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Lehnkilbi

1882-1896
 
Die traditionelle Lehnkilbi fand im ausgehenden 19. Jahrhundert (1882-1887, 1889, 1896) an einem Sonntag Ende August oder Anfang September mit der Nachchilbi am Montag statt. Böllerschüsse aus einem Mörser (später mit einer kleinen Kanone) wiesen bereits am Samstagabend auf diesen Anlass hin. Die Kanonade wurde dann am Sonntagmorgen um halb sechs fortgesetzt. Die organisierende, mit „Chilbichyydä“ geschmückte Lehnregierung versammelte sich mit der Festmusik eine halbe Stunde vor Beginn des Anlasses im Restaurant Schützengarten zum Lehn-Kaffee. Danach begann der Festumzug vom Gemeindehaus (heute Tellspielhaus) vià Schützen- und Schmiedgasse zum - mit Girlanden und Fahnen geschmückten - Festplatz auf dem Lehn. Ursprünglich begann der Festumzug erst nachmittags um halb vier Uhr. Das immer grösser werdende Programm liess den Beginn der Lehnkilbi dann bis halb zwölf Uhr vorrücken.
An der Spitze des Festumzuges marschierte anfänglich die mit Zylinder geschmückte Festmusik, in Gala-Uniform folgte der Lehnjäger, die Lehnregierung mit Zylinder und das Lehngericht sowie schliesslich die Lehnbürger. Auf dem Festplatz angekommen hielt der Lehnanwalt eine kurze Begrüssungsrede. Dann begannen unter den Klängen der Festmusik die „Nationalspiele“ mit Schwingen und Ringen, Steinheben und Steinstossen sowie Hochweitsprung und Klettern. Daneben gab es jedoch auch humoristische Disziplinen wie Sackgumpen, Schuhsuchen, Kässtechen oder Schlüsselringen. An den Wettkämpfen nahmen zirka 50 bis 70 Burschen teil. Die Erstplatzierten erhielten Preise. Als Kampfrichter amtete ein ausserkantonaler Experte. Es wurde jeweils eine Rundbühne gestellt und für die Plätze Eintrittsgeld erhoben.
Als Festmusik spielte abwechlungsweise die Feldmusik Altdorf und die Schützenmusik. Da die Festmusik sich 1884 vor dem Absenden in den Schützengarten zurückzog und die Walzerklänge auf dem Festplatz nur mehr von weitem zu vernehmen waren, wurde mit der neu gegründeten, zehn Mann starken Schützenmusik vereinbart, dass sich die Musik präzis um 12 Uhr im „Schützengarten“ einzufinden habe, den Festzug mitzumachen und am Feste und an der Preisverleihung zu spielen habe. Das Tragen von Zylindern wurde untersagt. Der Turnverein Altdorf trug Produktionen am Barren und Reck vor und zeigte als Höhepunkt verschiedene Pyramiden bei bengalischer Beleuchtung. Teilweise fand zum Abschluss noch ein kleines Feuerwerk statt, das mit einem Böllerschuss beschlossen wurde. Danach sowie an der Nachchilbi am Montag wurde in den Wirtschaften rund ums Lehn das Tanzbein geschwungen.

SIEGERLISTE

Jahr Sieger
1882 Imhof Josef, Altdorf Altdorf Lehn
1883 Baggenstoss Marzell, Gersau Altdorf Lehn
1884 Ulrich Alois Altdorf Lehn
1885 Rüttimann, Kriens Altdorf Lehn
1886 Bürgi Joseph, Arth Altdorf Lehn
1887 Bürgi Joseph, Arth Altdorf Lehn
1889 Felix Johann, Kriens Altdorf Lehn
1896 Felder, Luzern Altdorf Schützenmatte

