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Der Urner Münzkatalog

5 Franken (Alphirt)

1922-
Silber



Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges setzte ein grosser Abfluss von Silbermünzen nach Italien und Frankreich ein. Eine Silberhausse führte zudem zahlreiche Münzen dem Schmelztiegel zu. Die Nationalbank wurde ermächtigt, vorübergehend 5-Franken-Noten herauszugeben. Nach dem Kriege plante der Bundesrat eine Neuprägung des Fünflibers. 1919 reichten beim ausgeschriebenen Wettbewerb 202 Bewerber 542 Entwürfe ein. Nach einem zweiten Wettbewerb entschied der Bundesrat, den Entwurf «Alphirte» (erstes männliches Münzenbild) von Paul Burkhard (1888-1964) weiter zu verfolgen. Mit der Prägung lief nicht alles rund, die Stempel mussten mehrfach ausgebessert werden. Die Ende Februar 1923 bereitliegenden ersten Prägestempel mit der Jahrzahl 1922 waren zwar noch immer nicht einwandfrei, doch konnte der Beginn der Prägung nicht weiter verzögert werden. Die Stempel wurden weiter überarbeitet. Die Kreuzschenkel wurden schlanker. Auf der Wertseite wurde der Nennwert 5 Fr. zu 5 FR., die Gesichtszüge des Hirten wurden markanter und das Relief wurde deutlich verstärkt.



Mit der Revision des Münzgesetzes im Jahre 1931 wurde der Fünfliber  vormals Kurantmünze  zur Scheidemünze degradiert. Sein Durchmesser reduzierte sich von 37 mm auf 31 mm, sein Gewicht von 25 g auf 15 g und sein Silbergehalt von 0,900 auf 0,835.
Die Beliebtheit des Fünflibers ist nicht zuletzt auf den Hirtenkopf zurückzuführen, der von vielen als Tellfigur und somit als Symbol der nationalen Einheit verstanden wird.
Seit 1968 wird der Fünfliber nicht mehr aus Silber sondern aus Kupfer-Nickel (Cu 75 % - Ni 25 %) hergestellt (Ausnahme: Jahrgang 1969 noch einmal Silber). Der Fünfliber hatte verschiedene kleinere Veränderungen über sich ergehen zu lassen. Motivation zu diesem Schritt, waren nicht so sehr ästhetische Gründe:

1970: zwei Varianten (mit Münzzeichen «B» = geprägt bei der Münzstätte in Bern; ohne Münzzeichen = geprägt durch die Royal Mint, GB). Die Sammeltätigkeit führt zur Verknappung der Umlaufmünzen. Aus diesem Grund wird ab 1970 auf das Münzzeichen «B» verzichtet.
1982: bis anhin Vorderseite aufrecht, Rückseite auf dem Kopf, nun werden alle Münzen gleichständig geprägt; Grund für diese Änderung ist die bessere Präsentation in den Münzensets.
1985: vertiefte Randschrift (bis Jahrgang 1984 mit erhabener Randschrift); Grund für die Änderung: Verbesserung der Automatensicherheit.
1986: Alle Münzen erscheinen wieder mit dem Münzzeichen «B»; 1992: Die Buchstaben der vertieften Randschrift werden, um die Lesbarkeit zu verbessern, fetter.
1994: auf Grund zahlreicher Fälschungen von 5-Franken-Stücken mit vertiefter Randschrift wird zur fälschungssichern, erhöhten Randschrift zurückgekehrt.

Das Modell des Alphirten?

Wie beim « Vrenäli » gibt es auch beim Alphirten Spekulationen über die dargestellte Person. Genannt werden Jost Schillig (1864-1938), Landrat aus Bürglen, Sepp Maria Planzer (1881-1964) vom Riedertal bei Bürglen und Franz Betschart (1871-1949) aus Ingenbohl. Welcher der drei Genannten diese Ehre für sich verbuchen kann, bleibt wohl für immer ein Geheimnis. Möglicherweise ist der Alphirte auch eine ganz andere Person oder eine Synthese von verschiedenen Modellen.

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 12.01.2024