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Gesetzesbestimmungen

Das Landbuch des Kantons Uri, 1823/1826
Bd 2 (1826)
Klöster, Fidei-Commiss und Schulen

419  
Besitz der Klöster an Vieh und Liegenschaften
«Die Frauen-Klöster beym obern Hl. Kreuze zu Altdorf, und bey St. Lazarus zu Seedorf sollen im Lande Ury an Viehe und liegenden Gütern nicht Mehreres besitzen mögen, als was ihnen durch die im Jahre 1660 von der Landesgemeinde bestattete Vorkommniß ist zugegeben worden.»
LG 1660; LB UR 1826 Bd II, S. 152.
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420  
Kauf- und Verkaufsverbot von Liegenschaften für Klöster
«Die Klöster sollen ohne hoheitliche Bewilligung von ihren besitzenden Liegenschaften nichts verkaufen, auch keine Güter kaufen noch vertauschen mögen: und sollen alle 2 Jahre die Hrn. Kastenvögte, die zwar von den Klöstern selbst ernennet, aber vom w. w. Landrathe bestättigt werden, derselben Zustand in Gütern, Capital und Vieh untersuchen und erdauren, und darüber dem w. w. Landrath am Unsch. Kind. Tag den 28 Christmonat Bericht erstatten; dabey auch anzeigen, wie viele Personen im Kloster unterhalten werden: auch ob und wie neue Professen seyen angenommen worden?»
LG 1664, 1675; LB UR 1826 Bd II, S. 152.
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421  
Erlaubnis des Kastenvogts für neue Professen
«Neue Professen in den Frauen-Klöstern mögen nur mit Vorwissen der Hrn. Kastenvögre angenommen werden, und so diese Bedenken fänden wegen der Annahme, sollen sie es UGHHrn. und Obern anzeigen.
Desgleichen ist auch festgesetzt, und verordnet, daß unter 3 Professen allzeit 2 Land-Töchter und nur eine Fremde aufgenommen werde. Es soll auch einer Fremden, wenn nicht besondere günstige Umstände für sie sprechen, die Aufnahme unter Gl. 2000 nicht gestattet werden. Die Landtöchter aber mögen durch eine billige Modifikation berücksichtiget werden.»

