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Ehemalige Sprungschanzen in Uri



Gotthard-und Gurschen-Sprungschanze
1931 - 1990
Andermatt
Höhenlage: müM
  
Im Sommer 1925 findet eine Begehung des Vorstands des Ski-Clubs Gotthard mit Direktor Wahy von Pontresina statt, zwecks Rekognoszierung eines günstigen Platzes für eine neue, grosse Sprungschanze. In den folgenden Jahren wurde die Finanzierung angegangen und ein Sprunghügelfonds gegründet, der durch freiwillige Beiträge, Verlosungen usw. bereichert wurde. An die Verwirklichung des Projekts konnte aber erst 1930/31 gedacht werden, als Richardo Hofer aus Buenos Aires dem Ski-Klub eine grosszügige Vergabung von 10'000 Franken machte. Weitere Schenkungen folgten. Dr. Jacques Cunz-Camenzind aus Bürglen TG schenkte dem Ski-Club Gotthard eine Sprungrichtertribüne. Die totalen Kosten für die Schanze beliefen sich auf 22'000 Franken. Die Lautsprecheranlage wurde schliesslich auch noch von Frau Hofer in Buenos Aires gestiftet. Nach Abzug der freiwilligen Beiträge und Schenkungen sah sich der Klub noch einem Passivsaldo von 9‘500 Franken gegenüber. Dr. Cunz griff nochmals helfend ein und überwies dem Klub einen Betrag von 4'500 Franken. Die restlichen 5’000.stellte er zu äusserst günstigen Konditionen bereitwillig zur Verfügung. Die Begleichung der Restschuld bot für den Skiclub immer noch grosse Schwierigkeiten. Der Verkehrsverein Andermatt übernahm das Defizit, und so hatte der Klub endlich seine lang ersehnte, schöne und schuldenfreie Sprungschanze. Der K-Punkt lag bei 70 m. Grossen Verdienst für die Erstellung des Sprunghügels hatte der damalige Präsident Emil Gallmann. Der Bau selbst wurde von der Firma Eugen Schmid, Meggen/Andermatt, nach den Plänen der Ingenieure Straumann und Walty erstellt.
Das Eröffnungsspringen fand am 27. Dezember 1931 statt. Bald musste man feststellen, dass die Anlage in einem Lawinenhang gebaut war. Mehrmals wurde der Anlauf, sogar kurz vor einem Rennen, verschüttet. Im Winter 1945 wurde der Sprungrichterturm durch eine Lawine zerstört und mit grossen Kosten ein demontierbarer Turm erstellt. Der Lawinenwinter 1951 riss den Sprungrichterturm erneut vollständig weg. Eine provisorische Anlage wurde 1952 abermals weggefegt. Die Schanze selber war sehr windanfällig.
Der Schanzenrekord stellte der Norweger Jean Amnes (1952 Sieger der Schweizermeisterschaften) mit 69 m auf. Nur einen halben Meter kürzer war die beste Schweizer Leistung auf dem der Sprungschanze vom neunfachen Schweizermeister Andreas Däscher. 1934 und 1953 fanden die Schweizer Meisterschaften auf der Gotthardschanze statt. Als kurz vor den Olympischen Spielen 1956 die russische Skisprung-Nationalmannschaft ihre Vorbereitungs- und Ausscheidungswettkämpfe auf der Gotthardschanze absolvierte, ist mehrmals über 70 m gesprungen worden.
Der letzte offizielle Sprunglauf fand 1966 anlässlich der Schweizer Meisterschaften statt. 1970 wurde an der Gotthardschanze der Schanzentisch abgetragen. Heute erinnert nur noch der erkennbare Aufsprunghang an die einstige Schanze in Andermatt.
Auf der 1964 erbauten kleineren Gurschenschanze (K40) wurde 1990 das letzte Springen veranstaltet. Danach wurde das Areal für die alpinen Abfahrtsbereich erschlossen.
Literatur: Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 15 ff.; www.skisprungschanzen.com (2017); Foto: Jean Haemisegger, um 1935 (StAUR Slg Bilddokumente 265.01-BI-34434).

