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ABGEGANGENE BAUTEN

Gemeinden Übersicht

Gebäude und Anlagen im Detail

EREIGNISSE IM DETAIL

1938  - Mittwoch, 5. Oktober 1938
Erneuter Vorschlag für einen Gotthard-Strassentunnel
Im „Urner Wochenblatt“ wird über ein Projekt Hosch berichtet. Sein geplanter Tunnel soll eine Fahrbreite von 6,4 Metern haben, und die Baukosten werden auf 48 Millionen Franken berechnet. Technisch sieht er bei der Erstellung eines Verkehrstunnels keine grossen Schwierigkeiten; lediglich die Belüftung soll ein neues Problem bringen. Die beständige Lufterneuerung wird als von grösster Bedeutung erachtet. Um dieser wichtigen Frage gerecht werden zu können, sieht man damals die Errichtung von Belüftungsschächten vor, durch die mittels Ventilatoren die verbrauchte Luft aus und die frische eingeblasen werden soll. Statt der Schächte will sich dieses Projekt des bestehenden Bahntunnels als Frischluftkanal bedienen. Dank dem geplanten Vortrieb von Querstollen aus dem Eisenbahntunnel heraus sah Hosch die Eröffnung schon in 2 1/4 Jahren. Seinem Projekt steht jedoch nicht so sehr die Technik, "aber die gewaltige Macht unserer Bahnen entgegen". Der Eisenbahnbetrieb könnte nach seinen Plänen während zwei Jahren nur einspurig vor sich gehen.
„Gotthard-Autotunnel", in: UW, No. 79, 5. Oktober 1938; Gisler-Jauch Rolf, Uri und das Automobil – des Teufels späte Rache, S. 222.
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1953  - Samstag, 24. Oktober 1953
Vorschlag zum Bau eines Gotthard-Strassentunnels
In den Urner Zeitungen wird ein Projekt für den Bau eines Strassentunnels durch den Gotthard vorgestellt. Der Basler Architekt Paul Hosch geht dabei von einer Linienführung parallel zum Eisenbahntunnel aus. Sein Vorschlag der Parallelführung soll die Verwirklichung erleichtern, grosse Kostenersparnisse sowie die Einsparung der halben Bauzeit bringen. Als schwierigstes technisches Problem betrachtet er die Entlüftung. In dem Bericht wird dargelegt, dass der Gehalt von einem Volumenpromill des Kohlenoxyds (CO) schon nach einstündiger Einatmung eine halbtätige Arbeitsunfähigkeit hervorrufe. Von weiteren gesundheitlichen Schäden ist noch nicht die Rede. Die Lösung glaubt Paul Hosch in dem natürlichen Fahrtwind des Bahntunnels zu finden. Während der Bauzeit soll der Eisenbahntunnel auf einem Geleise zugunsten des Baus des Autotunnels gesperrt werden. Zur Finanzierung wird die Erhebung einer Durchgangsgebühr vorgeschlagen. Betreffend Verkehrsfrewuenzen geht die Studie von folgenden Vorstellungen aus: "Ein Autotunnel durch das Gebirge ist kein Verkehrstunnel einer Millionenstadt. Die Frequenz wird sehr unterschiedlich sowohl in den Jahreszeiten als auch während der Tageszeiten sein. Unter Zugrundelegung einer maximalen Stundenleistung von 240 Wagen (d.h. alle 30 Sekunden ein Wagen in jeder Richtung) ergibt sich die theoretische Zahl von über zwei Millionen im Jahr. Damit ist selbstverständlich niemals zu rechnen."
UW, Nr. 82, 24. Oktober 1953; Gisler-Jauch Rolf, Uri und das Automobil – des Teufels späte Rache, S. 264 f.
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1954  - Samstag, 13. Februar 1954
Vereinigung Pro Gotthard will Gotthard-Strassentunnel
In den Urner Zeitungen stellt die Vereinigung „Pro Gotthard" ein Projekt für ein 9,8 Kilometer langen Gotthard-Strassentunnel zwischen Hospental und Motto Bartola auf 1500 Meter Höhe vor, für welchen Kosten von 45 Millionen Franken veranschlagt worden sind.
