Gebäude und Anlagen im Detail
EREIGNISSE IM DETAIL
1965
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Montag, 24. Mai 1965
Studienkommission für Deponie in der Schwändi
Ende April 1965 hat Ingenieur Giacomo Baldissera das Projekt für eine zentrale Kehrichtdeponie in der Schwändi bei Attinghausen vorgelegt. Ein 80 Meter breiter und 600 Meter langer Streifen biete ein Volumen von über 100’000 m3. Das soll für zehn bis zwanzig Jahre reichen. Zudem besteht die Möglichkeit einer späteren Erweiterung.
Die massgebende Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (EAWAG) hat dem gewählten Standort zugestimmt – allerdings unter der Bedingung, dass nördlich der Deponie gegen den See hin kein Grundwasserbezug erfolge. Damit ist die Studienkommission für eine zentrale Kehrichtdeponie einverstanden.
An der gleichen Sitzung werden die Verbandsstatuten, die der rechtlich-organisatorische Ausschuss entworfen hat, bereinigt und genehmigt.
Zaku, 50 Jahre Zaku, S. 12.
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1967
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Montag, 16. Januar 1967
Fehlender Sammeldienst und unzureichende Kehrichtentsorgung
Viele Gemeinden haben noch keine geordneten Kehrichtdeponien. Der Regierungsrat stellt fest, dass die Abfälle willkürlich längs den Bachläufen deponiert oder sogar direkt in die Fliessgewässer geworfen werden. Selbst der Deponiebetrieb in der Schwändi, im Dreieck von Reuss und Palanggen, wo die Gemeinden Altdorf und Attinghausen ihren Kehricht lagern, entspricht laut Regierungsrat «nicht im geringsten» den Vorschriften des Gewässerschutzes. Die Deponie ist allen zugänglich und nicht eingezäunt, sodass durch den Wind Papierresten und Abfälle durch die ganze Gegend verweht werden.
RRB 16.01.1967; Zaku, 50 Jahre Zaku, S. 9.
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1967
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Donnerstag, 22. Juni 1967
Übernahme der Schwändi als Deponie
Der Vorstand des Kehrichtzweckverbandes beschliesst einstimmig, den Deponieplatz in der Schwändi in Attinghausen zu übernehmen. Der Regierungsrat beschliesst, dem Verband den Platz in der Schwändi – mit Ausnahme des Pachtausfalls und unter Auflagen zu Erschliessung und Betrieb – kostenlos zur Verfügung zu stellen. Ausserdem gewährt die Regierung eine Subvention von 35 Prozent für das Herrichten der Deponie und den Bau der Zufahrtsstrasse. Ebenso einstimmig genehmigt er das Bauprogramm im Umfang von 325’000 Franken. 175’000 Franken entfallen auf die Herrichtung der Deponie, 150’000 Franken auf den Bau der Zufahrtsstrasse. Die Betriebskommission erhält die Kompetenz, einen Deponiewart einzustellen und den Auftrag für den Sammeldienst im Umfang von jährlich 240’000 Franken zu vergeben.
Zaku, 50 Jahre Zaku, S. 13.
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1967
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Montag, 26. Juni 1967
Zweckverband übergibt die Kehrichtbeseitigung an die Firma Bissig
Die Betriebskommission des Kehrichtzwckverbandes beschliesst, den Sammeldienst an die Firma Josef Bissig Transporte zu vergeben. Der Vertrag wird vorerst auf zehn Jahre geschlossen. Alle Fuhren gingen zur Kehrichtdeponie Schwändi bei Attinghausen. Doch dann, gegen Ende April 1977, war die Deponie voll – und kein Ersatz in Sicht.
Zaku, 50 Jahre Zaku, S. 15 f.
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1967
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Samstag, 1. Juli 1967
Der Kehrichtsammeldienst beginnt
Der neue Zweckverband beginnt mit dem Sammeldienst und dem geordneten Deponiebetrieb in der Schwändi bei Attinghausen für die ersten zehn Gemeinden.
Zaku, 50 Jahre Zaku, S. 18.
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1967
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Donnerstag, 14. Dezember 1967
Haushalte haben sich an der Kehrichtentsorgung zu beteiligen
Der Vorstand des Kehrichtzweckverbandes genehmigt das Reglement für die einheitliche Bewertung von angeschlossenen Haushaltungen sowie Industrie-, Gewerbe-, Militär- und Landwirtschaftsbetrieben sowie das Reglement zur Verteilung der Kosten auf die Gemeinden. Die Kosten der Kehrichtbeseitigung verteilen sich fortan nach den angeschlossenen Haushaltungen und Betrieben, eingeschätzt nach Haushalteinheiten. Über die Verteilung der Verwaltungs- und Deponiekosten entscheidet allein die Zahl der Haushalteinheiten in einer Gemeinde. Massgebend für die Verteilung der Sammel- und Transportkosten ist nebst den Haushalteinheiten die Zahl der Abfuhren. Jede Gemeinde kann wählen zwischen einmaliger und zweimaliger Abfuhr pro Woche, wobei sich die Zahl der Abfuhren nach Sommer- und Winterhalbjahr differenzieren lässt. Wie eine Gemeinde die Gebühren weiterverrechnet, bleibt ihr überlassen.
Zaku, 50 Jahre Zaku, S. 13.
