URNER WIRTSCHAFT

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URNER FIRMEN

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Metzgereien und Fleischverwertung in Uri

ALLGEMEINES

Im steinigen und steilen Bergland Uri war der Ackerbau seit jeher selten. Der Urner war schon immer Viehzüchter und betrieb Milchwirtschaft. Die Milchprodukte und das Vieh waren der grosse Reichtum des Landes. Jahr für Jahr trieb der Urner seine Herden über den grossen Pass ins Welschland auf die berühmten Märkte von Giubiasco, Bellinzona, Lugano, Chiasso, Varese, Como und Mailand. Es ist deshalb klar, dass sich der Urner Bergler weitgehend selber mit Fleisch versorgte. Er tat dies bis tief ins 20. Jahrhundert hinein. Im Herbst wurde fast in jeder Bauernfamilie ein schon lange dazu bestimmtes Schwein, ein Schaf oder eine Ziege geschlachtet. Man zerlegte die Tiere in grössere und kleinere Stücke, die entweder frisch gekocht oder aber eingesalzen und anschliessend entweder im Rauch oder an der reinen Bergluft getrocknet wurden.

In Uri wird das Einsalzen und Trocknen des Fleisches an der reinen Bergluft «Dirrs» oder im Rauch «Graikts» heute noch gepflegt. Die Zubereitung dieses Trockenfleisches ist seit Jahrhunderten gleich geblieben.

     
Literatur: Iten Karl, Stadler Emil; Zeitungsserie "Rings um ds Ürner Chuchigänterli", in: GP Nr. 35, 29.8.1970.

STATISTIK

(Statistik folgt)

HEUTIGE METZGEREIEN

EHEMALIGE METZGEREIEN IN URI

METZGEREIEN IM DETAIL

EREIGNISSE ZU METZGEREIEN

Sonntag, 16. Oktober 1616
Gesellschaft der Metzger und Gerber wählt Stubenvogt
Die Bruderschaft des Hl. Antouius zu Altdorf wählt zum Stubenvogt der Gesellschaft der Metzger und Gerber Meister Hans Megnet, Metzger, in Altdorf.
Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Bd. 2, S. 47.

Sonntag, 13. Dezember 1665
Neuer Stubenvogt der Metzger und Gerber
Der Bot für die Bruderschaft der Metzger und Gerber wählen zum Stubenvogt Meister Franz Gardi, genannt Zurfluh, Metzger.
Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Bd. 2, S. 115.

Mittwoch, 21. Dezember 1808
Gemeinde soll für Wiederaufbau der "Metzg" besorgt sein
Die Rathausbaukommission befürwortet in einem Gutachten den Wiederaufbau der „Metzg“. Dies könne jedoch vom Land Uri wegen der andern Bauaufgaben kaum realisiert werden. Die Kommission schlägt vor, deren Wiederaufbau der Gemeinde anzutragen. Das Vorgehen wird auch vom Landrat gebilligt.
Gasser Helmi, Kunstdenkmäler Altdorf Bd I.II S. 87.

Montag, 28. Oktober 1811
Landrat erteilt Auftrag für "Metzg"-Neubau
Der Landrat erteilt den Auftrag, eine Metzgordnung sowie Plan und Kostenberechnung für einen Metzgneubau zu erstellen. Es ist ein lang gestrecktes, bloss eingeschossiges Gebäude vorgesehen. Dieses wird jedoch nicht ausgeführt, wohl vorab wegen der Befürchtung, die "Metzg" würde von den Metzgern zu wenig benützt.
Gasser Helmi, Kunstdenkmäler Altdorf Bd I.II S. 87.

Mittwoch, 10. September 1856
Gasthaus Krone mit Metgerei
Metzger Josef Ingli kauft in Altdorf die Wirtschaft zur Krone mit Stallung und verlegt seine bisher neben dem Gasthof zum Schlüssel betriebene Metzgerei in die „Krone“.
Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Bd. 1, S. 168.

Sonntag, 22. Juni 1930
Schwiezerischer Metzgermeisterverband tagt in Altdorf
Der Schweizerische Metzgermeisterverband tagt während zwei Tagen in Altdorf.
UW 25, 21.6.1930

Donnerstag, 14. Dezember 2017
Die Stampflis aus Schattdorf verabschieden sich in die Pension
46 Jahre Metzger, 38 Jahre im eigenen Betrieb, 32 Jahre Marktfahrer, 15 Jahre am Grill in Ambri. Für Bruno Stampfli und seine Frau Paula hat die Wurst ein Ende. Am Altdorfer Warenmarkt werden Bruno und Paula Stampfli die allerletzten Würste und Fleischwaren verkaufen. Ihre Spezialitäten werden fehlen, allen voran die «Chimiwirscht», geliefert in die halbe Schweiz.
UW Nr. 98, 9.12.2017, S. 11.

EHEMALIGE METZGERMEISTERVERBÄNDE

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 21.12.2018