LR 1804; LG 1687, 1689; LB UR 1826 Bd II, S. 153.
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422  
Anerkennung der Privilegien des Frauenklosters Seedorf
«Uebrigens bleiben dem löbl. Frauenkloster zu Seedorf seine Privilegien und Rechtsamen Kraft habender Siegel und Briefe in Kräften anerkennet und bestättigt.»
LG 1680, 1704, 1711; LB UR 1826 Bd II, S. 153.
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423  
Unterstützung der Kapuziner
«Wenn die R. P. Kapuziner durch eigne Anschaffung, und freywillige Gaben und Allmosen nicht hinreichend unterhalten werden könnten, und deßwegen noch weiter Beyträge sowohl an Holz als Anderem bedörften: so soll ihnen das Nöthige aus dem Landsäckel gereicht werden.»
LR 1806; LG 1717; LB UR 1826 Bd II, S. 153 f.
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424  
Stift-Brief des A Pro'schen Fideikommiss
«Stift-Brief des A Proischen Fidei-Commiss.
Wir die Statthalter und ein gantze grosse Landtßgemeindt vß befelch der Lanntßgemeindt uff heut zu Altorff bey Einanderen versambt, thun Kundt undt bekännen Allermäniglichen, öffentlich mit disem Brieff, wie dan der Edel vest, Fürsichtig vndt Weyß vnser Lieber vnd getreuwer — Alter Landtamman Peter von Pro, sambt seinem Fürsprechen Herrn Altlandtamman Jacob Arnold vns gantz freundlichen angezeigt, wie er von grundt seines Hertzens des guten Willens seye, Gott zu lob, seiner Seelen zu trost, auch dem Vatterlandt hier dise gute Letze lasse, Er seye willens vill seiner güeter an ein Ewig Allmuossen, vnd Erblichen zu Stüfften, arme kinder zu erziechen. Erstlichen behaltet Er ihme bevor das Er sein lebenlang den bluomen solcher ligenten vnd fahrenten güetern, so er ietz oder hernach gibt, möge nutzen vnd niicssen, vnd nach Ihme sein sohn Jacob, und dessen einiche eheliche Söhn vndt söhns söhn, so sey ihme gehorsam seynd, dan auch allwegen den blumen nutzen undt Nüessen mögend. Vnd so gemelrer alter Landtamman von Pro absturb, und nit weiters machte, so Hand die anderen künder seine söhn, oder döchtern, vnd ihre kinder vnd alle Nachkommen, oder andere freundt, wo die seyn möchtend, kein theil noch gwalt, noch nutz, weder an blumen noch haubtguot, an disere güeter oder gestifft. Er behaltet Ihme auch bevor, ob er wolle die andere seine kindt, es seigend söhn oder döchtern, vnd ihre kinder oder kindß-kinder, auch obgemelten seines sohns Jacoben döchteren, oder andere seine Kinder, vnd aller obgemelten vnehliche kinder, auch etlicher gstalt diser früchten theilhaftig machen, er solches wohl thun vnd aufrichten möge, doch Entlich nit weiter, dan wan kein persohn mehr ist, die weder von Vatter noch Mutter des nammens Pro sig, so hat die Nutzung des blumens ein Endt, vnd fall alles guot, so ietz vnd hernach gähn wird, an obgemelk Stüfft vndt allmuossen, vnd waß er nit auffricht, vnd macht, so ist niemandts des blumens theilharig, dan er, sein sohn Jacob mit seinen Ewigen söhnen, vnd söhns söhnen, wie obstars, vnd nach derselbigen Todt, falt es alles an das gemelte Stifft vndt allmuossen. Vnd so einer nit im landt wäre, oder sonst den Blumen nit nutzen möcht, so soll der ander, welcher solches Blumens theilhafftig, an dessen statt den Blumen nutzen mögen, vnd so jemahl niemand wäre, so sollen die Armen Allmuosen kind an ihr statt den Blumen nutzen, bis sie wider zu Landl kommen möchten, dan soll ihnen den von Pro nach obgemelter ordnung die Nutzung des Blumens widerumb zugestellt werden, vnd soll hierauf jemandts anderß kein eintrag, noch vfffahl thun mögen. Er behaltet Ihme auch vor, das er sein lebenlang zu jederzeit, es seigendt ligend oder fahrende seine güetern noch mehr an dieses Stifft vnd Allmuossen geben, vnd aufrichten möge. Vnd wiewohl er in vergangnen mit Arbeit, vnd Kosten, vill der welt vergebens dienet heige, aber nun ein Zeit, und fürohin empfache er die Belohnung seiner Arbeit vnd Kostens, welche vnd alle Verehrungen vnd Pensionen lege Er auch als an dis gstifft vndt allmuossen. Er behaltet Ihme auch bevor, dieweil er lebt solche güeter, so an das gstifft gehen werden, möge verkauffen, und veraberwandlen, nach seinem guten bedunckhen, doch das das haubtguot angentz dem Stifft widerumb angeleidt werde, vnd hierin gantz kein pfärdt gebraucht werde, aber nach seinem Todt soll diseren gutern in Ury keines veraberwandlet, noch verkaufft werden, sondern in die Ewigkeit also still verbleiben. Er behaltet ihme auch bevor, so man jetz oder hernach in die Ewigkeit in disem erblichen Stifft vnd allmuossen all obgemelte Ordnungen, vnd gemächt nit halten wolle, vnd einicher gstalt dardurch gan wolle, so will er ietz ordnen, das alles solches guot, so-ietz oder hernach an das stifft geben wirdt, anderen Spitlen in der