Urner Ereignisse an einem bestimmten Tag
Freitag, 28. März 1800
Misstrauen gegen Hilfsaktion für Kinder
In einigen Urner Gemeinden stösst die Hilfsaktion Zschokkes für die Kriegswaisen und die Kinder der verarmten Familien auf starkes Misstrauen. Viele Leute glauben, man verfolge
damit nur die Absicht, die Kinder in einer anderen Religion zu unterrichten. Bezirksstatthalter
Raedle bedauert in einem Schreiben an den Pfarrer von Unterschächen, dass aus dieser Gemeinde noch niemand das grosszügige Hilfsangebot angenommen habe, obwohl sie viele unterstützungsbedürftige Kinder zähle.
Quellen / Literatur:
Arnold, Helvetik, S. 203.
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Freitag, 28. März 1800
Statthalter Trutmann zeigt sich schockiert
Anlässlich einer Amtsreise nach Altdorf ist Trutmann schockiert über die Desorganisation und das Elend des Landes. Er findet ein Chaos von Leichtsinn, Willkür, Ordnungslosigkeit, Trägheit und Elend. Er zeigt sich enttäuscht, dass die Munizipalität keine Vorkehrungen gegen das Übel getroffen habe und keine Mittel zur Erleichterung der Massen ergriffen habe. Er bedauert, dass Jost Anton Müller, der über genügend Fähigkeiten und Kenntnisse verfüge und das Zutrauen des Volkes in hohem Masse besitze, nicht so viel Grossmut und Tätigkeit aufbringe, wie es die Lage Altdorfs erfordere, und äussert die Hoffnung, der Innenminister Rengger könne Müller dazu bewegen, seine Tatkraft für das Wohl des Volkes einzusetzen.
Quellen / Literatur:
Arnold, Helvetik, S. 221 f.
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DAS HEUTIGE DATUM
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