URIS TIERWELT

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Uri

Uris Braunvieh & andere Rindviecher

Rindvieh
lateinischer Name: Bos primigenius taurus
Urner Dialekt: Chuäh, Muni oder Stiär, Chalb

Bezeichnung: Kuh (W), Stier (M), Kalb (J)

Das Hausrind ist die domestizierte Form des eurasischen Auerochsen. Es wurde zunächst wegen seines Fleisches, später auch wegen seiner Milch und Leistung als Zugtier domestiziert. Es wurden viele unterschiedliche Rinderrassen gezüchtet. In Uri kommt vor allem das Braunvieh vor.

Rindviehhaltung: Der Bestand an Rindvieh beträgt 11‘600 (2012). Traditionell werden die Kühe zur Milch- und Fleischproduktion gehalten; seit den 1970er-Jahren gibt es auch die Mutter- und Ammenkuhhaltung, bei der Kühe und Kälber gemeinsam weiden und sich die Kälber ihre Milch direkt beim Mutter- oder Ammentiere holen.

Nutzung: Milchprodukte (Milch, Käse, Joghurt), Fleisch, früher auch Zugtier (Ochse).



Seuchen bei Rindern

Blauzungenkrankheit
BSE (Rinderwahnsinn)
Maul- und Klauenseuche

Rindviehrassen in Uri

Angus



Bezeichnung: Kuh (W), Stier (M), Kalb (J)

Das Hausrind ist die domestizierte Form des eurasischen Auerochsen. Es wurde zunächst wegen seines Fleisches, später auch wegen seiner Milch und Leistung als Zugtier domestiziert. Es wurden viele unterschiedliche Rinderrassen gezüchtet. In Uri kommt vor allem das Braunvieh vor.

Rindviehhaltung: Der Bestand an Rindvieh beträgt 11‘600 (2012). Traditionell werden die Kühe zur Milch- und Fleischproduktion gehalten; seit den 1970er-Jahren gibt es auch die Mutter- und Ammenkuhhaltung, bei der Kühe und Kälber gemeinsam weiden und sich die Kälber ihre Milch direkt beim Mutter- oder Ammentiere holen.

Nutzung: Milchprodukte (Milch, Käse, Joghurt), Fleisch, früher auch Zugtier (Ochse).


     
Aubrac



Die Rasse stammt aus dem Zentralmassiv in Frankreich und wäre um 1975 beinahe ausgestorben. Die Tiere leben in grossen Herden. Mit Hilfe des Staates wurden die Aubracs als französisches Kulturgut angesehen und fortan gezielt gefördert. Die Rasse liefert hervorragendes Fleisch. In Seedorf besteht eine Herde von rund zwei Dutzend Tieren (NUZ 12.11.2007).
     
Braunvieh



Geschichte: Die Schweiz ist das Ursprungsland des Braunviehs. Hinweise auf die Braunviehzucht in der Zentralschweiz (Kloster Einsiedeln) reichen bis ins Mittelalter. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden noch verschiedene Braunviehschläge gehalten. Durch Austausch wurde ein einheitliches Schweizer Braunvieh gezüchtet. Das Braunvieh hat in den angrenzenden, deutschsprachigen Alpenländern Eingang gefunden. Im Jahre 1869 erfolgten erste Exporte nach den Vereinigten Staaten von Amerika und andere Länder weltweit.
Nach der Gründung des Schweizerischen Braunviehzuchtverbandes 1897 wurde die Rasse weiter verbessert und vereinheitlicht. Die Zucht hatte damals noch ein dreifaches Ziel: Milch, Fleisch und Zugsarbeit. So entwickelte sich ein sehr vielseitiges Tier. Seine starken Glieder und Klauen ermöglichen ihm die Futtersuche auch in schwierigem Gelände mit spärlichem Graswuchs und begrenzten Wasserstellen. Um eine grössere Milchleistung zu erreichen, wurden seit Mitte der 1960er-Jahre in Amerika gezüchtete Brown-Swiss eingekreuzt. Die Rasse ohne oder mit sehr geringer Brown-Swiss-Einkreuzung wird als Original Braunvieh (OBV) weitergezüchtet.