GP, Nr. 6, 13. Februar 1954
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1954  - Samstag, 20. März 1954
Bedenken für eine Autofahrt in einem langen Gotthardtunnel
In den Diskussionen um einen Gotthard-Stressentunnel werden nicht nur technische Schwierigkeiten oder finanzielle Bedenken angeführt. In der langen Autofahrt durch einen Tunnel, werden auch Probleme für den Autofahrer gesehen. In dem Sinne äussert sich der Korrespondetn der „Gotthard-Post“: "Im zweiten, dritten Kilometer verliert er vollkommen das Geborgenheitsgefühl, auch bei bester Lüftung wird's ihm zu eng, ist er nicht ganz herz- und nervensicher, wird's ihm im sechsten, siebenten Kilometer schwindlig. Er hat das Gefühl, er stehe still und das Ausgangsloch, das er von weitem sieht, schiesse ihm entgegen. Das ist überhaupt der Grund, der es sehr fraglich erscheinen lässt, ob lange Strassentunnels nicht eher abschreckend als anziehend wirken werden." Dieser "Fuchsgang im Gotthard-Obergefäss" wuird vom Korrespondenten der "Gotthard-Post" deshalb als "hundertprozentiges Fehlunternehmen" prophezeit.
Korrespondentenbericht, GP, Nr. 11, 20. März 1954.
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1964  - Dienstag, 7. Juli 1964
Bundesrat entscheidet sich für Tunnelvariante Göschenen-Airolo
Der Bundesrat schliesst sich dem Entscheid der Expertenkommission an. Die Studiengruppe Gotthardtunnel hat in ihrem Schlussbericht die Tunnelvariante Göschenen-Airolo vor.geschlagen. In den Zeitungskommentaren gibt man zwar einhellig der Freude Ausdruck, dass die Nationalstrasse durch das Urnerland zu liegen kommt, doch zeigte man sich über die tieferliegende Variante immer noch nicht überall begeistert.
Gisler-Jauch Rolf, Uri und das Automobil – des Teufels späte Rache, S. 270.
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1970  - Dienstag, 5. Mai 1970
Anfang der Bauarbeiten am Gotthard-Strassentunnel
Der Tag der offiziellen und feierlichen Eröffnung der Bauarbeiten am Gotthard-Strassentunnel wird in der Urner Presse als Freudentag gepriesen. Der Sonderzug, welcher die Ehrengäste an die bereits eingerichteten und beflaggten Baustellen in Göschenen und Airolo bringt, ist zur Feier des Tages geschmückt. Bundesrat Hans-Peter Tschudi würdigt in seiner Festrede die internationale Bedeutung des bevorstehenden Werkes und weist auf Uris durch die Natur und Geschichte bedingte Verpflichtung "der Öffnung und Sicherung des Alpenübergangs an dieser zentralen Stelle" hin.
Gisler-Jauch Rolf, Uri und das Automobil – des Teufels späte Rache, S. 272.
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1980  - Freitag, 5. September 1980
Der Gotthard-Strassentunnel wird eröffnet und dem Verkehr übergeben
Gleichzeitig mit dem Autobahn-Abschnitt Wassen-Göschenen wird auch der zweispurige Gotthard-Strassenttunnel feierlich eröffnet. Die Dörfer Wassen und Göschenen werden damit umfahren. Beim Bau des Gotthard-Strassentunnels haben 19 Arbeiter durch Unglücksfälle ihr Leben verloren.
Bei der Eröffnung des Gotthardtunnels macht sich auch eine kleinere Protestgruppe bemerkbar. Der Korrespondentenbericht in der "Gotthard-Post" hat für solche Aktionen jedoch kein Verständnis: "Auf der Autorampenbrücke verfolgten viele Zuschauer den festlichen Akt, unter ihnen - von den Gästen kaum bemerkt - ein Grüppchen einer 'Aktion Uri - Land am Beton', das mit einem Land fressenden Monstrum gegen die - ihrer Ansicht nach - falsche Verkehrspolitik und das geopferte Kulturland demonstrierte. Hinter den Akteuren stand der Verkehrs-Klub der Schweiz, offensichtlich assistiert von Gesinnungsgenossen aus dem Zürichbiet, stand doch dieses Ungeheuer vordem schon im Knonaueramt. Treffend der Kommentar eines Göscheners, der die Demos mit den Worten 'Geht zurück nach Zürich, wo ihr herkommt, euch brauchen wir nicht!' unmissverständlich aufgefordert haben soll."

GP, Nr. 37, 13. September 1980; Gisler-Jauch Rolf, Uri und das Automobil – des Teufels späte Rache, S. 274 f.
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1997  - Mittwoch, 17. September 1997
Car brennt im Gotthard-Strassentunnel
Grosses Glück für 47 niederländische Fahrgäste: Ihr Car brennt im Gotthard-Strassentunnel vollständig aus. Glücklicherweise können sie sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen.
UW 74/20.9.1997
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1998  - Samstag, 24. Oktober 1998
Tödlicher Unfall im Gotthard-Strassentunnel
Bei einem Unfall im Gotthard-Strassentunnel kommt ein 52-jähriger Italiener ums Leben. Er gerät mit seinem Wagen auf die linke Fahrspur und prallt mit zwei korrekt entgegenkommenden Lastwagen zusammen.
