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Urner Steine und Mineralien

ALLGEMEINES



Jeder Landmann war befugt auf Allmendgebiet nach Erz zu graben. Wenn einer an einer Stelle beginnt und sein Werkzeug liegen liess, sollte ein Jahr und einen Tag lang niemand anders dort arbeiten mögen.
     
Literatur:

URNER STEINE UND MINERALIEN IM DETAIL



Bernstein gegen Zahnweh
Dem Bernstein wurde in vorchristlicher Zeit wegen seiner elektrostatischen Aufladefähigkeit, seiner besonderen Farbe und seiner Weichheit eine spezielle Heilkraft zugewiesen. Dieser Glaube währt bis in die heutige Zeit. So hängt man zahnenden Kindern eine Bernsteinkette um den Hals, um ihnen das Zahnen zu erleichtern.

Autor: Bär-Vetsch Walter, Kraft aus einer andern Welt, S. 83. Literatur: Hofmann Lea; Anhängen, zeigen, S. 66; Niederberger Hanspeter, Hirtler Christof; Geister, Bann und Herrgottswinkel, S. 89.

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Belemniten
Die prähistorischen Belemniten, d. h. versteinerte Überreste von Vorläufern der Tintenfische, nannte man Donnerkeile und meinte, dass sie vom Himmel herabgeschleuderte Blitze waren.
Bei Gewittern legte man sie als Schutz auf das Fensterbrett. Als Phallussymbol wurden Belemniten bei Geschlechtskrankheiten verwendet. Der Donnerkeil erinnerte von der Form her an Pfeilspitzen. Deshalb wurde er auch Albgeschoss genannt und gegen das Albdrücken («Toggäli») unter das Kissen gelegt. Wahrscheinlich hielt man sie in der Urzeit für Geschosse elbischer Geister. An ihre Stellen traten später die Hexen. Hatte jemand unwillkürlich auftretende stechende Schmerzen, sah man die Ursache in solchen Geschossen, daher der Name Hexenschuss («Es ist mir in den Rücken geschossen!»)

Autor: Bär-Vetsch Walter, Kraft aus einer andern Welt, S. 81. Literatur: Niederberger Hanspeter, Hirtler Christof; Geister, Bann und Herrgottswinkel, S. 129.

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Abwehrmittel
Gegen Geister, Gespenster, Krankheiten und böse Einflüsse von aussen kannte das Volk verschiedene Abwehrmittel. Die Empfehlungen waren zwiespältig darüber, was zu tun war, wenn man sich einem Gespenst gegenüber sah, wenn man in etwas hineingeraten oder wenn man vom rechten Weg abgekommen war. Nicht nur Menschen wollte man vor dem Zugriff des Bösen und vor Krankheiten schützen, sondern auch Tiere und ganze Hausgemeinschaften.

Literatur: Zihlmann Josef, Volkserzählungen und Bräuche, S. 20; Walter Bär-Vetsch, Volksfrömmigkeit, S. 21.

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EREIGNISSE ZU STEIN UND MINERALIEN

Freitag, 4. Februar 2000
Neu ein Wochenpatent zum Strahlnen
Neu gibt die Korporation Uri zur Gewinnung von Mineralien und Kristallen ein Wochenpatent ab. Bisher konnte einzig ein Jahrespatent gelöst werden. Neu sind beim Strahlnen auch Helikopter für den Transport des Materials zulässig, sofern die Bewilligung der Korporation Uri vorliegt. Der Korporationsrat Uri heisst die entsprechende Änderung der Strahlerverordnung gut.
UW 10 / 5.2.2000

Freitag, 31. März 2000
Weniger Strahlerpatente
Für dieses Jahr wurden bei der Korporation Uri 234 Strahlerpatente gelöst. das sind vier weniger als 1999, 42 weniger als 1995.
UW 38, 17.5.2000

Donnerstag, 27. August 2009
Absturz eines Strahlers
Ein 66-jähriger Strahler aus dem Kanton Zug stürzt am Winterstock, Gemeinde Göschenen, ab und kommt ums Leben. Der Verunfallte war zusammen mit drei Kollegen im Gebiet Winterstock/Gletschhorn beim Strahlen. Er stürzte dabei über einen kleinen Felsen und anschliessend rund 150 Meter über eine steile Geröllhalde ab. Der Abgestürzte stirbt noch auf der Unfallstelle.
UW 67, 29.8.2009

Sonntag, 2. September 2012
50. Urner Mineralientage mit Grossaufmarsch
Seit fünf Jahrzehnten bilden die Mineralientage der Urner Mineralienfreunde (UMF) einen Höhepunkt im Urner veranstaltungskalender. Die 50. Mineralientage locken wiederum mehr als 80 Ausstellende sowie über 1500 zahlende Besucherinnen und Besucher an.
UW 69, 5.9.2012

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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 1.1.2019