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Gesetzesbestimmungen

Das Landbuch des Kantons Uri, 1823/1826
Bd 3 (1842)
Anhang verschiedener Bestimmungen

LB III 210  
Ratsbeschluss betreffend Ausfuhr von Sand und Kies
«Da UGHerrn und Obern in Kenntniß gesetzt worden, daß vieles Grieß und Sand von hiesigen Seegestaden in's Auslande verführt werde, und da man aber auch diese Baumaterialien für unfern Kanton bedarf oder nöthig hat; so wird hiemit zu jedermanns Verhalt bekannt gemacht, daß jeder, mann, so einiges Grieß und Sand von hiesigen Seegestaden nehmen und in's Auslande verführen will, verpflichtet ist, dem hiefür bestellten Aufseher (dermalen Franz Oechser im Schopfli zu Seedorf) für jedes Fuder oder Ladung, sei es groß oder klein, Fr. 4 zu bezahlen, und wer solches weg. führen würde, ohne diese Fr. 4 zu bezahlen, soll von jeder Ladung um Fr. 8 bestraft werden, davon dem Kläger die Hälfte zu kommen soll.»
Ratserkenntnis vom 18.09.1830 (LB UR 1842 Bd III, S. 210).
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LB III 211  
Artillerie-Wall in Seedorf.
«Da dem Artillerie-Freikorps hoheitlich bewilligt worden, auf der Seedorfer Allmend ein Wall zu errichten, um darin schießen zu können, und aber UGHerrn. haben vernehmen müßen, daß durch Nachgraben der Kugeln derselbe beschädiget werde; so wird hiemit zu jedermanns Verhalt bekannt gemacht, daß das Nachgraben der Kugeln, oder sonstige Beschädigungen dieses Walles, bei Gl. 10 Buß, nebst Abtrag Schadens verbothen sey, und von welcher Buße dem Kläger die Hälfte zu kommen soll, auch alle jene so Kanonenkugeln auffinden, bei gleicher Strafe verpflichtet sein sollen, dieselben dem Herrn Landesseckelmeister einzuhändigen.»
RA 21.5.1836; LB UR 1842 Bd III, S. 211.
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LB III 212  
Strafrecht der Viehauflags-Kommission.
«Die löbliche Viehauflags-Kommission ist beauftragt und ermächtigt, künftighin Vergehen wegen unrichtiger und nachläßiger Entrichtung des Viehauflags, in sofern durch das Gesetz nicht schon eine höhere Strafe, als Confiskation und dergleichen festgesetzt ist, ohne fernere Citation vor den w. w. Rath, von sich aus zu ahnden und zu strafen, und zwar im gelindesten Falle um den doppelten Betrag des Viehauflags und im höchsten nebst dem noch bis auf Gl. 26, daß aber denjenigen, welche nebst dem doppelten Auflag um mehr als Gl. 5 bestraft worden sind, der fernere Rekurs vor den w. w. Rath offen gelassen ist.»
LR 11.3.1837; LB UR 1842 Bd III, S. 212.
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LB III 214-215  
81Amtliche Beglaubigung des Wochenblatts.
«Wir Landammann und Rath zu Uri.
Bringen anmit sowohl den l. Gemeinderäthen, als dem sämmtlichen Publikum zur Kenntniß, daß das dieses Jahr erschienene Wochenblatt von Uri in Folge eines neuerdingen zwischen der hohen Regierung und dem Herausgeber desselben stattgefundenen Vertrags von künftigem Jänner an insoweit als officiell (amtlich) erklärt ist, als alle von der hohen Regierung und ihrer Behörden demselben beigerückten Bekanntmachungen, Verordnungen, und Beschlüsse, welche jedoch immer von der Kanzlei unterzeichnet sein müssen, so wie auch der jedesmalige Frucht- Mehl - und Brodpreis als offiziell (amtlich) anzusehen und zu betrachten sind.
Es werden daher die l. Gemeinden und Filialen denen jeder ein Exemplar amtlich zugesendet wird, in Kenntniß gesetzt, daß mit Anfang des nächsten Jahres alle jene Verordnungen welche in demselben enthalten und mit der Anmerkung „zum Verlesen" bezeichnet sind, aus dem Blatte selbst verlesen und bekannt gemacht werden müssen, indem, mit Ausnahme derjenigen Bekanntmachungen, deren Druck ganz besonders befohlen wird, vom Neujahr an keine fernere schriftliche Mittheilungen, die veröffentlicht werden müssen, mehr Nachfolgen werden.
Hiemit werden auch die löblichen Gemeinderäthe aufgefordert, nicht nur allfällig ausgebliebene Numern beförderlich zu reklamieren, sondern auch alle Exemplare sorgfältig aufzubewahren, damit dieselben später eintrettenden Gemeindsräthen als Sammlung der erlassenen Verordnungen zu ihrem Verhalt dienen können.»