UW 84, 28.10.1998
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2011  - Montag, 24. Januar 2011
Für Verkehrsministerin Doris Leuthard hat der Bau einer zweiten Röhre keine Priorität. Für die Zeit der Vollsperrung sollen die Verladerampen ausgebaut werden.
Die Bahn ist gefordert. 10’800 Fahrzeuge pro Tag soll sie während der Tunnelsanierung durch den Gotthardtunnel schleusen, so der Plan des Bundesamtes für Strassen (Astra). «Der Bau der zweiten Röhre hat keine Priorität.» Diese Haltung bekräftigte Verkehrsministerin Doris Leuthard gegenüber den Vertretern der Kantone Uri, Tessin, Graubünden und Wallis an einem Treffen vom Montag, 24. Januar. Priorität hat für sie hingegen die Sanierung des bestehenden Gotthardtunnels und die Bewältigung des Verkehrs während der Vollsperrung. Im Zentrum der Überlegungen des Bundes stehen Verladestationen in Erstfeld und Biasca (für LKW) und in Göschenen und Airolo (für PW). Für den Aufbau dieser Verladestationen müssten gemäss Angaben des Astra bis zu 290 Millionen Franken investiert werden, der Betrieb würde pro Jahr mit über 100 Millionen Franken zu Buche schlagen. Fragen des LKW-Verlads in Erstfeld will der Bund aber nochmals vertieft prüfen. Um die notwendigen Kapazitäten für den LKW-Verlad im Neat-Basistunnel zu schaffen, müsste zudem ein Teil des Bahn-Güterverkehrs über die Gotthard-Bergstrecke umgeleitet werden. Das wiederum wirkt sich auf den von den SBB gewünschten Rückbau der Bergstrecke auf eine Spur aus.
UW 7, 26.1.2011
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2012  - Donnerstag, 25. Oktober 2012
Lastwagen fängt im Gotthard-Strassentunnel Feuer
Ein italienisches Sattelmotorfahrzeug fängt von Göschenen kommend rund 2 Kilometer nach der Tunneleinfahrt Feuer. Der sofort ausgerückten Schadenwehr Gotthard gelingt es, den Brand innert kürzester Zeit zu löschen. Personen und weitere Fahrzeuge kommen nicht zu Schaden. Am Fahrzeug und an der Tunnelinfrastruktur entsteht ein Schaden von 500'000 Franken.
UW 84, 27.10.2012
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2012  - Donnerstag, 20. Dezember 2012
Gotthard-Strassentunnel - Automobilist stirbt nach Kollision
Gegen 1.00 Uhr morgens gerät ein deutscher Personenwagen nach rund vier Kilometern Fahrt in Richtung Tessin auf die Gegenfahrbahn und kollidiert frontal mit einem Lastwagen mit Zürcher Kontrollschildern. Das deutsche Fahrzeug gerät in Vollbrand. Der Tunnel wird während mehrerer Stunden gesperrt.
UW 100, 22.12.2012
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2014  - Montag, 14. Juli 2014
Mit 135 km/h durch den Gotthardtunnel
Ein 42-jähriger Deutscher rast mit durchschnittlich 135 Kilometern pro Stunde durch den 17 Kilometer langen Gotthardtunnel, in der ein Tempolimit von 80 Kilometer pro Stunde gilt. Um freie Fahrt zu haben, überquert er bei verbotenen Überholmanövern nicht weniger als zehn Mal die doppelte Sicherheitslinie. Einer Polizeipatrouille, die ihn zu stellen versucht, fährt mit über 200 Kilometern. Erst ein Polizeisperre im Monte-Ceneri-Tunnel in Rivera kann ihn stoppen. Im Februar 2017 wird der deutsche Raser für seine Amokfahrt zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten verurteilt. Davon muss der Finanzmanager ein Jahr absitzen.
