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Abbau von Eisenerz in Uri



In der Erdgeschichte dehnte sich im Zeitabschnitt des Jura (vor ca. 200 bis 145 Millionen Jahren) das Meer von Norden her immer mehr gegen Süden aus. Dabei waren auch grosse Teile der Schweiz überflutet. Durch Sedimentation entstanden in flachen Wassern so genannte Eisenoolithe. Dabei wurde das im Wasser gelöste Eisen während der Ablagerung von Sand- und anderen Partikeln als Oxid ausgefällt. Schliesslich wurden diese kleinen Kügelchen (Eier) als Eisenoolithe Bestandteil des Sedimentsgesteins. Bei der Alpenfaltung (vor 100 Millionen Jahren) wurden diese Schichten auch in unseren Gegenden aufgetürmt. Im Isental und im Windgällengebiet traten diese Schichten zu Tage. Vermutlich im 14. Jahrhundert begann man in Uri diese Schichten abzubauen.

Das Erz gehörte seit alters her dem Land, zu dessen Abbau war eine Konzession notwendig. Diese wurde an den so genannten Bergherrn erteilt. Grundsätzlich wurde das Bergrecht nur an Personen mit dem Urner Landrecht verliehen. Mangelnde Nachfrage liessen diese Bestimmungen jedoch ausser Kraft treten.
Das Land verlieh das Bergwerkprivilegium gegen Erstattung eines jährlichen Zinses und wohlfeile Abgabe des produzierten Eisens im Lande gewöhnlich auf 25 Jahre. Die Bewerber beanspruchten das alleinige Nutzungsrecht des Erzes; bezeichnenderweise verlangten sie ausdrücklich zugleich mit diesem auch das erforderliche Holz an geeigneten Orten. Schutz bei allen bestehenden Privilegien der Werke, die Erlaubnis, nach Bedürfnis auch neue Werke anlegen zu dürfen, Platz für Hütten und Gärten der Arbeiter, Weide für ihr Vieh und eine Reihe von Handelsprivilegien waren die Hauptbegehren, die sie bei ihren Bewerbungen geltend machten.

Im Isental wurde die Eisenerzgewinnung seit dem späten 16. Jahrhundert im Kleintal von Johann Jakob Madran und insbesondere seinem Erben Peter Madran (+1631) betrieben. Mit diesem trafen die Talleute eine Vereinbarung, die ihm unter gewissen Bedingungen erlaubte den Bannwald zu schlagen. Im Kleintal weisen denn auch die Flurnamen «Im Eisenofen» und «Schmelze» auf ehemalige Bergbaubetriebe hin.

