GESCHICHTE

Allgemeines Geschichtsforschung

ZEITGESCHICHTE

Zeitraum Altsteinzeit Mittelsteinzeit Jungsteinzeit Bronzezeit Eisenzeit Römerzeit Alemannenzeit Früh- und Hochmittelalter Altes Uri Helvetik Mediation bis Regeneration Neuzeit

LOKALGESCHICHTE

Ereignisse Gemeinde

PERSONENGESCHICHTE

Personenregister

THEMEN

Brauchtumsgeschichte Kirchengeschichte Kulturgeschichte Sportgeschichte Verkehrsgeschichte

Forschung zur Geschichte und Volkskunde

LEBENDE GESCHICHTSFORSCHENDE



Bär-Vetsch Walter

1953
Altdorf
Beruf: pensioniert; früher Personalchef Kantonsspital Uri

Geboren 1953 in Altdorf, absolvierte das FH-Studium der Betriebswirtschaft. Er ist im Vorstand des Historischen Vereins Uri. Walter Bär widmet sich seit Jahren in der Freizeit volkskundlichen und volksreligiösen Themen und der Industriegeschichte Uris. Er hat darüber zahlreiche Artikel verfasst, die vornehmlich in der Lokalpresse und in Vereinszeitschriften erschienen sind. 2006 erschien sein Buch «Advents- und Weihnachtsbräuche, deren Herkunft und Aufkommen in Uri». Seit 2011 konzipiert er im Hisotrischen Museum Uri zudem die sehenswerten Weihnachtsausstellungen.
Literatur: www.urikon.ch (2019)
-------------------------    

VERSTORBENE GESCHICHTSFORSCHENDE



Lusser Karl Franz

07.03.1790 - 21.08.1859

Karl Franz Lusser wurde am 7. März 1790 in Altdorf im Lusserhaus (heute SKA-Gebäude mit Gedenktafel) geboren. Die Jugendzeit von Karl Franz Lusser fiel in jene sturmbewegten Tage, als 1799 ganz Altdorf den Flammen zum Opfer fiel und als die fremden Heere der französischen Revolutionszeit das ganze Land überzogen. Er besuchte das Gymnasium in Altdorf sowie das Lyzeum in Solothurn und Freiburg. Danach studierte er Medizin und Naturwissenschaften in Bern und in Freiburg im Breisgau. 1814 erhielt er das Urner Patent der Arzneikunst und eröffnete eine Praxis in Altdorf. Lusser, verheiratet mit Theresia Müller und Vater eines Sohnes, hatte in Altdorf verschiedene Gemeindeämter inne. Von 1846-1848 amtierte er als Landesstatthalter und von 1848-1850 als Landammann. Als Politiker konservativer Richtung prägte Lusser die Kantonsverfassung von 1850.

Lusser war ohne Zweifel der bedeutendste Naturforscher des Kantons Uri. Er war von universeller Bildung und betätigte sich in mehreren anderen Wissenschaften. Die Natur hielt er mit seinem Zeichenstift und die Urner Ereignisse in seiner Urner Geschichte fest. Schon während seiner Universitätsstudien zeigte Lusser einen besonderen Hang zu den Naturwissenschaften. Damals begann er mit seinen später sehr reichhaltigen mineralogischen und botanischen Sammlungen. Im Alter von 24 Jahren erhielt er das Angebot zu einer naturwissenschaftlichen Expedition nach Brasilien. Nur auf das entschiedene Veto seiner besorgten Mutter wies er das Angebot ab.

Im Jahre 1834 erschien aus seiner Feder in der Sammlung der Gemälde der Schweiz: "Der Kanton Uri historisch, geographisch und statistisch geschildert". Darin schildert er den Kanton mit seinen Bergen, Flüssen und Seen, die Flecken und Dörfer, sowie die Burgen und Klöster, das Volk mit seinem Charakter mit einer Überzeugung und Wärme, wie nur einer schreiben kann, der alles gesehen hat, der in dem Lande und mit dem Volke selbst aufgewachsen ist.

Karl Franz Lusser tat sich auch als Historiker hervor. Davon zeugen seine beiden Werke: "Geschichte des Kantons Uri von seinem Entstehen als Freistaat bis zur Verfassungsänderung vom Mai 1850», und «Leiden und Schicksale der Urner während der denkwürdigen Revolutionszeit, vom Umsturz der alten Verfassung im Jahre 1798 bis zu deren Wiederherstellung im Jahre 1803".
Karl Franz Lusser war auch ein ausgezeichneter Zeichner. Er hat Landschaften und Gebirgszüge, Gebäude, zum Teil auch Brauchtum und Bekleidung mit seinem Zeichenstift festgehalten.
Karl Franz Lusser starb am 21. August 1859 in Altdorf. Karl Franz Lusser, der erzkonservative neue Landammann war Zeit seines Lebens nicht interessiert an einer freien Presse und würde auch in Zukunft alles tun, eine freie Meinung zu unterdrücken.

Literatur: Banner und Hintergrundbild («Bristlaui im Frühjahr 1817»), aus: K.F. Lusser Skizzenbuch, StAUR).
-------------------------    


Renner Eduard

02.11.1891 - 23.06.1952

Eduard Renner wird am 2. November 1891 in Altdorf als ältester von vier Söhnen des Malermeisters Karl Renner und der Maria Simmen geboren. Nach dem Medizinstudium und dem Staatsexamen übernimmt er 1921 eine Arztpraxis in Erstfeld. Auf seinen Krankengängen winters wie sommers trat er ins Leben seiner Bergler. Nach 17 Jahren zieht er mit seiner Frau und seinem Sohn Gedeon (Bildhauer) nach Altdorf. Eduard Renner stirbt am 23. Juni 1952 in Altdorf. Bekannt geworden ist Eduard Renner 1941 durch sein Buch «Goldener Ring über Uri». Es handelt vom Magischen und Animistischen im Erleben des Urner Berglers.
Literatur: UW 49, 25.6.195; UW 50, 28.6.1952. Foto: Porträt Eduard Renner von Heinrich Danioth, 1919 (Ausschnitt).
-------------------------    

 
GESCHICHTSFORSCHUNG

Geschichtswerke
Geschichtsforschende, Übersicht
Geschichtsforschende, Einzeln


Porträts von weiteren Geschichtsforschenden folgen!

Zeugen der Geschichte im Historischen Museum Uri.

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 12.6.2019