«Auf gestellten Antrag und in der Absicht den zu erlassenden Beschlüssen und Verordnungen der verschiedenen Behörden die nöthige Publikation zu verschaffen, und eine künftige Herausgabe der Gesetzes-Sammlung zu erleichtern ward beschlossen:
Es sollen mit dem Neujahr 1842 angerechnet alle von Landsgemeinden, Land- und Bodenräthen, und Kommissionen ergehenden allgemein verbündlichen Beschlüsse, Gesetze, und Verordnungen dem amtlichen Wochenblatte durch die Kanzlei beigerückt werden, und das dann am Ende des Jahres ein Regiester über die sämmtlichen Bekanntmachungen erscheinen soll.»

RA 15.12.1838, LR 28.12.1841; LB UR 1842 Bd III, S. 214-215.
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LB III 216-218  
Verordnung, zum Verhalt der Wirthe, Kellner und Kutscher.
«Landammann und Rat des Kantons Uri sehen sich in Betracht, dass die Wirte, Kutscher und Kellner bei der Ankunft von Reisenden die bestehenden Vorschriften willkürlich ausser Acht lassen und übertreten wird entsprechende Verordnung von 1835 erneuert. Die Regierung will damit Unordnungen sowie unangenehme Zwiste und Auftritte beim Anwerben von Reisenden vorbeugen.

§ 1
Den Wirthen, Kellnern und Kutschern ist verbothen, bei der Ankunft von Fremden in Flüelen vor die Häuser hinaus entgegen zu gehen oder zu fahren, noch viel weniger in die Schiffe hineinzusteigen und ihre Gepäcke hinaus zu tragen, sondern sie sollen es denselben ohne irgend eine zudringlichkeit überlassen derjenigen Wirlhshäuser und Fuhrwerke sich zu bedienen, die denselben belieben. Ausgenommen von diesem Verbote ist man jedoch, wenn man von ankommenden Reisenden gerufen wurde, so wie das Begleiten der Abreisenden hierunter ebenfalls nicht verstanden ist.

§ 2
Die Kutschner seien es Fremde oder Einheimische, dürfen an keinem Orte des hiesigen Kantons länger als 24 Stunden auf Retour warten, und nach Verfluß dieser Zeit Reisende in Retour aufnehmen, ausser sie hatten den Auftrag, an irgend einen Art geführte Reisende abzuwarten, um wie. der zurückzuführen, was mit dem Bedinge, daß nach Verfluß von 24 Stunden keine andern, als die gleichen Reisenden aufgenommen werden mögen, zugegeben ist.

§ 3
Die Fehlbaren gegen den Art. 1 dieser Verordnung bestraft das w.w. Vllner Gericht mit Fr. 24, diejenigen welche dem Art. 2 zuwider handeln mit Fr. 20 von jedem Mal, von welcher Buße dem Ankläger die Hälfte zukommen soll.

§ 4
Der Zoller in Flüelen, so wie die Polizeiangestellten deren einer bei der Ankunft des Dampfschiffes in Flüelen so vielmöglich gegenwärtig sein soll, sind verpflichtet, über die Vollziehung und Erfüllung dieser Vorschriften zu wachen, und die Fehlbaren anzuzeigen.

§ 5
Die gegenwärtige Verordnung soll gedruckt, dem amtlichen Wochenblatte beigerückt, in den Gemeinden verlesen, und in den sämmtlichen Gasthäusern angeschlagen werden, und bei Verantwortlichkeit der Wirthe fortwährend angeschlagen bleiben.»

LR 10.10.1835, 19.10.1839; LB UR 1842 Bd III, S. 216-218.
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LB III 219-236  
Vorschriften über den Bezug des Viehauflags.
«Was dem Auflag unterworfen ist.
§. 1. Dem Viehauflag — dessen Betrag eine hohe Bezirksgemeinde festgesetzt, und der dem Tit. Seckelamte zu Händen des Bezirks als Hülfsquelle angewiesen ist — ist unterworfen alles Rind- und Schmalvieh, Schweine und Pferde, sobald damit kürzere oder längere Zeit ab der Allmend im hiesigen Bezirke Uri genutzet wird.
Ausgenommen davon ist:
1) Dasjenige Vieh, das erwiesenermaßen beständig im Eigen behalten und nie auf Allmend aufgetrieben wird.
2) Dasjenige Vieh, das in nachstehenden Eigenalpen gehalten wird, insofern aus denselben nicht ausgefahren wird, als:

Eigenalpen, die nichts bezahlen.
a) Grunwald: Ziegen und Schafe zahlen gleichwohl den vorgeschriebenen Auflag
b) Gampeln: Ziegen und Schafe zahlen gleichwohl den vorgeschriebenen Auflag
c) Oberfelden: Ziegen und Schafe zahlen gleichwohl den vorgeschriebenen Auflag
d) Urwängi.
e) Sulzthal.
f) Bauenberg, des Kirchenv. J. J. Aschwanden
g) Niederbauen.
h) Laueli in Seelisberg.
i) Heukuhweid Ney in Jsenthal.
k) Ober-Mättenthal.

