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Urner Katzenmusikgesellschaften

Fasching-Club Gurtnellen



Gurtnellen
Gründungsjahr: 1950

Statutarischer Zweck: Durchführung des Samichlaus; Gestaltung der Fasnacht in der Gemeinde; die Teilnahme und Mitwirkung an fasnächtlichen Anlässen als Katzenmusik sowie die Organisation geselliger Anlässe für Clubmitglieder und die Bevölkerung.
Fasnächtliche Tätigkeiten: Katzenmusik, Umzüge, Narrenblatt, Maskenbälle, Plaketten, Samichlaus.


Vorgängerorganisation: keine
Mitgliedschaft: ab 16 Jahre (Mitgliederbeitrag 15 Franken).
Mitglieder: bei der Gründung: 25; 137 im Jahre 2004.

In Gurtnellen bestand zwar eine Katzenmusik. Es herrschten zum Teil jedoch «wirre Verhältnisse». Geld, das gespendet wurde, wurde «versuffä». Es war deshalb angebracht, das närrische Treiben einer Organisation zu unterstellen. Am 14. August 1950 wurde im Restaurant Bahnhof durch 25 Männer die Katzenmusikgesellschaft Gurtnellen gegründet. Kurze Zeit später nannte man sich Fasching-Club. Im Vorstand waren viele Wechsel zu verzeichnen. Der Tiefpunkt wurde erreicht, als 1954 der Vorstand den Antrag stellte, den Fasching-Club aufzulösen. In der Folge ging es mit dem Fasching-Club aufwärts.
Das rund 630 Einwohnerinnen und Einwohner zählende Dorf Gurtnellen-Wiler im mittleren Reusstal entwickelte sich mit der Gotthardbahn. Mit dem Bahnbau und der Steinindustrie kamen italienische Arbeiter, welche sich mit ihren Familien in Gurtnellen niederliessen. Das italienische Ambiente hinterliess nicht nur in den Fassaden der Gebäude am Bahnhofplatz Spuren. In Gurtnellen weisen auch viele Familiennamen auf südlichere Abstammung: Bertolosi, Dall’Agnola, Zenoni, Luzzani, Triulzi, Moretti. Die Italiener waren gute Musikanten und Mitglieder des 1903 gegründeten Musikvereins. Die Musik lag den Gurtnellern im Blut! 
Das Instrumentarium der Gurtneller Katzenmusik bestand ursprünglich aus Kuhglocken, Ölbüchsen, Fässern und Eisenbahnschienen. Die Kinder spielten regelmässig nach der Schule. In Gurtnellen wurde 1950 eine Gesellschaft gegründet. Dank dem musikalischen Potenzial wurde die Melodie des Urner Katzenmusikmarsches problemlos übernommen. Doch damit noch nicht genug: Anfänglich wurde von der Katzenmusik auch der Zürcher Sechseläuten-Marsch gespielt. Es wurden Proben veranstaltet und Instrumente angeschafft, die Hörner und Ölfässer kamen ausser Gebrauch. Allmählich machten auch die Frauen mit. Am Mittwochabend fand nun zwischen 20 und 22 Uhr der Eröffnungsmarsch statt. Am Schmutzigen Donnerstag erfolgte um 3 Uhr die Tagwache. Um 4 Uhr begann die eigentliche Katzenmusik. 
Der Wirkungskreis der Gurtneller Katzenmusik dehnte sich bald aus. Vor dem Einzug in Gurtnellen besuchte man die benachbarte Siedlung im Pfaffensprung und gab Konzerte in Intschi. Nachdem die Umzüge eingestellt wurden, fand am Güdelmontag ebenfalls eine Katzenmusik statt. Seit 1974 wird das Fasnachtsende mit der «Üsslumpetä» gesetzt..

Teilnahme der Frauen: Anfänglich ohne Frauen.

Spezialität: Der Vorstand musiziert in einheitlichem Gewand.

Finanzierung: Mitgliederbeitrag.


Quellen, Literatur:

Webseite: Externer Link

GESELLSCHAFTSPRÄSIDIUM

Wipfli Markus -2011 Präsidium
Von Arx Sascha 2011- Präsidium

BILDER



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KATZENMUSIKALISCHE EREIGNISSE

Samstag, 6. Februar 2010  - Fasnacht, Fasnachtsorganisationen
Fasching-Club Gurtnellen feiert 60-Jahr-Jubiläum
Seit 60 Jahren organisiert der Faschingclub in Gurtnellen die fasnachtsaktivitäten der Gemeinde. Startschuss der Jubiläumsaktivitäten ist mit einer grossen Geburtstagsparty. Ein Umzug durchs Dorf sorgt für ausgelassene fasnachtsstimmung.
UW 13, 20.2.2010
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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 15.02.2023