EREIGNISSE AUF DER GOTTHARD-SPRUNGSCHANZE

1931  - Sonntag, 27. Dezember 1931
Sprungschanze in Andermatt wird eröffnet
In Andermatt findet auf der neu erstellten Sprungschanze das Eröffnungsspringen statt.
Meyer Poldi, Jubiläumsschrift zum 50jährigen Bestehen des Ski-Club Gotthard, S. 17.



Sprungschanze Surenen
1959 - 1983
Attinghausen
Höhenlage: müM
  
1958 schickten sich die Mitglieder des SC Attinghausen an, auf dem Brüsti eine Skisprungschanze zu bauen. Der Standort fand sich auf der Liegenschaft des Clubkameraden Dölf Scheiber, der spontan den ausgewählten Hang zur Verfügung stellte. Der Obmann für das Sprungwesen des ZSSV fixierte an Ort und Stelle die Punkte. Mit Clubkamerad Ernst Germann hatte man einen versierten Mann in den Reihen, der die technischen Daten für die Schanze lieferte. Der kritische Punkt lag bei 36 Metern.
Im Oktober wurde mit den Arbeiten begonnen und jeden Samstag waren die Skiclub-Mitglieder auf dem Brüsti im Einsatz. Als dann bereits Ende Oktober der erste Schnee fiel, ging man auch während der Woche bei Flutlicht an die Arbeit. Mit Pickel und Schaufel, ohne jegliche Entschädigung, wurden im Steilhang mit Schlitten, Steinkarren und Seilwinde riesige Erdbewegungen ausgeführt. Es wurden über 1000 Fronstunden geleistet. 1959 fand das Eröffnungsspringen statt und die Schanze wurde vom SSV anerkannt. Das Kader des SSV und des ZSSV benutzten die Schanze als Trainingsstätte und zu Kurszwecken. Der Schanzenrekord lag bei 43 Metern.
1982 stellte man an der Generalversammlung fest, dass die technischen Voraussetzungen der Schanze nicht mehr den aktuellen Normen entsprachen. Clubmitglied Giacomo Baldissera, ein anerkannter Schanzenfachmann, erklärte, dass der Schanzentisch um 1.50 m zurückverlegt werden müsste und die Anlauf- und Auslaufradien verbessert werden müssten. Es brauchte zudem eine Achsverschiebung um zirka fünf Meter und einen beträchtlichen Materialaushub. Die Mitglieder der Jahresversammlung 1983 beschlossen nach heftiger Diskussion, auf das Skispringen und damit auf den Unterhalt der Sprungschanze in Zukunft zu verzichten.
Literatur: Skiclub Attinghausen, 75 Jahre Skiclub Attinghausen 1934-2009, S. 62 ff.

EREIGNISSE AUF DER SURENEN-SPRUNGSCHANZE

1958  - Sonntag, 5. Oktober 1958
Spatenstich für eine Sprungschanze auf dem Brüsti
Auf einem ausgewählten Hang im auf dem Brüsti fixiert der Obmann für das Sprungwesen des ZSSV an Ort und Stelle die Punkte. Damit ist der Startschuss zum Bau einer Sprungschanze auf dem Brüsti gegeben.
Skiclub Attinghausen, 75 Jahre Skiclub Attinghausen 1934-2009, S. 62.

1959  - Dienstag, 6. Januar 1959
Eröffnungsspringen auf der Sprungschanze auf dem Brüsti
Auf Dreikönigstag lädt der Skiclub Attinghausen zum Eröffnungsspringen auf die neue «Surenen-Schanze» auf dem Brüsti ein. Das Eröffnungsspringen hat im vielfachen Schweizermeister Andreas Däscher einen überlegenen Tagessieger mit dem längsten Sprung von 39 Metern.
Skiclub Attinghausen, 75 Jahre Skiclub Attinghausen 1934-2009, S. 62.

 
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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 31.10.2017