Aussehen: einheitlich braunes bis graubraunes Fell mit schwarzem, hell eingefasstem Flotzmaul; helle Hörner mit dunklen Spitzen;
Grösse: Widerristhöhe ca. 138–152 cm, Stiere ca. 1000–1300 kg;
Tragzeit, Junge: 285 Tage; 1 Kalb, selten 2;
Milchleistung: 7‘200 (Bergregionen) bis 12‘000 Liter pro Jahr;
Nahrung: Rauhfutter.

     
Dexter



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Galloway



Die Galloway-Rasse stammt ursprünglich aus Schottland. Die ersten Rinder wurden 1982 in die Schweiz importiert. Die Tiere eignen sich besonders für die extensive Bewirtschaftung im Berggebiet und für Betriebe mit ökologischer Ausrichtung, da sie auch bei kargem Nährstoffangebot ausgezeichnete Futterverwerter sind: Naturschutzgebiete, Magerwiesen und extensive Nutzflächen sind für sie ideale Weiden. In Silenen besteht eine Herde mit Galloway-Rindern (UW 70, 8.9.2004).
     
Grauvieh



Nach dem Umbau des Stalles auf der Rütliwiese waren die Liegeboxen für die drei Braunviehkühe und die zwei Kälber zu klein. Es kam zu einem Rassenwechsel. Seit 2010 grast auf dem Rütli rätisches Grauvieh. Die Gemeinnützige Gesellschaft begründete den Wechsel, dass das Rütli mit dem neuen Landschaftsentwicklungs-konzept eine Ökologisierung erfährt (UW 6, 23.1.2010).
     
Hinterwälder



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Holstein



Die schwarze Holstein-Kuh Iron Dirona von GS Alliance aus Bürglen gewinnt an der Viehschau in Cremona 2010 in der stärksten Disziplin in der europäischen Viehzucht die Kategorie der ältesten Kühe (UW 87, 6.11.2010).
     
Jersey



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Limousin



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Yaks



Der Yak wird wegen seiner grunzähnlichen Laute auch Grunzochse genannt. Es ist eine Rinderart, die in Zentralasien verbreitet ist. Die Bezeichnung „Yak“ stammt aus der tibetischen Sprache. Er liefert Milch, Fleisch, Leder, Haar und Wolle. Im Urserental lebt seit 2000 eine grosse Yaksherde. Im Winter befindet sich diese in Andermatt, im Sommer zum Teil auf der Gurschenalp. Die Tiere haben für die Tibeter in der Schweiz eine grosse Bedeutung. Die Herde wurde deshalb auch schon von der Tibetenschule in Rikon (ZH) besucht. Die Kälber erhielten dabei tibetische Namen (UW 85, 29.10.2008).
     

Ereignisse mit Rindviechern

1363  / Montag, 7. Februar 1363
Talleute von Ursern schränken Weiderecht ein
Die Talleute von Ursern erlassen einschränkende Bestimmungen für das Weiderecht Der freie Weidgang kann nur für selbst gewintertes Vieh beansprucht werden. Jeder Talmann darf sechs Rinder auf die gemeine Allmend auftreiben und vier Rinder zum Überwintern belassen. Zudem hat jeder auch das Recht, noch einen Stier, einen oder zwei Ochsen, ein oder zwei Pferde auf die Strasse und einen Hengst zum Reiten zuzukaufen und aufzutreiben.Von Anfang August bis St. Mauritiustag (22. September) darf weder auf eigenem noch fremdem Gut geweidet werden. Für fremdes Vieh wird zudem der Weidgang auf Eigen und Äcker vollständig verboten. Dreizehn angesehene Männer überwachen die Einhaltung der Bestimmungen und büssen die Fehlbaren. Die Talleute wollen den Weidgang ausschliesslich für das eigene Vieh erlauben und auch dieses in den Sommerwochen vom Eigen fernhalten, um das Heuen zu fördern und jeden Bauern zur Benützung der Alpen zu verpflichten.
Der Geschichtsfreund Nr. 41 (1886), S. 122-123; Stadler-Planzer Hans, Geschichte des Landes Uri, Bd. 1, S. 154; Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Bd. 2, S. 65.
     