UW 15, 22.2.2017
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2016  - Sonntag, 28. Februar 2016
Kehrtwende in Uri – Stimmvolk sagt Ja zur zweiten Röhre
Das Urner Stimmvolk entscheidet sich erstmals für den Bau einer zweiten Tunnelröhre am Gotthard. 10170 Urnerinnen und Urner legen ein Ja in die Urne, 9017 sagen Nein zum Bundesgesetz über den Strassentransitverkehr im Alpengebiet (Sanierung Gotthard- Strassentunnel). Das entspricht einem Ja-Stimmenanteil von 53 Prozent. Die Stimmbeteiligung beträgt hohe 73 Prozent. Im Vorfeld haben sich die Urner Parteien CVP und SP für ein Nein ausgesprochen, für ein Ja warben SVP und FDP. Auffallend höher ist der Anteil der Jastimmen im Urner Oberland und im Schächental. Am deutlichsten Ja sagen die Gemeinden Realp, mit einem Anteil von 75,2 Prozent, gefolgt von Andermatt (72,9), Unterschächen (71,3). Nur drei von 20 Gemeinden sprechen sich gegen den Bau einer zweiten Röhre aus. Es sind dies Altdorf mit 55,5 Prozent, Erstfeld (51.4) und Seedorf (50.6). Das Verdikt des Stimmvolks zur zweiten Gotthardröhre ist indes deutlich. Ausser Genf und Waadt sagen alle Kantone Ja. Im Tessin sprechen sich 57,8 Prozent für die Vorlage aus. Geplant ist, den neuen Tunnel ab etwa 2020 zu bauen. Beide Röhren werden zwar über je zwei Fahrspuren verfügen. Benutzt werden darf allerdings nur je eine in Richtung Nord respektive in Richtung Süd.
UW 17, 2.3.2016, S. 5.
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2016  - Sonntag, 28. Februar 2016
Uri sagt erstmals Ja zur zweiten Röhre
Das Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri kann erweitert und saniert werden. Überaus deutlich, mit 87,87 Prozent, stimmt das Urner Stimmvolk dem Kredit von 8,4 Millionen Franken zu. Die einzige kantonale Vorlage ist unbestritten, im Gegensatz zu den vier Vorlagen auf eidgenössischer Ebene. Dreimal Ja und einmal Nein lauten die Ergebnisse aus Uri. Zum ersten Mal spricht sich das Urner Stimmvolk für den Bau einer zweiten Röhre aus und zwar mit 53 Prozent Jastimmen. Die Stimmbeteiligung beträgt hohe 73 Prozent. Relativ knapp setzt sich in Uri die Durchsetzungsinitiative der SVP durch. Ebenfalls knapp Ja sagt Uri zur Volksinitiative «Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe» der CVP. Die Volksinitiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln!» bleibt chancenlos. Sie wird in allen Urner Gemeinden deutlich abgelehnt.
UW 17, 2.3.2016, S. 1.
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2017  - Mittwoch, 13. Dezember 2017
Zwei Menschen sterben bei Frontalkollision im Gotthard-Strassentunnel
Rund 5 Kilometer vor der Tunnelausfahrt in Göschenen kommt ein Personenwagen mit deutschen Kontrollschildern auf die Gegenfahrbahn und prallt frontal auf den korrekt entgegenkommenden Lastwagen mit Schweizer Kontrollschildern. Die beiden Fahrzeugführer sterben noch am Unfallort. Am Steuer des Lastwagens sass ein 78-jähriger Mann aus Obwalden. Bei der Kollision werden zudem vier Menschen verletzt: die zwei Frauen und zwei Männer, die im Unfallauto sassen, werden mit Ambulanzen und zwei Rega-Helikoptern in ausserkantonale Spitäler überführt. Der Tunnel bleibt 6 Stunden gesperrt .
UW 100, 16.12.2017, S. 32.
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2025  - Freitag, 14. Februar 2025
Andrehfeier zur Inbetriebnahme der Tunnelbohrmaschine
Die Arbeiten an der zweiten Röhre des Gotthard-Strassentunnels laufen bereits seit geraumer Zeit. Nun startet der Vortrieb erst so richtig. Denn der Hauptvortrieb erfolgt durch zwei Tunnelbohrmaschinen (TBM). Eine arbeitet sich von Göschenen in Richtung Süden, die andere von Airolo her in Richtung Norden. Der erwartete tägliche Vortrieb der TBM beträgt rund 18 Meter. Die beiden TBM werden einen ersten Teil des Tunnels bis zu den geologischen Störzonen ausbrechen. Nach diesen Zonen, die dank der beiden Zugangsstollen in der Zwischenzeit bereits im Sprengvortrieb ausgebrochen sein werden, können die TBM ihre Arbeit bis 2027 fortsetzen - bis zum geplanten Durchstich. Die Arbeiten an der zweiten Röhre des Gotthard-Strassentunnels werden anschliessend bis 2030 mit dem Innenausbau und der Installation aller Betriebs- und Sicherheitsanlagen fortgesetzt. Die Freigabe für den Verkehr ist für den Sommer 2030 geplant. Im vergangenen Sommer wurden die beiden TBM offiziell vom Bauherrn an die Unternehmen übergeben. Die Montage ist nun abgeschlossen. In Göschenen findet die Andrehfeier statt.
UW 13, 15.02.2025, 18; Nr. 14, 19.02.2025, S. 1 und 3.
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GEMEINDEN

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 16.08.2022