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Gesetzesbestimmungen

Das Landbuch des Kantons Uri, 1823/1826
Bd 1 (1823)
Fischen und Jagen, auch Zielschiessen

225  
Jagdzeiten; Verbot des Murmeltiergrabens
«Von der alten Faßnacht an bis den 1 ten Tag Heumonats ist das Schießen und Fangen aller Art Geflügel und Thiere, das Jagen überhaupt bey Gl. 10 Buß, wovon dem Angeber die Hälfte zukommt, verbothen.
Alles Jagen aber der Gemsen und Murmoltern (Mungen) oder hiezu auch nur Gewehr Ins Gebürg tragen, ist nur nach St. Verena-Tag, nämlich am 2 ten Herbstmonat bis an St. Katharina-Tag den 25ten Wintermonat erlaubt, und sonst zu keiner Zeit bey Gl. 50 Buß, und so einer nur mit einem Gewehr ins Gebürg geht, soll die Straf schon verfallen haben, und soll dem Kläger die Hälfte der Straf gefolgen.
Das Murmolterngraben ist zu jeder Zeit gänzlich verbothen, und zwar bey Gl. 20 Buß von jedem Stück, wovon dem Kläger ebenfalls die Hälfte zukommen solle.»

Änderung vom 8. Mai 1831 (Beschluss Nachgemeinde)
«In Folge gestellten Antrages von VII Geschlechtern ist in Abänderung des Art. 225 des Landbuchs, bezüglich auf die kleine Jagd erkannt worden: daß dieselbe mit dem 16. März geschlossen, und auch erst am 1. August wieder geöffnet seyn soll.»

LG 1742, 1746, 1749, 1783; LR 1819; LB UR 1823 Bd I, S. 201 / NG 8.5.1831; LB UR 1842 Bd III, S. 66.
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226  
Grenzen der Banngebiete
«Die Grenzen des von Zeit zu Zeit von aller Jagd zu befreyenden und zu schirmenden Bannbergs sind bestimmt wie folgt;
Auf Altenohren im Glarnergebieth fangen selbe an, und gehen von da ob der Alp Fißiten bey der Sulz hindurch mit Einbegriff der Sulz hervor bis auf die Oberorthalden, von da ob Gemsfeyer hervor in Klariden, und von da ob Vorfrutt über den Klausen durch die Bänder hervor auf die Alp Kammlin, und von da dem Stäuben nach herab bis an Schächen, und dem Schächen nach hervor bis Brügg, von Brügg dem Wald nach hintern gegen Niederthal bis zum Schrannenkäppelin, und von da auch wieder dem Wald nach hervor und allzeit unter dem Wald durch bis zur Schattdorfer Kirch, und von dieser auch wieder dem Bannwald nach hintern bis ans Thalackerlin, und vom Thalackerlin allzeit dem Schittwald nach hindurch bis ins Platti auf die Rhinachtfluh, und dieser nach dem Weg durch die Betschlern nach herab, und dann unter der hohen Fluh durch bis an Steinbruch in Erstfeld, von da ob den Gütern hindurch in die Bitzi zu Sillenen, von der Bitzi über den Evibach hindurch bis zum Kalchofen, von da ob den Gütern hindurch bis ans Kirchthal, und übers Kirchthal hindurch ob den Gütern dem Kirchweg nach bis ins Freyenthal auf Frenschenberg und von diesen unter dem Wald hindurch bis an die Wehrebrückcn am Kerschelnbach, und diesem nach hintern und hinauf bis an Hufifirn oder Gletscher und von da hinter dem Bocktschingel bis an die Grenzen von Bündten und Glarus, und was ob und innert diesen von Altenohren im Glarner-Gebieth durchs Schächenthal hervor um das Gebürg bis wieder hintern durchs Kärschelnthal, an die Bündner- und Glarner-Grenzen hinauf bezeichneten Bezirk und Grenzen ist, sey es Berge, Stöcke, Thäler, Güter oder Wälder, soll zum Bannberg gehören, und wenn derselbe in Bann erkennt ist; so ist darin alles Schießen, Richten und Fangen oder Herauslocken von groß oder kleinem Gewild und Geflügel, so wie ein Gewehr darin tragen bey Abnahm des Gewehrs für 1 Jahr und Gl. 70 Buß, wovon dem Kläger ¼ zukommt, vebbothen seyn.»