3) Das Vieh derjenigen Eigenalpen, von denen vier Wochen lang oder weniger ausgefahren wird, welches die Hälfte des Auflags bezahlt; Meisrinder, Schmalvieh und Schweine bezahlen gleichwohl den ganzen Auflag. Unter diese Eigenalpen gehören nachfolgende:

Eigenalpen, die halb bezahlen.
a) Waldnacht. b) Mättenthal, unter. c) Gißleralp. 6) Wißenboden, hinter und vorder. e) Zurgand. f) Scharti. g) Franz J. Aschwandens Bauenberg. h) Heukuhweid SeeliSberg. i) Gitschenen, vorder und hinter. k) Buggi in Sisikon.

Würde jedoch Vieh aus obigen Alpen nicht ausfahren, und solches auf Verlangen bewiesen werden, so ist solches vom Viehauflage ganz befreit, mit Ausnahme desjenigen von der Heukuhweid in Seelisberg, das (nach Art. 357 Landb. §. 7) jedesmal die Hälfte zahlt.
Hierbei ist zu bemerken, daß in diesen Ausnahmen von Nr. 2-3 nicht begriffen ist dasjenige Vieh, welches allenfalls vor oder nach der Alpfahrt auf der Allmend gewesen wäre, das in dem Falle dem vorgeschriebenen Auflag gleich anderm Vieh unterworfen ist.
4) Alles Vieh, so in Eigenalpen gesommert von wo damit länger als 4 Wochen auf die Allmend ausgefahren wird, ist hingegen dem ganzen Auflag unterworfen; unter diese gehören:

Eigenalpen, die ganz zahlen.
a) Mettenen.
b) Lauweli in Jsenthal.
c) Kneuwis in Jsenthal u. dgl.

§. 2. Die Gemeinderäthe ziehen den Auflag ein; ihre Belohnung.
Dem Gemeinderathe jeder Gemeinde ist der Einzug des Auflags von den Viehbrsitzern, die inner dessen Gemeindegränzen wohnen, übertragen. Für dessen Bemühung findet eine Begutung von 5 von jedem Hundert des Ertrags statt.

§. 3. Verrichtungen der Commission.
Eine aus dem jeweiligen Herrn Landseckelmeister als Präsident, und zwei vom Landrathe gewählten Herren Räthen und einem Landschreiber als Sekrekär bestehende Commission nimmt von den l. Gemeindräthen oder deren Abgeordneten die Rechnungen und Gelder in Empfang, und leitet, beaufsichtiget und überwacht überhaupt alles, was auf den Einzug des Auflags einen Bezug hat, zitirt und bestraft auch die Nachläßigen und Fehlbaren.

§.4. Strafkompetenz der Commission.
Die Viehauflags-Commission besitzt zu diesem Zwecke eine Strafkompetenz von dem doppelten Betrage des betreffenden Auflags bis auf Gl. 20 über alle jene Straffälle, wo nicht schon eine höhere Buße als Confiscation u. dgl. festgesetzt ist; wobei dann über jede Strafsentenz, die nebst dem doppelten Auflage Gl. 5 übersteigt, der Rekurs an den w. w. Rath gestattet ist.

§. 5. Frühlingslisten-Aufnahme und Eingabe.
Zur Sicherung eines genauen Bezugs des Auflags liegt den l. Gemeinderäthen ob, am Frühling jeden Jahrs über das sämmtliche Vieh ihrer Gemeinde ein genaues und pünktliches Verzeichniß nach gedrucktem Formular aufzunehmen, und das- selbe bis spätestens am letzten Tage im April bei der aufgesetzten Buße von Gl. 13 der Kanzlei zu Handen der Commission einzugeben, die alljährlich der ersten Rathssitzung im Mai darüber zu relatiren hat.

§. 6. Angabe des Viehes.
Jeder Viehbesitzer ist demnach verpflichtet, am Frühling auf geschehene Aufforderung sogleich das sämmtliche sowohl auf seinem Eigen und unter seiner Obsorge habende Vieh, sei es eigenes, verkauftes oder gewintertes, als auch das außer Landes zu wintern gegebene getreu und gewissenhaft dem Dorfgerichte anzugeben, unter gleichzeitiger Benennung des Eigenthümers von dem verkauften oder gewinterten Vieh mit Namen, Geschlecht und Wohnort.
Würde sich unter obigem Vieh auch solches befinden, das ein Landmann von einem im Land wohnenden Beisäßen nach St. Niklausentag an die Hand genommen hat, sei es daß es von Letztem gewintert oder verkauft worden; so soll solches in den Frühlingslisten angezeigt und bemerkt werden.