Eydtgnoschafft allerdingen zu deinen, undt heimbfallen solle, wie man dan sömmliches gnugsamlich begriffen befinden wirdt. Er behaltet Ihme auch bevor, das Er gemelter Landtamman von Pro allwegen ander ordnungen Mittel, und andere gstalten disem obgemeten Erblichen gstüfft vnd allmuossen möge setzen vnd gän, doch allwegen zu gutem, nit zu abbruch, hiemit alles Krafft Han, vnd allwegen von vns ohne allen eintrag gnuegsamb vffgerichtet werden. Derohalben stand Er da, mit gueter vernunft, mit begürlichen frommen Treuwen hertzen, schenckt Er dise nachgemelte seine eigene guetter, Nämlichen sein berg Butzen im Schechenthall, das Alpeltj, die Sagen Müllj, Hauß vnd hoffstatt Zgronnen, vnd vorbehalten zwo matten, vnd zwey Riether, sonst schenckhet Er auch seyn Weyerhauß, vnd alle seine ligende güeter in boden, vnd im berg mit Tach vnd mit gmach, vnd mit aller gerechtigkeit, wie sie zu Seedorf seyndt, und nit vorbehalten, an dis wie obgemelt erblichen Stüfft, vnd allmuossen, vnd dem erblichen zu einem Pfand schillig, soll man jetz anfachen, und in Ewigkeit vff solchen obgemelten güetern zwey Arme Kinder erziechen, die kinder so sie neun Jahr Alt sind, uffnemmen, vnd jedes 3. 4. 5. jahr erziechen, zu dem alter, das danethin, ob sie wollet, mögen ihr Nahrung gwünnen, oder für das erziechen die gemelten jahr jedem kindt jährlichen Gl. 25 vnser Müntz gulden werden lassen, vnd wan die persohnen diß obgemelten gemächß allerdingen vnd in gftalt, wie ob, abstebent, so ist dan, wie obstath, all obgemelt guet, so ietz oder hernach gän wirdt, diß obgemelten erblichen Stifft, vnd allmuosen eigen guot, vnd eigenthumb, vnd soll man dan vß dem blumcn vnd zins, so vill es ertragen mag, der armen Kinderen alle jahr in die Ewigkeit erziechen, vnd Rathsammen, wie obstath, aber daß Haubtgut soll man Endlich nit schwecheren, sonder es jährlich zins Mehren. So Arme Landkinder seynd, soll man die vorabnemmen, wo die nit, Arme geschworne Hindersässen kinder, wo die nit, Arme kinder ab der gassen, darbey auch lauter vorbehalten, so deren von Pro von disem obgemelten Stammen Nachkommen, ob sie gleich nit des Nammens Pro seigend, gar zu grosser armut kämment, soll man dieselben kinder allweg vorabnemmen angäntz so sie an die welt gebohren werden, dieselbige so sich bedarff bey 18. Jahren jedes Erziechen, doch in aller gftalt nit weiters, vnd nit anders, dan wie andere Arme kinder, vnd disem gemelten Erblichen Stüfft vnd Allmuossen sollen drey Vögt seyn, Erstlichen ein Littpriester oder Kilchherr in den dreyen Kilch-Hörenen Altdorf, Bürglen, vnd Silenen, der ander eintweders Herr Landtamman oder Statthalter, der dritt ein Frommer vnuerlümbter Ehrbarer Man, sig er wo Er wöll, vnd dise drey Männer, welche disem Stüfft vnd Allmuossen allernützlichst seyn möchtendt, sollen allwegen von gemeiner deren von Pro nächsten Freunden darzu erwöhlet werden, vnd gemelte drey Vögt soll jeder jährlichen für sein Belohnung han vier vnser Müntzgulden, Mit höchster bitt in sömmlicher alles gnugsamlich vffzurichten, derohalben weil solches ein groß gut werth vndt allmuosen, vnd ohne zweiffel manigklichen vnd sonders ein gruewel in einigen Artickhel darwider zuhanlen zu besorgen, den Armen Andern am Jüngsten gricht müessen schwähre Antwort geben, so hand wir mit gutem willen Einheiliglich diß erblichen Stüfft vnd Allmuossen von wort zuo wort wie ob zugelassen, vnd allerdingen in Kräfften erkant, vnd so dan diser brieff zuvor von Herrn Jacob Arnolden alter Landtamman, alß ein gewesner Fürsprech Herr AltLandtamman von Pro, in diser sach, vnd mir Hans ZumBrunnen obgemelter Statthalter abgehört, und funden worden, allem dem, so von beyden Amman Arnold vnd Pro einer Gmeindt fürgeben, gleichförmig seyn. Dem Allem zu wahren sicherung vnd glaubsame, so han ich gemelter Statthalter vs befelch einer gantzen gemeindt des Landts Sigil an disen brieff gehenckht, vnd bewahrt. Mitwochen Pfingst Frytags was den 21ten Mey gezelt 1578 Jahr.
Bernhardt von Mentlen
der zeit Landtschbrs.
Der vorstehende Stift-Brief ist von der Landsgemeinde im Jahre 1680, 1724, und 1733 von Wort zu Wort in Kräften bestättigt, und im Jahre 1813 hat die Distrikts-Gemeinde zu Ury erkennt und beschlossen:
Daß in Rücksicht des a Proischen Fidei-Commiss dem Sinne von dessen Stiftung vollkommen und durchaus nachgelebt: daß ferner alle dießfalls eingeschlichenen bisherigen Mißbräuche abgeschafft, und daß aber in Betreff des a Proischen Schlosses zu Seedorf, da dessen Unterhalt zum großen Nachtheile des Stiftes mit beträchtlichen Unkosten verbunden ist, von der geistlichen hohen Behörde die Dispensation eingeholt werden solle, daß man solches zu besserm Nutzen der Stiftung veräußern, oder für beständig verlehnen möge.»