; LB UR (1823) Bd I, S. 202 f.
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227  
Verbot des Jagens und Fischens an Sonn- und Feiertagen
«An Sonn-und den Feyertagen, an denen die Arbeit ins Gemein nicht erlaubt, ist sowohl alles Jagen, als alles Ziehen, Setzen und Fischen jeder Art bey Gl. 10 Buß von jedem Mal verbothen, wovon dem Angeber die Hälfte zukommen solle.»
; LB UR (1823) Bd I, S. 203 f.
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228  
Fischen und Jagen der Fremden und Beisassen
«Es soll kein Fremder noch Beysaß fischen noch jagen, noch dem Gewild noch Fischen richten bey Gl. 50 Buß von jedem Mal, wovon ebenfalls die Hälfte dem Kläger zukommt, es wäre dann, daß er nur um Taglohn von einem Landmann mitgenommen würde, und so er aber einige Gemeinschaft, oder mehr als nur gewöhnlichen Taglohn hätte, soll der Landmann gleich ihm gestraft werden. Es ist auch der Scharfrichter in dieser Hinsicht als Beysaß zu betrachten. Jedoch ist dermalen den Beysaßen im Land das Fischen und Jagen, doch mit Ausnahm des Hochgewilds, gegen Bezahlung von Patenten erlaubt, mit deren Ausfertigung die Kanzley beauftragt ist, und zwar mit folgender jährlicher Gebühr: Fürs Jagen ohne Hund Gl. 1 - 25, und mit Hunden Gl. 3 - 10, fürs Fischen mit der Ruthe Gl. 3 - 10, und mit Garn oder Bären setzen u. d. gl. Gl. 6 - 20. Wenn der Beysaß kein Eidgenoß ist, so ist in allem das Doppelte.»

Ergänzung vom 1. Mai 1831 (Beschluss Landsgemeinde)
«In Folge der zwischen den hohen Ständen Uri und Graubünden genehmigten Uebereinkunft in Bezug auf die beiden Hintersaßen Geschlechter Lorez und Furger wurde dann ferner beschlossen: Daß die Jagd auf das Hochgewild gegen Erlegung der festgesetzten Patentgebühr von Fr. 12 jährlich auf jede Person auch auf alle vor 1798 im Land Angesessene ausgedehnt sey, und die schon bestehende Strafe von Gl. 50 für den Dawiderhandelnden festgesetzt bleibe.»

LG 1641, 1812; L; LB UR (1823) Bd I, S. S. 204 / LG 1.5.1831; LB UR 1842 Bd III, S. 67.
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229  
Fischereiordnung
«1. §. Es soll im Dorfbach Niemand einige Bären Nischen, Fach, Schwirren schlagen, Dötschen, Setzen, noch Kalch darin werfen an keinem Ort und zu keiner Zeit bey Gl. 10 Buß von jedem Mal.

2. §. Es solle unter der Seedorfner Brück in der Reuß, und im rässen oder Flueler Gießen vom See bis zur obern Brück, ob den obern Flueler-Gärten wo der Weg von der Altdorfer Allmend auf Fluelen geht, worunter auch der Durchschlag ob den wilden Riedtern begriffen, und im Hundsgraben im Flueler Schachen mit keinerlei Bären Nischen, Garn oder Feymern gefischt, Schnür gesetzt oder gefachet werden mögen, vorbehalten mit dem Zngangel, bey Gl. 10 Buß von jedem Mal.»

3. §. In allen übrigen Gießen, Gunten und Durchschlägen im Land, obiges ausgenommen, mag einer überhaupt nur 2 Fächer machen, und nicht mehr, die jedes 20 Klafter vom andern, und soll keines breiter seyn als 1/3 des Grabens oder Messens, so daß 2/3 frey bleiben, und soll er zur Befestigung seiner Bären 2 Schwirren schlagen mögen, und sollen auch keine Nebenschwänkle noch weder mit Steinen noch anderm gemacht werden.

