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Uri

Greifvögel

Greifvögel erhielten ihren Namen durch den Umstand, dass sie ihre Beute mit den Füssen greifen. Es gibt darunter jedoch auch schräge Vögel. So ist dem Wespenbussard sein Namen gleichgültig und ernährt sich vorwiegend von Insekten. Der grösste Greifvogel der Schweiz, der Bartgeier, der sich manchmal auch in den Urner Luftraum wagt, frisst nur As. Tierkadaver stehen auch beim Adler auf dem Speisezettel.
Die Greifvögel zeigen sich am Himmel, wenn sie in grossen Kreisen oder rüttelnd nach Beute Ausschau halten. Andere Greifvögel wie der Mäusebussard zeigen sich in der Gegend auch auf einer Warte. Die Greifvögel sind schweizweit geschützt.
Die Wissenschaft macht es sich mit den Greifvögeln nicht einfach. Ursprünglich wurden die später als Greifvögel bezeichneten Tiere mit den Eulen in der Ordnung Raubvögel zusammengefasst. Familien bilden dabei die Falkenartigen, die Habichtartigen und die Eulen. Neuste Molekulargenetische Untersuchungen haben nun jedoch dargelegt, dass die Falkenartigen mit den übrigen Familien der traditionellen Greifvögel gar nicht näher verwandt sind, sondern den Papageien und Sperlingsvögeln am nächsten stehen. Das URIkon hält sich jedoch (vorläufig) an die traditionelle Ordnung der Greifvögel.
So kommen in Uri als Stand- und Zugvögel insgesamt 20 Arten von Greifvögeln (Falken- und Habichtartige) sowie sieben Eulenarten vor.

   
Literatur: www.vogelwarte.ch (2019); Schweizerische Vogelwarte Sempach, Schweizer Brutvogelatlas 2013-2016; www.fauna-uri.ch (2019); www.wikipedia.de (2019).

Steinadler



Familie: Habichtartige
Lateinischer Name: lateinischer Name: Aquila chrysaetos
Urner Dialekt: Schtäiatler
Merkmale: braun, goldene Färbung im Nacken
Standorte, Zugverhalten: Standvogel; in Uri immer heimisch; Bestand: wenige Exemplare.
Jagd: 1856: Abschussprämie (5 Franken)
heute geschützt

     
Der Adler wurde früher stark verfolgt und hatte vor allem im Banngebiet Hutstock-Urirotstock eine Überlebenschance. Der König der Lüfte zog jedoch grosse Kreise und hielt sich natürlich nicht an die vom Gesetzgeber bestimmten Banngrenzen. So holte der Adler seine Beute manchmal auch auf den Alpen. Vor allem Lämmer wurden dabei seine Beute. Die geschädigten Bauern forderten vom Kanton Schadenersatz, oft begleitet von der Drohung, dass sie ansonsten den Adler "schadlos" machen würden. Ein Älpler im Isental behauptete anfangs der 1930er-Jahre sogar, dass auf seiner Alp "nicht nur die Hühner und Schafe, sondern auch die Kinder gefährdet" seien. Oberförster Max Oechslin wies darauf hin, dass überhaupt keine Fälle bekannt seien, dass ein Adler Menschen angegriffen hätte und dass in früheren Jahren nie solche Schadenforderungen gestellt wurden. Seitdem von der Regierung einmal eine Vergütung bezahlt wurde, schienen solche Forderungen Schule zu machen. Ein Bauer forderte sogar 5 Franken Schadenersatz, weil ihm der Adler angeblich seine Hauskatze entwendet hatte. Der Regierungsrat fand es jedoch nicht für angebracht, auf dieses Geschäft überhaupt einzutreten.
Die Adler hatten ihre Horste aber auch ausserhalb des Banngebietes. Vor allem unter den Schafbesitzern sorgte seine Anwesenheit für Aufregung. Der Adler war während der ordentlichen Hochwildjagd zwar zum Abschuss frei, doch mochte mancher die Zeit nicht erst abwarten.
Für alle Schafe, die im Hochgebrige zugrunde gingen, wurde der Adler verantwortlich gemacht. Der Adler ist jedoch ein guter Aasvertilger und so zeigte sich bei einigen Schadensmeldungen, dass das Schaf zuerst den Felsen hinuntergestürzt war und der Adler erst dann den Kadaver gefunden und verzehrt hatte.
Es herrschte die Mentalität vor, bei jedem Schadenfall dieser Art, den Kanton oder den Bund haftbar zu machen. Der Kanton wollte diesem Ansinnen unbedingt entgegengetreten und stellte sich auf die Praxis, dass Wildschäden auch ohne Jagdregal auftreten können und der Staat nur in Banngebieten verpflichtet werden könne, Vergütungen für Wildschaden zu verabfolgen. Wer Schafe unbehütet in Hochlagen weiden liesse, setzte die Herde den natürlichen Gefahren aus, wurde argumentiert.

