URIS TIERWELT

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Uri

Uris Tierwelt



Die Beziehung Uris zur Tierwelt ist schon durch sein Wappen gegeben. Dieses zeigt auf gelbem Grund den schwarzen Uristier mit rotem Ring und Zunge. Der «Stiätägrind» als Synonym für Starrköpfigkeit wird aus auswärtiger Sicht – wohl meistens zu Unrecht – auch als Charaktereigenschaft des Urners gesehen. Acht der 20 Gemeindewappen kennen ebenfalls ein Wappentier. Die Talschaft Ursern hat sogar ihren Namen vom Bären, der sich in der lateinischen Sprache ja bekanntlich Ursus nennt. Nebst dem Wappen der Talschaft haben die Gemeinden Andermatt und Hospental den Bären nicht auf-, sondern eingebunden. Gleiches tut auch die Gemeinde Wassen im Oberen Reusstal. Silenen führt den Löwen im Wappen, ein Tier das Uri eher fremd ist und der in der Gemeinde im Amsteger Zoo in den 1930er-Jahren ein kurzfristiges Dasein fristete. Der Hirsch mit dem Leichentuch Christi im Geweih ziert das Wappen von Erstfeld. Das Wappentier ist in Uri jedoch erst seit der erfolgreichen Aussetzung in den 1960er-Jahren wieder heimisch. Altdorf und Attinghausen tun in ihrem Wappen dem Adler, dem König der Lüfte, Ehre an, während Seedorf mit Namen und zwei Hechten im Wappen seine Lage am Urnersee markiert.

Auch einige Gaststätten haben sich ihren Namen der Tierwelt entlehnt. Nebst den bestehenden «Löwen», «Bären», «Adler», «Hirschen» sowie den zahmeren «Schäfli» und «Ochsen» bereicherten früher auch der «Gemsbock» oder der «Fisch» die Urner Gastro-Landschaft. Der «Aff» und der «Tiger» begleiten diejenigen Urner auf dem Heimweg, die in erwähnten und anderen Gaststätten den Durst allzu heftig gestillt haben. Beim Bier halten es Urnerin und Urner ebenfalls mit der Tierwelt. In Altdorf wird seit einigen Jahren das «Stiär-Biär» fabriziert. Die Gaststätten werden auch von der Grossbrauerei Eichhof beliefert, dessen Etikette das Eichhorn ziert und deren herberes Produkt sich «Pony» nennt.

Tiere finden sich auch in vielen Flurnamen oder bezeichnen manchen Gipfel. Weder grössere Ortschaften noch wichtige Strassen tragen in Uri jedoch Tiernamen. Bei den Gewässern bildet der Stierenbach auf Surenen die sprichwörtliche Ausnahme.

Wie es sich für das Land mit dem Uristier gehört, ist das Rindvieh das wichtigste und häufigste Nutztier in Uri. Mittlerweilen gibt es hierzulande gegen 20 verschiedene Viehrassen. Die Zahl der Stiere, Kühe, Rinder und Kälber beträgt rund 12'000. Auf jedes dritte vierbeinige Rindvieh kommt somit eine Urnerin oder ein Urner. Es kann vorkommen, dass ein Zeitgenosse mit der Bezeichnung «Bisch ä dummi Chuäh» das erwähnte Verhältnis verschieben will. Zum Kleinvieh zählen sodann die Schafe, Schweine und Ziegen. Einzelne Bauernbetriebe halten auch Damhirsche oder Lamas. Pferde und Maultiere waren früher von grosser Bedeutung; Erstere haben jedoch heute nur mehr vereinzelt reitende Bedeutung. Als Nutztiere ist weiter das Geflügel, häufig das Huhn, seltener Ente und Gans vertreten. Zudem werden Hauskaninchen gehalten. Honigbienen sorgen für den schmackhaften Urner Honig.
Nebst Hund und Katze wird als Haustiere das allgemein übliche Sortiment vom Meerschweinchen über den Hamster und die Schildkröte bis hin zum Wellensittich und Kanarienvogel gehalten.

Uris Tierwelt ist aufgrund seiner Landschaft mit See und seiner Landschaft bis hinauf in die alpine Gebirgswelt vielfältig. Allerdings sind vor allem im 20. Jahrhundert einige Tierarten ausgestorben. Einzelne wie der Fischotter blieben dies, andere wurden wie der Steinbock, Rothirsch oder Luchs hierzulande wieder erfolgreich angesiedelt, dritte sind schliesslich wie der Bär und der Wolf im Begriffe, auch nach Uri zurückzukehren. An der letzten Rampe am Weg über die Alpen machen auch viele Zugvögel Zwischenhalt.
Einige Wildtiere können mit dem Patent bejagt werden. Seen und Bäche sind Fischgewässer. So werden die Speisekarten in den Urner Gaststätten im Herbst auch durch Spezialitäten von einheimischem Wild sowie mit Fischspezialitäten bereichert.

Die Tierwelt hat ihre Auftritte auch in der Sagenwelt. Die bekanntesten sind der Ziegenbock beim Bau der Teufelsbrücke oder der Stier in der Sage vom «Greis von Surenen». Daneben gibt es auch sagenhafte Tiere wieder «Glasschyybähund» oder der «Elbst» im Seelisbergersee.

Bild: Zwei Steinböcke in Felsnische Foto: (c) Tony Gnos-Lötscher, Schattdorf > www.lifepowernatur.ch

ABSTIMMUNGEN ZUR TIERWELT

Datum Titel E/K UR CH
07.03.1993 Abschaffung der Tierversuche E Nein Nein
07.03.2010 Volksinitiative "Gegen Tierquälerei und für einen besseren Rechtsschutz der Tiere (Tierschutzanwalt-Initiative)" E Nein Nein

 

 

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 25.3.2018