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Themen des Eisenbahnwesens in Uri im Detail

Die Lokomotiven auf der Gotthardstrecke

Die Schnellzüge der Strecke Luzern–Chiasso wurden anfänglich von Luzern bis Erstfeld mit verhältnismässig kleinen Tenderlokomotiven Ea 2/4 bespannt. Auf der Bergstrecke übernahmen dann kräftige, aber langsame Schlepptenderlokomotiven D 3/3 und D 4/4 der Schnellzüge. Wegen der starken Verkehrszunahme wurden die Züge so schwer, dass sehr häufig Vorspannlokomotiven nötig wurden.
Die A 3/5 konnte einen Schnellzug zwischen Luzern und Erstfeld mit 250 Tonnen und ab Erstfeld auf der Bergstrecke mit 140 Tonnen Anhängelast befördern. Damit sollten Vorspannleistungen, der Lokomotivwechsel in Erstfeld sowie das Wasserfassen unterwegs überflüssig werden. Die Fahrzeit konnte damit wesentlich verkürzt werden. Mit der Einführung der A 3/5 ermöglichte es, die Reisezeit von Luzern nach Chiasso merklich zu verkürzen. Dank der grossen Leistung der Maschine konnte ein Speisewagen mitgeführt und der Verpflegungshalt in Göschenen verkürzt werden.
Die Schlepptenderlokomotive hatten drei gekuppelte Achsen und einen grossen Kessel mit hohem Dampfdruck. Zur Führung in den kurvenreichen Geleisen diente ein zweiachsiges vorderes Laufdrehgestell. Ein verhältnismässig kleiner Triebraddurchmesser sorgte für eine genügend hohe Zugkraft, liess aber auf Talstrecken eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h zu.
Die Strecke der SBB über den Gotthard stellt, mit ihren Rampen von 27 Promille Steigung, insbesondere an den Güter- und schweren Reisezugbetrieb hohe Ansprüche. Die SBB waren in den 1920er Jahren dabei mit dem Problem konfrontiert, dass die Leistung und das Reibungsgewicht der Lokomotiven auf den Rampen nicht mehr genügten und so aufwändige Doppeltraktionen oder Zugteilungen durchgeführt werden mussten. Die Vielfachsteuerung, also mehrere Lokomotiven von einem Führerstand aus zu steuern, war in den 1920er-Jahren noch nicht ausgereift. Man glaubte deshalb, die Lösung mit einer Doppellokomotive von rund 250 Tonnen Gewicht und acht Triebachsen finden zu können. Diese Lokomotive würde bereits in Luzern oder Zürich vor den Zug gekuppelt, um diesen über den Gotthard und den Monte Ceneri nach Chiasso an der italienischen Grenze zu führen. Die zuvor betrieblich notwendigen Halte für das Beistellen von Vorspannmaschinen in Erstfeld und Biasca sollten damit entfallen und die Reisezeit verkürzen.
Foto: Nostalgiezug mit einer A 3/5 und einer C 5/6 auf der oberen Meienreussbrücke; Aufnahme von Christoph Hurni, Bern.

EREIGNISSE ZUM THEMA

1894  / Donnerstag, 26. Juli 1894
Versuchsfahrten mit der neuen Schnellzugslokomotive A 3/5
Auf der Gotthardstrecke werden Probefahrten mit der neuen Schnellzugslokomotive A 3/5 durchgeführt. Die Maschine der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) erfüllt dabei die gestellten Anforderungen, indem bei den regelmässigen Zugsförderungen wiederholt die vorgesehene Normallast von 120 t mit einem Zeitgewinn von 5 bis 7 Minuten gegenüber dem Fahrplan befördert wird. Für die 28,9 km lange Strecke von Erstfeld nach Göschenen sieht der Fahrplan eine Zeit von 52 Minuten vor.
Quellen / Literatur: Bertschinger A., Schweizerische Bauzeitung, Band 24 (1894), Heft 25, S. 176.
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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 23.05.2021