LG 1578, 1680, 1724, 1733, 1813; LB UR 1826 Bd II, S. 154-160.
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425  
Befugnisse der Zentralschulkommission
«Um dem durch die verhängnissvollen Ereignisse der Zeit so sehr in Verfall gerathenen Schulwesen wieder aufzuhelfen, und einen besseren, gleichförmigem und gedeihlichern Unterricht für die Jugend einzuführen, ist eine beständig bleibende hochobrigkeitliche Zentral- Schulkommission aufgestellt, die für zweckmässige Lehranstalt zur bürgerlichen und sittlichen Bildung der gestimmten Landjugend unter dem zugesicherten hochobrigkeitlichen Schutze und Beistände zu sorgen und zu wachen hat.

Diese Behörde besteht aus fünf geistlichen und fünf weltlichen Herren, nebst einem Schulvogt und Sekretär, jedoch so, dass jederzeit ein von der Gemeinde, ein vom Kirchenrath, und ein von der Spitalverwaltung von Altdorf gewähltes Mitglied darunter begriffen sein solle. Sie erwählt den Präsidenten aus ihrer Mitte, ernennet den Schulvogt und den Sekretär.

Die übrigen Mitglieder werden von ihr selbst vorgeschlagen, und von UGHHrn. bestätigt. Sie mag auch Ehren-Mitglieder aufnehmen so oft sie solches nöthig und nützlich findt.

Die Haupt-Bestimmung und die Befugniss der Zentralschulkommission beruht auf folgenden Grundlagen:

a) Sie verwaltet unabhängig den ihr angewiesenen Schul-Fond, und lässt die Zinsen und Gefälle, durch den Schulvogten besorgen, der auch die Ausgaben berichtigt, und eine ordentliche Rechnung dafür zu führen gehalten ist. b) Ihr kömmt zu, die Professoren der lateinischen Schule zu erwählen, und derselben Gehalte und Schullohn zu bestimmen. c) Sie schreibt die Lehr-Methode sowohl für die lateinischen als für die Dorfschulen vor; bezeichnet die Bücher die in allen Schulen gleichförmig eingeführt und gebraucht werden sollen: ertheilt den Hochw. Hrn. Seelsorgern, Schulmeistern, und Gemeindevorstehern die nöthigen Weisungen und Befehle: sie lässt sich aus allen Gemeinden des Landes jährlich durch die Schulvisitation (die nie unterbleiben soll) vom Zustande und Fortgange der Schule Bericht- erstatten: stellt eingeschlichene Missbräuche ab, und verfügt dagegen was nothwendig und nützlich ist, und hat aus genaue Vollziehung der obrigkeitlichen Schulordnung zu wachen, und überhaupt alles zu leiten und zu besorgen, was auf den Schulunterricht Bezug hat. d) Die Schulkommission bestimmt und vertheilt die jährlichen Unterstützungen an arme Studenten; besonders an diejenigen die sich dem geistlichen Stande widmen: soll aber dabei den Sinn der Stiftungen nie aus den Augen verlieren, und auch die studierenden Armen in den untery Schulen billig berücksichtigen. e) Die Prämien zu Belohnung des Fleisses und der Auszeichnung in den Dorf-Schulen, vertheilt sie nach billigem Verhältniss auf alle Schulen des ganzen Landes, in Ansehung der Prämien für die lateinischen Schulen bleibt es bei alter Uebung. k) Sie steht mit den Hochw. Hrn. Pfarrern, Schulmeistern, und Gemeinds-Vorstehern, um alles was die Schule betrifft, in beständiger Relation, und lässt von allen ihren Verhandlungen durch den Sekretär ein ordentliches Protokoll führen.Art. 425. Um dem durch die verhängnissvollen Ereignisse der Zeit so sehr in Verfall gerathenen Schulwesen wieder aufzuhelfen, und einen besseren, gleichförmigem und gedeihlichern Unterricht für die Jugend einzuführen, ist eine beständig bleibende hochobrigkeitliche Zentral- Schulkommission aufgestellt, die für zweckmässige Lehranstalt zur bürgerlichen und sittlichen Bildung der gestimmten Landjugend unter dem zugesicherten hochobrigkeitlichen Schutze und Beistände zu sorgen und zu wachen hat. Diese Behörde besteht aus fünf geistlichen und fünf weltlichen Herren, nebst einem Schulvogt und Sekretär, jedoch so, dass jederzeit ein von der Gemeinde, ein vom Kirchenrath, und ein von der Spitalverwaltung von Altdorf gewähltes Mitglied darunter begriffen sein solle. Sie erwählt den Präsidenten aus ihrer Mitte, ernennet den Schulvogt und den Sekretär. Die übrigen Mitglieder werden von ihr selbst vorgeschlagen, und von UGHHrn. bestätigt. Sie mag auch Ehren-Mitglieder aufnehmen so oft sie solches nöthig und nützlich findt. Die Haupt-Bestimmung und die Befugniss der Zentralschulkommission beruht auf folgenden Grundlagen: a) Sie verwaltet unabhängig den ihr angewiesenen Schul-Fond, und lässt die Zinsen und Gefälle, durch den Schulvogten besorgen, der auch die Ausgaben berichtigt, und eine ordentliche Rechnung dafür zu führen gehalten ist.
b) Ihr kömmt zu, die Professoren der lateinischen Schule zu erwählen, und derselben Gehalte und Schullohn zu bestimmen.
c) Sie schreibt die Lehr-Methode sowohl für die lateinischen als für die Dorfschulen vor; bezeichnet die Bücher die in allen Schulen gleichförmig eingeführt und gebraucht werden sollen: ertheilt den Hochw. Hrn. Seelsorgern, Schulmeistern, und Gemeindevorstehern die nöthigen Weisungen und Befehle: sie lässt sich aus allen Gemeinden des Landes jährlich durch die Schulvisitation (die nie unterbleiben soll) vom Zustande und Fortgange der Schule Bericht- erstatten: stellt eingeschlichene Missbräuche ab, und verfügt dagegen was nothwendig und nützlich ist, und hat aus genaue Vollziehung der obrigkeitlichen Schulordnung zu wachen, und überhaupt alles zu leiten und zu besorgen, was auf den Schulunterricht Bezug hat.
d) Die Schulkommission bestimmt und vertheilt die jährlichen Unterstützungen an arme Studenten; besonders an diejenigen die sich dem geistlichen Stande widmen: soll aber dabei den Sinn der Stiftungen nie aus den Augen verlieren, und auch die studierenden Armen in den untery Schulen billig berücksichtigen.
e) Die Prämien zu Belohnung des Fleisses und der Auszeichnung in den Dorf-Schulen, vertheilt sie nach billigem Verhältniss auf alle Schulen des ganzen Landes, in Ansehung der Prämien für die lateinischen Schulen bleibt es bei alter Uebung.
f) Sie steht mit den Hochw. Hrn. Pfarrern, Schulmeistern, und Gemeinds-Vorstehern, um alles was die Schule betrifft, in beständiger Relation, und lässt von allen ihren Verhandlungen durch den Sekretär ein ordentliches Protokoll führen.»

