Urner Beziehungen zu Orten in Europa
Frankreich
Malmaison
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«URNER» EREIGNISSE AN
EUROPÄISCHEN ORTEN
1801
/
Mittwoch, 29. April 1801
Verfassungsentwurf von Malmaison
Die Hoffnungen der Innerschweiz, aufgrund der Zusicherungen des Friedens von Luneville schon bald zur alten Selbständigkeit zurückkehren zu können, zerschlagen sich schnell. Befürworter und Gegner des Einheitsstaates schicken Verfassungsentwürfe nach Paris. Da weder die unitarischen noch die föderalistischen Projekte den Vorstellungen Napoleons entsprechen, arbeitet er einen eigenen Verfassungsentwurf aus, den er in Malmaison als Werk eines Unbekannten in ultimativer Form den helvetischen Gesandten (Glayre, Stapfer) aufdrängt.
Die Verfassung von Malmaison ist ein Versuch, Einheitsstaat und Staatenbund miteinander zu verbinden; sie will zum erstenmal das bundesstaatliche Prinzip in der Schweiz verwirklichen. 17 Kantone, denen im wesentlichen die Finanzhoheit und eine partielle Erziehungshoheit überlassen bleiben, sind, proportional zu ihrer Bevölkerung, in einer 102köpfigen Tagsatzung, der Legislative vertreten. Diese wählt die Exekutive, 25 Senatoren und zwei alternierende Landammänner. Der präsidierende Landammann soll mit vier Senatoren die engere Exekutive, den "Kleinen Rat", bilden. Der Zentralgewalt fällt alle wesentlichen Befugnisse und Regale zu, wenn auch jeder Kanton die Möglichkeit haben soll, seine innere Organisation nach Gutdünken einzurichten. Verfassung ist ein kluger und haltbarer Kompromiss zwischen Unitarismus und Föderalismus, jedoch ohne das Verhältnis zwischen administrativem Zentralismus und kant. bzw. kommunaler Selbstverwaltung genau festzulegen.
Quellen:
Arnold, Helvetik, S. 240 f.; HB CH II S. 812.
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