Literatur: www.urikon.ch; Foto: (c) Tony Gnos-Lötscher, Schattdorf > www.lifepowernatur.ch

        

Bartgeier



Familie: Habichtartige
Lateinischer Name: Gypaetus barbatus
anderer Name: Lämmergeier
Merkmale: eindrucksvolle Grösse; Brustgefieder mit orange-roter Färbung
Standorte, Zugverhalten: Standvogel; Bestand: 9-15 Paare schweizweit (2013-2016); kein Horst in Uri, jedoch vereinzelt im Urner Luftraum anzutreffen.
Jagd: geschützt
     
Der Bartgeier ist ein Greifvogel und mit einer Flügelspannweite von 2.80 m und einem Gewicht von 5-7 kg ist er der grösste Brutvogel der Alpen. Nebst seiner eindrucksvollen Grösse fällt er vor allem durch seine schöne Färbung auf. So werden beispielsweise seine Augen leuchtend rot, wenn etwas seine Neugier weckt oder sie aufgeregt sind. Die Jungvögel weisen zuerst ein vorwiegend dunkelbraunes Gefieder auf, welches sich mit dem Alter an Kopf, Brust und Bauch zunehmend weiss verfärbt. Doch dieses weisse Gefieder ist nicht von langer Dauer, denn die Vögel suchen gezielt Wasserstellen auf, die Eisenoxid-haltige Sedimente enthalten. In diesen baden sich die Vögel, wodurch das Brustgefieder eine leuchtend orange-rote Färbung bekommt. Es bleibt ungeklärt aus welchen Beweggründen sie diese Verfärbung vornehmen. Eine Erklärung dafür ist, dass sich die Vögel dadurch schmücken oder dass die Eisenoxide helfen das Ei während der Brut vor Infektionen zu schützen. Für seinen Namen ist der dunkle, borstenartige Bart verantwortlich. Auch dessen Nutzen ist nicht geklärt: Es wird jedoch vermutet, dass er als Tastorgan beim Auftrennen von Sehnen sperriger Gelenke dient.
Neben Kalk enthalten Knochen viele nahrhafte Fette und Eiweisse, doch da sie sehr hart und schwer Verdaulich sind, sind sie beiden meisten Tieren nicht sehr beliebt. Nicht so beim Bartgeier, seine aggressiven Magensäfte ermöglichen es ihm das Knochenkalk aufzulösen und somit Knochen zu verdauen. Hinzu kommt, dass er eine besonders grosse Schnabelöffnung hat und die Luftröhre fast bis zur Schnabelöffnung reicht. Somit kann er bis zu 20 Zentimeter grosse Knochenstücke problemlos verspeisen. Ist ihm ein Knochenstück zu gross, hat der Bartgeier auch dafür eine elegante Lösung bereit. Er fliegt damit zu Geröllhalden, wo er die zu grossen Stücke aus grosser Höhe fallen lässt und diese dadurch zu schnabelgerechten Stücken zerspringen.