1528  / Mittwoch, 18. Januar 1528
Verbot des Viehverkaufs während der Fastenzeit
Während der Fastenzeit wird der Viehverkauf und Viehbetrieb besonders nach Konstanz und ins Ausland verboten. Dies soll der alten christlichen Satzung wegen Enthhaltung von Fleischgenuss an Fastentagen bessere Nachachtung geben.
Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Band 1, S. 4.
     
1528  / Sonntag, 29. Januar 1528
Verbot des Viehverkaufs wird erneuert
Die Tagsatzung in Luzern erneuert das erlassene Verbot des Viehverkaufs über den Gotthard nach Mailand.
Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Band 1, S. 5.
     
1778  / Donnerstag, 16. Juli 1778
Gefährliche Alpabfahrt wegen heftigem Schneefall
Es schneit auf den Alpen der zweite Tag. Wegen des entstehenden Futtermangels und der Kälte fassen die Hirten und einige Alpgenossen den verwegenen Entschluss, wieder nach Hause zu fahren. Ungeachtet der Lawinengefahr zieht man den Pass über die Vorfrutt hinauf und kommt bis zur Balm durch verschiedene Lawinen. Dabei gehen schon viele Schafe verloren. Durch unsägliche Strapazen wird die Balm erreicht. Hier hofft man, Hilfe aus dem Tal anzutreffen. Diese kehrte in Aesch jedoch wieder zurück, da es unmöglich erschien, den Pass mit Vieh zu passieren. Die Älpler müssen den Abstieg über die Heidmannegg allein unternehmen. Lawinen stürzen und schlagen durch die Herden. Lediglich drei Kühe müssen in den Lawinen zurückgelassen werden, von denen eine anderntags noch lebend ausgegraben werden kann. Andere Kühe verirren sich auf dem Wege oder bleiben erschöpft liegen, doch auch diese können gerettet werden. Die Herde trifft dann um Mitternacht in Schattdorf ein.
Schaller-Donauer Alfred, Chronik der Naturereignisse im Urnerland 1000 – 1800, S. 96.
     
1778  / Sonntag, 26. Juli 1778
Schweres Unwetter mit Überschwemmungen im unteren Reusstal
Nach starkem Regen reisst die Reuss an der Stillen Reuss im Rynächt die steinerne Brücke weg. Die bedrohten Bauern der Umgebung müssen mit ihrem Vieh über die Rynächtfluh und die Pestlern flüchten. Vier Pferde, die in der Ebene ins Wasser kommen, drängen sich zusammen, um nicht weggeschwemmt zu werden und müssten so stehen bleiben, bis das Wasser zurückgeht. Das Wasser geht dabei eine Zeitlang so hoch, dass die Pferde die Köpfe in die Höhe halten müssen. Die Wildwasser aus dem Riedertal, Lohntal, Lauital, sowie der Gangbach und der Kummetbach brechen aus und richten einigen Schaden an.
Schaller-Donauer Alfred, Chronik der Naturereignisse im Urnerland 1000 – 1800, S. 98 f.
     
1781  / Donnerstag, 15. Februar 1781
Ochsen öffnen Weg zur Kirche
Einem starken Sturm folgt ein solcher Schnee, dass in Unterschächen der Weg zur Kirche mit sechs Paar Ochsen geöffnet werden muss.
Schaller-Donauer Alfred, Chronik der Naturereignisse im Urnerland 1000 – 1800, S. 101.
     