4. §. In der Reuß aber soll keiner mehr als 1 Fach, neben den zweyen, so in einem Graben oder Gießen hat, machen mögen und zwar nur für 1 Bären und dabey keine Schwirren schlagen, auch keinerley Stein, noch klein noch groß ab den Wehrenen nehmen. Alles durchaus bey Gl. 10 Buß von jedem Mal. Diese Fächer sollen nicht länger als vom 1ten Werktag im Herbstmon. bis Mitte Merzen benutzt werden mögen und wer gemelten Tag beym Weiseläuten in der Gemeinde, wo der Giessen oder Graben ist, zuerst an Ort und Stell ist, mag das Fach an selbem Ort machen, und wenn schon eines da wär, selbes einehmen. Bären oder Nischen uneingefachete, und den Wehrenen ohne Schaden, mag einer in Reuß, Gießen, Gunten oder Durchschlägen, mit Ausnahm der im 1ten und 2ten §. §. bezeichneten Orten, bis auf 25, aber nicht mehr haben, und soll aber nie 2 neben einander, und allzeit 20 Klafter eins hinter dem andern setzen, auch bey gleicher Buß.

5. §. Wenn ein Gießen oder Durchschlag durch eines eingehagten Eigen geht, mag selber doch nicht mehr als 2/3 einschlagen oder überfachen, und 1/3 soll allzeit offen bleiben. Wenn aber ein Gießen in eines Eigen entspringt, und nicht weiter über sein Eigen zurück geht, mag einer selben wohl ganz einschlagen oder überfachen.

6. §. Was die Klebgarn betrifft, soll hinfür kein längeres als 5 Klafter lang gesetzt werden, und keiner mehr als 2 brauchen oder setzen mögen, welche auch 20 Klafter weit von einander sollen gesetzt werden, und sollen zwar nirgends anders als im See außer den bestimmten Ziel und Marken gebraucht werden mögen.

7. §. Die sogenannten Zuggarn mit den Latten sollen gänzlich verbothen seyn; indem als sehr schädlich und nachtheilig anzusehen.

8. §. Wenn einer dem andern, der ordentlich fischete, seine Bären, Garn oder anderes Fischerzeug ziehen, verhauen, hinweg tragen oder Fisch daraus nehmen würde, soll als ein Diebstahl angesehen, und nach Verdienen gestraft werden. Auch soll keiner sein Recht wegen Setzung von Bären einem andern übertragen mögen.

9. §. Wenn aber einer eine Stelle einnimmt, und selbe in Zeit 8 Tagen nicht einfachet und setzt, mag ein anderer diese Stelle einnehmen und benutzen.

10. §. Das Wattenziehen ist allezeit des gänzlichen vcrbothen. So ist auch das Fangen der Hirlinge mit Garn gänzlich verbothen.

11. §. Das Dötschen, Stupfen in der Reuß, allen andern Gießen, Gunten, Gräben und Bächen ist ganz und zu allen Zeiten verbothen bey Gl. 30 Buß, und wer nicht zu zahlen hat, soll im Kämmerlin abbüßen.

12. §. Alles Schießen und Stechen der Fische, besonders der Forellen im Laich in allen laufenden Wassern ist verbothen.

13. §. Fischen im See betreffend:
Vom äußern Eck der deckten Wehre oder Schiffhütten bis ans äußerste End der von Hr. Fürsprech Epp sel. gemachten langen Wehre unter dem Schloß Landeinwerts ist alles Fischen und Setzen auf was Weis und Art es immer wäre, ganz verbothen, einzig vorbehalten mit den Ruthen. Von da weg der Seematt nach bis 60 Klafter außer den Marken derselben, und außer der Seematt bis ans Eck, wo die Reuß sich in See ergießt, auch 60 Klafter weit vom Land, und von dem Reußausflußeck bis Bolzbach gerade übern Landeinwerts soll gar nichts auf keine Weis noch Art gefischet noch gesetzt werden mögen. Zu Bezeichnung dieser Grenzen sollen, wo es geschehen kann, laut Landsgem. Erkennt, die Schwirren und Zeichen wieder geschlagen werden. Wer außer diese verbothenen Orten fischen will, soll keiner dem andern bey 3 Klafter weit weder mit Zug- noch Klebgarn noch Netzen oder anderm an seine Stelle kommen, und sollen auch außer den Schwirren oder Zeichen die Garn oder Netz nur der Länge nach in See hinaus und nicht der Breite nach setzen und spannen mögen.