Der Bartgeier (Lämmergeier) wurde lange Zeit für einen Raubvogel gehalten. Für den Abschuss wurden in Uri Abschussprämien gezahlt. Dies war mit ein Grund, dass der grosse Vogel in Uri und in der Schweiz ausgerottet wurde. Der Bartgeier wurde zwar in der Schweiz neu angesiedelt, kehrte jedoch noch nicht dauerhaft in den Urner Luftraum zurück.

Autor: Raphael Gisler, Altdorf; Literatur: https://bartgeier.ch; www.vogelwarte.ch; www.wwf.ch; www.tierpark.ch; www.fauna-uri.ch (2019).

        

Habicht



Familie: Habichtartige
Lateinischer Name: Accipiter gentilis
anderer Name: Hühnervogel
Merkmale: kurze, breite Flügel, langer Schwanz
Standorte, Zugverhalten: Standvogel
Jagd: 1856: Abschussprämie (1 Franken)
geschützt

     
Die Körperlänge des Habichts beträgt 48-62 cm, die Spannweite 93-127 cm und sein Gewicht kann von 500 g bis 1350 g variieren. Seine Flügel sind relativ kurz, dafür breit und an ihren Spitzen sind sie gerundet. Gleichzeitig ist der Schwanz relativ lang. Für die walbewohnenden Greifvögel sind diese Merkmale typisch. Im Wald kommen diese ziemlich gelegen, zwar erlauben sie keine extremen Fluggeschwindigkeiten, jedoch ermöglichen sie eine hohe Wendigkeit auf engem Raum. Ausgewachsene Vögel sind auf der Oberseite schiefergraubraun und auf der Unterseite weiss mit einer dunkelbraunen Querbänderung. Die Beine, sowie die Wachshaut des Schnabels sind gelb und die Iris der Augen ist dunkelgelb, orange bis kirschrot. Die Gefiederzeichnung ist bei Männchen und Weibchen ziemlich ähnlich. Die Männchen sind lediglich auf der Oberseite ein wenig dunkler und mehr blaugrau, ausserdem zeigen sie eine etwas kontrastreichere Kopfzeichnung.

Für den Lebensraum des Habichts sind Nahrungsangebot und einen für die Horstanlage geeigneten, alten Baumbestand lebenswichtig. Somit besiedeln Habichte Wälder aller Art und Grösse.br>
Habichte ernähren sich von kleinen, bis mittelgrossen Vögeln und Säugetieren. Diese erjagen sie meist aus bodennahem Flug. Im Gegensatz zum Mäusebussard, der seine Beute im Segelflug sucht, sitzen Habichte versteckt in Bäumen im Wald wo sie darauf warten, dass ihre Beute genügend nah herankommt. Ist dies der Fall, so überwältigen sie sie mit einem blitzschnellen Überraschungsangriff. Doch dies kostet den Habicht viel Energie, weshalb es sich für ihn nicht lohnt nach Mäusen zu jagen. Vielmehr jagt er nach grösseren Tieren, wie Eichhörnchen, Ratten, Krähen, Elstern und anderen grossen Vögeln. Beim Menschen hat er sich unbeliebt gemacht, wodurch er im Volksmund (wie beim Mäusebussard) den Namen Hühnervogel erhielt. Obwohl Hühner in der Nähe von Menschen leben, welche der scheue Habicht vorzugsweise meidet, kann es durchaus vorkommen, dass er ein Huhn erbeutet. Die Ursache davon liegt in der Natur, denn als ursprünglich flugfähige Vögel, die vom Menschen zu flugunfähigen Haustieren gemacht wurden, gackern Hühner laut wenn sie in Gefahr kommen. Dadurch zeigen sie dem Habicht, dass sie «kranke» Vögel sind, die nicht mehr fliegen können. Um die Natur gesund zu halten erbeutet sich dann der Habicht diese Tiere. Habichte machen eine Jahresbrut, bei der die Eiablage zwischen März und April stattfindet. Die Gelegegrösse beträgt in der Regel 3-4 Eier. Nach einer Brutzeit von 36-41 Tagen schlüpfen die Jungvögel aus den Eiern. Während der Nestlingsdauer, die bei den Habichten 36-40 Tage dauert, verhalten sich die Jungtiere im Vergleich zu anderen Greifvogelarten äusserst friedlich und es kommt sehr selten zu Geschwistertötungen. Ungefähr 3-6 Wochen nach dem Ausfliegen verlassen sie anschliessend das elterliche Revier.

