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Mittwoch, 25. März 2026

Freitag, 25. März 2011
Dätwyler bringt Motoren statt Liftkabel
Die Dätwyler-Gruppe beginnt mit der Umnutzung von Industriegebäuden am Standort Altdorf. Gegründet wurde die Gotthard Motorpark AG. «Die neue Gesellschaft wird ein Zentrum für klassische Fahrzeuge und Motorräder sowie Sportwagen und Boote betreiben. Neben der Parkierung wird mit Werkstätten vor Ort eine breite Palette von qualifizierten Dienstleistungen wie Wartung, Reparatur, Restaurierung und Handel für diese Fahrzeuge angeboten.
Es ist geplant, auf die Sommersaison 2012 den Betrieb auf einer Fläche von rund 6000 Quadratmeter aufzunehmen. In den Werkstätten sollen Arbeitsplätze für qualifizierte Handwerker entstehen. Das Echo ist positiv, und es besteht bereits eine Liste mit ersten Interessenten» heisst es. Der Standort Altdorf sei gerade auch für ausländische Besitzerinnen und Besitzer von «Oldtimern» attraktiv. Mit der Durchführung von grösseren Events wie Klubtreffen, Seminaren und geführten Touren werde auch der Standort Zentralschweiz touristisch profitieren.
Mehrheitseigentümerin der Gotthard Motorpark AG ist die Pema Holding AG. Diese Gesellschaft ist 1990 von Peter und Max Dätwyler mit dem Zweck gegründet worden, die Dätwyler Aktien der Familie Dätwyler treuhänderisch zu verwalten und industrielle Arbeitsplätze – so weit wirtschaftlich vertretbar – im Kanton Uri zu erhalten. Dadurch ist die Pema Holding AG Mehrheitsaktionärin der börsenkotierten Dätwyler Holding AG. Als Minderheitseigentümer der Gotthard Motorpark AG ist der Geschäftsführer der Gesellschaft, Adrien Elmiger, in die unternehmerische Verantwortung eingebunden. Jungunternehmer Adrien Elmiger habe Erfahrung im Eventmanagement und verfüge über ein breites Netzwerk in der internationalen «Oldtimerszene», erklärt Dätwyler.
Die Gotthard Motorpark AG mietet die Industriegebäude von der Dätwyler Schweiz AG. Ausgelöst wurde die Idee für den Gotthard Motorpark durch die Neupositionierung der Dätwyler Kabelfertigung am Standort Altdorf. Wie an der Bilanzmedienkonferenz der Dätwyler Holding AG kommuniziert, wird die Kabelfertigung in Altdorf auf 60 Prozent der bisherigen Fläche konzentriert. Das geschieht unter anderem durch die geplante Verlagerung der Liftkabelproduktion und der Kabelkonfektionierung sowie durch die Reduktion der Artikelvielfalt um 12 Prozent der produzierten Kabelkilometer.

