BRAUCHTUM

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Besondere Tage in den nächsten 30 Tagen



Donnerstag, 20. Februar 2020
Schmutziger Donnerstag
Donnerstag vor Aschermittwoch
närrischer Feiertag
Zwischen zwei traditionellen Fastentagen anerbot sich der letzte Donnerstag vor der Periode der endgültigen Enthaltsamkeit als traditioneller Schlacht- und Backtag und wurde im 19. Jahrhundert sowohl Fetter als auch Schmutziger Donnerstag genannt. Ein Sprichwort besagte: "Was am Schmutzigen Donnerstag gearbeitet wird, das fressen die Mäuse!" Man arbeitete wenig und lebte fett. Schmutz hatte ebenfalls die Bedeutung von "Fett".
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Sonntag, 23. Februar 2020
Pfaffen- oder Herren-Fasnacht
Fasnachtssonntag
kein Feiertag.
Estomihi oder Quinquagesima Pfaffen- oder Herren-Fasnacht Die Geistlichen hatten mit dem Fasten nicht erst am Aschermittwoch, sondern bereits am vorangehenden Montag zu beginnen. Der Sonntag wurde spätestens deshalb früher auch Pfaffen- oder Herren-Fasnacht genannt.
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Montag, 24. Februar 2020
Gidelmändig
Montag vor Aschermittwoch
närrischer Feiertag
Der «Gidelmäändig» (Güdelmontag) ist in Uri erst seit 1901 ein Fasnachtstag. Das Brauchtum wurde von der Jungen Fasnacht (Dienstag) verlegt, damit am Morgen des Aschermittwochs mehr Gläubige die Asche empfangen.
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Dienstag, 25. Februar 2020
Junge Fasnacht
Dienstag vor Aschermittwoch
Närrischer Feiertag.
Früher war die Junge Fasnacht mit dem Fetten Donnerstag Hauptfasnachtsstag. 1901 wurde das Maskentreiben auf den Gidelmändig verlegt, damit die Gläubigen am Mittwoch in der Kirche eher Asche holen. Heute wird am Fasnachtsdienstag vielerorts - mit und ohne Feuer - die Fasnacht beerdigt.
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Mittwoch, 26. Februar 2020
Aschermittwoch
40 Tage vor Ostern (ohne Fastensonntage)
Erster Fastentag.
Mit dem Aschermittwoch beginnt seit dem Pontifikat Gregors des Grossen die vierzigtägige Fastenzeit. Der Tag vor dem Aschermittwoch ist die Junge Fasnacht. Die Bezeichnung Aschermittwoch kommt von dem Brauch, in der Heiligen Messe dieses Tages die Asche vom Verbrennen der Palmzweige des Vorjahres zu segnen und die Gläubigen mit einem Kreuz aus dieser Asche auf der Stirn zu bezeichnen. Der Empfang des Aschenkreuzes gehört zu den heilswirksamen Zeichen, den Sakramentalien.
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Samstag, 29. Februar 2020
Alte Fasnacht
Sonntag, 40 Tage vor Ostern
Früher Fasnachtstag.
Die Alte Fasnacht ist der Sonntag nach Aschermittwoch und fällt somit heute schon in die Fastenzeit. Im Gegensatz zu ihr steht die Junge Fasnacht vor Aschermittwoch. Das neue, jüngere Anfangsdatum wurde auf der Synode von Benevent 1091 gesetzt, weil man die Sonntage aus dem Fastengebot herausgenommen hat und die nun fehlenden Tage vor dem bisherigen Beginn anfügen musste, um wieder auf 40 Tage zu kommen. Vereinzelt finden an diesem Sonntag noch Tanzveranstaltungen oder – wie in Flüelen – die letzte Katzenmusik statt.
Wenn sich jemand in einer Sache verspätet, wird ihm gesagt, dass er «wiä diä alt Fasnacht» daherkomme.
In Basel beginnen nach der Alten Fasnacht die «drey schenschte Dääg».
Nach dem Landbuch war das Jagen von der Alten Fasnacht bis zum 1. Juli verboten (LB UR 1823 Art. 225).

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Mittwoch, 4. März 2020
Erste Fronfasten
Mittwoch 5 1/2 Wochen vor Ostern
Fastentag
Früher ein Fastentag, viermal im Jahr. Die Fronfasten waren besondere Tage, in denen die Geister am unruhigsten waren. Die Tage verlangten daher Vorsicht. Nach den Fronfasten wurden auch Gerichtstermine (Kantonsgericht) festgelegt.
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Donnerstag, 19. März 2020
Josefstag
Festes Datum: 19. März
Feiertag (kantonal); von 1912-1918 kein Feiertag; Hochfest der Heiligen.
Das Hochfest wird in der katholischen Kirche zu Ehren Josefs, des Ehemannes von Maria, begangen. Die früheste Erwähnung Josefs am 19. März findet sich im Heiligen- und Märtyrerverzeichnis von Reichenau um 850. Als seine liturgische und volkstümliche Verehrung besonders durch Förderung von Seiten der Franziskaner immer mehr wuchs, führte der Franziskanerpapst Sixtus IV. 1479 sein Fest in der Gesamtkirche ein.
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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Impressum / Angaben ohne Gewähr / letzte Aktualisierung: 01.01.2020