Im Maderanertal wurde seit dem 16. Jahrhundert im Windgällengebiet an mindestens fünf Orten Eisenerz abgebaut. Die eisenführenden Schichten treten auf der Ostseite des Massivs verschiedentlich bis 3 Meter mächtig zutage und wurden an den günstigsten Stellen abgebaut. Vermutlich ist am schwarzen Erzberg schon vor der Familie Madran gearbeitet worden. Diese haben aber den Bergbau zu hoher Blüte gebracht. Anstelle des alten Namens «Kerstelental» wurde der Name «Maderanertal» immer gebräuchlicher.
Ausgang des 17. Jahrhunderts kommt das Silener Bergwerk an Einheimische.
Zwischenzeitlich gingen Schmelzwerk und Schmiede samt den zugehörigen Gütern in den Besitz des Landes über. Die Regierung vergab dem Bergherrn somit nicht nur das Bergrecht, sondern auch das Bergwerk mit seinen Gebäuden und ihrem Inventar. 1719 wird mit Franz Anton Weiss aus Bregenz erstmals ein Fremder Bergherr. Es mussten Bauarbeiten getätigt und neue Abbaugebiete gefunden werden. Erst nach mehr als zwei Jahren konnte der Betrieb aufgenommen werden. Weiss geriet bald in Zahlungsschwierigkeiten und verkaufte aus «Finanznoth» bereits 1723 das gesamte Werk an die Basler Johann Linder und Johann Burckhardt-Jünger. Die neuen Bergherren sind nicht nur landesfremd, sondern auch protestantischen Glaubens. Sie packten die neue Aufgabe gleich an. Vor allem wegen der Schmiede in Amsteg und dem Holzbedarf ergaben sich immer wieder Schwierigkeiten und Klagen der Bevölkerung. Die Bergherren ihrerseits verlangten Zollfreiheit auf Eisen und warnten, dass man beim Ausbleiben der Privilegien bei der Gewinnung und Verarbeitung des Eisenerzes zu einem straffen, rücksichtslosen und knauserig scheinenden Betrieb gezwungen war.
Für die Verhüttung des Eisenerzes in qualitativer und quantitativer Hinsicht verlangten sie vor allem den ununterbrochenen Betrieb ihrer Schmiede. Die Urner Regierung zeigte sich dem Unternehmen gegenüber nicht gerade entgegenkommend. Sie war demselben grundsätzlich gutgesinnt, da der Bergbau in ihrem eigenen Interesse stand. Die Rücksichtnahme auf ihr Land und Volk sowie deren Wohlergehen stand ihr jedoch näher als dasjenige der protestantischen Unternehmer.
Infolge eingetretener Zahlungsschwierigkeiten und der Trennung der Gesellschaft Burckhardt-Linder führte Linder das Bergwerk alleine weiter. Doch allein vermochte er sich nur noch zwei Jahre zu halten. 1729 hörte auch der zweite Eisenherr aus Basel endgültig auf, Urner Eisen zu fabrizieren. Noch im selben Jahre erfolgte die Inventaraufnahme beim Schmelzofen im «Kerstelental», 1730 diejenige des Werk- und Eisenzeuges bei der Hammerschmiede in Amsteg, worauf der Betrieb an Caspar Jauch und «Mithaften» übergeben wurde. Aber schon 1733 erfolgte die Liquidation dieser neuen Gesellschaft. Der Betrieb musste eingestellt werden.
Die Landsgemeinde beschloss 1759, dass jeder Landmann befugt sei, auf der Allmend Erz zu graben. Dieser Beschluss setzte für dies Eisenerzausbeutung den Ablauf aller verliehenen Konzessionen oder die Verzichtleistung darauf voraus und bewies, dass der Eisenbergbau auf einem Punkte angelangt war, bei dem die Regierung es nicht mehr für nötig fand, am Bergrecht festzuhalten. Die vier einheimischen Eisenherren zu Beginn der 1730er-Jahre waren die letzten, welche den Abbau von Eisen in Uri betrieben haben. Als daher 1762 eine Wasserflut den Eisenhammer in Amsteg und den Schmelzofen im Maderanertal wegriss, war es mit der Silener Eisenverhüttung schon seit Jahrzehnten vorbei.

Im Jahre 1840 ersuchte Johannes Müller von Altdorf um eine Konzession für die Ausbeutung der Eisenlager auf Oberkäsern. Sie wurde ihm auf die Dauer von 40 Jahren erteilt und galt nur für die Gewinnung von Eisenerz, nicht aber für irgendwelche andere bergherrliche Rechte.

Literatur: Blättler Alois, Der alte Bergbau in Uri, in: Gotthard-Post 1942, Nr. 49 - 52 ; 1943, Nr. 1 - 8 ; 10 - 12; Jenni Jean-Pierre, Der alte Bergbau am Bristenstock, Kt. Uri, in: Mineralienfreund 1971, Jahrgang 9, Nr. 4, S. 1-40 : ill.; Walter Hans, Bergbau und Bergbauversuche in den fünf Orten, in: Geschichtsfreund, Bd. 78-80, 1923-25, S. 1-107.