DAS SCHWINGFEST IM DETAIL

Sonntag, 10. September 1882  - Schwingen, Lehnkilbi
Lehnchilbi mit traditionellen Spielen
Böllerschüsse künden am Morgen die Lehn-Chilbi an. Nachmittags um halb vier Uhr findet der Abmarsch vom Gemeindehaus Altdorf (heute Tellspielhaus) zum mit Girlanden und Fahnen beflaggten Festplatz auf dem Lehn statt. Dort finden Wettkämpfe im Steinheben und Steinstossen, im Klettern, Sackgumpen sowie im Schwingen statt. Das sportliche Geschehen wird begleitet von der Schützenmusik. Die Erstrangierten in den einzelnen Disziplinen erhalten Barpreise, wobei das Schwingen mit 8 Franken das höchstdotierte ist. Sieger des Schwingens wird Josef Imhof. Nach der öffentlichen Preisverleihung wird noch bengalische Beleuchtung geboten. Es folgt der Abmarsch zum Gasthaus zur Krone und „zum oberen Muther“.
UW 37, 16.9.1882; StAUR P-174/245-2(1).
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Sonntag, 9. September 1883  - Schwingen, Lehnkilbi
Wiederum Lehnkilbi mit „Nationalspielen“
Anlässlich der Lehnkilbi finden sich elf Konkurrenten zum Schwingen ein. Das Schwingen gewinnt Marzell Baggenstoss aus Gersau vor Josef Maria Ott aus Schwyz. Als bester Urner platziert sich Jost Muheim aus Flüelen. Das Steinheben und Steinstossen gewinnt der Altdorfer Anton Muther.
StAUR P-174/245-2(1)
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Sonntag, 31. August 1884  - Schwingen, Lehnkilbi
Lehnkilbi beginnt früher
Bereits um halb eins zieht der Festzug mit Zylinder geschmückten Festmusik auf das benachbarte Lehn. Das Schwingen mit 10 Bewerbern gewinnt Alois Ulrich vor Jost Muheim aus Flüelen, der auch den ersten Preis im Steinstossen entgegennehmen darf. An den insgesamt sechs Disziplinen 70 Wettkämpfer teil.
StAUR P-174/245-2(2)
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Sonntag, 13. September 1885  - Schwingen, Lehnkilbi
Bücheln und Kässtechen an der Lehner-Kilbi
Bei schönstem Wetter werden anlässlich der Lehn-Kilbi die „Nationalspiele“ abgehalten. Die Kilbi ist ausserordentlich gut besucht, rund 1‘600 Personen befinden sich auf dem Festplatz auf dem Lehn. Das Schwingen gewinnen die beiden Krienser Rüttimann und Ferdinand Wenger. Auf dem 3. Platz folgt mit dem Flüeler Jost Muheim der erste Urner. An der diesjährigen Kilbi stehen auch „Bücheln“ und „Kässtechen“ auf dem Programm.
UW 36, 5.9.1885; Urner Volksfreund Nr. 73, 12.9.1885; StAUR P-174/245-2(2)
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Sonntag, 12. September 1886  - Schwingen, Lehnkilbi
Schuhsuchen an der Lehnkilbi
Nebst den „Nationalspielen“ gibt es auch humoristische Spiele wie erstmals das „Schuhsuchen“. Das Schwingen gewinnt Joseph Bürgi aus Arth und Franz Zeier aus Kriens. Der dritte Platz belegt wiederum Jost Muheim aus Flüelen als bester Urner.
StAUR P-174/245-2(2).
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Sonntag, 11. September 1887  - Schwingen, Lehnkilbi
Mit Vergünstigungen an die Lehner Kilbi
Die Lehn-Kilbi mit den Nationalspielen wird auch von vielen auswärtigen Gästen besuch. Die Dampfschiffahrtsgesellschaft erklärt sich bereit, den Vormittagskurs 3 (Luzern ab 7.50 Uhr und Flüelen ab 18.20 Uhr) als „Spazierfahrt“ (vergünstigtes Billett für Hin- und Rückfahrt) zu führen. Ebenso erklärt sich die Direktion der Gotthardbahn bereit, Bahnbillette mit Zielort Altdorf auch für die Rückfahrt gelten zu lassen. Das Schwingen gewinnt wie im Vorjahr Joseph Bürgi aus Arth. Unter den sechs Preisgekrönten vermag sich jedoch kein Urner zu platzieren.
StAUR P-174/245-2(2)
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Sonntag, 22. Juli 1888  - Schwingen, Lehnkilbi
Beschluss keine „Nationalspiele“ an der Lehn-Kilbi durchzuführen
Die Lehnversammlung (mit Beginn um 12 Uhr) mit 18 Lehnbürgern (avisiert 55) beschliesst im Gasthaus Gotthard in Altdorf, dieses Jahr die Lehn-Kilbi ohne „Nationalspiele“ durchzuführen. Nächstes Jahr solle die Lehn-Kilbi unbedingt wieder nach alter, guter Gewohnheit mit den üblichen Nationalspielen und Tanz durchgeführt werden.
StAUR P-174/245-2(2)
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Sonntag, 18. August 1889  - Schwingen, Lehnkilbi
Lehnkilbi wiederum mit Nationalspielen
Nach einem Jahr Unterbruch finden an der Lehnkilbi wiederum Nationalspiele statt. Der Anlass wird von auffallend vielen Kurgästen aus Gersau besucht. Die Nationalspiele werden durch einen Stabreigen der Turner eröffnet. Das Schwingen mit 38 Teilnehmern wird von Johann Felix aus Kriens gewonnen. Als bester Urner erreicht Karl Inderbitzin den 10. Rang. Das Ausschwingen muss wegen eines Platzregens unterbleiben. Es ist das erste Mal, dass die Nationalspiele der Lehnkilbi – wenn auch erst zum Schluss – verregnet werden.
StAUR P-174/245-2(3)
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Sonntag, 30. August 1896  - Schwingen, Lehnkilbi
Letzte Nationalspiele an der Lehnkilbi
Bei herrlichem Wetter finden auf der Altdorfer Schützenmatte die Nationalspiele der Lehnkilbi statt. Das Programm beschränkt sich auf Ringen, Schwingen und Springen. Sowohl Schwinger als Zuschauer sind zahlreich vertreten. Beim Schwingen, bei dem bekannte zentralschweizerische Nationalturner und Schwyzer Schwinger teilnehmen, werden „vortreffliche Leistungen“ gezeigt. Den Wettkampf gewinnt der Turner Felder aus Luzern. Mit dem Erstfelder Vohmann (3.) und dem Altdorfer Alois Baggenstoss (9.) können sich zwei Urner unter den ersten 15 platzieren. Gemäss Korrespondent der „Gotthard-Post“ sah man auch bei diesem Schwingen recht deutlich, dass der Schwinger gegenüber dem Turner sich passiv verhält und durch längeres Abmüden letzteren zu schwächen sucht. Dem Turner bleibe dann nur noch das sich „ausdrehen“. Der Korrespondent sah sich in seiner Kritik bestätigt, in dem die Schwinger dem Ringen fernblieben, bei dem Gewandtheit und Geschicklichkeit die Hauptfaktoren sind. Abschliessend durfte der Korrespondent jedoch feststellen, dass dem Nationalturnen immer mehr Sympathie entgegengebracht wird. Trotzdem sind es die letzten Nationalspiele im Rahmen der Lehnkilbi.
GP 36, 5.9.1896; UW 34, 22.8.1896; UW 36, 5.9.1896.
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Zentralschweizerisches Schwingfest

