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Frankreich

Paris


«URNER» EREIGNISSE AN EUROPÄISCHEN ORTEN

1798  / Donnerstag, 1. Februar 1798
Die Verfassung des Peter Ochs wird verbreitet
Das französische Direktorium lässt die vom Basler Peter Ochs in Paris geschaffene Verfassung verbreiten. Ihre Prinzipien sind Volkssouveränität, Menschenrechte, politische Gleichberechtigung (Ausnahmen: Frauen, Juden) und Gewaltenteilung in der Regierungsform einer repräsentativen Demokratie. Die differenzierte örtliche Selbstverwaltung wird fast völlig preisgegeben. Uri bleibt ein Kanton, jedoch ohne die Leventina.
Quellen: HB CH II S. 790 ff.
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1798  / Donnerstag, 5. April 1798
Delegation reist nach Paris
Die Abgeordneten von Uri, Schwyz, Nidwalden, Zug und Glarus kommen überein, Deputierte nach Paris zu entsenden, um beim Direktorium für die Erhaltung ihrer politischen Einrichtungen einzutreten. Sie erklären sich auch bereit, die Bittschrift der ostschweizerischen Gesandten, zwar getrennt von der ihrigen, ebenfalls zu übermitteln. Die Delegation (Landesstatthalter Alois Müller) verreist noch am gleichen Tag nach Bern.
Quellen: Arnold, Helvetik, S. 37.
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1801  / Donnerstag, 10. Dezember 1801
Reding verhandelt mit Napoleon in Paris
Im Dezember reist Reding nach Paris. In seinen Verhandlungen mit Napoleon vertritt Reding neben den Interessen des Gesamtstaates auch diejenigen seiner politischen Gesinnungsfreunde und der Urkantone. Er erreicht verschiedene mündliche Zusicherungen über den Verzicht Frankreichs auf das Wallis gegen Abtretung einer Militärstrasse über den Simplon, die föderalistische Umgestaltung der Verfassung von Malmaison und die Anerkennung seiner Regierung. Für die Urkantone erstrebt er eine privilegierte Ausnahmestellung. Uri, Schwyz und Unterwalden sollen ihre alte Freiheit zurückerhalten und auf Grund der totalen wirtschaftlichen Erschöpfung von allen für die Zentralregierung zu erhebenden Abgaben sowie vom Salzregal befreit sein. Ihre Pflichten gegen den Gesamtstaat sollten auf die Verteidigung des gemeinsamen Vaterlandes und auf die Beinehaltung der guten Nachbarschaft und Freundschaft mit den auswärtigen Mächten reduziert werden.
Quellen: Arnold, Helvetik, S. 276.
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1801  / Sonntag, 20. Dezember 1801
Note von Reding in Paris
Reding reicht anlässlich seiner Pariser Verhandlungen eine Note ein, welche unter anderem besagt, dass die Kantone Ury, Schwyz und Unterwalden nicht der „Central-Salz-Regie“ unterworfen sein sollen. Die Kantone werden in Erwägung der „für die Freiheit erlittenen Unfälle, der Unfruchtbarkeit ihres Bodens, und der Entblössung aller Erholungs-Mitteln“ von allen Kontributions-Zahlungen befreit, die für die Bedürfnisse der Central-Regierung erhoben werden. Den Kantonen wird ihre alte Freiheit wieder gegeben, und ihre Pflichten gegen die Central-Regierung dahin beschränkt, sich den Massregeln zu unterziehen, die zur Verteidigung des gemeinsamen Vaterlands und zu Beibehaltung der guten Nachbarschaft und Freundschaft mit den äussern Mächten getroffen werden.
Quellen: Arnold, Helvetik, S. 301.