1800  / Montag, 16. Juni 1800
Zu allem Elend kommt noch die Maul- und Klauenseuche
In den Monaten Juni bis August wütet die Maul- und Klauenseuche im von Leid geplagten Uri. Die Seuche ist durch französisches Schlachtvieh eingeschleppt worden und rafft im Distrikt Altdorf 154, im Distrikt Andermatt 56 Stück Vieh dahin.
Arnold, Helvetik, S. 183.
     
1852  / Montag, 22. März 1852
Verbesserung und Veredelung der Pferde- und Rindviehzucht
Der Landrat erlässt eine Verordnung zur Verbesserung und Veredelung der Pferde- und Rindviehzucht in Uri, welche die Durchführung von Viehausstellungen und die Auszeichnung von Stieren und Hengsten vorsieht. Mit dem Vollzug wird die Viehschau-Kommission beauftragt.
Abl UR 1852, Nr. 15, S. 75 ff.
     
1853  / Donnerstag, 14. April 1853
Erste Viehschau in Uri
Auf dem Lehn in Altdorf findet morgens um 10 Uhr die erste Zuchtviehschau für Zuchtstiere statt.
Abl UR 1853, Nr. 12, S. 56.
     
1920  / Montag, 11. Oktober 1920
Maul- und Klauenseuche in Bürglen
Die Schweiz ist in noch nie dagewesener Ausdehnung von der Maul- und Klauenseuche betroffen. In einem Stall in Bürglen mit zwölf Stück Vieh tritt nun der erste Fall von Maul- und Klauenseuche in Uri auf. Die Ansteckung geschah wohl vor 10 Tagen, als ein Knecht aus einer verseuchten Gegend angestellt wurde. Bedaurlicherweise blieb die Krankheit während fast einer Woche unbemerkt. So fuhr der Besitzer gar mit einem Stier an die kantonale Viehprämierung und mit einer Kuh auf einen anderen Hof. Dadurch ist die Gefahr der Verschleppung sehr gross geworden. Bei letzterem Hof bricht dann auch acht Tage später die Seuche aus. Insgesamt sind in den zwei Ställen 20 Stück Vieh betroffen.
UW 43, 23.10.1920; RSchB 1920/21, S. 80.
     
1920  / Freitag, 5. November 1920
Zweiter Fall von Maul- und Klauenseuche
Während sich die Maul- und Klauenseuche bsiher auf die zwei Ställe in Bürglen beschränkt hat, bricht die Seuche nun plötzlich in einem Stall mit 5 Kühen in Seelisberg aus. Die Krankheit ist auch hier bei einem Besuch aus einer verseuchten Gemeinde eingeschleppt werden.
RSchB 1920/21, S. 80.
     
1921  / Montag, 26. Dezember 1921
Maul- und Klauenseuche bei Viehbestand
Nach Bürglen und Seelisberg im letzten Jahr bricht die Maul- und Klauenseuche in Altdorf in zwei Ställen mit 18 Stück Rindvieh aus.
UW 53, 31.12.1921; RSchB 1920/21, S. 80.
     
1992  / Mittwoch, 18. November 1992
Erster Fall von Rinderwahnsinn im Kanton Uri
Bei einer vierjährigen Kuh in Schattdorf wird BSE (Bovinen Spongiformen Enzepahalopathie) festgestellt. Es ist dies der erste Fall von „Rinderwahnsinn“ im Kanton Uri und insgesamt der 24. Fall in der Schweiz.
UW 96, 5.12.1992
     