§. 7. Wie die Dorfgerichte die Frühlingslisten formiren sollen.
Die Zahl derjenigen Stücke Vieh, die nach St. Niklausentag in's Land genommen, oder außer Lands gewintert worden sind, wird unter die in den Frühlingslisten hiefür angewiesenen Colonnen vereint mit demjenigen Vieh, so einer eigenthümlich besitzt, eingetragen. Die Zahl desjenigen Viehes hingegen, das einer zwar unter seiner Obsorge, doch aber schon andern verkauft oder gewintert hat, muss mit der vorbenannten Zahl nicht vereinigt, sondern von derselben abgerechnet in die für die Bemerkungen angewiesene Colonne gestellt werden, so zwar, daß in die eigentlichen für die verschienen Viehgattungen bestimmten Colonnen nur die Zahl desjenigen Viehes zu stehen kommt, wovon einer wirklicher Eigenthümer ist, und wovon er am Herbste den Auflag zu entrichten haben wird.
In der für die Bemerkungen bestimmten Colonne soll daher ausgesetzt werden:
1) Die Zahl und Gattung desjenigen Viehes, so man zu wintern gehabt und von wem?
2) Die Zahl und Gattung desjenigen Viehes, so man verkauft hat und an wen?
3) Ob und wasfür von dem in vorstehenden Colonnen enthaltenen Vieh man nach St. Niklausentag ins Land genommen habe?
4) Ob und wasfür von dem in vorstehenden Colonnen enthaltenen Vieh man außer Landes zu wintern gegeben habe, und wem?

§. 8. Auszüge aus den Frühlingslisten.
Der Sekretär besorgt alsdann die Auszüge des verkauften und gewinterten Viehes aus den Frühlingslisten, und sendet solche an die Gemeinderäthe.

§. 9. Wie die Stuten und tragenden Meisrinder angesetzt werden sollen.
In den Frühlingslisten sollen die tragenden Stuten als melke Pferde, und die tragenden Meisrinder als Kühe angesetzt werden.

§. 10. Strafen über falsche Angaben.
Wer sich eine falsche oder irrige Angabe in der Anzahl und Gattung des Viehes, oder auf was immer für eine Weise zu Schulden kommen läßt, oder sein Vieh beim Gemeinderathe in der vorgeschriebenen Zeit gar nicht angibt, der soll angezeigt, und in eine Geldbuße von Nthlr. 2 von jedem Stücke großem Viehes und Nthlr. 1 von jedem Stücke Schmalvieh, worunter auch die Schweine zu verstehen sind, verfällt werden, und von dieser Buße dem Kläger die Hälfte zukommen.

§. 11. Entrichtung des Auflags.
Bei der gleichen im vorstehenden §. festgesetzten Buße soll jeder Viehbesitzer alljährlich am Herbste spätestens bis St. Gallentag von demjenigen Vieh, von dem er als Eigenthümer in der Frühlingsliste und deren Nachtrag erscheint, würde er dasselbe auch später verkauft oder nicht selbst aufgetrieben haben, und von demjenigen, so er allenfalls nach der Angabe nachgezogen oder in's Land genommen haben würde, den festgesetzten Auflag dem Dorfgerichte oder den hiezu Verordneten genau und gewissenhaft entrichten, mit Ausnahme derjenigen Stücke Vieh, von denen man beweisen kann, daß sie immer im Eigen behalten worden, oder abgegangen seien.

§. 12. Formirung der Herbstlisten.
Diejenige Zahl Vieh, so einer am Herbst (mit dem ganzen oder halben Betrage) verauflaget, soll mit Beisetzung des bezahlten Betrags in die in den Herbstlisten hiefür bestimmten Colonnen eingetragen werden, und diese Zahl muß mit der in den Frühlingslisten angegebenen entweder genau übereinstimmen, oder dann die für die Bemerkungen angewiesene Colonne den nöthigen Ausweis über das Minder oder Mehr enthalten.
In diesen Bemerkungen ist daher zu melden:
1) Wenn Vieh in Eigenalpen, die entweder keinem oder nur halbem Auflag unterworfen sind, gesömmert wurde, was für Vieh und wo?
2) Ob und wie viel Vieh ganz im Eigen, oder außer Landes gesömmert wurde?
3) Ob, wie viel und auf welche Art Vieh verloren gegangen sei?
4) Ob und was für fremdes Vieh nach der Frühlingsangabe in's Land genommen wurde?
5) Ferners soll die Bemerkung wiederholt werden, ob und was für Vieh ausser Landes gewintert, oder nach St. Niklausentag in's Land genommen worden sei.

§. 13.
Die Beisassen sollen in den Frühlings- und Herbstlisten mit ihrer Habe Vieh einen von den Landleuten abgesonderten Raum einnehmen.

§. 14.
Auch sind die Nachtragslisten mit der Hauptliste nicht zu vereinigen, sondern abgesondert von denselben zu beziehen und zu verrechnen.

§. 15. Ueber das von Beisassen gewinterte Vieh.
Von jeder Gattung Vieh, so ein im hiesigen Land sitzender Fremder gewintert hat, und dann einem Landmann verkauft oder auf was immer für eine Weise in eines Landmanns Hände übergeht, soll der Landmann denjenigen Auflag bezahlen, so für den Fremden festgesetzt ist, und daher solches auch in den Frühlingslisten schon bemerken.
So soll auch der Landmann von demjenigen Vieh, so er nach der Angabe einem Beisassen verkauft oder zu sömmern gibt, denjenigen Auflag bezahlen, so für den Fremden festgesetzt ist und solches dem Dorfgericht gewissenhaft anzeigen.