14. §. Auf jede Uebertretung eines Verboths in dieser Ordnung ist Gl. 10 Buß, wo nichts anders steht, davon 1/3dem Kläger.»

LG 1613, 1619, 1624, 1623, 1639, 1673, 1699, 1723, 1747, 1734, 1809, 1816; ; LB UR (1823) Bd I, S. 205-208.
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230  
Die Wiedereinführung des Zielschiessens
«Es solle das Zielschießen wieder eingeführt, und zu Bildung eines Fonds den Gemeinden überlassen seyn, nebst dem dermal in Gl. 200 bestehenden oberkeitlichen jährlichen Beytrag, so viel Allmend zu verkaufen, daß aus dem Zins jährlich Gl. 26 an das Schießen verwendt werden können, und solle der Betrag auf die Gemeinden nach Verhältniß der Volksmenge abgefolgt werden, und die Gemeinden schuldig seyn, von den zu verkaufenden Allmendplätzen einem Landsrath Kenntnis zu geben, und dessen Genehmigung dafür einzuholen.
Die nach der Mannschaftszahl gemachte Vertheilung der oberkeitlichen Schützengaben ist bestätiget, und solle nach derselben gehalten werden.»

LG 1804, LR 1804; LB UR (1823) Bd I, S. 209.
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231  
Verwendung der Kompagniegelder fürs Zielschiessen
«a) Die Compagniegelder sollen vom Landsseckelmeister gehörig bezogen werden, und sollen dann Gl. 73 davon zu einem Landschießen, dieß Jahr damit anzufangen, bestimmt seyn. Am Landschießen sollen die jedesmaligen in dem Contingent stehenden Scharfschützen zu schießen, und zwar selbst zu laden, gehalten, und Doppel frey seyn. Es soll auch die übrige Mannschaft des Comingentes und zwar bis auf 20 jährige herab am Land- schießen Doppel frey seyn, wenn sie selbst laden und schießen wollen, und ist daher dem Schützen meister oder Schreiber jedesmal ein Verzeichniß zu behändigen; für die übrigen soll der Doppel am Landschießen auf Sch. 13 festgesetzt seyn, und von den alten Schützenmeistern und Bruderschaftvögten eine Ordnung über die Eintheilung der Gl. 73 in Gaben sowohl, als zu Vorbeugung von Mißbräuchen und Unordnungen gemacht, und U.G.Hrn. zur Ratifikation vorgelegt werden.

b) Es sollen Gl. 100 auf die Gemeinden mit den schon bestehenden Gl. 200 zu Hosenschiestagen vertheilt werden, und sollen an den neuen Hosenschießen, so es hierdurch mehr giebt, die Scharfschützen des Contingents Doppel frey seyn, und aber selbst laden müssen, daher ein Verzeichniß derselben jedem Schützenmeister zu übergeben ist. Es sollen diese Scharfschützen auch mit Einschluß der Offiziers schuldig seyn, wenigstens zweymal jährlich zu schießen bey Btz. 10 Buß von jedem Mal, wovon dem Exerziermeister, der hierüber Aufsicht halten und es der Militair-Commission jährlich bescheinigen soll, 1/3 zukommt.

c) An Bezirk Ursern sollen Gl. 24 abgefolgt, und daselbst nach gleichen Grundsätzen verschossen werden, und die übrigen Gl. 43 sollen dann zu einem besondern Schießen in Altdorf für die Scharfschützen des Contingents und der Reserve verwendet werden, wobey dieselben zu erscheinen schuldig sind, ihnen jedoch kein Sold gegeben werden soll.