2010  / Samstag, 13. November 2010
Blauzungenkrankheit - Bundesgericht bestätigt Busse für Landwirte
Das Bundesgericht bestätigt die Verurteilung zweier Impfverweigerer aus dem Kanton Appenzell Innerrhoden. Diese wurden 2009 mit einer bedingten Geldstrafe von 600 Franken beziehungsweise 400 Franken sowie einer Busse von je 200 Franken bestraft. In seinen Ausführungen hält das Bundesgericht fest, dass an der Strafe festzuhalten sei, obwohl die Impfung nicht mehr zwingend obligatorisch ist. Kein Gehör fanden beim Bundesgericht die Argumente, dass der Impfstoff schwere Schäden verursacht habe, gentechnisch veränderte Organismen enthalte oder dass durch die Impfung Giftstoffe in die Lebensmittel gelangen könnten. Für diese Aussagen gebe es keine stichhaltigen Hinweise. Auch im Kanton Uri sind Verfahren gegen Impfverweigerer eingeleitet worden. Die noch hängigen 37 Fälle wurden allerdings im September 2010 eingestellt. Da die Impfung nicht mehr zwingend für alle obligatorisch ist, wurde unter Anwendung des neuen, milderen Rechts und des Grundsatzes «Lex Mitior» zugunsten der Angeklagten gehandelt.
UW 89, 13.11.2010
     
2011  / Samstag, 22. Oktober 2011
58-jähriger Bauer wird beim Viehauftrieb von einem mitgeführten Stier tödlich verletzt
Im Gebiet Giebel in Flüelen wird ein 58-jähriger Bauer beim Viehauftrieb von einem mitgeführten Stier tödlich verletzt. Der Stier rammte seine Hörner in den Beckenbereich des Bauern.
UW 84, 26.10.2011
     
2012  / Sonntag, 15. Januar 2012
Swiss Expo - Urner Siegerkuh räumt Preise ab
An der Swiss Expo in Lausanne erreichen die Urner Züchter Tino und Valo Gisler von GS Alliance wiederum zahlreiche Erfolge – allen voran mit «Decrausaz Iron O’Kalibra». Das stattliche Tier wird nicht nur zum Grand Champion der Holsteinkühe erkoren; «O’Kalibra» erreicht ebenfalls den Supreme-Championtitel der Milchrassen. Damit erzielt die Holsteinkuh von Tino und Valo Gisler den grössten erreichbaren Erfolg einer sich jährlich wiederholenden Ausstellung überhaupt. Über 22'000 Besucherinnen und Besucher werden gezählt. Weltweit liegt die Swiss Expo nur hinter der weltgrössten Show Dairy Expo in Madison und der Royal Winter Fair in Toronto.
UW 5, 21.1.2012
     
2013  / Samstag, 2. März 2013
Holstein-Europameisterin kommt aus Bürglen
Die schönste Holsteinkuh in Europa kommt aus Bürglen. In Freiburg nehmen über 160 Kühe der Rasse Holstein und Red Holstein an der Europameisterschaft teil. "Decrausaz Iron O'Kalibra" von GS Alliance wird mit dem Titel Grand Champion Holstein ausgezeichnet.
UW 17, 6.3.2013
     
2014  / Samstag, 18. Oktober 2014
Schottische Hochlandrinder kommen aufs Rütli
Mit Beendigung des Pachtvertrages auf dem Rütli ändert sich auch das Erscheinungsbild der berühmtesten Wiese der Schweiz. Diese wird künftig von Schottischen Hochlandrindern abgegrast. Das stösst bei den abtretenden Pächtern, Edy und Lisbeth Truttmann, auf Unverständnis. Noch vor fünf Jahren sahen sie sich gezwungen, ihre eigenen Kühe zu verkaufen und Rätisches Grauvieh anzuschaffen, um dem neuen Landschaftsentwicklungskonzept der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft zu entsprechen. Nun muss das Rätische Grauvieh Schottischen Hochlandrindern weichen, was auch die Organisation Pro Specie Rara auf Anfrage sehr bedauert Die Schottischen Hochlandrinder passen indes nicht in den vor fünf Jahren neu gebauten Stall auf dem Rütli. Diese Rinderrasse benötigt keinen Stall. Zudem überwintern die Tiere in Obwalden.
UW 82, 18.10.2014, S. 3.
     
