RELIGION UND GLAUBEN

Allgemeines Kirchengeschichte Volksfrömmigkeit Sakralgebäude Sakrale Gegenstände Kirchenmusik Religiöse Vereine

KATHOLISCHE KIRCHE

Papsttum Bistum Dekanat Pfarreien Landeskirche Kirchgemeinden Ordensgemeinschaften Kirchliche Personen Heilige Patrozinien Feiertage Sakramente Ritual Bruderschaften

REFORMIERTE KIRCHE

Landeskirche Kirchgemeinden Kirchliche Personen Feiertage Sakramente

ANDERE GEMEINSCHAFTEN

Andere Konfessionen Freikirchen

Register der Volksfrömmigkeit



Talisman
   
Als christliche Objekte galten solche, die von der Kirche ausdrücklich erlaubt waren und durch einen Priester gesegnet oder an einem Wallfahrtsort verkauft wurden. Das waren verschiedene Kreuzanhänger, gesegnetes Wasser, Schabmadonnen, Skapuliere, Münzen und Medaillons mit Darstellungen von Heiligen usw. Als magische Talismane und Amulette galten solche Objekte, die keine Segnung von der Kirche erfuhren, gar von dieser abgelehnt und mit magischen Praktiken wie Weisser oder Schwarzer Magie in Zusammenhang gebracht wurden. Talismane brachten Glück und/oder wehrten Unheil ab. Sie bewegten sich vom einfachen Glücksbringer in Hufeisenform bis hin zu mitunter bizarr anmutenden Objekten, die für Rituale der Weissen oder Schwarzen Magie verwendet wurden (z. b. Handanhänger, Steinamulette, die Alraune oder Ketten mit Zähnen, Krallen und Knochen).

Im Unterschied zum Amulett konnte ein beliebiges Erinnerungsstück zu einem Talisman werden, wenn die Erinnerung selbst suggestiv genug war. Gegenüber dem Talisman kam dem Amulett mehr die Bedeutung eines zauberischen Abwehrmittels (Apotropäum) oder Schutzmittels (Phylakterium) gegen bestimmte Gefahren zu, während dem Talisman eher eine Glück vermittelnde Rolle zugedacht war, obwohl auch Amulette glückbringende Kräfte zugestanden wurden und Talisman apotropäische.

Autor: Bär-Vetsch Walter, Aus einer anderen Welt, S. 544 f. Literatur: Hofmann Lea, Anhängen, zeigen, S. 45, 46 und 57; Watteck Arno, Amulette und Talismane, S. 12 f.

NACHWEISE

 
VOKLSGLAUBEN

Glauben, Aberglauben, Magie
Volksfrömmigkeit, Übersicht 
Volksfrömmigkeit, im Detail

Wochentage
Heilpflanzen
Farben
Zahlen

DAS NACHSCHLAGEWERK

Kraft aus einer anderen Welt
Zeichen und Handlungen des Volksglaubens und der Volksfrömmigkeit in Uri
Walter Bär-Vetsch, Altdorf

> pdf-Format
> Walter Bär im Porträt



Das Werk von Walter Bär ist im URIkon bereits als pdf-Formular vorhanden und kann heruntergeladen werden.
> pdf-Formular

Zusätzlich werden die einzelnen Themen in die Datenbank des URIkon eingelesen und können dann von verschiedenen Sachgebieten eingelesen werden. Die einzelnen Themen werden laufend mit Bildern ergänzt.

Stand der Arbeiten:
Begriffs- und Themenkatalog fertig
Nachweise in den Urner Sagen >
in Arbeit

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 1.6.2019