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Amsel, Drossel & Lerche

Die Drosseln (Turdidae) sind eine artenreiche Vogelfamilie aus der Ordnung der Sperlingsvögel. Drosseln sind klein bis mittelgross (Länge 15-35 cm). Das Körpergewicht reicht von etwa 20 g bis 150 g. Bei den meisten Arten sind Weibchen und Männchen gleich gefärbt.
Drosseln leben sowohl auf Bäumen als auch am Boden. Sie sind weit verbreitet. Die Nahrungssuche erfolgt überwiegend am Boden, aber auch in Bäumen oder Gebüschen. Dort werden meist Wirbellose (Würmer, Arthropoden, Schnecken) gefangen. Die Drosseln fressen auch Beeren. Deren Samen werden dann unverdaut ausgeschieden. So werden diese Pflanzen verbreitet.
Die Drosseln gehören zu den Freibrütern. Die Nester sind zumeist napfförmig. Sie befinden sich am Boden, in Bäumen, im Gebüsch oder in Höhlen.
Die Familie zählt insgesamt rund 175 Arten, unter anderem die in Mitteleuropa weit verbreitete Amsel.

   
Literatur: www.urikon.ch (2019); Literatur: www.wikipedia.de (2019).

Amsel



Familie: Drosseln
Lateinischer Name: Turdus merula
anderer Name: Schwarzdrossel
Urner Dialekt: Amslä

Merkmale: schwarz, oranger Schnabel (M); dunkelbraun (W)
Standorte, Zugverhalten: Standvogel
Jagd: ---
     
Die Amsel ist eine Vogelart aus der Familie der Drosseln. Sie ist 24-29 cm gross, hat eine Flügelspannweite von 34-39 cm und wird 80-110 g schwer.
Das Gefieder der Männchen ist pechschwarz gefärbt, während der Schnabel gelb ist. Ausserdem haben die Männchen einen gut erkennbaren Ring um die Augen, der eine ähnliche Farbe wie der Schnabel hat. Der Schnabel des Weibchens kann ebenfalls gelblich bis braun ausfallen, gleichzeitig ist ihr Federkleid dunkelbraun und auf der Unterseite verschwommen gefleckt.

Ursprünglich war die Amsel eine menschenscheue Bewohnerin dichter, unterholzreicher Wälder. Im Laufe der letzten 100 Jahr traute sie sich immer mehr in Siedlungen und Städte vorzudringen und ist mittlerweile einer der häufigsten und am weitesten verbreiteten Brutvögel Europas. So bewohnt dieser Standvogel heute immer noch Wälder, aber auch Kulturland und Siedlungen.

Auf Nahrungssuche sind sie nicht sehr wählerisch und gelten daher als Allesfresser. Allerdings sind sie während des ganzen Jahres zumindest auf kleine Mengen tierischer Nahrung angewiesen. Diese werden beispielsweise in Form von Regenwürmer, Käfern, Schnecken, Blutegel, Tausendfüsser oder Spinnen eingenommen. Daneben werden auch kleinere Wirbeltiere wie Mäuse, Lurche oder Eidechsen verzehrt. Die pflanzliche Nahrung besteht hauptsächlich aus Beeren und Früchten.

Die Brutzeit dauert vom März bis in den August. Die meisten Amseln unternehmen zu dieser Zeit 2-3 Bruten, bei denen jeweils 3-5 Eier während 12-14 Tagen ausgebrütet werden. Die anschliessende Nestdauer der Jungvögel dauert in der Regel 14 Tage.

Autor: Raphael Gisler (www.urikon.ch); Literatur, Quellen: www.vogelwarte.ch; https://de.wikipedia.org/wiki/Amsel (2019).
Foto: Amselweibchen mit Kirsche im Huon, Altdorf (Foto: Rolf Gisler-Jauch, 2006).

        

Wasseramsel



Familie: Wasseramseln
Lateinischer Name: Cinclus cinclus
Urner Dialekt: Wasseramslä
Merkmale: braun, mit weisser Brust; kurzer Schwanz
Standorte, Zugverhalten: Standvogel
Jagd:
     