LR 1804/05; LB UR 1826 Bd II, S. 161-163.
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426  
Schulordnung
«1. §. Es soll in allen Gemeinden des Lands von Anfangs Wintermonat bis Ende Aprils täglich, Sonn- und größere Feyertäg, wie auch der Donnerstag ausgenommen, die übrige Zeit wenigstens wöchentlich zweymal Schul gehalten, und dazu vorzüglich jene Feyertäg benutzt werden, an denen die Arbeit erlaubt ist.
2. §. Die Aeltern sollen ihre Schulfähigen Kinder in die Schul schicken, und die Dorfgerichte sollen über diese Befolgung wachbar seyn. Auch die Herren Pfarrer sind ersucht die Kinder nicht zur Hl. Kommunion zu lassen, bevor sie die Schul fleissig besuchen, und wenigstens Gedrucktes lesen können.
3. §. Wünscht die w. w. Obrigkeit, daß jede Dorfschaft ein bequemmes Schulhaus sich anschaffe, und daß der Fleiß der Kinder mit Besetzen, Ehrenzeichen und Prämien belohnt werde.
4. §. Es solle das Gedruckte vor dem Geschriebenen gelehrt werden.
5. §. Die w. w. Obrigkeit wünscht, daß in jeder Gemeinde alle Kinder unentgeldlich die Schule besuchen können, unter dessen befiehlt sie solche Anstalten zu treffen, daß wenigstens die Armenkinder unentgeldlich gelehrt werden.
6. §. Die Dorfgerichte jener Gemeinde, wo die Schule nicht für alle unentgedlich eingerichtet ist, sollen die Entrichtung des Schulgelds monatlich oder nach Befinden eintreiben.
7. §. Es solle auch jeder Pfarrer mit einem respektiven Dorfgericht zu ernennenden Subjekt über seine Schule wachen, und die dießfalls nöthigen oder nützlichen Vorstellungen der Central Schulkommission eingeben.
8. §. Es ist den Aeltern untersagt dem Schul-Lehrer das Schulwesen betreffend einzureden, in so fern er nach Verordnung der Central-Schulkommission handelt.

Pflichten und Eigenschaften der Schullehrer.

