ÜBERSICHT

Name Wappen Siegel Banner Verfassungen Gesetzgebung Landsgemeinde Bezirksgemeinden Abstimmungen Wahlen Parlamentarische Vorstösse Eckdaten Bevölkerung Geografie Diverses

BEZIEHUNGEN

Ausland Kantone

Urner Beziehungen zu Orten in Europa



Glarus

Kt Glarus


«URNER» EREIGNISSE AN EUROPÄISCHEN ORTEN

1063  / Mittwoch, 6. Mai 1063
Entscheid im Grenzstreit zwischen Uri und Glarus
Herzog Rudolf von Schwaben entscheidet im Auftrag von König Heinrich IV. einen vor diesen gebrachten Streit zwischen den Landleuten von Uri und Glarus. Erstere behaupten, das von König Ludwig der Abtei St. Felix und Regula zugeteilte Gebiet sei durch die Glarner gewalttätig besetzt worden, während diese die Urner beschuldigen, unrechtmässig die Grenzen des Gebietes von Säckingen überschritten zu haben. Der Herzog setzt unter Zuziehung der Grafen Burkhard, Kuno von Wülflingen und Arnold von Lenzburg und mit Rat weiser Leute aus beiden Ländern die Grenze zwischen den beiden Ländern fest.
Quellen: Quellenwerk zur Entstehung der Schweizerischen Eidgenossenschaft I.1 Nr. 83, S. 40 f
-------------------------
1196  / Freitag, 30. August 1196
Bereinigung der Grenzstreitigkeiten zwischen Uri und Glarus
Die Urner und Glarner vergleichen sich über die streitigen Grenzen auf Ennetmärcht und legen diese mit der Beschreibung von Bächen und Felsen in groben Zügen fest. Die Urkunde wird durch Pfalzgraf Otto von Burgund, den Vogt des Klosters Säckingen, besiegelt.
Quellen: Quellenwerk zur Entstehung der Schweizerischen Eidgenossenschaft I.1 Nr. 196, S. 94 f.
-------------------------
1315  / Donnerstag, 25. Juli 1315
Waffenstillstand zwischen Uri und Glarus wird verbrieft
Auf Wildegg wird der am 7. Juli zu Ennetmärcht (Urnerboden) zwischen Graf Friedrich von Toggenburg und den Landleuten von Glarus einerseits und den Landleuten von Uri nebst ihren Verbündeten anderseits abgeschlossene Waffenstillstand verbrieft, wobei von Uri anwesend sind: Wernher von Attinghausen, Walter der Fürsto, Peter von Spiringen, Engelhard Schumel, Hermann von Rieden, Peter Höltzeli, Chnecht Asenboun, Walter in Oberndorf, Ulrich von Sisencon und andere.
Quellen: Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Bd. 2, S. 33.
-------------------------
1483  / Samstag, 8. September 1483
Bereinigung der Landesmarchen zwischen Uri und Glarus
Auf dem Urnerboden findet eine gemeinsame Begehung und Bereinigung der Landesmarchen zwischen Uri und Glarus statt.
Quellen: Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Bd. 1, S. 168.
-------------------------
1856  / Donnerstag, 11. Dezember 1856
Baumstämme vom Urnerboden für Pfarrhaus von Linthal
Der Bezirksrat schenkt dem Kirchenrat der katholischen Kirchgemeinde Glarus 20 Stämme aus den Wäldern auf Ennetmärcht (Urnerboden) für den Bau eines Pfarrhauses in Linthal.
Quellen: Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Bd. 1, S. 125.
-------------------------
1864  / Montag, 7. November 1864
Besprechung wegen Bau der Klausenstrasse
Abgeordnete von Glarus und Uri treten in Schwyz zusammen zur Besprechung der Aufnahme von Plänen und Kostenberechnungen für eine Klausenstrasse.
Quellen: Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Bd. 2, S. 167.
-------------------------
1873  / Dienstag, 4. März 1873
Uri und Glarus beschliessen gemeinsames Vorgehen
Abgeordnete von Uri und Glarus beschliessen anlässlich einer Konferenz betreffend Bau einer Klausenstrasse gemeinsames Vorgehen.
Quellen: Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Band 1, S. 14.
-------------------------