Die Wasseramsel ist die einzige in der Schweiz vorkommende Vertreterin der gleichnamigen Familie der Wasseramseln (Cinclidae).
Sie ist normalerweise 17-20 cm gross, hat eine Flügelspannweite von 28-30 cm und ein Gewicht von 55-75 g.
Sie ähnelt in ihrem Aussehen der Amsel, ist braun und kugelig mit weisser Brust und Kehle. Auch auffallend ist ihr kurzer Schwanz. Die beiden Geschlechter sind optisch nicht zu unterscheiden. An das Tauchen ist sie mit einer wesentlich grösseren Bürzeldrüse als die der vergleichbaren Singvögel angepasst. Mit dem daraus austretenden Sekret kann sie ihr Gefieder sehr gut einfetten und dadurch wasserabstossend machen. Ihre Ohren und Nase werden bei einem Tauchgang durch eine Membran automatisch verschlossen und das Auge ist so eingerichtet, dass sie unter Wasser, wie auch an Luft gleichermassen scharf sehen kann. Die Brustmuskulatur und die Beine sind kräftig, damit sie sich in der Strömung behaupten können.
Als Lebensraum eignen sich alle rasch fliessenden, klaren Bäche und Flüsse mit grossen Steinen und kiesigen Bachbetten. Ausserdem sollten diese nicht allzu tief sein. Sie kommt auch in der Nähe von Siedlungen vor, allerdings werden dafür weitgehend störungsarme Abschnitte an Flüssen und Bächen und Brutplätze benötigt. Sind diese Kriterien erfüllt, lässt sie sich vom Mittelland bis auf 2500 Meter nieder.
Die Wasseramsel sucht als einziger Singvogel seine Nahrung weitgehend unter Wasser. Bei ihren 5-15 Sekunden andauernden Tauchgängen jagt sie in erster Linie nach den Larven von Fliegen und Mücken. Aber auch vor Wasserkäfern, Wasserschnecken, Würmern und vor allem im Winter von Flohkrebsen und Wasserasseln schreckt sie nicht zurück. Gelegentlich werden auch kleine Fische erbeutet. Lediglich bei Hochwasser sucht die Wasseramsel an Land nach Käfern, Ameisen, Tausendfüssern und Spinnen.
Die Wasseramsel gilt als Standvogel und Kurzstreckenzieher und ist das ganze Jahr über in der Schweiz zu finden. Als früher Brüter beginnen die ersten Paare bereits im Februar zu brüten. Die Nester befinden sich üblicherweise in ungestörten Höhlen oder Nischen in Wassernähe. Sind die Jungvögel erst mal geschlüpft, dauert es noch 19-25 Tage bis sie die Flugfähigkeit erlernen und das Nest verlassen. Die meisten Wasseramselpaare brüten 1-2 Mal, bevor die Brutzeit im Juli endet.
Die Wasseramsel wurde in der Schweiz im Jahr 2017 als Vogel des Jahres gewählt.Autor: Raphael Gisler (www.urikon.ch); Literatur, Quellen: www.vogelwarte.ch; https://de.wikipedia.org/wiki (2019).
Foto: Wasseramsel am Ufer der Reuss (Foto: Rolf Gisler-Jauch, 2020).

        

AMSEL, DROSSEL, LERCHE & CO.

Feldlerche
Familie: Lerchen
Lateinischer Name: Alauda arvensis Linnaeus
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Heidelerche
Familie: Lerchen
Lateinischer Name: Lullula arborea
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Misteldrossel
Familie: Drosseln
Lateinischer Name: Turdus viscivorus
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
-------------------------
Ringdrossel
Familie: Drosseln
Lateinischer Name: Turdus torquatus
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
-------------------------
Rotdrossel
Familie: Drosseln
Lateinischer Name: Turdus iliacus
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
-------------------------
Singdrossel
Familie: Drosseln
Lateinischer Name: Turdus philomelos
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Wacholderdrossel
Familie: Drosseln
Lateinischer Name: Turdus pilaris
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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SAGEN- UND MÄRCHENHAFTES ZU AMSEL, DROSSEL & LERCHE

Weder Amsel, Lerche noch Drossel haben einen Auftritt in der Urner Sage.

KRANKHEITEN VON AMSELN, DROSSELN & LERCHEN

Usutu-Virus («Amselsterben»)

EREIGNISSE MIT AMSELN, DROSSELN & LERCHEN

1595  /
Vögel flüchten in die Städte
Eine grosse Zahl wilder Vögel flüchtet infolge des winterlichen Wetters von den Bergen und Wäldern herab in die Städte und Dörfer, wo sie vor Hunger und Frost kraftlos sich leicht sangen lassen. Besonders sogenannte Ringamseln werden in Menge gefangen.
Schaller-Donauer Alfred, Chronik der Naturereignisse im Urnerland 1000 – 1800, S. 45.
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VOGELCLANS

Übersicht

Greifvögel und Eulen
Greifvögel
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Hühnervögel
Glatt- und Raufüsser

Wasservögel
Entenvögel
Möwen
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Pfeiffer, Taucher, Rallen
Reiher
Weitere Wasservögel

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Grasmücken und Rohrsänger
Läufer & Kleiber
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Schwalben
Sperlinge und Braunellen
Der Star und der singende Rest

Weitere Vögel
Spechte
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Weitere Vögel

SESSHAFTE UND WANDERVÖGEL

Sesshafte Vögel
Zugvögel (Sommer in Uri)
Zugvögel (Winter in Uri)
Durchreisende Vögel
       
Jagdbare Vögel
Schräge Vögel

VÖGEL IN URI

Vögel, die gemäss Liste von www.fauna-uri.ch in Uri nachgewiesen werden konnten.

VOGELINFORMATIONEN

Auf der Webseite der Vogelwarte Sempach finden sich alle Angaben zu den einzelnen Vögeln.
> www.vogelwarte.ch

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 12.01.2020