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Schulhäuser in Uri

  



Schulhaus Kirchmatt

1884  -
Öffentliche Gebäude; Schulhaus
Erstfeld  / Kirchstrasse

Das Kirchmattschulhaus wurde 1884 von Josef Gisler, Professor an der Kantonsschule Altdorf, geplant. Erbauer waren Valt und Josef Maria Wipfli, Bauführer, Erstfeld. 6 Schulzimmer mit 50-60 Plätzen, Wohnungen für 2 Lehrkräfte, ein Raum für die Gemeindekanzlei sowie Estrichräume und Keller bildeten das Programm. Dazu kamen Turn- und Spielplatz. Die Baukosten betrugen rund 54'000 Franken. Spätere Ausbauten und Renovationen erfolgten anno 1912 (209'800 Franken) und 1969 (348'765 Franken). Nach langem Seilziehen über den Standort (Jagdmattwiese als eine der Varianten) war die Finanzierung Problem Nr. 1. Die veranschlagte Summe von 55'000 Franken erfüllte den Gemeinderat mit grosser Sorge, obwohl jeder Bürger und jeder Niedergelassene nach einer bestimmten Vermögensskala Frontage zu leisten hatte oder dafür eine Steuer von 3 Franken pro Frontag bezahlen musste. In einem beschwörenden Aufruf vom März 1885 und einer Bitte um Spenden wandte man sich an die «verehrliche Bürger- und Einwohnerschaft von Erstfeld». Der ausführliche Hinweis auf die Finanzlage und die kärglichen Einnahmen wie 2'500 Franken Gemeindesteuer, 300 Franken Hundesteuer und die zugesicherten 560 Franken als Staatsbeitrag, schien erfolgreich gewesen zu sein. Das neue Gebäude übertraf an Grösse und Raum alle bisherigen Schulhäuser anderer urnerischer Gemeinden. Es wurde daher landauf, landab als «Schulpalast von Erstfeld» zum Gespräch. Aber bald gab die Entwicklung dem Gemeinderat recht. Es war keineswegs zu gross, sondern eher zu klein gebaut worden. Die Kritik verstummte.

Literatur: Villiger Hans, Erstfeld von 1892 bis heute; in: Erstfeld. Zur 500jährigen Selbständigkeit, S. 54. Foto: www.urikon.ch (Raphael Gisler, 2019).



Foto: StAUR, Slg Post- und Ansichtskarten, Erstfeld.

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 12.6.2019