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1802  / Montag, 15. November 1802
Keine Urner Depurtierten nach Paris
Die Wahlversammlung tritt in Altdorf ohne die Vertreter des Urserntales zusammen. Sie will den Boykottaufrufen der Schwyzer Tagsatzung nicht zuwiderhandeln und entscheidet, keine Deputierten nach Paris abzuordnen. Die offizielle Begründung heisst, dass die Kosten der Mission zu hoch sind. Auf Druck General Michel Neys wird die Mission dennoch übernommen.
Quellen: Arnold, Helvetik, S. 348.
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1802  / Freitag, 10. Dezember 1802
Mediationsverfassung
Die Consulta wird in Paris eröffnet. Bereits in der Eröffnungssitzung werden die Grundsätze der neuen Verfassung bekanntgegeben: Beibehaltung der Rechtsgleichheit, der Verzicht der patrizischen Familien auf ihre Vorrechte und die Verbindung aller Kantone durch einen blossen Staatenbund. Unmissverständlich wird auch die völlige Abhängigkeit der Schweiz von Frankreich ausgesprochen. Damit war der Rahmen abgesteckt, innert welchem die Consultateilnehmer die KVen ausarbeiten und als Vorschläge einreichen können. Änderungsvorschläge haben nur Aussicht auf Erfolg, wenn sie sich mit der Konzeption Napoleons vereinbaren lassen oder sich bloss auf Nebensächlichkeiten beziehen. Unter diesen Umständen sind Jauchs Anstrengungen, den Urnern das Livinental zurückzugewinnen, zum vorneherein zum Scheitern verurteilt, da Napoleon entschlossen ist, das Ausgreifen des Landsgemeindesystems über den Gotthard nicht zuzulassen. Dennoch fielen die wichtigsten Postualte der Innerschweiz mit den Plänen für die Zukunft des Vasallenstaates Schweiz zusammen: beide wollen, allerdings aus versch. Motiven heraus, den Abbau des starken Zentralstaates
Quellen: Arnold, Helvetik, S. 351/4.
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1803  / Samstag, 29. Januar 1803
Debatte über die Verfassung
Die Verfassung der gesamten Eidgenossenschaft wird von Vertretern der Unitarier und der Föderalisten mit dem ersten Konsul in einer siebenstündigen Sitzung in Paris beraten. Die Verfassung der einzelnen Kantone debattieren die Delegationen mit französischen Kommissären.
Quellen: Stadler-Planzer Hans, Geschichte des Landes Uri, Bd 2 b, S. 42.
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1803  / Samstag, 19. Februar 1803
Entgegennahme der Mediationsakte
Die zur engeren Beratung gebildeten Fünfer-Ausschüsse der Unitarier und Föderalisten werden von Napoleon und den obersten Behörden zu einem feierlichen Staatsempfang geladen, wo sie die abgeschlossene Mediationsakte entgegenzunehmen und zu unterschreiben haben. Jauch gehört mit d'Affry, Reinhard, Wattenwyl und Glutz zu dem für die engere Beratung gebildeten föderalistischen Fünfer-Ausschuss. Das Verfassungswerk ist gekennzeichnet durch die rücksichtslose Begünstigung der franz. Interessen der Schweiz gegenüber, die auf militärische und finanzielle Ausbeutung und auf eine politische Bevormundung abzeilen. Die Unterordnung der Schweiz unter die franz. Vorherrschaft lässt sich leichter aufrechterhalten, wenn man dem Land eine starke Regierung, eine einheitliche Verwaltung und geordnete Finanzen verweigert und es in militärischer Ohnmacht hält. Dies ist der Grund, der Napoleon veranlässt, die schweiz. Staatsgewalt durch die Stärkung der Kantonssouveränität aufzusplittern und die gemeinsamen Einrichtungen auf das im Interesse Frankreichs notwendige Mass einzuschränken. Die Schweiz ist wieder ein blosses Nebeneinander von selbstherllichen Kantonen. Tagsatzung und Landammann bilden die schwache Zentralgewalt. Die Befugnisse der Tagsatzung beschränken sich auf den Entscheid über Krieg und Frieden, die Führung der Aussenpolitik und die Aufstellung eines kleinen Bundesheeres im Kriegsfall. An der wichtigsten Errungenschaft der Revolution, der Rechtsgleichheit, hält Napoleon jedoch fest. Untertanenverhältnisse, Geburts- und Ortsvorrechte bleiben abgeschafft. Die Niederlassungs-, Gewerbe- und Handelsfreiheit werden ebenfalls in der neuen Verfassung verankert. Die Verfassung des Kantons Uri ist als 16. Kapitel in der Mediationsakte vom 19.2.1803 aufgeführt. Sie umfasst sieben Artikel.
