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Drudenfuss
   
Um den Eingang ins Haus vor allen Übeln zu schützen, gab es unzählige Möglichkeiten. Eines der abwehrenden Zeichen war der Drudenfuss. Er war ein fünfzackiger Stern und musste in einem Strich gezeichnet werden. Auch auf die Stalltüren wurde er gemalt oder gekratzt. Der Fünfstern oder das Pentagramm galt in der Magie als ein Dämonen bannendes Symbol.

Die grösste abwehrende Wirkung erreichte der Drudenfuss, wenn er mit zwei Spitzen, gleich den Hörnern eines Bockes, angebracht war. Der fünfzackige Stern wurde mit einem Messer oder mit geweihter Kreide in einem Zug angebracht. Diese Abwehrgeste wurde zum Bann, die Spuren dieser Geste blieben als Abwehrzeichen.

Das durchgezogene Pentagramm verwehrte der Drud und den bösen Geistern den Zugang und schützte vor Verhexung. Es diente auch als Abwehrzeichen gegen das Toggäli. Deshalb wurde er oft an Türstöcken, Wiegen und Betten aufgemalt oder eingekerbt und an der Fraisenkette in Silber getragen.

Oft wurde der Drudenfuss auch aus einem geweihten Palmzweig oder aus Rindenstreifen geflochten und aufgehängt. Andere fertigten den Drudenfuss aus einer Wachsschnur aus dem Kerzenrodel. Drei Stücke wurden gegen Albdruck ans Bett genagelt oder im Viehstall gegen Hexerei aufgehängt.

Den Pilzsuchenden wurde geraten, vor dem Eintreten in den Wald mit nackten Füssen einen Drudenfuss auf die Erde zu zeichnen.

Autor: Bär-Vetsch Walter, Aus einer anderen Welt, S. 136 f. Literatur: «Suisse Primitive», Museumsführer (2002); Watteck Arno, Amulette und Talismane S. 42; Niederberger Hanspeter, Hirtler Christof; Geister, Bann und Herrgottswinkel, S. 133.

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Walter Bär-Vetsch, Altdorf

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Stand der Arbeiten:
Begriffs- und Themenkatalog fertig
Nachweise in den Urner Sagen >
in Arbeit

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 1.6.2019