Abbau von Eisenerz

Das Eisenerz wurde in Uri durchwegs im Tagbau gewonnen. Bei der Stufen-Abbautechnik schlugen die Bergleute einen schmalen Schnitt in den Abbaustoss. Durch Feuersetzen wurde das Gestein brüchig gemacht. Mit Eisen und Schlägel wurde dann das Eisenerz abgebaut.
Seit dem 17. Jahrhundert wurde das Schwarzpulver im Bergbau eingesetzt. Mit eisernen, an den Spitzen mit Stahl belegten Bohrern wurden je nach der Beschaffenheit des Gesteins Löcher von 20-75 cm Tiefe in den Fels gebohrt. Mit der Raumnadel wurden die Gesteinstrümmer aus dem Bohrloch entfernt. Durch eine kleine Öse an der Nadel konnte ein Läppchen gezogen werden, mit dem das Bohrloch getrocknet wurde. Dann führte man das Schwarzpulver in einer Papierpatrone mit Hilfe der Schiessnadel ein und anschliessend Lehm in das Bohrloch gedrückt. Durch Schläge mit dem Bohrlochstampfer wurde die Ladung verdichtet. Nun wurde die Schiessnadel herausgezogen und damit der Zündkanal freigegeben. In diesen wurde nun ein Strohhalm, mit Jagdschiesspulver gefüllt, eingeführt. Zum Zünden der Ladung wurde ein «Schwefelmännlein» benutzt. Das war ein zirka 8 cm langer Wollfaden, der zuvor in flüssigem Schwefel getränkt wurde. Dieser wurde nun an den Strohhalm geklebt. Der Bergknappe hatte nun rund eine Minute Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen. Das in Brand gesteckte «Schwefelmännlein» entzündete das Pulver.
Die abgetrennten Gesteinsmassen fielen 40 bis 50 Meter über eine senkrechte Felswand hinunter. An ihrem Fusse sortierte man das Gestein. Die Erzhauer schlugen das Erz sauber heraus und trennten es von dem schädlichen Gestein. Wer absichtlich falsche Gesteine unter das Erz brachte, wurde streng, wie für Diebstahl, bestraft.
Die Unterkunft der Erzknappen war wohl in der Nähe der Alphütten. Die Beförderung des Eisenerzes vom Abbau zur Schmelze wurde in Tierhäuten ins Maderanertal hinuntergeschleift.

Abbaugebiete von Eisenerz in Uri
Im Windgällengebiet wurde an mindestens fünf Orten Eisenerz abgebaut: 1. Am Maderanertaler Schwarzstöckli (zirka 50 Meter östlich des untern Windgällenfurkeli);
2. In der Falllinie des Pucher-Gipfels gegen das Maderanertal. Die Stelle ist in ungefähr einer Stunde vom Oertliboden aus erreichbar.
3. Am südlichen Gratausläufer des Schwarz-Stöckli, an leicht zugänglicher Stelle.
4. Im Kessel westlich des Höhenzuges Schwarzstöckli-Furkelihorn- Grosse Windgälle, in den unteren Eisengruben (ca. 1960 Meter). Sie liegen in den «Brüchen» oberhalb der Alp Oberkäsern.
5. Im gleichen Kessel aber höher, im sogenannten Aelpli, zwischen Grosser und Kleiner Windgälle, ca. 2500 Meter hoch (Obere Eisengruben).

Quellen, Literatur: Blättler Alois, Der alte Bergbau in Uri, S. 11; Heupel Karl, Feuersetzen Bohren Sprengen (www.karl-heupel.de; 2019); Lavater Hans; Von den Metallen überhaupt und von dem Urner Bergwerk im besonderen; Abhandlung, verlesen am 18. Februar 1748 in Zürich; in: Blättler Alois, Der alte Bergbau in Uri, S. 20 f. Walter Hans, Bergbau und Bergbauversuche in den fünf Orten, 2. Teil, S. 30.