c) Damit die beabsichtigte Uebung der Scharfschützen des Contingents im Schießen und Selbstladen erreicht werde, soll auf jedes Schützenhaus oberkeitllich ein und für Altdorf, Bürglen und Sillenen 2 Stutzer angeschafft, auch das erforderliche Bley und Pulver dazu gegeben werden. Diese Stutzer und Munition wird Herr Zeugherr anschaffen, und in jeder Gemeinde einem erfahrnen und zugleich gewissenhaften Schützer übergeben, der sowohl für den Stutzer Obsorge hatten, und selben jeden Herbst nach beendigtem Schießen ins Zeughaus zurückbringen, als auch genau dafür sorgen soll, daß nur den Scharfschützen des stehenden Contingents dieß Pulver und Bley an den Schießtagen gegeben, und auf keine andere Weise, noch von jemand anders gebraucht werde. Es soll daher auch in die Gemeinden, wo keine Scharfschützen wirklich in dem Contingent sind, dieß Gewehr und Munition nicht gegeben, und dieselben deßwegen von der Militair-Commission dem Hrn. Zeugherrn jedes Jahr bekannt gemacht werden. Zu Anschaffung dieser Gewehre sollen zum Voraus die schon verfallenen Compagniegelder, die mit den diesjährigen zu beziehen sind, verwendet werden.»

Ergänzung vom 2. Mai 1824 (Beschluss Landsgemeinde)
«Die in diesem Artikel sub Lit. a. enthaltene Bestimmung das Landschiessen betreffend, ist ganz aufgehoben, und dagegen das Folgende festgesetzt:
«Die Compagnie-Gelder, oder dasjenige, was sonst für das Landschiessen bestimmt war, solle verhältnißmäßig auf jede Gemeinde vertheilt werden, wo dann jeder im Contigent stehende Scharfschütz Doppelfrey in seiner Gemeinde auf die Compagnie-Hosen, wozu diese Gelder bestimmt sind, schießen kann.»

LG 1818; LB UR 1823 Bd I S. 212 / LR 2.5.1824; LB UR 1826 Bd 2, S. 22.
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232  
Zielschiessen der Fremden und und Beisassen
«Schützern, die über 60 Jahr alt sind, ist begünstiget, daß nicht von freyer Hand schießen müßen; sondern ans einer, doch frey stehenden, Gabel das Gewehr auflegen können.
Beysassen und Fremde sollen, wenn sie um Gaben schießen wollen, vor die Schützer kehren, die es ihnen erlauben mögen, und welchem es in der Gemeinde, wo er angesessen ist, erlaubt wird, der mag an gemeinen oder sogenannten Hosenschießen auch in andern Gemeinden, so wie auch am Landschießen um Gaben schießen.»

Ergänzung vom 1. Mai 1831 (Beschluss Landsgemeinde)
«In Folge der zwischen den hohen Ständen Uri und Graubünden genehmigten Uebereinkunft in Bezug auf die beiden Hintersaßen-Geschlechter Lorez und Furger wurde dann ferner beschlossen: Daß auch die den Geschlechtern Lorez und Furger zugestandene Begünstigung, vermöge welcher dieselben gegen jährliches Anhalten und Bezahlung von Gl. 1 Sch. 10 an dem Scheibenschießen Antheil nehmen, und auch dieses jährliche Anhalten und Bezahlen mit Erlegung von Gl. 25 Kapital loskaufen können, in Abänderung des Art. 232 Landbuchs auf alle vor 1798 im Lande Angesessenen ausgedehnt werden soll.»

LG 1731, 1788; LB UR 1823 Bd I S. 212 / LG 1.5.1831; LB UR 1842 Bd III, S. 69.
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VERFASSUNGEN DES KANTONS URI

Verfassung von 1803
Verfassung von 1820
Verfassung von 1850
Verfassung von 1888
Verfassung von 1984

Verfassung nach Datum

Im URIkon befindet sich von der Verfassung 1850 nur der ursprüngliche Text. Die Verfassungsänderungen werden nachgetragen!

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 15.09.2020