1. §. Vor allen Dingen soll der Schullehrer ein rechtschaffener, gottesförchtiger Mann seyn, der den Kindern aller Orten mit dem Beyspiel der Zucht, Ehrbarkeit, Gottesforcht und guten Namen vorangebt, und dem es angelegen ist, daß die Kinder viel Gutes lernen, zu wahren Christen, wohlgesitteten Menschen, und nützlichen Bürgern gebildet werden.
2. §. Er soll daher sowohl selbst, als dann den Seinigen, alles was den Kindern anstössig seyn möchte, in Reden und Handlungen verhüten, und sich des Schimpfens und Fluchens und aller Grobheiten enthalten, auch in seinem Hause Reinlichkeit und gute Ordnung beobachten.
3. §. Er soll wohl und regelmässig schreiben und lesen, auch Brief aufsetzen, und ziemlich wohl was die Fälle im gemeinen Leben erheischen, rechnen können, sich auch hierüber wo es die Schul-kommission verlangte, der Prüffung unterwerfen.
4. §. Er soll die Kinder nicht nur in der Schule zur Ordnung halten, sondern auch besorgt seyn, daß sie zu Haus, in der Kirche und auf Gassen und Strassen, artig, gehorsam und eingezogen auch gegen jedermann höfflich und dienstfertig sind.
5. §. Er soll auch nicht ein Kind besonders verachten oder hintansetzen noch ein anders aus natürlicher Vorliebe den andern vorziehen, und Nachsicht gegen dessen Fehler haben, sondern gegen alle Kinder gerecht und gütig seyn.
6. §. Die fehlerhaften Kinder soll er mit Bescheidenheit und liebendem Ernst, nicht mit Schwäch-Worten, oder im Zorn bestraffen. Er soll sie auch niemals solcher Schläge bedienen, die den zarten Kindern nachtheilig seyn könnten, überhaupt darf er nur bey Kindern, die kein Ehrgefühl haben, Streiche gebrauchen und zwar nur dann, wann und so viel es die Noth erfordert. Gröbere und unverbesserliche Fehler soll er dem Herr Pfarrer und Schulinspektor anzeigen.
7. §. Soll er monatlich, oder nach gut Befinden des Pfarrers demselben eine Tabelle, in welcher der tägliche Schulbesuch, Fleiß und Betragen der Schulkinder ordentlich ausgezeichnet ist, eingeben, auch besonders schöne Thaten der Kinder bemerken. Es wird ihm auch der Pfarrer eine genaue Listen der schulfähigen Kinder einhändigen.
8. §. Der Lehrer soll nicht meinen, die Kinder seyen erwachsene Leute, sondern es seyen unmündige Kinder, die man mit Geduld, Liebe, Freundlichkeit behandeln muß. Wer nicht ziemlich wohl sich selbst besiegen kann, wird niemals für Kinder ein guter Lehrer seyn; er wird besonders in Bestraffung derselben leichtsinnig, und aussert die Schranken tretten. Diesfalls ein paar Lehren.
a) Den Kindern soll man zuweilen wenig bedeutende Fehler übersehen, damit nicht durch vieles Straffen der Nutzen der Züchtigung ganz zerfliesse.
b) Man soll niemals in der Hitz des Eifers straffen, weil die Straf leicht unbesonnen seyn könnte, auch nicht da, da das Herz des Strafbaren in Gährung ist, denn da würde der Strafbare zur nützlichen Bußnahme unfähig seyn.
c) Die Straf soll nicht härter seyn, als das Verbrechen, und der Verbrecher verdient auch nicht grössere Straf als die zu bezwekende Besserung es erfordert. Damit die Liebe nicht verletzt wird.
d) Nicht Zorn oder Trübsinn, sondern weise Liebe soll den Straffenden leiten, denn so wird dauerhafte Besserung erzwecket.

Lehrart und Lehrfächer.

1. §. Damit der Unterricht zweckmäßiger gegeben werden kann, so sollen die Kinder in drey Hauptklassen eingetheilt werden.
Zur ersten Klaffe gehören die Kinder, welche das A. B. C. lernen, sie bleiben in dieser Klasse bis sie das A. B. C. wie es auf dem Normal A. B. C. Blatt ist, wohl wissen, und jeden einzigen Buchstaben wohl kennen, und von jedem andern ihm ähnlichen unterscheiden können.
Zur zweyten gehören jene welche Buchstabieren, sie bleiben in dieser, bis sie alle nicht nur ein- und mehrsilbige Wörter, sondern das ganze Normalbüchlein, geläufig und regelmäßig buchstabieren, auch die ein- und mehrsilbigen Wörter zu lesen wissen. Wie auch sollen sie das Schreiben und das kleine Einmaleins zu lernen angefangen haben.
Die Kinder der dritten Klasse üben sich im auswendig Buchstabieren und im Lesen 1 tens des Normalbüchleins 2 tens des kleinen Kathechismus von Konstanz und des Kathechismus von St. Urban, welche sie verstehen und auswendig lernen sollen. 3 tens des Lesebuchs von St. Urban, 4 tens auch 2 mal in der Woche sollen sie sich in Lesung des Geschriebenen üben, woben aber zu sorgen, daß ihnen nicht fehlerhafte Schriften in die Hand gegeben, oder wenigstens die Fehler vom Lehrer angemerkt werden.— Beym Lesen sollen alle Kinder der nemlichen Klassen gleiche Bücher vor sich haben, und alle auf dasjenige, was von einem gelesen wird fleißig aufmerken. 5 tens: sie sollen auch in Rechnungen die für gemeine Leben nützlich, oder nothwendig sind, und in leichten Aufsätzen geübt werden. 6 tens: Übrigens haben in dem Unterricht die Schullehrer nach jenen Regeln sich zu richten, die in dem vorgeschriebenen Lehrbüchlein enthalten sind, damit aber den Kindern das Lesen um so leichter und verständlicher, hiemit um so nützlicher werde, so müssen auch die Kinder auf die erklärten Regeln und auf den Inhalt des gelesenen aufmerken, und durch schickliche Fragen geprüft werden. Besonders haben die Schullehrer zu sorgen, daß die Kinder im Lesen die Worte recht aussprechen, und regelmäßig mit der Stimme absetzen lernen.