Autor: Raphael Gisler, Altdorf; Quellen, Literatur: www.vogelwarte.ch; https://de.wikipedia.org/wiki/Habicht; https://greifvogelstation.ch (2019).

        

Mäusebussard



Familie: Habichtartige
Lateinischer Name: Buteo buteo
Urner Dialekt: Hiändervogel
Merkmale: verschiedene Farben: von fast weiss bis schwarzbraun
Standorte, Zugverhalten: Standvogel (grosse Reviertreue)
Jagd: geschützt
     
Der Mäusebussard ist ein Greifvogel und gehört, wie auch der Bartgeier, zu der Familie der Das Federkleid des Mäusebussards ist im Kropfbereich meist längsgestreift und dunkler als der Rest der Unterseite. Das hellere Brustband ist dunkel längsgestreift bei Jungvögeln und quergebändert bei Altvögeln. Die Spitzen der Flügel sind immer dunkel und der Schwanz ist durchgehend eng gebändert. Die Federn an den Unterschenkeln werden Hosen genannt, sind einfarbig, gebändert oder längsgestreift. Auch die Unterschwanzdecken sind einfarbig, gefleckt oder gebändert. Sowohl die Federn an den Unterschenkeln, als auch die Unterschwanzdecken können bei heller bei dunklen und dunkler bei hellen Unterseiten sein. Der Mäusebussard (Nominatform) tritt in sehr verschiedenen Färbungen von fast ganz weiss bis vollständig schwarzbraun in zahlreichen Übergängen auf. Dies ist in der Vogelwelt Mitteleuropas einzigartig.
Der Schnabel ist schwarz und wird zum Kopf hin heller und die Füsse sind bei Altvögeln gelb. Der Mäusebussard wird 50-57 cm lang und hat eine Spannweite von 113-128 cm, zudem erreicht er ein Gewicht von 600-1300 g.

Zu ihrem Lebensraum gehören kleine Waldgebiete, welche an offene Landschaften angrenzen. Denn in diesen offenen Flächen, wie zum Beispiel Wiesen, sucht er seine Nahrung. Nur selten kommt es vor, dass Mäusebussarde ein Gebiet von über 1000 Metern Höhe bewohnen.

Wie der Name bereits vermuten lässt, ernährt sich der Mäusebussard hauptsächlich von Mäusen. Allerdings isst er auch andere Kleinsäuger, Amphibien, Reptilien und andere Vögel. Auf der Jagd kann er oft am Himmel kreisend und nach potenzieller Beute Ausschau haltend gesehen werden. Sobald er sie erspäht hat, stürzt er blitzschnell hinab und packt sie.

Mäusebussarde können ein Alter von bis zu 26 Jahren erreichen und sind bereits im Alter von zwei bis drei Jahren geschlechtsreif. Da Mäusebussarde eine hohe Reviertreue zeigen, können Brutpaare ein Leben lang zusammenbleiben.