1893-1905
 
(Angaben folgen)

SIEGERLISTE

Jahr Sieger
1904 Hans Stucki, Konolfingen. Altdorf  

DAS SCHWINGFEST IM DETAIL

Sonntag, 3. September 1893  - Schwingen, Zentralschweizerisches Schwingfest
Erstes Zentralschweizerisches Schwing- und Älplerfest in Luzern
In Luzern findet das 1. Zentralschweizerische Schwing- und Älplerfest, organisiert vom Turnverein Luzern und von der Verkehrskommission Luzern, Vierwaldstättersee und Umgebung. Nebst dem Schwingen, mit dem Luzerner Turner Felix Zeier als Sieger, finden auch Wettkämpfe in den Disziplinen Ringen, Steinstossen und Fahnenschwingen statt. Urner Teilnehmer erscheinen keine in der Rangliste. Im 6. Rang mit Kranzauszeichnung klassiert sich jedoch der später vorübergehend in Erstfeld wohnhafte Josef Stalder, Buchrain.
60 Jahre Innerschweizer Schwingerverband, S. 68; 100 Jahre Innerschweizer Schwingerverband, S. 14.
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Donnerstag, 30. Juni 1904  - Schwingen, Zentralschweizerisches Schwingfest
Zentralschweizerisches Schwingfest in Altdorf
In Altdorf wird das Zentralschweizer Schwingfest durchgeführt. Das Schwingen gewinnt Hans Stucki, Konolfingen.
60 Jahre Innerschweizer Schwingerverband, S. 70.
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Interkantonales Schwing- und Älplerfest