1873  / Montag, 24. März 1873
Subventionsbegehren für Bundesrat
Der Regierungsrat beschliesst dem Bundesrat zuhanden der Bundesversammlung ein Subvetionsbegehren im Namen von Uri und Glarus einzureichen.
Quellen: Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Band 1, S. 14.
-------------------------
1892  / Freitag, 18. November 1892
Landsgemeinde beschliesst den Bau der Klausenstrasse
Auf Antrag des Landrats beschliesst die Landsgemeinde den Bau der Klausenstrasse.
Quellen: UW, 9.6.1900; RschB UR 1900/01, S. 7.
-------------------------
1899  / Montag, 21. August 1899
Regierung fährt über die fertig erstellte Klausenstrasse
Im Augustwird die neue Verkehrs- und Militärstrasse über den Klausen fertig erstellt. Die Gesamtkosten der Strasse belaufen sich auf rund 4,14 Millionen Franken. Davon entfallen knapp 3 Millionen Franken auf den urnerischen Teil. Daran hat wiederum der Bund 2,74 Millionen Franken bezahlt, so dass Uri rund 350'000 Franken zu leisten hatte. Die Urner Regierung fährt zum ersten Mal in einem offenen Landauer über den Klausenpass.
Quellen: UW, 9.6.1900; RschB UR 1900/01, S. 7.
-------------------------
1900  / Montag, 11. Juni 1900
Eröffnung der Klausenstrasse
Mit grossen Festlichkeiten beidseits des Klausens findet die offizielle Einweihung der Strassenverbindung zwischen Uri und Glarus statt. An der Feier nehmen der Bundespräsident Hauser sowie Bundesrat Ruchet teil.
Quellen: UW, 9.6.1900; RschB UR 1900/01, S. 7.
-------------------------
1921  / Donnerstag, 1. Dezember 1921
Pocken im Kanton Glarus
Da die Pocken im Nachbarkanton Glarus im Dezember in bedrohlicher Weise um sich greift, verschafft die Sanitätsdirektion den Bewohnern des Urnerbodens Gelegenheit, sich impfen zu lassen. Ein Arzt von Linthal begibt sich hiezu nach dem Urnerboden. An die Auslagen leistet der Bund einen Beitrag von 50 Prozent.
Quellen: RSchB 1920/21, S. 79.
-------------------------
1926  / Donnerstag, 5. August 1926
Verletztes Mädchen bei Trainingsunfall beim Klausenrennen
Beim Training zum Klausenrennen kommt es auf dem Urnerboden zu einem Unfall zwischen einem Motorradfahrer und einem fünfjährigen Mädchen von der Bäckerei. Dieses muss verletzt ins Spital Glarus gebracht werden.
Quellen: UW 14.8.1926
-------------------------
1927  / Sonntag, 14. August 1927
Die Silberpfeile erscheinen am Klausen
Für den Renn-Sonntag muss im Kanton Glarus in diesem Jahr das Sonntagsfahrverbot für Motorfahrzeuge aufgehoben werden. Die Rennen 1927 finden bei bester Witterung statt. Zirka 35'000 Personen, nach einer anderen Schätzung sogar 50'000, wohnen den Rennen bei, und ein immenser Wagenpark von zirka 3'000 Automobilen und ebenso viele Motorräder und Velos säumen beidseitig die sich in vorzüglichem Zustande befindliche Rennstrecke. Es erschienen auch die berühmten Silberpfeile von Mercedes am Klausen. Die schnellste Zeit fährt mit 17:17.00 der 27-jährige deutsche Adolf Rosenberger auf seinem Mercedes-Benz.
Quellen: Gisler-Jauch Rolf, Uri und das Automobil - des Teufels späte Rache, Altdorf 1994, S. 167.
-------------------------
1935  / Samstag, 22. Juni 1935
Taglöhner erfroren aufgefunden
Ein auf Wanderschaft befindlicher Landarbeiter und Sticker aus dem Toggenburg wollte sich vor Monaten über den zugeschneiten Klausenpass nach Glarus begeben. Nach der Schneeschmelze im Frühsommer wird seine Leiche in einer Scheune vor dem Pass gefunden. Der Landarbeiter hatte durch Erschöpfung und Erfrieren den Tod gefunden.
Quellen: UW 25, 22.6.1935
-------------------------
1935  / Samstag, 12. Oktober 1935
