Gebäude und Anlagen im Detail
EREIGNISSE IM DETAIL
2016
-
Samstag, 2. April 2016
Fischzucht «Basis57»
In Erstfeld entsteht die Fischzucht «Basis57» Am Nordportal des Gotthard- Basistunnels soll die grösste Fischzucht der Schweiz entstehen. Die Zander leben in den Laboranlagen der «Basis57». Diese Fischzucht soll ab 2017 neben dem Erstfelder Tunnelportal des Gotthard- Basistunnels entstehen. 1200 Tonnen Fisch – hauptsächlich Zander, Egli und Pangasius, aber auch Trüschen – sollen hier jährlich gezüchtet werden. Das ergibt 12000 Filet à 150 Gramm pro Werktag. Das Unternehmen will mittelfristig die ganze Wertschöpfungskette abdecken: von der Forschung über die Satz Fischzucht und die Mast bis zum Filetieren und Verpacken. Die ersten Schritte sind gemacht. Die Konzession, dass die «Basis57» das Bergwasser aus dem Tunnel für die Laboranlagen nutzen darf, hat die Urner Regierung im Mai 2015 erteilt, diejenigen für die Grossanlagen hat sie in Aussicht gestellt. Die Laboranlagen sind im August 2015 in Betrieb gegangen. Und die Tests laufen sehr gut. Derzeit sind in den ehemaligen Gebäuden der ARA Erstfeld nur zwei Personen beschäftigt. Vom Forschungspartner ZHAW kommen zusätzlich zweimal in der Woche Umweltingenieure und Biologen zum Einsatz. Später sollen 34 bis 40 Arbeitsplätze entstehen.
Die «Basis57» nutzt das Wasser, das an der Tunnelaussenwand abläuft. Der Tunnel wirkt nämlich wie eine Drainage im Berg. Dieses Wasser ist sauber, da es in einem gesonderten Rohrsystem abgeführt wird, und hat zirka 14 bis 16 Grad Celsius. Pro Sekunde kommen zwischen 150 und 400 Liter Wasser aus dem Berg. Die «Basis57 » arbeitet mit einer geschlossenen Kreislaufanlage. Dort werden möglichst viele unerwünschte Umwelteinflüsse von den Tieren abgehalten. Andere Produktionsanlagen für Zuchtfische sind Netzkäfige im Meer, in Flüssen oder in Seen sowie die Teichwirtschaft und Durchflussanlagen.
UW 26, 2.4.2016, S. 3.
-------------------------
|
|
GEMEINDEN
|