§. 16. Landvieh, das fremde sömmern. Wenn ein im hiesigen Lande sitzender Fremder von einem Landmann Vieh zu sömmern oder ins Lehen nimmt, so soll derselbe den für den Fremden festgesetzten Auflag dafür bezahlen.

§. 17. Wie die Ursner gehalten werden.
Die im Bezirke Ury angesessenen Ursner werden hinsichtlich des Auflags den unsrigen in dortigem Bezirke Angesessenen gleich behandelt.

§. 18. Wie viel Kühessen auf der Allmend dürfen gesömmert werden.
Keiner darf mehr als dreißig Kühessens auf der Allmend sömmern, bei Verlust des Viehes so einer mehr darauf sömmerte, und soll deßwegen ein Pferd für 2 Kühessens, 2 Jährling oder 3 Saugfüllen für ein Pferd, 2 Meißrinder, 3 Kälber oder 7 Stück Schmalvieh für ein Kühesscns gezählt und gerechnet werden.

§. 19. Das ins Land genommene Vieh.
Bis zu St. Niklausentag mag jeder so viel Vieh ins Land kaufen als er will, und dann darin auf Allmenden und Alpen sömmern, so fern es die gesetzliche Zahl Kühessens nicht übersteigt. Was aber nach St. Niklausentag in's Land gekauft oder gebracht wird, soll in Betreff der Sömmerung als fremd betrachtet und angesehen werden, jedoch mag ein w. w. Rath einem der sonst kein Vieh hat, und die Allmend nicht beschwert, erlauben eine Heukuh auch nachher in's Land zu kaufen, und dann auf der Allmend zu sömmern.
Es mag auch einer drei Saum- oder Brauch-Pferde zu Bedienung des Passes in einem Sommer in's Land kaufen und sömmern, nämlich wenn er eines wieder verkaufte oder ihm abgienge, mag er wieder ein anderes kaufen bis auf das dritte, aber mehrere nicht.

§. 20. Das außer Lands gewinterte Vieh.
Wenn daher jemand Vieh außer Landes, und wenn es auch auf ererbten Gütern wäre, wintert; so mag solches auch nicht mehr im Lande, wie Landvieh auf Allmend und Alpen gesömmert werden.
Jedoch sind hievon die spreitenbachischen Güter bei Seelisberg, und denen von Sisikon ihre Berggüter zu Römmerstalden ausgenommen. Auch ist dem am Unschuldigen Kindertag den 28. Christmonat jährlich zu haltenden Landrathe überlassen, in dringenden Fällen solches zu erlauben.

§. 21. Vieh Erbs- oder Schulden wegen ins Land genommen. Vieh so Erbswegen oder an Zins oder Schulden ins Land kommt, soll, so es vor Lichtmeß geschieht, und von gesunden Orten herkommt, im Lande wie Landvieh auf Allmend und Alpen mögen gesömmert werden, die Geisen jedoch ausgenommen; und soll derjenige der hiebei Gefährde brauchte oder falsche Angaben machte um Gl. 20 Buße verfallen fein.
§. 22 Aufgabe der Dorfgerichte.

Den löbl. Dorfgerichten ist bei eigener Verantwortlichkeit zur Pflicht gemacht:
1) Durch eine strenge Aufsicht hinsichtlich der Eingabe des Viehes und Entrichtung des Auflags die Interessen der Regierung bestens zu wahren, und zu diesem Zwecke stets ein genaues Verzeichniß des Viehs oder eine Abschrift der Frühlings- und Herbftlisten in ihrer Gemeinde aufzubewahren.
b) Hinsichtlich des Kaufs und Verkaufs der Schaafe so wie hinsichtlich der zwischen Fremden und Landleuten vorfallenden Käufe und Winterungsverträge um Pferde und anderes Vieh genau Obacht zu geben, ob dabei keine Gesetzesumgehung stattfinde.
c) Den Einzug jedes Jahr dahin zu befördern, daß sie bis St. Martinstag ihre Rechnungen in Ordnung und Bereitschaft haben, und auf den Ruf der Commission zu erscheinen in Fall gesetzt sind.
d) Alle ihnen bekannte Fehler und Vergehungen wider die gegenwärtigen Vorschriften der Commission anzuzeigen und zu eröffnen.

§. 23. Vom Hintersassen Auflag der Gemeinde.
Von demjenigen Auflage, den die Hintersassen bezahlen, kömmt noch Abzug des betreffenden für die Allmendkasse, ¼ derjenigen Gemeinde zu, worin dieselben angesessen sind.

§. 24. Auflag für Landleute.

§. 25. Geschworne Hintersässen.
Auflag für der geschwornen Hintersässen Vieh.
Ein geschworner Hintersäß bezahlt was 6 Kühessens nicht übersteigt, den gleichen Auflag wie der Landmann, für das was darüber ist, wie der Fremde?

§. 26. Alte Hintersässen.