Schlechter Zustand der Strasse verhindert weitere Klausenrennen
Nachdem das Klausenrennen im Jahre 1935 nicht durchgeführt wurde, hoffen die interessierten Kreise auf einen zweijährigen Turnus. Vom Rennkomitee wird vorausgesetzt, dass die an der Veranstaltung interessierten Kantone und Landbesitzer weitgehendes Entgegenkommen beweisen. Die Verkehrs-, Gewerbe- und Wirtschaftskreise der Kantone Uri und Glarus sind denn auch gewillt, den Wünschen der Organisatoren entgegenzukommen, so dass die finanziellen Voraussetzungen für die Durchführung des Klausenrennens erheblich günstiger sind. Der Austragung der Veranstaltung stellt sich jedoch ein anderes Hindernis entgegen. Die Strasse auf dem Urnerboden befindet sich in einem sehr schlechten Zustand, so dass weder die Behörden noch die Veranstalter die Verantwortung für die Abhaltung des Rennens übernehmen können. Ein Ausbau oder eine Instandstellung der Strasse kommt noch nicht in Frage, weshalb die Verschiebung des Rennens auf das Jahr 1937 beschlossen wird. Bis dann soll die Strasse auf dem Urnerboden ausgebaut sein.
Quellen: Gisler-Jauch Rolf, Uri und das Automobil - des Teufels späte Rache, Altdorf 1994, S. 239.
-------------------------
1954  / Sonntag, 12. September 1954
Erstes Schiessen zwischen Urner und Glarnern auf dem Urnerboden
Die drei Sektionen, die Stadtschützen Glarus, der Militärschiessverein Urnerboden und Braunwald sowie die Schützengesellschaft Altdorf, halten auf dem Urnerboden erstmals ein Schiessen zwischen Urnern und Glarnern ab. An diesem ersten „Grenzlaufschiessen“ nehmen im 300-m-Stand 57 Schützen aus den drei Gesellschaften teil.
Quellen: Baumann Josef, Fankhauser Edy, Urner Schützenchronik, S. 97.
-------------------------
1964  / Montag, 15. Juni 1964
Die Tour de Suisse fährt über den Klausen
Die Tour de Suisse überquert in der 5. Etappe von Pfäffikon (ZH) nach Glarus den Klausen. Bergpreissieger auf der Passhöhe wird der Spanier José-Martin Colmenarejo.
Quellen: Tour de Suisse, Statistik-Dokument 2017, S. 125 f.
-------------------------
1997  / Montag, 7. Juli 1997
Klausenrennen-Memorial -- Bewilligung für Neuauflage
Der Engere Rat der Korporation Uri erteilt die Bewilligung für die Neuauflage des Klausenrennen-Memorials (25.-27. September 1998). Man stehe der Veranstaltung grundsätzlich positiv gegenüber. Die Veranstaltung könne dank umweltfreundlichem Verkehrs- und Zuschauerkonzept zu einem wirtschaftlichen, touristischen und gesellschaftlichen Faktor in den Kantonen Uri und Glarus werden.
Quellen: UW 53, 9.7.1997
-------------------------
1998  / Dienstag, 25. August 1998
Hotel Tell auf dem Urnerboden versteigert
Das Hotel Tell auf dem Urnerboden wird versteigert. Für 200'000 Franken geht es an die Gambina AG, Glarus, welche auf dem urnerboden für den Tourismus investieren will und an einen neubau des Hotels und an eine Sanierung der Dépendance denkt.
Quellen: UW 67, 29. August 1998
-------------------------
2004  / Dienstag, 14. Dezember 2004
Regierungen haben Bewilligung für Klausenrennen-Memorial erteilt
Nachdem der Regierungsrat des Kantons Glarus der Durchführung des Klausenrennens 2006 bereits zugestimmt hat, bewilligt auch der Urner Regierungsrat das 4. internationale Klausenrennen-Memorial vom 21. bis 24. September 2006.
Quellen: UW 99, 18.12.2004
-------------------------
2005  / Samstag, 30. April 2005
Vernissage im Haus für Kunst Uri - Dreimal Klausenpass