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Pflichten des Bergherrn

Die Konzessionsinhaber durften nach Erz graben, dieses schmelzen und ausserhalb des Landes ohne jede Zollbelastung verkaufen. Sie waren zudem berechtigt, innerhalb des Gebietes, das die Konzession umfasste, ohne jede Bezahlung Holz zum Bauen und zum täglichen Gebrauch ihres Geschäftes zu schlagen. Sie durften Wege, Stege und Wasser für ihre Zwecke zu benutzen. Sie waren befreit von Abgaben oder Zöllen für alle Zufuhren (Trank oder Speise) zu den Bergwerken. Falls das Auslöschen der Öfen grossen Schaden verursachen sollte, war das Schmelzen des Erzes auch an Sonn- und Feiertagen gestattet.

Für die Anwerbung von Arbeitern existierte als einzige einschränkende Bestimmung, dass nicht mehr als 25 fremde Bergknechte angestellt werden durften, dass diese die wahre, alte Religion gebrauchen und den Gesetzen des Landes Uri nachleben sollten. Vor ihrer Anwerbung hatten sie in den Kirchen von Erstfeld, Altdorf, Bürglen und Silenen «einen Ruf ergehen zu lassen». Die Bergherren hafteten nicht für Schulden ihrer Knappen.

Die Bergherren sollten von dem gewonnenen Gold, Silber oder Kupfer den Zehnten verabfolgen.
Falls die Bergherren das Bergwerk sechs Jahre lang nach Inkrafttreten des Briefes unbearbeitet stehen liessen, so fiel das Lehen wieder dahin. Wenn die Arbeit innerhalb der genannten Frist aufgenommen wurde, so durfte sie längere Zeit eingestellt werden, ohne dass die Konzession deswegen erlosch.

Bussen mussten in Wein oder in entsprechendem Geldbetrag bezahlt werden und flossen in die sogenannte Bruderbüchse, woraus man in Not geratene Bergleute unterstützte.

Die Bergherren mussten für die notwendigen Lebensbedürfnisse ihrer Arbeiter, wie Speise, Trank und Kleider sorgen. Das Tragen von Waffen war verboten. Besonders streng bestraft wurde die Aufwiegelei. Bei einer Busse von 20 Mass Wein war es untersagt, fremde Weiber oder Müssiggänger in die Bergwerke zu bringen. Auch hatten alle fremden Bergleute nach Aufgabe des Dienstes das Land unverzüglich zu verlassen. Falls einer vom Weintrinken «ungestüm und tobend» wäre, so durfte ihn der Bergherr in eine Kammer oder in ein «Taubhüsli» einschliessen, bis er seinen Rausch ausgeschlafen hatte. Bei Ausbruch von Feuer war jeder verpflichtet, unverzüglich und mit aller Kraft Hilfe zu leisten. Die an solcher Arbeit Unbeteiligten mussten den andern je 10 Mass Wein stiften. Niemand durfte Kohlen, Holz oder Bretter wegtragen bei vier Mass Wein Busse oder so viel Geld und Bezahlung des Schadens.

Quellen, Literatur: Ordnung um 1600 in Privatbesitz, in: Blättler Alois, Der alte Bergbau in Uri, S. 17 ff.

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Schmelzwerk

In den Zeiten vor dem grossen Bergherrn Madran wurde das Erz in einem Schmelzofen zu Amsteg verarbeitet. Ende des 17. Jahrhunderts bestand eine umfangreiche Anlage im Maderanertal, die wohl ebenfalls von den Madran errichtet worden war. Sie befand sich unterhalb der Golzerenalp am Kärstelenbach und umfasste damals den Schmelzofen, Kohlhütten und Wasserleite. Diese speiste das Wasserrad, welches das Blasbälge des Schmelzofens antrieb. Es fehlte das Pochwerk zum Zerkleinern des Erzgesteins. In der Nähe des Schmelzwerkes befanden sich ferner die Arbeitsstätten der Köhler.

Von diesen Bauten ist heute bloss noch der restaurierte Hochofen in Obermatt erhalten. Zudem erinnert noch der Name «Kohlplatz» in Hinterbristen, an den Bergbau.