§. 27. Neue Hintersässen.

§. 28.
Auflag für das Ursnervieh, so ins Land gebracht wird nach St. Niklausentag oder nach der Angabe.

b. Die Hintersassen bezahlen den unter dem folgenden §. für ins Land gebrachte Vieh festgesetzten fremden Auflag, welchem Auflage auch die Landleute mit demjenigen Vieh unterworfen sind, daß sie zwar in Ursern kaufen, hingegen aber nicht Ursner sondern fremdes Vieh ist.

§. 29. Ins Land gebrachtes Vieh.
Auflag für das ins Land gebrachte Vieh für Landleute und Hintersässen, in sofern Letztere nicht sonst schon höherm Auflage unterworfen sind.

Das vorstehende Reglement für den Bezug des Viehauflags, welches nur eine Zusammenstellung aller bisher erschienenen Vorschriften und Verordnungen enthält, ist hoheitlich ratificirt und genehmiget worden./>

Aus Erkanntniß von Tit. Herrn Landammann Karl Muheim und dem w. w. Rath zu Uri, den 20. Hornung 1841. Die Standes-Kanzlei.»

LR 20.1.1842; LB UR 1842 Bd III, S. 219-236.
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LB UR 1839 / 03 237-246  
Erneuerte Schützen-Ordnung.
«Art. 1. Es solle an einem Schießtag jeder nur 2 Schüße thun, nämlich den Umschuß und Stich, und zwar in die hiezu bestimmte Scheibe.
Art. 2. Man soll nur mit offenem Absicht schießen mögen. Auch soll jeder in anständiger Kleidung, als in einem Rock oder Halbrock erscheinen.
Art. 3. Beide Schüße sollen im Schützenhaus geladen werden, es wäre dann, daß das Schützenhaus zu klein wäre, in welchem Falle aber nahe dabei soll geladen werden. Auch soll sich keiner zwischen dem Umschuß und Stich vom Schützenhaus entfernen, ohne daß wesentliche Ursachen eintreten.
Art. 4. Keiner soll den Umschuß thun, er habe dann zuvor gedoppelt. Auch soll keiner ohne Bewilligung des Schützenmeisters oder seines Angestellten probieren mögen; und zwischen dem Umschuß und Stich soll das Probieren gar nicht erlaubt sein.
Art. 5. Es solle um 12 Uhr angeschossen werden, und so es Abend wird, soll der Schützenmeister oder sein Angestellter 3 Rüfe thun; wenn aber auf diese niemand erscheint, die Scheiben abnehmen lassen und das Nachschießen keinem mehr gestalten.
Art. 6. An Hosentägen sollen von den Oberkeitlichen Gaben auf einen Tag nicht mehr als 3 Thaler verschossen werden; nämlich 2 Thaler für die Hosen, und 1 Thaler für das Wammisch, wo aber von den Hosen Schl. 24 und vom Wammisch Schl, 10 genommen werden. Auch soll vom Doppel nicht mehr mögen genommen werden, als vom Schützer 1 Schilling, woraus die Umkösten müssen bestritten werden. Die Bändel an den Kirchweihhosen sollen von den obgemelten Schillingen oder von den Schl. 35, so von Hosen und Wammisch genommen, angeschafft werden.
Art.7 Wenn ein Schuß fehl gezeigt wird und der Schützer daran zweifelte; so soll dem Zeiger abgeläutet werden und selber nicht mehr zur Scheibe gehen, bis der Schützenmeister zwei brave, unpartheyische Schützer zur Scheibe geschickt hat; was dann selbe finden und sagen, soll ihnen geglaubt werden.
Art. 8. Jeder Umschuss, er sei getroffen oder gefehlt, soll dem Schreiber von dem Schießenden angezeigt werden, und soll dieser nicht eher hinweggehen, bis solcher eingeschrieben ist, bei Schl. 20 Buß. Der Stichschuß, wenn er ein Zeichen hat, soll ohne sich zu verweilen, bei Schl. 30 Buße angegeben werden.
Art. 9. Keiner soll ohne Erlaubniß des Schüyenmetsters oder seines Angestellten unter dem Schießen zur Scheibe gehen bei Schl. 20 Buße und Verlierung der Gabe.
Art. 10. Wann einer den Umschuß falsch angeben würde; so soll er mit Batzen 20 Strafe, nebst Verlierung der Gabe belegt werden.
Art. 11. Die Zeiger sollen bei Gl. 1 Buße, nebst Verantwortlichkeit, die Buben und andere Leute vom Zeigerhaus und Scheiben abhalten. Sie sollen auch nicht hinter die Scheiben gehen, ohne daß sie zuvor das Fähnlein hervorgehängt haben bei Schl. 30 Buße. Auch sollen sie keinem die Scheiben ganz kehren, wenn er nicht Hosenmann ist. Sie sollen verpflichtet sein ohne einigen Betrug zu zeigen, deßwegen sie alle Jahr dem Schützenmeister in die Hand anloben sollen, solches getreulich zu halten. Die Zeiger sollen, wenn sie nicht selbst zeigen wollen, einen tauglichen Mann stellen, welchen sie zuerst dem Schützenmeister zur Genehmigung vorstellen sollen.