1902-1906
 
Anfang des 20. Jahrhunderts fand auf dem Urnerboden zweimal das Schwing- und Älplerfest statt (1902 und 1906). 1903 wurde das Fest wegen schlechten Witterungsbedingungen nachträglich in Altdorf ausgetragen. An dem vom Turnverein Altdorf organisierten Schwing- und Älplerfest wurden sportliche Wettkämpfe im Schwingen, Steinstossen und Hochweitsprung ausgetragen sowie kulturelle Vorträge im Jodeln, Alphornblasen und Fahnenschwingen bewertet. Die Anlässe, an welchen bis zu 150 Wettkämpfer teilnahmen, wurden von 2‘000-3‘000 Personen besucht. Vor allem aus Glarus marschierten Vereine und Gäste in grossen Scharen an. Nebst dem Turnverein Altdorf nahmen der Turnverein Glarus sowie auswärtige Wettkämpfer teil. Für Unterhaltung sorgten die Feldmusik Altdorf, der Männerchor Altdorf sowie der Jodlerklub Glarus. Am Abend wurde bei lüpfiger Musik das Tanzbein geschwungen.

SIEGERLISTE

Jahr Sieger
1902 Honegger, Winterthur Spiringen Urnerboden
1903 Huber Josef, Altdorf Altdorf Schützenmatte
1906 ??? Spiringen Urnerboden

