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Die Geschichte der Haushaltsgegenstände

Transportgeräte

Bevor Motorfahrzeuge, Seilbahnen und moderne Transportmaschinen Einzug hielten, mussten landwirtschaftliche Erzeugnisse grösstenteils mit menschlicher oder tierischer Muskelkraft befördert werden. Im Berggebiet und besonders in Uri erschwerten steile Hänge, schmale Wege und grosse Höhenunterschiede den Transport zusätzlich. Deshalb entstanden einfache, aber zweckmässige Geräte aus Holz, Weidengeflecht, Leder und Hanfseilen. Sie dienten dazu, Heu, Holz, Lebensmittel, Milch, Mist und Arbeitsgeräte zwischen Hof, Stall, Feld und Alp zu bewegen.



Zu den wichtigsten Hilfsmitteln gehörte der Rückenkorb. Er wurde meist aus Weidenruten, Hasel oder gespaltenem Holz geflochten und mit Schulterriemen getragen. Je nach Form nahm er Kartoffeln, Gemüse, Brennholz, Streu, Käse, Werkzeuge oder kleinere Lasten auf. Der Korb verteilte das Gewicht auf Rücken und Schultern und liess dem Träger die Hände frei. Besonders auf schmalen Bergwegen, die mit Fuhrwerken nicht befahren werden konnten, war er unentbehrlich.

Für grössere oder sperrige Lasten verwendete man ein hölzernes Traggestell (UD: «Rääf»). Es bestand aus einem leiterartigen Rahmen mit Schulterriemen und häufig einer kleinen Auflagefläche am unteren Ende. Die Ladung wurde mit Stricken am Gestell befestigt. Auf diese Weise liessen sich Holzscheite, Heubündel, Käse, Säcke, Körbe, Milchkannen und selbst kleinere Geräte auf dem Rücken transportieren. Im Gegensatz zum geschlossenen Rückenkorb konnte das Rääf an sehr unterschiedliche Lasten angepasst werden.

In der alpinen Milchwirtschaft dienten hölzerne Rückengefässe wie die Milchbrente oder Tanse zum Transport der frisch gemolkenen Milch.

Auf weniger steilem Gelände kamen Schubkarren (UD: «Garettä»). und zweirädrige Handkarren zum Einsatz. Die Schubkarre eignete sich vor allem für Mist, Erde, Steine und Futter. Handkarren nahmen grössere Mengen an Heu, Getreide oder Holz auf. Breitere Wege ermöglichten schliesslich den Einsatz von Ochsen- und Pferdefuhrwerken. Leiterwagen dienten zum Transport von Heu und Getreide, während schwere Karren unter anderem Holz, Dünger und Baumaterial beförderten.

Auch Tiere wurden als Lastenträger eingesetzt. Pferde, Maultiere und gelegentlich Esel trugen Säcke, Käse, Lebensmittel und Werkzeuge in seitlich befestigten Tragkörben oder auf einem Packsattel. Ochsen und Kühe zogen Karren und Schlitten. Es wurde hierzu ein Nackenzugjoch verwendet. In den Bergregionen blieb der Saumtransport lange wichtig, weil viele Alpen nur über schmale Pfade erreichbar waren.

Quellen / Literatur: www.urikon.ch; Zeichnungen und Unterstützung durch ChatGPT.

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 11.09.2026