Art. 12. Wenn einer in die unrechte Scheibe schießt, soll er mit Batzen 20 Strafe belegt werden. Ist es aber der Umschuß; so soll er nebst gemeldter Strafe den Stich nicht mehr thun mögen.
Art. 13. Wer auf dem Schützenhaus Unfugen anstellt, soll mit Gl. 1 bestraft werden. Wenn aber der Unfug zu groß wäre, so soll er U. G. Herren zu gebührender Ahndung angezeigt werden. Auch wer unzüchtige Worte ausstoßen oder schwören würde u. dgl., soll in obige Strafe verfallen sein.
Art. 14. Wer sich mit Worten wider die Schützenordnung oder wider die Schützer und deren Erkanntnissen ungebührend verhielte, soll mit Batzen 20 bestraft werden.
Art. 15. Niemand soll nahe beim Schützenhaus ausbrennen, vielweniger darin, bei Schl. 20 Buße. Auch soll nicht beim Laden, Liedern und Schießen geraucht werden, oder nahe bei denen stehend, so dieß thun. Sollte es aber einer gegen Ermahnung des Schützers thun; so soll er in obige Strafe verfallen sein.
A r t. 16. Wann einem der Schuß nicht abgienge oder sonst mit geladenem Stutzer sich vom Umschuß oder Stich wegbegeben will, soll zuerst der Hahn in die Ruh, die Zündpfannen geöffnet und das Pulver darab gethan werden, bei Batzen 20 Buße.
Art. 17. Fremden unverleumdeten Personen, so sich Jahr und Tag im Land aufhalten, wird, wenn sie anhalten, an Hosentägen zu schießen erlaubt; doch aber, daß sie um nichts mehren mögen. Damit aber solche die in der Gemeinde wohnen, auch an Dorfschießtägen und am Ausschießet schießen dürfen, sollen sie Gl. 1 Schl. 10 erlegen; diese Bezahlung ist aber jeder Gemeinde nach ihrem Gutbefinden zu bestimmen überlassen. Andern im Land sich nicht aufhaltenden Fremden als Gast zu schießen, steht an den Herren Schützern zu erlauben. Gesellen und Knechte, welche sich nicht Jahr und Tag im Lande aufgehalten haben, sollen wie Durchreisende betrachtet werden. Knechte, die Landleute sind, mögen in der Gemeinde schießen, wo sie dienen.
Art. 18. Kein Schuß, welcher den Kreis der Scheibe nicht bricht, soll gelten. Desgleichen auch, so er nicht in die Scheibe dringt, daß der Nagel kann geschlagen werden, es wäre dann, daß er Aeste, Nägel oder Stangen getroffen hätte, in welchem Falle er, wenn er schon nicht durchgegangen, doch gültig ist. Der Schützenmeister ist daher verpflichtet zu sorgen, daß die Scheiben gekreiset werden.
Art. 19. Der Schützenschreiber und die Schützenweibel sollen schuldig sein alle Fehlbaren dem Schützenmeister anzugeben, und so sie solches nicht thun, oder gar mit sich abmachen ließen oder mit selben sich verstünden, sollen sie in ihre Fußstapfen gestellt werden.
Art. 20 Alle Bußen sollen vom Schützenmeister eingezogen werden und St. Sebastian zukommen. Sollte aber gemeldter die Bußen einzuziehen vernachläßigen; so soll er schuldig sein, die ausstehenden Bußen aus dem Seinigen zu bezahlen. Die Strafen sollen ohne einigen Nachlaß eingezogen und bezahlt werden. Derjenige, so die verschuldete Buße nicht bezahlen will, soll nicht mehr um Gaben schießen und keine mehr gewinnen mögen, bis er solche bezahlt hat. Glaubte aber einer die Strafe nicht schuldig oder unbilliger Weise verklagt zu sein; so mag er für die 7 Schützer, als Hr. Schützenmeister, Brettmeister und noch 5 andere achtbare vom Schützenmeister zu erwählende Schützen, welche auf Aufforderung des Schützenmeisters erscheinen müssen, kehren, die dann untersuchen werden, ob der Fehler geschehen sei oder nicht. Sollte es sich zeigen, daß er ganz unbillig wäre verklagt worden; so sollen die Kläger in die Fußstapfen des Angeklagten gestellt werden. Hingegen aber wenn einer sich des Fehlers schuldig wüßte und überdies sich weigern, oder die 7 Schützer zusammenberufen würde, und von denselben schuldig befunden wird, so soll er in das Doppelte der sonst schon verschuldeten Buße verfallen sein.
Art. 21 Wann einer auf Abmahnen eines Beamten nicht folgen oder gar ungeziemende Worte brauchen würde, soll er in das Doppelte der aufgesetzten Strafe verfällt, und so er gar mit Ungebühr sich betragen würde, U. G. Herren angezeigt werden.