Quellen: Arnold, Helvetik, S. 355/362.
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1815  / Montag, 20. November 1815
Immerwährende Neutralität wird festgelegt
Im Zweiten Pariser Frieden wird für die Schweiz die immerwährende Neutralität als im Interesse aller europäischen Staaten festgeschrieben. Vor allem die Grossmächte begrüssen die eine neutrale Zone. Der unverletzbare Bestand der Eidgenossenschaft wird gewährleistet.
Quellen: www.hls.ch (Christian Koller, 2016)
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1903  / Mittwoch, 1. Juli 1903
In Paris startet die erste Tour de France
Die Tour-de-France wird erstmals durchgeführt. Das Stundenmittel für den Sieger Maurice Garin (FRA) für die 2428 km lange Rundfahrt (6 Etappen) beträgt 25,6 km/h. Es wird noch knapp 50 Jahre dauern, bis mit 1952 mit Carlo Lafranchi der erste Urner an der Frankreich-Rundfahrt dabei sein wird.
Quellen: www.letour.fr
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1953  / Sonntag, 26. Juli 1953
Carlo Lafranchi beendet seine zweite Tour de France
Der 29-jährige Carlo Lafranchi beendet mit der Schweizer Mannschaft seine zweite Tour de France (22 Etappen, 4476 km, 34,59 km/h) auf dem 61. Gesamtrang (Rückstand 2:26:48). Sieger der Tour wird der Franzose Louison Bobet. Erstmals wird an der Tour de France das Maillot vert, das grüne Trikot des Punktbesten eingeführt, das der Schweizer Fritz Schär gewinnt und mit dem 6. Rang bester der Schweizer Mannschaft ist. Bester Schweizer wird Gottfried Weilenmann auf dem 12. Rang.
Quellen: www.letour.fr
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1958  / Samstag, 19. Juli 1958
Ernst Traxel erspurtet sich bei der Schlussetappe der Tour den 7. Platz
Auf der Schlussetappe der Tour de France von Dijon nach Paris erreicht der 24-jährige Urner Ernst Traxel im Massensprint den 7. Platz (Sieger Pierino Baffi). Im Gesamtklassement belegt er als Mitglied der schweizerisch-deutschen Mannschaft bei seiner zweiten Frankreich-Rundfahrt (24 Etappen, 4319 km, 36,19 km/h) den 42. Rang (Rückstand 2:18:57). Er ist damit zweitbester Schweizer (30. Toni Gräser). Sieger der Tour wird der Luxemburger Charly Gaul.
Quellen: www.letour.fr
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1967  / Sonntag, 23. Juli 1967
Mit Karl Brand startet der dritte Urner an der Tour de France
Mit dem 26-jährigen Seedorfer Karl Brand nimmt der dritte Urner an der Tour de France (22 Etappen, 4758 km, 34.75 km/h) in der schweizerisch-luxemburgischen Mannschaft teil. Er beendet die Rundfahrt in Paris auf dem 82. Platz (Rückstand 1:55:06, 88 Rangierte). Sieger der Rundfahrt wird der Franzose Raymond Pingeon.
