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Donnerstag, 27. August 2026

Montag, 27. August 2012
Kraftwerkprojekte - Konkurrenten des EWA machen mobil
Gleich bei drei Kraftwerkprojekten bekommt des Elektrizitätswerk Altdorf Konkurrenz. Die Initianten stellten nun ihre Projekte vor. Das Investitionsvolumen: 122 Millionen Franken. Nach dem vom Parlament beschlossenen Atomausstieg soll auch in Uri die Wasserkraft forciert werden. Zurzeit erarbeitet der Kanton ein Schutz- und Nutzungskonzept Erneuerbare Energien (SNEE), um sowohl den Schutz der Gewässer wie auch die Nutzung der Wasserläufe zur Stromproduktion zu regeln. Und die Stromproduzenten im Kanton Uri projektieren fleissig neue Kraftwerke an Urner Bächen und Flüssen. Beim Alpbach in Erstfeld, beim Chärstelenbach in Bristen und beim Unterlauf des Schächens plant das EWA – teilweise in Zusammenarbeit mit anderen Stromproduzenten – bereits eigene Kraftwerke. In den letzten Monaten allerdings erwuchs dem EWA Konkurrenz. Diese zeigt sich nun in der Öffentlichkeit – und kampfbereit. Zwei Aktiengesellschaften – die Kraftwerk Chärstelenbach AG und die Kraftwerk Alpbach AG – bemühen sich in Bristen und Erstfeld wie das EWA um eine Konzession. Einziger eingetragener Verwaltungsrat in beiden Aktiengesellschaften ist der Erstfelder Anwalt Walter A. Stöckli. Auch bei der Schächenschale, dem Unterlauf des Schächens von Bürglen bis zur Mündung, will eine AG die Wasserkraft nutzen. Einziger eingetragener Verwaltungsrat ist der Altdorfer Anwalt Franz-Xaver Muheim. Auch hier gibt es ein Projekt des EWA gemeinsam mit der Ruag. Die beiden Anwälte stellten ihre Projekte vor. Das Hauptargument: Die Urner sollen die Kraftwerke selber finanzieren und auch den Ertrag und die Wertschöpfung in Uri halten. Das ist eine Kampfansage an das EWA, das zu fast zwei Dritteln der Centralschweizerischen Kraftwerke AG aus Luzern (CKW) gehört. Es gehe nicht an, dass ein Grossteil des Gewinnes aus dem Kanton Uri abgeführt werde. Für die drei vorgestellten Projekte sollen rund 122 Millionen Franken investiert werden: 70 Millionen Franken davon für das Alpbach-Projekt, 30 Millionen für die Nutzung der Schächenschale. Welche Investoren hinter diesen Projekten steht, wollten die beiden Anwälte auf Nachfrage allerdings nicht bekannt geben. Allerdings seien die Investoren nicht in allen drei Projekten die gleichen. Gemäss Berechnungen des beauftragten Ingenieurbüros Iteco aus Affoltern könnten in den projektierten Kraftwerken bis zu 93 Gigawattstunden Strom produziert werden. Mit einem zweiten Argument wollen die Initianten zusätzlich punkten. Man produziere umweltschonenden Strom, als bei den anderen Projekten geplant ist. Dies gilt insbesondere beim Chärstelenbach, wo der Druckstollen in einem unterirdischen Vortriebsverfahren (Microtunneling) erstellt werden soll. Diese Art des Bauens ist zwar teurer. Es schont aber die Umwelt, da keine Gräben für die Verlegung der Leitungen ausgehoben werden müssen, wie es das EWA-Projekt vorsieht. Zudem werde das Wasser effizienter genutzt, da die Leitungen geradliniger verlegt werden könnten. Beim Alpbach schliesslich soll ein Hauptaugenmerk des eigenen Projektes auf der Erhaltung der Trinkwasserquellen liegen, die beim EWA-Projekt nicht mehr genutzt werden könnten. Alle drei Projekte sind bereits beim Kanton als Voreinfrage eingereicht worden. Erst in einem zweiten Schritt sollen die konkreten Detailprojekte erarbeitet werden. Das EWA ist mit seinen Projekten beim Chärstelenbach und beim Alpbach (EWE) indes bereits weiter fortgeschritten. Sollte es allerdings bald zu einer Konzessionsvergabe an das EWA und seine Partner kommen, dann müsse der Kanton mit Einsprachen rechnen, zeigte sich Walter A. Stöckli kampfbereit.
Quellen / Literatur: UW 67, 29.8.2012

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Montag, 27. August 2012
Neuer Präsident für Verwaltungskommission
Der Engere Rat der Korporation Uri hat an seiner Sitzung beschlossen, neu Rolf Infanger ins Präsidium der Verwaltungskommission des Alters- und Pflegeheims Rosenberg zu entsenden. Rolf Infanger ist amtierender Vizepräsident der Korporation Uri, ehemaliger Gemeindepräsident von Silenen und Unternehmer. Er übernimmt das Präsidium der Verwaltungskommission ab sofort.
Quellen / Literatur: UW 67, 29.8.2012

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27.08.2026

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 13.08.2026