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Christliche Heilige mit Beziehungen zu Uri



Maria, Mutter Gottes

Namenstag(e): 1. Januar
Attribute:
   
Maria (Mutter Gottes) Maria heisst nach dem Neuen Testament die Mutter des Jesus von Nazareth. Die Frau jüdischen Glaubens lebte mit ihrem Mann Josef und weiteren Angehörigen wahrscheinlich in der Kleinstadt Nazareth in Galiläa. Als „Mutter Gottes“ spielt sie eine herausragende Rolle in der katholischen Religion. Die meisten Informationen über Maria stammen aus den Evangelien. Das Bild, das sie von Jesu Mutter zeichnen, ist jedoch nicht als Biografie anzusehen, sondern von der Absicht der Verkündigung Jesu Christi geprägt. Im Neuen Testament wird sie als jung verlobte Frau geschildert. Sie wird von einem Engel Gottes besucht. Dieser begrüsst sie als Begnadete und kündigt ihr an, dass sie, ohne mit ihrem Mann zusammenzukomme, den von Israel erwarteten Messias und Gottessohn zur Welt bringen wird. Marias Demut und Furcht sowie ihre vertrauensvolle Zustimmung, mit der sie sich in Gottes Plan fügt, sind das Grundmotiv der späteren Verehrung. Als Jesus zwölf Jahre alt ist, muss Maria anfangen zu lernen, dass ihr Sohn sich immer stärker seinen Aufgaben widmet. So bleibt er nach einem Fest im Tempel anstatt den Heimweg mit seinen Eltern anzutreten, die ihn suchen. Dies setzt sich fort während des weiteren öffentlichen Wirkens des Sohnes, wo Jesus aus seiner Ursprungsfamilie heraustritt und eine "neue Familie" mit seiner Jüngerschaft gründet, was Maria Sorge bereitet. Die Leiden Mariens vollenden sich angesichts seiner Kreuzigung.

ATTRIBUTTE

 

NAMENSTAG, FEIERTAG

HAUPTPATROZINIEN

Realp, Kapelle Maria Hilf Maria Hilf 1927 -

NEBENPATROZINIEN

EHEMALIGE PATROZINIEN

Realp, Kapelle Maria Hilf   1500 -
Realp, Pfarrkirche Heilig Kreuz linker Seitenaltar 1774 - 1881

KUNSTGEGENSTÄNDE UND GEWEIHTE KIRCHENGLOCKEN

DEM HEILIGEN GEWIDMETE BRUDERSCHAFTEN

Rosenkranzbruderschaft
-  / Altdorf
Status: 1955 wurden noch die Erstkommunikanten aufgenommen.

Literatur: Henggeler Bruno, Die kirchlichen Bruderschaften und Zünfte der Innerschweiz, Einsiedeln 1955, S. 195.
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Bruderschaft Unserer Lieben Frau Geburt
- 1632  / Altdorf
Status: ging in die Rosenkranzbruderschaft über
Die Bruderschaft erhielt 1564, als eine furchtbare Pest im Lande wütete, viel Geld, das zur Errichtung einer Salve-Stiftung benützt wurde. Alle Freitage war das Salve resp. Regina coeli zu Amt das Palcebo zu beten. Der Pfleger hatte zwei Kerzen zu liefern. Die Priester erhielten nach dem Morgenbrot ihre Präsenz. Beim Eintritt waren 1 S. und jährlich ebensoviel zu entrichten; doch konnte man sich mit 10 S. für immer einkaufen. Die Bruderschaft wurde am 30. Oktober 1590 durch den Nuntius Paravicini bestätigt und ging 1632 in die Rosenkranzbruderschaft über.
Literatur: Henggeler Bruno, Die kirchlichen Bruderschaften und Zünfte der Innerschweiz, Einsiedeln 1955, S. 195.
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Bruderschaft der hhl. Dreifaltigkeit
1561 -  / Altdorf
Status: nicht mehr bestehend
1561 stifteten «gute Herren und Gesellen» eine gemeine Bruderschaft zu Ehren der hhl. Dreifaltigkeit, um am Freitag nach der Auffahrt Christi (oder wenn dies wetterhalb nicht möglich, am Dienstag in der Pfingstwochen) eine Jahrzeit zu halten in der Kapelle an der Tellsplatte mit drei gesungenen Ämtern, das erste von der hhl. Dreifaltigkeit, das zweite zu Ehren Marias und das dritte ein Seelamt, «zum Trost und Gedächtnis Wilhelm Tellen von Ury, Stauffachers von Schwyz und Arni aus dem Melchthal von UnterwaIden, so die ersten und fürnehmsten Anfänger geseyen loblicher Eidgenossenschaft und Beschirmer derselben Landen und Leuthen». Weiter waren eingeschlossen die «christgläubigen von dieser Welt abgestorbenen Seelen, so ihr Bluth um die Freyheiten und Beschirmung willen des Vaterlandes löbl. Eydgenossenschaft vergossen haben, der gleichen aller christgläubigen Seelen, so von des hl., alten, wahren, ungezweifelten christkatholischen Glaubens wegen in der Eidgenossenschaft an Streiten und sonsten in der Eidgenossen Nöthen umkommen sind, deren aller Namen der Allmächtige weiss». Auch für die Mitglieder der Bruderschaft wurde die Jahrzeit gehalten. Priester, Schulmeister und drei Schüler erhielten den Morgenimbiss und je 4 Schillinge, der Sigrist das Mahl. Die Bruderschaft ist später eingegangen.
Literatur: Henggeler Bruno, Die kirchlichen Bruderschaften und Zünfte der Innerschweiz, Einsiedeln 1955, S. 195.
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NACHWEISE

 
Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 3.1.2019