DAS SCHWINGFEST IM DETAIL

Samstag, 6. September 1902  - Schwingen, Interkantonales Schwing- und Älplerfest
Turner marschieren zum Schwing- und Älplerfest auf den Urnerboden
Die Mitglieder des Turnvereins Altdorf besammeln sich an diesem Samstag „abends präzis halb 7 Uhr“ beim Gasthaus Muther in Altdorf, um nach Urigen zu marschieren. Ehren- und Passivmitglieder werden per Zeitungsinserat höflichst ersucht, sich der Fahne anzuschliessen. Oberturner Huber muntert alle auf, „durch steten Gehorsam und gebührlichem Benehmen dem Verein Ehre zu machen“. Die Gebrüder Jauch stellen den Turnern das Nachtlager in Urigen gratis zur Verfügung. Am Sonntag früh wird über den Klausenpass nach dem Urnerboden marschiert. Der Turnverein Altdorf organisiert das Schwing- und Älplerfest auf dem Urnerboden. Das Festkomitee gewährt allen Aktivmitgliedern „Gratisfütterung“.
UW 36, 6.9.1902; Protokollbuch TV Altdorf 5.9.1902.
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Sonntag, 7. September 1902  - Schwingen, Interkantonales Schwing- und Älplerfest
Erstes Interkantonales Schwing- und Älplerfest auf dem Urnerboden
Anlässlich der Urnerbodenkilbi („Vrenächilbi“) findet am ersten Sonntag im September das erste „Interkantonale Schwing-und Älplerfest“ statt. An dem vom Turnverein Altdorf organisierten Anlass werden Wettkämpfe im Schwingen, Steinstossen und im Hochweitsprung ausgetragen. Das Fest beginnt um 10 Uhr mit der Besammlung und um 11 Uhr mit dem Bankett. Ungefähr 2‘5000 Leute nehmen an dem Anlass teil. Das Festbankett muss im Hotel Tell in mehreren Schichten serviert werden. Das Anschwingen und die weitern Wettkämpfe, die für 12 bis 15 Uhr vorgesehen sind, beginnen deshalb mit Verspätung. Anschliessend erfolgt das Ausschwingen, begleitet von den Wettbewerben im Fahnenscheingen und Jodeln. Das Schwingen gewinnt der Turner Honegger aus Winterthur. Beste Urner sind der Senn Jakob Furrer (3.) und der Turner Karl Inderbitzin (4.) aus Altdorf. Nach der Preisverteilung werden noch freiwillige Turnproduktionen vorgeführt. Als Festmusik spielt die Feldmusik Altdorf auf. Abends um 20 Uhr stehen Höhenfeuer, ein Feuerwerk und der Betruf auf dem Programm.
UW 37, 13.9.1902; GP 37, 13.9.1902.
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Montag, 3. August 1903  - Schwingen, Interkantonales Schwing- und Älplerfest
Schwingkurs bei Leutnant Josef Huber
In Anbetracht des nahenden Schwing- und Älplerfestes auf dem Urnerboden führt Leutnant und Nationalturner Josef Huber im August in der Turnhalle Altdorf einen vierwöchigen Schwingkurs durch. „Alle Freunde dieser edlen Kunst“ werden eingeladen, an demselben mitzumachen.
GP 1.8.1903
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Sonntag, 13. September 1903  - Schwingen, Interkantonales Schwing- und Älplerfest
Schneetreiben verhindert zweites Schwing- und Älplerfest auf dem Urnerboden
Trotz strömendem Regen finden sich noch rund 300 Leute zum Schwing- und Älplerfest auf dem Urnerboden ein. Nachmittags beginnt es gar zu schneien. Um 4 Uhr nachmittags zieht der organisierende Turnverein Altdorf unverrichteter Dinge ab. Auf der Passhöhe liegt der Schnee knietief und anderntags gar meterhoch. Die Strasse zwischen der Balm und dem Seelital ist durch Lawinenniedergänge unpassierbar. Diejenigen, welche erst am Montag den Heimweg antreten, müssen den Abstieg durch die Balmwand vornehmen. Eine grössere Gruppe entgeht knapp einem Unglück durch eine niedergehende Lawine.
UW 19.9.1903
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Sonntag, 4. Oktober 1903  - Schwingen, Interkantonales Schwing- und Älplerfest
Das 2. Interkantonale Schwing- und Älplerfest wird in Altdorf nachgeholt
Das auf den 13. September auf dem Urnerboden angekündigte Schwing- und Älplerfest musste wegen ungünstiger Witterung auf den 4. Oktober in Altdorf verschoben werden. Dem Festtage gingen ebenfalls zwei nasskalte Tage voraus. Folge dessen blieben viele angemeldeten Konkurrenten zu Hause. Dagegen war der Besuch der Zuschauer, namentlich der „Landbevölkerung“, wider allen Erwartens stark. Mit grossem Interesse folgte diese dem Schwingkampf zwischen Turner und einem ihr bekannten Älpler. Tosende Bravorufe zeigte, dass ihr Kamerad obenauf geschwungen hat. Das Fest verläuft ohne jeglichen Unfall und zur grossen Zufriedenheit der Wettkämpfenden. Das Schwingen und das Steinstossen gewinnt Leutnant Josef Huber und das Springen Oberturner Otto Zberg, beide aus Altdorf. Hinter vier auswärtigen Schwingern und Turner platzieren sich die beiden Schattdorfer Schwinger Gamma und Max Gisler auf den Plätzen 6 und 7. Das Fahnenschwingen gewinnt Josef Nell, Altdorf, und das Jodeln Ladislaus Krupski (Hanns In der Gand). Insgesamt wurden 57 Preise verabfolgt.
UW Nr. 41, 10.10.1903.
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Sonntag, 2. September 1906  - Schwingen, Interkantonales Schwing- und Älplerfest
Prachtvolles Wetter am Schwing- und Älplerfest auf dem Urnerboden
Am zweiten, auf dem Urnerboden ausgetragenen Schwing- und Älplerfest herrscht prachtvollstes Wetter. Der Anlass hat grossen Zulauf. Der Wagenpark vor dem Hotel Tell präsentiert rund 40 Gefährte. Die Wettkämpfe dauern von 13 bis 17 Uhr. Schwingen wechselt mit Jodeln, Alphornblasen und Fahnenschwingen. Daneben können sich im Steinheben, Wettlaufen, Klettern (Stange) üben. Zum Programm gehören jedoch auch Jugendspiele, Käsestechen und Sackgumpen. Viele Urner weilen jedoch im Militärdienst. Die Preise in den sportlichen Disziplinen gehen alle ausserhalb des Kantons. Im Jodeln gewinnt Karl Martin Arnold aus Unterschächen den 2. Preis und Marta Weber von Urigen einen Ehrenpreis. Der Unterschächner Jost Schuler wird als Erster im Alphornblasen ausgezeichnet.
UW 1.9.1906; UW 8.9.1906, UW 15.9.1906
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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 04.09.2019