des Bundesamtes für Strassen (Astra).
«Der Bau der zweiten Röhre hat keine Priorität.» Diese Haltung bekräftigte Verkehrsministerin Doris Leuthard gegenüber den Vertretern der Kantone Uri, Tessin, Graubünden und Wallis an einem Treffen vom Montag, 24. Januar. Priorität hat für sie hingegen die Sanierung des bestehenden Gotthardtunnels und die Bewältigung des Verkehrs während der Vollsperrung.
Im Zentrum der Überlegungen des Bundes stehen Verladestationen in Erstfeld und Biasca (für LKW) und in Göschenen und Airolo (für PW). Für den Aufbau dieser Verladestationen müssten gemäss Angaben des Astra bis zu 290 Millionen Franken investiert werden, der Betrieb würde pro Jahr mit über 100 Millionen Franken zu Buche schlagen. Fragen des LKW-Verlads in Erstfeld will der Bund aber nochmals vertieft prüfen.
Um die notwendigen Kapazitäten für den LKW-Verlad im Neat-Basistunnel zu schaffen, müsste zudem ein Teil des Bahn-Güterverkehrs über die Gotthard-Bergstrecke umgeleitet werden. Das wiederum wirkt sich auf den von den SBB gewünschten Rückbau der Bergstrecke auf eine Spur aus.
Quellen / Literatur:
UW 7, 26.1.2011
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DAS HEUTIGE DATUM
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