Für die Kinder

1. §. Da es bisher üblich war alle Tag 2 mal Schul zu halten, so soll diese Ordnung fortgesetzt werden, an den übrigen Ortschaften aber solle wenigstens drey Stund ununterbrochen Schule seyn.
2. §. Wo es die Ortsumstände erlauben, solle die Schule gleich nach der Meße: (welcher die Kinder, soviel möglich mit einander in ihren bestimmten Stühlen beywohnen, und von dannen paarweis in die Schule ziehen müße:) gehalten werden. Wo aber dieses nicht füglich geschehen kann, wird es den Pfarrherren und Schulinspektoren jedes Orts überlassen, die den Umständen angemeßneste Zeit zu bestimmen.
3. §. Alle Schulkinder müssen fleißig und genau zur bestimmten Zeit in der Schule erscheinen, wer zu spät kommt, oder gar ausbleibt, muß die Ursach dem Lehrer anzeigen, welche dieser aufzeichnen wird, um hierüber die nähere Bewandniß bey den Aeltern einzuziehen, und die erforderlichen Masregeln nehmen zu können.
4. §. Jedes Kind muß gewaschen und gekämmt, sauber und ehrbar angekleidet erscheinen, und alles was es in der Schul nöthig hat mitbringen.
5. §. Die Schule wird allzeit mit einem kurzen und andächtigen Gebeth anfangen, und beschlossen, wer zu spät kommt, soll dies Gebeth im Stillen andächtig verrichten.
6. §. Dies Gebeth soll sehr langsam, und mit lauter deutlicher Stimme jedesmal von demjenigen Kinde vorgebethet werden, welches am vergehenden Tage das fleissigste und artigste gewesen ist.
7. §. In der Schule muß alles still und ruhig seyn, wer schwätzt oder andere stört muß aus dem Bank heraus, und an einem besondern Ort stehen.
8. §. Nie soll mehr als ein Kind hinausgehen, und dieses soll unverzüglich zum lernen zurük kommen.
9. §. Zum Essen ist während der Schule keine Zeit.
10. §. Keines darf das andere fälschlich oder boshafter weiß verklagen, oder verschwärzen, wer es thut, soll die Straf des Fehlers tragen, den es andern gedichtet hat, doch muß jedes dem Lehrer anzeigen, was es in der Schule, auf dem Schulweg ungebührliches sieht oder hört, nicht aus Feindseligkeit oder Schadenfreude, sondern um das fehlende Kind zu bessern.
11. §. Dem Schullehrer muß jedes Kind willigen Gehorsam und die schuldige Ehrenbiethung erzeigen, auch demselben die Wahrheit sagen, und sich vor jeder Lüge hüten.
12. §. Nicht nur in, sondern auch aussert der Schule sollen sich die Kinder sittsam und eingezogen aufführen. Sie sollen auch auf dem Schul- und Kirchweg, auf Gassen und Strassen nicht lärmen, und noch viel weniger rauffen und schlagen am allerwenigsten aber andere Leut beschimpfen, ausspielen, beschädigen oder auf eine andere Art beleidigen, sondern gegen alle sich als wohlgesittete Kinder und besonders gegen Alte ehrenbietbig, gegen Arme mitleidig, gegen Fremde höfflich und dienstfertig sich erzeigen.
Bey Haus den Aeltern Hilf und Gehorsam, den Geschwisterten Liebe und Vertraulichkeit erweisen, den Dienstbothen und Hausgenossen mit Bescheidenheit und Achtung begegnen.
Bey den Gottesdiensten sich an Son- und Feyertägen zu rechter Zeit in dem Schulhaus versammeln, von dannen paar und paar zur Kirche, und da jedes an seinen angewiesenen Ort gehen, den Predigten und Christenlehren aufmerksam und der hl. Meß, und übrigen heiligen Verrichtungen andächtig beywohnen.
In der Schule soll jedes Kind an dem Ort sitzen, den es sich durch seinen Fleiß und Betragen erworben, und ihm der Lehrer angewiesen hat, wer aber zu spät kommt sitzt unten an.