Art. 22. Laut Landsgemeind-Erkenntniß von 1788 mag jeder Schützer, der das 60igste Jahr erfüllt hat, auf der Gabel um die Gaben schießen; jedoch das selbe ganz frei gestellt werden solle.
Art. 23. Unter der Vesper, wenn der große Umgang ist, soll der Zeiger sobald es das letztemal verläutet hat, die Scheibe kehren und bis nach beendigter Vesper nicht mehr geschossen werden. Desgleichen auch an den Dorfschießtägen soll unter der Christenlehre nicht geschossen werden.
Art. 24. Es solle ein jeder Schützer, welcher am Ausschießet zu schießen gedenkt, zuvor an drei Dorfschießtägen geschossen haben, wovon aber jene so krank, Landabwesend oder in Alpen sind, ausgenommen sein sollen. Jede Gemeinde kann aber in Betreff der Dorfschießtägen so vielmal zu schießen erkennen, als sie will.
Art. 25. Wenn einem ein Schuß losgeht, und der Stutzer noch auf dem Laden gelegen ist, und dieß, unpartheiisch kann bewiesen werden; so mag ein solcher wieder einen andern Schuß thun; hingegen aber, wenn der Stutzer nicht mehr aufgelegen ist, so soll ihm nicht mehr zu schießen gestattet und deswegen keine Umfrage mögen gehalten werden.
Art. 26. Die Scheiben sollen in gleicher Größe sein, nämlich jede 5 Schuh Landmaaß im Durchmesser und das Schwarze soll 12 Zoll obigen Maaßes haben.
Art. 27. Um Handhabung der Ordnung soll jeder Kirchgang ein Schützenbuch sowohl über die Doppelnden als auch über die Gewinner an den Hosenschießtägen führen; damit bei allfälligem Zweifel von jedem Schützer kann nachgesehen werden. Die Gaben, so die Schützer nicht selbst nehmen, sollen von den Schützenmeistern einander eingehändigt werden.
Art. 28. Wenn in einer Gemeinde Hosen verschossen werden, so soll dieses vorhin den übrigen Gemeinden angezeigt werden.
Art. 29. Jeder Schützer ist verpflichtet der Ordnung nach einzulegen; so er es aber wider Ermahnung nicht thäte, soll er mit Schl. 15 Buße belegt werden. Art. 30. An den Hosenschießtägen soll den Bogenschützern nicht mehr als Btz. 10 jedesmal aus dem Doppel gegeben werden, jedoch daß sie wenigstens einmal dafür anhalten müssen. Es solle aber kein Knab, welcher das 16te Jahr erfüllt hat, mehr mit dem Bogen gültig schießen mögen.
Art. 31. Keiner der gesetzlich der Ehren beraubt ist, soll schießen mögen. Auch sollen jene, so seit 4 Jahren nicht mehr auf dem Feuerstand geschossen haben, an einer Wahl der Schützer nicht mehren dürfen.
Art. 32. Herr Schützenmeister ist verpflichtet vorstehende Schützenordnung zu handhaben. Falls er aber dies nicht thun würde; so soll er von 7 Schützenmeistern mit einer Geldbuße belegt werden.
Gegenwärtige erneuerte Schützenordnung für das ganze Land Ury ist hochobrigkeitlich ratificirt und bestätigt worden, mit dem Beisatz jedoch, daß hiedurch Militär-Verordnungen und Ordonanzen nichts benommen sein solle, und solle dieselbe in jeder Gemeinde in dem Schützenhaus zum Verhalt aufgehängt werden.
Aus Erkanntnuß von Herrn Landsstatthalter Joseph Z'graggen und dem w. w. Rath zu Ury den 6ten Heumonat 1823.
Landschreiber K. Franz Schmid.»

RA 5.7.1823; LB UR 1842 Bd III, S. 237-246.
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LB UR III 213  
Zinstragende Ersparnißkasse.
«Nach vorgenommener Prüfung und vernommenem Gutachten der löblichen Finanzkommisston wurde ein von der l. gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Uri vorgelegten Entwurf für Errichtung einer zinstragenden Ersparnißkasse genehmigt und dieses Unternehmen von der h. Kantons-Regierung garantirt; es soll daher der ganze Entwurf nebst dem beigefügten Namensverzeichniße der diese Gesellschaft gegenwärtig bildenden Mitglieder dem Landesrath-Protokolle einverleibt werden.
Die Gesellschaft ist beinebens eingeladen, bey vorkommenden Veränderungen des Personalbestandes, der hohen Regierung jedesmal davon Kenntniß zu geben.»

LR 17.5.1837; LB UR 1842 Bd III, S. 213.
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VERFASSUNGEN DES KANTONS URI

Verfassung von 1803
Verfassung von 1820
Verfassung von 1850
Verfassung von 1888
Verfassung von 1984

Verfassung nach Datum

Im URIkon befindet sich von der Verfassung 1850 nur der ursprüngliche Text. Die Verfassungsänderungen werden nachgetragen!

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 15.09.2020