Der Hochofen wurde von oben mit Eisenerz, Holz und Zuschlägen (u.a. Kalkstein) so beschickt, dass sich im Ofen Schichten von Holz und Eisenerz abwechselten. Unten wurde heisse Luft eingeblasen. Durch das entstehende Kohlenstoffmonooxid wurden die Eisenoxide reduziert, und es sammelte sich unten flüssiges Roheisen an, das in regelmässigen Abständen entnommen wurde (Abstich).

Der Schmelzer teilte die Arbeit mit einem Schmelzknecht und zwei Aufsehern. Nach Anleitung des Schmelzers wurde das Erz aufgesetzt. Jeder war verpflichtet, wach zu bleiben, solange der «Umgang» bei ihm lag. Knechte, die einschliefen, mussten zwei Mass Wein oder den gleichen Betrag in Geld bezahlen. Für entwendetes oder weggetragenes Werkzeug waren zwei Mass Wein Busse festgelegt.

Quellen, Literatur: Blättler Alois, Der alte Bergbau in Uri, S. 19. S. 29. / S. 56; Walter Hans, Bergbau und Bergbauversuche in den fünf Orten, 2. Teil.

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Schmiede

Vom Schmelzofen wurde das in schiffförmige Masseln gegossene Roheisen auf Karren zum Steilabsturz bei der Kapelle «St. Antoni» in Vorderbristen gefahren. Dort wurden die Masseln in dem steilen Reistzug der «Isechäli» zur Schmiede in Amsteg heruntergelassen.
Die Schmiedeanlage in Amsteg befand sich unterhalb des Zusammenflusses des Kärstelenbachs mit der Reuss und umfasste die grosse Hammer-, Zain- und Nagelschmiede mit ihren verschiedenen Hämmern und ihren Ambossen, Essen, Blasbälgen und übrigen Einrichtungen. Ein Wasserrad lieferte die erforderlichen Kräfte. In der Nähe befanden sich die Wohnungen für die Arbeiter, sowie die Stallungen für das Zug- und Nutzvieh. Das Gebiet wurde als «Schmitten» bezeichnet. 1762 wurden die Anlagen durch ein Unwetter zerstört.
Die Fabrikation umfasste Güter-, Zain- und Stabeisen, Werkzeuge, Beschläge, Nägel und Kriegsmaterial (Kugellehren und Granatenmodelle).

Literatur: Blättler Alois, Der alte Bergbau in Uri, S. 21 ff.; Walter Hans, Bergbau und Bergbauversuche in den fünf Orten, 2. Teil, S. 29 ff.

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EREIGNISSE ZUM ABBAU VON EISENERZ IN URI


