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Internationale Schifffahrt

EREIGNISSE MIT URNER BEZUG AUF HOHER SEE

1908  / Samstag, 1. Februar 1908
Schiffskanal durch die Alpen
In der Presse wird von einem möglichen Wunder der Technik berichtet, von einem Schiffkanal von Genua nach Basel. Es ist die Linie Bleniotal, Disentis, Maderanertal, Flüelen vorgesehen.
UW 5, 1.2.1908  
     
1912  / Montag, 15. April 1912
Drei Urner sterben auf der Titanic
Bei der Jungfernreise von Southampton (Cherbourg, F) nach New York stösst die Titanic in der Nacht vom 14. zum 15.4.1912 in der Nähe der Grossen Neufundlandbank mit einem Eisberg zusammen und sinkt. Auf dem Luxusdampfer fahren insgesamt 706 arme Auswanderer in der dritten Klasse mit. Unter ihnen ertrinken auch drei Urner aus Altdorf: das Ehepaar Josef Arnold-Frank und die Jungfrau Aloisa Haas.
Iten Karl, Adieu altes Uri, S. 64; GP 14/4.4.1987.  
     
2016  / Mittwoch, 18. Mai 2016
Hochseeschiff «Andermatt» gerät vor Gran Canaria in Seenot
Das Hochseeschiff «Andermatt» geriet vor Gran Canaria wegen Maschinenschadens in Seenot. Bei einem Wellengang von 2,5 Metern und einem Wind, der immer stärker wird, wurde ein Hilferuf begesetzt und die «ALP Winger» aufgeboten. Am Abend war das Rettungsschiff eingetroffen und blieb während der Nacht bei der «Andermatt». Bei Tagesanbruch wird nun die Verbindung zwischen den beiden Schiffen hergestellt und das Abschleppen nach Las Palmas beginnt. Am 19. folgenden frühen Morgen wird die «Andermatt» sicher in den Hafen zurückgebracht.
Mitteilung von Jan Dootjes (A.L.P.) 26.8.2018.  
     

HOCHSEESCHIFFE MIT URNER NAMEN IN FAHRT



Andermatt
Baujahr: 2002
Der Frachter «Andermatt» ist das derzeit (2018) einzige Hochseeschiff mit einem Urner Namen. Das Schiff wurde 2002 in der Werft INP Heavy Industries in Ulsan (Südkorea) vom Stapel gelassen. Zuerst wurde das 154 Meter lange Schiff auf den Namen «Clipper Ranger» getauft. Seit 2007 gehört der Frachter der Firma Massmariner S.A. Fribourg und wird von der Reederei Massoel Gestion SA in Genf betrieben. Seitdem hat das Frachtschiff den Namen «Andermatt» und seinen Bug ziert auch das Gemeindewappen. Im Mai 2016 geriet die «Andermatt» vor der Insel Gran Canaria wegen Maschinenschadens in Seenot und musste in den Hafen von Las Palmas abgeschleppt werden.
Foto: Uwe Kuphaldt im Kiel-Kanal, 2008 / Stiftung Swiss-Ships).

    



Das Hochseeschiff «Andermatt» geriet im Mai 2016 vor Gran Canaria wegen Maschinenschadens in Seenot. Der Film von Jan Dootjes zeigt auf «YouTube» das gefährliche Abschleppen des Frachters durch die «A.L.P. Winger» in den Hafen von Las Palmas.

> Film auf «YouTube»

 HOCHSEESCHIFFE MIT EHEMALIGEN URNER NAMEN



St. Gotthard
Baujahr: 1911
Der 116 m lange Stückgutfrachter wurde 1911 in der englischen Hartlepool gebaut. 1941 während des Zweiten Weltkrieges wurde das Dampfschiff vom Eidgenössischen Kriegs-Transport-Amt erworben und erhielt den Namen "St. Gotthard". Nach dem Kriegsende kam das Schiff in den Besitz der Schweizer Reederei Nautilus AG. 1955 wurde der Name mit "San Gottardo" italienisch. Im August 1960 wurde das Schiff verschrottet (Foto: Royal Canadian Airforce / Stiftung Swiss-Ships / World Ship Society).
    


Furka
Baujahr: 1944
Der 58 Meter lange Stückgutfrachter wurde im Jahre 1944 im englischen Yorkshire gebaut. In den Jahren 1953/54 gehörte es der Lloyd Seeschiffahrt AG und fuhr mit dem Namen "Furka" unter Schweizer Flagge. Das Küstenmotorschiff wurde dann ins Ausland verkauft. Zuletzt fuhr es unter dem Namen "T'Ho" und hatte als Heimathafen Progreso in Mexico. Am 16. März 1973 lief das Schiff auf Grund und brannte später aus (Foto: Lloyd A.G., Basel / Stiftung Swiss-Ships).
    


Uri
Baujahr: 1983
Insgesamt verkehrten bisher zwei Schiffe mit dem Namen "Uri" auf den Weltmeeren. Das eine mit Baujahr 1983 wurde im japanischen Shimizu gebaut. Im Jahre 1993 wurde der 129 Meter lange Frachter von Massoel SA Fribourg erworben und bis 1997 von der Reederei Acomarit Services Maritimes SA in Genf betrieben. In dieser Zeit trug das Schiff den Namen "Uri". 1997 wurde das Schiff weiterverkauft. Zuletzt hatte der Frachter den Namen "Brightway" und den Heimathafen in Belize City (Foto: Mario Onetta / Stiftung Swiss-Ships ).
    


Uri
Baujahr: 2001
Das knapp 200 Meter lange Schiff wurde im Jahre 2001 in Tamano (J) gebaut und erhielt den Namen "Uri". Bis 2005 wurde es von der Reederei Massoel Gestion Maritime SA Genève eingesetzt und fuhr unter Schweizer Flagge mit dem Uristier am Bug auf den Weltmeeren. 2005 wurde der Frachter ins Ausland verkauft und fährt seitdem unter dem Namen "Bonasia" mit Heimathafen Majuro (Marshallinseln). Damit ist der Uristier auf den Weltmeeren wieder verschwunden (Foto:Massoel SA Genève / Stiftung Swiss-Ships).
    

 
 
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SEESCHIFFE DER SCHWEIZ
Die Stiftung Swiss-Ships mit der Webseite www.swiss-ships.ch bietet viele Informationen und herrliche Bilder zu Hochseeschiffen unter Schweizer Flagge. Die Bilder der Schiffe mit Urner Namen durften freundlicherweise hier verwendet werden. Herzlichen Dank!

 

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 26.06.2018