«Uri um 1920: Alltag und Avantgarde am Klausen - Die Künstlerin Erna Schillig» - unter diesem Titel stellt der Kunstverein Uri im Rahmen des Kulturprojektes «Die Goldenen Zwanziger» der Albert Köchlin Stiftung den Klausenpass in den Mittelpunkt einer Ausstellung. Besucherinnen und Besucher erleben den Alpenübergang zwischen Glarus und Uri aus drei verschiedenen Blickwinkeln.
Quellen: UW 34, 4.5.2005
-------------------------
2011  / Montag, 21. November 2011
Klausenrennen - Urner Verein zieht sich zurück
Die geplante Neuauflage des Klausenrennens im Jahr 2013 wird definitiv nicht vom Verein Historische Klausenrennen durchgeführt werden. Der Verein zieht das Gesuch um Erteilung der Bewilligung zurück. Der Urner Verein Historisches Klausenrennen hatte am 19. Mai bei den Regierungen von Uri und Glarus ein Bewilligungsgesuch für die Durchführung des Klausenrennens 2013 eingereicht. Nun zieht sich der Verein zurück. Das entschied er an seiner ausserordentlichen Generalversammlung vom 21. November. Seit Mai dieses Jahres sei der Verein bestrebt gewesen, die Bewilligung für ein historisch getreues und motorsportlich hochstehendes Klausenrennen 2013 zu erhalten, wie er in einer Medienmitteilung schreibt. Dieses Bestreben teilte er bald mit dem OK Klausenrennen unter der Leitung des Glarner Bauunternehmers Fritz Trümpi. Dieser reichte im Sommer ebenfalls ein Gesuch ein. Uri und Glarus hegten daraufhin die Hoffnung, die beiden Mitbewerber würden sich auf eine gemeinsame Organisation verständigen. Diese Hoffnung erwies sich als unbegründet, worauf die beiden Kantone einen Entscheid für Dezember in Aussicht stellten. «Unser Ziel ist erreicht, das Klausenrennen wird weiterhin ausgetragen», sagt Karin Gaiser, Präsidentin des Vereins Historische Klausenrennen. «Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, überlassen wir im sportlichen Sinn und Geist dem Glarner OK den Vortritt. Wir hoffen so auf eine erfolgreiche Austragung – mit Rangverkündigung in Altdorf.»
Quellen: UW 92, 23.11.2011
-------------------------
2015  / Sonntag, 9. August 2015
Erstes Trachtentreffen Glarus-Uri übertrifft Erwartungen
Auf dem Urnerboden kommt das erste Trachtentreffen Glarus-Uri zur Durchführung. Seit geraumer Zeit wurde für ein solches Treffen gearbeitet. Der Glarner Kantonalpräsident Hans Hefti konnte die Vorstandsmitglieder der Urner Kantonalen Trachtenvereinigung für diesen Anlass zu begeistern. Im 2014, mitten in den Vorbereitungsarbeiten, wurde Hans Hefti plötzlich aus dem Leben abberufen. Die beiden Kantonalvorstände liessen sich aber nicht entmutigen und arbeiteten an diesem Projekt unbeflissen weiter. Das erste Trachtentreffen Glarus-Uri kann im Zelt des Älplerwunschkonzertes auf dem Urnerboden durchgeführt werden. Über 300 Besucherinnen und Besucher kommen in den Genuss eines abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramms. Selbst Trachtenleute aus Schwyz, Obwalden und Zug zählen zu den Besuchern. Die Bauerngruppe Mollis/Glarus, die Kantonale Trachtenvereinigung Uri, Alphornbläser und Fahnenschwinger aus Glarus und Uri, das Jodelduett Theres und Elisabeth Hefti, die Schwyzerörgeli-Jungformation aus Glarus und die vereinigte Trachtenmusik Flüelen/Mollis bestreiten das Programm in abwechselnder Folge.
Quellen: UW 62, 12.8.2015, S. 7.
-------------------------

 
ALLGEMEINES

Die ausländische Bevölkerung

EUROPA

Staaten mit Beziehungen zu Uri
Der europäische Rest

AFRIKA

Nordafrika
Zentralafrika
Südafrika

ASIEN

China
Japan
Thailand
Restliches Asien

AUSTRALIEN

Australien
Neuseeland

AMERIKA

Südamerika
Mittelamerika
Kanada
USA

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 24.4.2020