Quellen: www.letour.fr
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1995  / Sonntag, 23. Juli 1995
Beat Zberg an seiner zweiten Tour de France
Der 24-jährige Silener Radprofi Beat Zberg (Carrera Jeans-Tassoni) beendet seine zweite Tour de France (20 Etappen, 3653 km, 39.19 km/h) auf dem 29. Rang (Rückstand 1:07:08). Sieger der Rundfahrt wird der Spanier Miguel Indurain vor dem Schweizer Alex Zülle.
Quellen: www.letour.fr
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1998  / Sonntag, 2. August 1998
Beat Zberg nimmt zum fünften Mal an der Tour de France teil
Der 27-jährige Urner Radprofi Beat Zberg (Rabobank) erreicht bei seiner fünften Teilnehme an der Tour de France (21 Etappen, 3850 km, 39.98 km/h) den 40. Rang. Die skandalumwitterte Tour gewinnt der Italiener Marco Pantani.
Quellen: UW 60, 3.8.1998; www.letour.fr
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1999  / Sonntag, 25. Juli 1999
Beat Zberg an der sechsten und schwächsten Tour de France
Der 28-jährige Urner Radprofi Beat Zberg (Rabobank) beendet seine sechste Tour de France (20 Etappen, 3870 km, 40.27 km/h) auf dem enttäuschenden 109. Rang. Sieger der Rundfahrt wird der Amerikaner Lance Armstrong, der später des Dopings überführt wird.
Quellen: URIkon
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2000  / Sonntag, 23. Juli 2000
Markus Zberg an seiner ersten Tour de France
Der Urner Radprofi Markus Zberg (Rabobank) beendet seine erste Tour de France auf dem 68. Gesamtrang.
Quellen: www.letour.fr
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2002  / Sonntag, 28. Juli 2002
Beat Zberg erreicht Paris als bester Schweizer
Bei seiner siebten Teilnahme an der Tour de France erreicht der 31-jährige Urner Radprofi Beat Zberg (Rabobank) die Champs-Elysées in Paris auf dem 27. Gesamtrang. Er ist damit der beste Schweizer im Gesamtklassement. Auf der 13. Etappe von Lavelanet nach Beziers erreichte er als bestes Teilergebnis den 9. Etappenrang.
Quellen: UW 59, 31.7.2002
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2003  / Sonntag, 27. Juli 2003
Markus Zberg an seiner zweiten Tour de France
Der Urner Radprofi Markus Zberg (Gerolsteiner) erreicht bei seiner zweiten und letzten Teilnahme an der Tour de France den 93. Gesamtrang. Sein bestes Teilresultat war der 7. Rang auf der Etappe von Pau nach Bayonne.
Quellen: www.letour.ch
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2003  / Sonntag, 24. August 2003
Anita Brägger in den Halbfinals ausgeschieden
Eigentlich hat es gut angefangen. Die Qualifikation für den Halbfinal über 800 Meter liess berechtigte Hoffnungen aufkommen. Doch Anita Bräggers Traum an den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Paris erfüllt sich nicht. Mit spürbarer Enttäuschung muss sie als Siebte im dritten Halbfinal ausscheiden.
Quellen: UW 67, 27. August 2003
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2005  / Sonntag, 24. Juli 2005
Beat Zberg zum achten Mal an der Tour de France
Der 34-jährige Urner Radprofi Beat Zberg (Gerolsteiner) erreicht bei seiner achten Teilnahme an der Tour de France den 93. Gesamtrang.
Quellen: www.letour.fr
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2024  / Montag, 8. Juli 2024
Keine Urner im Schweizer Olympia-Aufgebot
Swiss Olympic gibt die 128 Athletinnen und Athleten bekannt, die die Schweiz an der Olympia in Paris vertreten werden. Die Delegation, welche die Schweiz nach Frankreich schickt, ist die grösste seit den Olympischen Sommerspielen 1984 in Los Angeles. Seit 1984 finden sich erst zum zweiten Mal (2012) keine Urnerinnen und Urner im Schweizer Olympia-Aufgebot.
Quellen: UW Nr. 54, 10.07.2024, S. 18.
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Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 24.4.2020