2015  / Donnerstag, 31. Dezember 2015
In der Urner Viehzucht geht eine Ära zu Ende
In der Urner Viehzucht geht eine Ära zu Ende. Tino und Valo Gisler hören mit der Zucht von Spitzenkühen auf. Die Betriebsgemeinschaft der beiden Brüder zusammen mit Edwin Steiner, die GS Alliance, wird per Ende Dezember aufgelöst. Anfangs Jahr verlassen die gut 30 Kühe den international bekannten Betrieb in Bürglen. Auch Weltsiegerin «Decrausaz Iron O’Kalibra ». Edwin Steiner übernimmt alle Kühe, verkauft einige davon aber weiter. Der Vertrag war auf sieben Jahre befristet.
Ab nächstem Jahr stehen im Betrieb in Bürglen daher keine Kühe mehr, dafür Ziegen. Vor zwei Jahren haben die Brüder angefangen, Ziegen zu züchten. Untergebracht sind die Tiere bislang in einem Stall in Altdorf. Ab nächstem Herbst erhalten die Ziegen der Rassen Saanen, Toggenburger, Brienzer und Walliser Schwarzhals ein neues Zuhause in Bürglen.

UW 100, 31.12.2015, S. 5.
     
2016  / Samstag, 9. April 2016
Die Viehzuchtgenossenschaft Attinghausen besteht seit 75 Jahren
Bei trockenem Wetter, aber zügigem Biswind führen in Attinghausen rund 20 einheimische Züchter über 200 Stück Braunvieh und Original Braune auf, um sie begutachten und rangieren zu lassen. Bei vielen Abteilungen – vom Jungvieh bis zu den älteren Kühen – gibt es auch entsprechend zahlreiche Siegerinnen.
UW 29, 13.4.2016, S. 23.
     

Weitere Rindviecher

Ochsen-Beizen



In Uri gibt es zwar kein Gasthaus zum Rind oder zur Kuh, jedoch in Andermatt (Bild Wirtshausschild) einen "Ochsen". In Altdorf heisst der "Ochsen" seit 2011 "Fomaz".
    

Uris zurzeit schönste Kühe

Miss Uri  - Braunvieh
Eduard Eliana
Martin Arnold, Silenen
      

Uris ehemalige Missen

1999 Starbuck Sarina  Tino und Vali Gisler, Bürglen
2000 Starbuck Sarina Tino und Vali Gisler, Bürglen
2001 Starbuck Sarina Tino und Vali Gisler, Bürglen
2002 Starbuck Sarina  Tino und Vali Gisler, Bürglen
2003 Pisa  Karl Arnold, Erstfeld
2004 Starbuck Sarina Tino und Vali Gisler, Bürglen
2005 Zora Karl Herger-Kempf, Schattdorf
2006 Starbuck Sarah Franz-Heiri und Adelbert Gisler
2007 Starbuck Sarah Franz-Heiri und Adelbert Gisler
2008 Wirz Waldi  Tino und Vali Gisler, Bürglen
2009 Starbuck Sarah Franz-Heiri und Adelbert Gisler
2010 Collection Jana  Albin Zgraggen-Imhof, Haldi
2011 Collection Jana Albin Zgraggen-Imhof, Haldi
2012 Jolden Rasta Hansruedi Arnold-Zgraggen, Bürglen
2013 Jolden Ashton GS-Alliance, Bürglen
2014 Eduard Eliana Martin Arnold, Silenen
2015 Eduard Eliana Martin Arnold, Silenen
2016 Eduard Eliana Martin Arnold, Silenen

 

Gesömmertes Rindvieh
Viehzuchtgenossenschaften
Viehmärkte

 

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 18.5.2014