Ergänzung vom 7. Ferbuar 1838 (Beschluss Landrat)
«Der w. w. Landrath des Kantons Uri.
Nachdem er von der l. Central-Schulkommission auf den in mehreren Gemeinden bestehenden Uebelstand aufmerksam gemacht worden ist, wonach die Schulkinder, wenn sie kaum zur ersten h. Kommunion gelangt sind, der Schule gänzlich entzogen werden, in Betracht der nachtheiligen Folgen, welche dieser Uebelstand in Bezug auf das moralische und bürgerliche Wohl der Jugend nach sich zieht, indem dadurch die Kinder des nothwendigen Unterrichtes nicht nur beraubt werden, sondern auch selbst die sich erworbenen Anfangsgründe bald wieder vergessen; in der wohlmeinenden Absicht, diesen Uebelstand zu heben
Beschließt und verordnet hiemit:
1) Es seien die Eltern verpflichtet, und nachdrucksamst aufgefordert, von nun an die Kinder, nachdem selbe zur ersten h. Kommunion gelangt sind, noch wenigstens zwei Schuljahre in die betreffende Dorfschule zu schicken.
2) Die Hochw. Herren Pfarrherren sind jedoch ermächtiget, Kinder, die in einer vorzunehmenden Prüfung die nöthigen Kenntnisse und Fähigkeiten an Tag legen, auch vor Ablauf dieser zwei Jahre ans der Schule zu entlassen.
3) Der gegenwärtige Beschluß soll zu Jedermanns Verhalt und zur genauen Befolgung in sämmtlichen Pfarrkirchen des Bezirks Uri öffentlich verlesen werden.»)

LR 1805; LB UR 1826 Bd. 2, S. 163-172; LR 7.2.1838; LB UR 1842 Bd III, S. 205-206.
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427  
Lateinschule
«Die Ordnung für die lateinischen Schulen ist der Zentralschulkommission zu machen überlassen.»
LB UR 1826 Bd II, S. 172.
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428  
Beiträge an die Schulen
«UGHHern. und Obern tragen zu Unterstützung der Schule nebst der gänzlichen Unterhaltung des großen Schulhauses in Altdorf jährlich noch Folgendes bey:
Dem Professor der Rethorik Gl. 39
Dem Schullehrer von Altdorf Gl. 50
Dem Schulmeister von Bürgeln. Gl. 10
Dem Schulmeister von Silenen. Gl. 10
Dem Schulmeister von Wassen. Gl. 10
Dem Schulmeister von Erstfeld. Gl. 10
Dem Schulmeister von Schattdorf. Gl. 10
Dem Schulmeister von Seelisberg. Gl. 10
Dem Schulmeister von Seedorf. Gl. 10
Dem Schulmeister von Attinghausen. Gl. 10
Dem Schulmeister von Spiringen. Gl. 10
Dem Schulmeister von Sisikon. Gl. 10
Dem Schulmeister von Isenthal. Gl. 10
Dem Schulmeister von Fluelen. Gl. 10
Dem Schulmeister von Unterschächen. Gl. 10
Dem Schulmeister von Bawen. Gl. 10
Dem Schulmeister von Steg. Gl. 10
Dem Schulmeister von Brüsten. Gl. 10
Dem Schulmeister von Gurtnellen. Gl. 10
Dem Schulmeister von Meyen. Gl. 10
Dem Schulmeister von Göschenen. Gl. 10
Dem Schulmeister von Göscheneralp. Gl. 10
Und an die Prämien der lateinischen Schule Gl. 12.

Ergänzung vom 28. Dezember 1833 (Beschluss Landrat)
«Auf die Einfrage des respektiven Gemeinderaths von Altdorf, wie die Gl. 50, welche laut Gesetz dem Schullehrer von Altorf gegeben werden, zwischen dem Professor der Principie der lateinischen Sprache und dem Lehrer der deutschen Schule, zu vertheilen seien? ward erkannt:
Die Gl. 50, welche für den Schullehrer von Altdorf bestimmt sind, sollen, da nun zwei Lehrer aufgestellt sind, so vertheilt werden, daß Gl. 40 dem Professor der Principie, und Gl. 10 dem Lehrer der deutschen Schule zu kommen.»

LB UR 1826 Bd II, S. 172-173; LR 28.12.1833; LB UR 1842 Bd III, S. 207.
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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 15.09.2020