Quellen / Literatur: UW 23, 26.3.2011

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Freitag, 25. März 2011
Die Andermatt-Urserntal Tourismus GmbH ist gegründet
Die Andermatt-Urserntal Tourismus GmbH ist gegründet. Keine Kurtaxen, dafür mehr Professionalität verspricht die GmbH. Was mit dem Andermatter Verkehrsverein geschieht, ist offen. Jetzt ist es definitiv: Die Andermatt-Urserntal Tourismus GmbH (AUT) ist gegründet. Damit tritt das neue Tourismusreglement in Kraft. Die Gemeinden Andermatt, Hospental und Realp haben gestern Freitag, 25. März, diesen gemeinsamen Schritt vollzogen. «Das ist für uns ein Meilenstein», sagt Roger Nager, Gemeindepräsident von Andermatt. Er spricht von «einem Aufbruch in ein neues Zeitalter». «Ein Reglement, wie es auch in anderen Teilen der Schweiz Schule machen wird», ist Roger Nager überzeugt. Die Andermatt-Urserntal Tourismus GmbH hat das Ziel, den Tourismus im Tal zu fördern und zwar mit Professionalität und verbindlichen Budgetzahlen. Mit dem neuen Tourismusreglement sind Kurtaxen in Ursern ab dem 1. Juni passé. Dann fliessen die neuen Beherbergungsgebühren und Tourismusabgaben vollumfänglich in die AUT. Neu sind die Gemeinden zuständig, diese Gebühren einzuziehen. Kurz vor der Gründung der GmbH haben die Gemeinden sowohl das Gastgewerbe, die Hotellerie, die Parahotellerie, Ferienhausbesitzer als auch Transportunternehmen und das Gewerbe angeschrieben, um die Erhebungsbögen aufzunehmen. Die Daten werden nun aufbereitet, sodass schon bald mit dem Abgabesystem gestartet werden kann. Der Widerstand gegen das neue Reglement formiert sich: «Es hat Einsprachen gegeben, die noch hängig sind», bestätigt Roger Nager. Doch damit habe man gerechnet. Insbesondere Zweitwohnungsbesitzerinnen und -besitzer stören sich an der Jahrespauschale von 20 Franken, die pro Quadratmeter Nettowohnfläche verrechnet wird. Vor Kurzem hat sich die IG-Urserental, eine Interessengemeinschaft von Zweitwohnungseigentümern, formiert. Doch Roger Nager sieht darin kein Problem für die GmbH. Im Gegenteil: «Es ist wichtig, dass es die IG-Urserental gibt.» Damit hätten die Zweitwohnungsbesitzer nun eine Ansprechpartnerin für ihre Anliegen. «Die Gemeinde Andermatt steht mit den Verantwortlichen bereits in Kontakt», sagt Roger Nager. Jetzt kann die Tourismus GmbH aufgebaut werden. Die Gesellschaft startet mit einem Stammkapital von 50 000 Franken. Zum Geschäftsführer ad interim ist der Bündner Tourismusfachmann Robert Wildhaber berufen worden. Er war bereits als Projektleiter beim Aufbau der GmbH massgebend beteiligt. Auch er freut sich über die Gründung: «Ich bin stolz, dass Andermatt nun endlich bereit ist, ein Signal zu setzen,» erklärt Robert Wildhaber gegenüber dem «Urner Wochenblatt». Nun wird er die AUT solange aufbauen, bis definitiv ein Geschäftsführer oder eine Geschäftsführerin gefunden worden ist. Robert Wildhaber rechnet damit, dieses Mandat nur wenige Monate inne zu haben. Schon bald findet die konstituierende Sitzung statt. Der Businessplan wird nun verfeinert. Ab Juli kann die GmbH dann die operativen Tätigkeiten übernehmen. Robert Wildhaber rechnet damit, dass die GmbH bereits im ersten Jahr durch die Abgaben über 1 Million Franken einnehmen wird. Damit schafft sich die GmbH eine Basis, um die touristische Infrastruktur und die Dienstleistungen zu verbessern, zusätzliche Produkte oder Attraktionen zu schaffen oder das Marketing zu verbessern. Gesellschafter der Tourismus GmbH sind die drei Gemeinden, eine Interessengemeinschaft von Hoteliers und dem Gewerbe sowie die Andermatt Swiss Alps AG. Andermatt ist mit 30 Prozent, die Gemeinden Hospental und Realp sind mit je 20 Prozent in der Tourismus GmbH vertreten. Dazu sind die Interessengemeinschaft der Hoteliers und des Gewerbes mit 20 sowie die Andermatt Swiss Alps AG mit 10 Prozent beteiligt. In der GmbH vertreten sind: Roger Nager, Andermatt, Carmen Bundi, Hospental, Erwin Infanger, Realp, Urs Portmann, Interessengemeinschaft Hoteliers und Gewerbeverein sowie Gérard Jenni, Andermatt Swiss Alps AG. Mit der Gründung der Tourismus GmbH stehen die Verkehrsvereine im Urserntal nun ohne Zweckbestimmung da. Die logische Folge: eine Auflösung. In Realp ist dies bereits geschehen, in Hospental steht die Auflösung des Verkehrsvereins bevor. Nur in Andermatt ist noch einiges unklar. Bis die GmbH den operativen Teil übernehmen kann, bleibt der Verein Andermatt Gotthard Tourismus (AGT) noch bestehen. Alles bleibt bis dahin wie gehabt. Doch was dann? «Wir haben noch nicht entschieden, ob der Verein aufgelöst wird oder nicht», sagt Benno Nager, AGT-Geschäftsführer, auf Anfrage. «Es stellt sich die Frage, welche Aufgaben der Verein in Zukunft wahrnehmen kann», erklärt Benno Nager. Sollte der Verkehrsverein weiterbestehen, ist für Benno Nager klar: «Das ist keine Konkurrenz zur GmbH. Es gibt kein Machtspiel. Wir wollen einfach herausfinden, was am meisten Sinn macht.» Denn die Infrastruktur wie beispielsweise das Tourismusbüro gehört nach wie vor dem Verkehrsverein. «Was damit geschehen soll, entscheidet der Verein an der GV. Vorher kann noch nichts Definitives gesagt werden», sagt AGT-Präsident Peter Heinzer. Für Robert Wildhaber ist hingegen klar: «Für den Touristen darf sich künftig nichts ändern.» Er rechnet daher damit, dass die Tourismus GmbH künftig im bisherigen Tourismusbüro walten wird. Zumindest eines ist schon heute sicher: «Die bisherigen Arbeitsverhältnisse mit den Angestellten werden von der GmbH übernommen», bestätigt Benno Nager.
Quellen / Literatur: UW 23, 26.3.2011

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 20.09.2021