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1972
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Mittwoch, 23. Februar 1972
Tote Schweine werden wild deponiert
Es ist verboten, Metzgereiabfälle und Tierleichen dem Kehrichtwagen mitzugeben. Wer Kadaver abliefern will, muss den Deponiewart in der Deponie Schwändi in Attinghausen verständigen. Diese Vorschriften werden mehr schlecht als recht eingehalten. In einer Aussprache des Zweckverbandes für Kehrichtbeseitigung mit den zuständigen Stellen des Kantons klagte Verbandspräsident Anton Zberg denn auch über «chaotische Zustände». Manche Metzger würden ihren Abfall zu jeder Tages- und Nachtzeit liefern. Viel schlimmer stehe es bei der Kadaverbeseitigung besonders aus Schweinemästereien.
Zaku, 50 Jahre Zaku, S. 26 f.
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1977
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Freitag, 22. April 1977
Gemeinden müssen Wasenplätze einrichten
Der Zweckverbandes für Kehrichtbeseitigung ruft die Gemeinden auf, Wasenplätze einzurichten. Strengstens verboten bleibt, Metzgereiabfälle und Tierkadaver dem Kehrichtwagen mitzugeben. Bei Verbandspräsident Anton Zberg Schweinereien läuft das Telefon heiss, und der Deponiewart erhält Drohungen. Doch der Verband hält an seinem Annahmeverbot fest.
Zaku, 50 Jahre Zaku, S. 26 f.
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1977
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Montag, 25. April 1977
Kehrichtdeponie Schwändi ist voll
Die Kehrichtdeponie Schwändi ist das erste Mal voll. Da in Uri keine Kehrichtdeponie mehr besteht und eine Verbrennungsanlage erst im Beginn des Planungsstadiums ist, besteht für den Zweckverband nur die Möglichkeit, den Kehricht über die Kantonsgrenzen hinaus nach Hinwil im Zürcher Oberland zu transportieren und dort verbrennen zu lassen. Für Hinwil ist es eine willkommene Auslastung der freien Kapazitäten, für Uri eine teure Notlösung! Aus den Verbandsgemeinden – alle ausser Seelisberg – fallen wöchentlich 160 Tonnen Abfall an. Belaufen sich die Transport- und Ablagerungskosten im Fall der Deponie Schwändi bis anhin auf 70 bis 80 Franken pro Tonne, so schlagen Umlad, Transport und Verbrennung in Hinwil nun mit zusätzlichen 70 Franken pro Tonne zu Buch. Aufs Jahr gerechnet summieren sich die Mehrkosten auf weit mehr als eine halbe Million Franken.
Zaku, 50 Jahre Zaku, S. 20, 24.
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1977
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Montag, 20. Juni 1977
Kehrichttransporte nach Hinwil können eingestellt werden
Die Kehrichtransporte nach Hinwil können wiedereingestellt werden. Sechs Tage zuvor hat er Zweckverband für Kerichtbeseitigung mit der Gemeinde Attinghausen eine letzte Verlängerung für die Deponie Schwändi aushandeln können: bis Ende März 1978.
Zaku, 50 Jahre Zaku, S. 25.
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1978
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Donnerstag, 12. Januar 1978
Pläne für Deponieerweiterung werden aufgelegt
Die Baupläne für die Deponieerweiterung werden öffentlich aufgelegt. Wenige Tage später hagelt es Einsprachen, sowohl vom Gemeinderat Attinghausen als auch von Privatpersonen. Schliesslich setzt der Gemeinderat eine Aussprache zu diesem Thema auf die Traktandenliste der Gemeindeversammlung.
Zaku, 50 Jahre Zaku, S. 25.
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1978
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Dienstag, 28. Februar 1978
Gemeindeversammlung in Attinghausen zur Deponiefrage
Mit 130 Anwesenden oder 20 Prozent der Stimmbürger wird es die bestbesuchte Versammlung jener Jahre. Ebenfalls anwesend ist der inzwischen neu gewählte Verbandspräsident Ambros Zgraggen, selber Bürger von Attinghausen. Er erläutert das Erweiterungsprojekt. Doch die Bevölkerung ist nicht mehr dafür zu gewinnen. Bei lediglich vier Gegenstimmen beschliesst die Versammlung, dass in der Gemeinde künftig kein Kehricht mehr deponiert werden darf. Attinghausen hat genug vom Urner Güsel. Zwar kann der Verband noch das Enteignungsrecht, das ihm die Regierung im Dezember 1977 zugesprochen hat, nutzen. Doch er zieht das Enteignungsbegehren zurück. Politisch lässt sich die bisherige Deponiepraxis in Attinghausen nicht mehr weiterführen. Der Betriebskommission bleibt nichts anderes übrig, als die letzte offene Kehrichtdeponie in Uri zu schliessen und den Export nach Hinwil wieder aufzunehmen.
Zaku, 50 Jahre Zaku, S. 28.
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1978
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Samstag, 1. April 1978
Urner «Güsel» wird in Hinwil verbrannt
Die Deponie Schwändi wird endgültig geschlossen. Der erste Kehrichtlastwagen fährt wiederum nach Hinwil. Pro Tonne fallen nun 75 Franken für Transport und Verbrennung an. Bei dieser Urner Kehrichtmenge betragen die monatlichen Mehrkosten rund 50’000 Franken pro Monat. Was tun? Um den teuren Export nach Hinwil, der auf Zusehen hin erfolgte, schnell zu stoppen und das Urner Kehrichtproblem langfristig zu lösen.
Zaku, 50 Jahre Zaku, S. 20, 28.
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GEMEINDEN
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