Bergbaurecht an Johann Epp
Die Urner Regierung verleiht dem Johann Epp und seinem Sohne Franz das Bergbaurecht und übergibt ihm zugleich die zugehörigen Gebäude und das gesamte Inventar.
Blättler Alois, Der alte Bergbau in Uri, S. 23.
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Ammanshorn wird am «Schwarzen Erzberg» gefunden
Der Chronist M. A. Cappeler erwähnt, dass vom Luzerner Peter Bircher unter Führung von Meister Christian Lunger am «schwarzen Erzberg» im Maderanertal ein Ammonshorn gefunden wurde, das in der Mitte ein Muttergottesbild aufwies. Bircher schenkt den wunderbaren Stein der Wallfahrtskapelle Hergiswald ob Kriens.
Blättler Alois, Der alte Bergbau in Uri, S. 9.
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Bergrecht für Eisenabbau an Hauptmann Madran
Die Regierung von Uri erteilt Hauptmann Hans Jakob Madran und Caspar Romanus Bässler das alleinige Bergrecht im Maderanertal auf 100 Jahr.
Blättler Alois, Der alte Bergbau in Uri, S. 9.
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Erzknaben wollen Arbeit im Winter einstellen
Im Herbst geht ein Gesuch an Vogt Trösch, worin die «Erzknaben» verlangen, dass der Abbau des Erzes bis zum Mai des folgenden Jahres eingestellt werde. Doch sollen Brief und Siegel unschädlich bleiben, also ihre Gültigkeit gleichwohl beibehalten.
Blättler Alois, Der alte Bergbau in Uri, S. 9.
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Werbung für Knechte im Bergwerk
Der Urner Landammann vermeldet an der Eidgenössischen Tagsatzung, dass Heinrich Köhler, der in ihrem Bergwerke wohne, in der Eidgenossenschaft gegen einen savoyschen Herrn Knechte werbe.
Eidg. Abschiede 1478-1499, Bd 3 Abt I, S. 84,
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Isentaler treten Wald an Madran ab
Die Isentaler treten den Wald zwischen den Isleten und der Frutt dem Bergherren Hans Jakob Madran ab. Dieser besitzt bereits Eigentum an der Isleten und hat die Absicht, zu Diensten seiner Bergwerke zu bauen. Er bekommt das Recht, denselben einzuhagen. Er und seine Erben verpflichten sich hingegen auf ewige Zeiten, daselbst Wehri, Brücke und Sust zu erhalten. Die Sust soll denen zu Isental, Seelisberg und Bauen gehören. Die Madran haben ferner den von «Iselton» nach Frutt ins Isental führenden Weg zu unterhalten und offen zu lassen und ausserdem 200 Gulden an die Strasse und ihren Unterhalt zu bezahlen. Für die «grossen Beschwerden», die Madran auf sich nimmt, erhält er das Recht, Zeit seines Lehens auf Wasser und zu Land zugunsten seiner Bergwerke zu bauen.
Blättler Alois, Der alte Bergbau in Uri, S. 8.
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Wald im Isental soll gebannt werden
Die Talleute von «Iseltal» verlangen vor Gericht in Altdorf, dass zum Schutze des Weges, der von «Iselton» nach der Frutt im «Iseltal» führe, der Wald in den Bann gelegt werde.
GFR Bd. 20 (1864), S. 322.
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Montag, 20. August 1556
Bergherr will weniger Feiertage
Es erscheint vor Landammann und Rat einer derjenigen, welchem man die Erze ob «Sylenen» verliehen hat, samt Vogt Trösch und beklagt sich wegen der vielen Feiertage. Man beschliesst, das Gesuch vor eine «mehrere Gewalt» zu bringen und weist sie dabei an, indessen die Feiertage wie bisher zu halten.
Blättler Alois, Der alte Bergbau in Uri, S. 9.
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Freitag, 16. Januar 1665
Landvogt kauft Ansprache auf Bergwerk
Landvogt Karl Franz Schmid kauft einem Meister Jakob Gnos, Schlosser, eine Ansprache, welche auf das ganze Eisenbergwerk lautet, um 360 Gulden ab, welche Kaufsumme ihm nur in einer laufenden Rechnung gutgeschrieben wird.
Walter Hans, Bergbau und Bergbauversuche in den fünf Orten, 2. Teil, S. 30.
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Montag, 25. April 1695
Verkauf der Bergwerksgüter
Die der hohen Obrigkeit gehörenden Bergwerksgüter «Mühlebach» im Maderanertal werden von Landammann J. C. Bässler und einem Ehrenausschuss durch Vergantung um 1560 Gulden an die Gebrüder Hans Melcher und Caspar Epp verkauft.
Walter Hans, Bergbau und Bergbauversuche in den fünf Orten, 2. Teil, S. 33; Blättler Alois, Der alte Bergbau in Uri, S. 23.
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EISERNE ZITATE

Eisen und Stahl gegen Böses
Sagensammlung Josef Müller
«Eisen und Stahl „häuwt (schneidet) das Bees“: ist gut gegen alles Böse. ... in denen Sensen, Messer, Äxte, Beile eine Rolle spielen. ...»
Müller Josef, Sagen aus Uri, Sage 1450 b.
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ERZE, BERGBAU

Abbau von Eisenerz
Abbau von Alaun und Silber
Der Schmelzofen von Hinterbristen
Schmieden und Schlossereien

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 3.6.2019