Die Brutzeit der Vögel beginnt ab Mitte März und dauert 33-35 Tage für die aus 2-3 Eiern bestehenden Gelege. Nach dem die Jungvögel geschlüpft sind bleiben sie noch ungefähr 45-50 Tage in ihren Nestern, bevor sie sich in die Welt hinauswagen. Danach beginnt die 6-10 Wochen lange Bettelflugphase, was bedeutet, dass zu dieser Zeit die jungen Mäusebussarde ihren Eltern bei der Nahrungssuche hinterher fliegen und noch von diesen versorgt werden. Danach machen sich die Jungvögel selbstständig und ungefähr die Hälfte überlebt das erste Jahr erfolgreich.

Autor: Raphael Gisler, Altdorf; Quellen, Literatur: www.vogelwarte.ch; https://de.wikipedia.org; www.regionatur.ch (2019).

        

WEITERE GREIFVÖGEL IN URI

Baumfalke
Familie: Habichtartige Falkenartige
Lateinischer Name:
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Fischadler
Familie: Habichtartige Falkenartige
Lateinischer Name:
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Kornweihe
Familie: Habichtartige
Lateinischer Name:
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Merlin
Familie: Habichtartige Falkenartige
Lateinischer Name:
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Rohrweihe
Familie: Habichtartige
Lateinischer Name:
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Rotfussfalke
Familie: Habichtartige Falkenartige
Lateinischer Name:
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
-------------------------
Rotmilan
Familie: Habichtartige
Lateinischer Name:
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Schlangenadler
Familie: Habichtartige
Lateinischer Name:
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Schwarzmilan
Familie: Habichtartige
Lateinischer Name:
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Seeadler
Familie: Habichtartige
Lateinischer Name:
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Sperber
Familie: Habichtartige
Lateinischer Name:
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd: 1856: Abschussprämie (1 Franken)
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Turmfalke
Familie: Habichtartige Falkenartige
Lateinischer Name:
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Wanderfalke
Familie: Habichtartige Falkenartige
Lateinischer Name:
Merkmale:
Standorte, Zugverhalten:
Jagd:
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Wespenbussard
Familie: Habichtartige
Lateinischer Name: Pernis apivorus
Merkmale: Länge bis 60 cm, Spannbreite bis 135 cm; schlank; Färbung sehr variabel; drei dunkle Schwanzbinden.
Standorte, Zugverhalten: Vorkommen in Uri: im Reusstal; lebt heimlich in Waldgebieten.
Zugverhalten: Als Insektenfresser hält er sich nur knapp fünf Monate im Brutgebiet auf. Ab Ende August Aufbruch zum 7000 Kilometer langen Flug ins Winterquartier (Regenwälder Afrikas).

Jagd: geschützt
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Wiesenweihe
Familie: Habichtartige
Lateinischer Name: Haliaeetus albicilla
Merkmale: sehr schlank; grau (M), garu-braun (W)
Standorte, Zugverhalten: Langstreckenzieher (Winter in Afrika, südlich der Sahara).
Jagd: geschützt
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WEITERES ZU GREIFVÖGELN

Adlerbeizen


Die Foto zeigt das schöne, traditionelle Gasthaus Adler in Bürglen. Einen «Adler» zum Einkehren gibt es zudem in Andermatt.

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Adlermünzen


Taler mit Doppeladler 1561, geprägt in der Münzstätte in Altdorf. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation verwendete den Doppeladler seit der Regierungszeit Kaiser Sigismunds (1433). Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 löste sich die Eidgenossenschaft vom Heiligen Römischen Reich ab. Der Doppeladler des Reiches schmückt heute noch die Kirche von Bürglen.

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Adlerwappen


Die Wappen der Gemeinden Altdorf und Attinghausen führen den Adler im Wappen.

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Doppeladler

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SAGEN- UND MÄRCHENHAFTES ZU GREIFVÖGELN

Vogel Gryff




Der «Vogel Gryff» ist eine heraldische Figur von Kleinbasel und hat alljährlich mit dem «Wild Maa» und dem «Leu» seinen Auftritt.
Als Märchen der Brüder Grimm, ist der Vogel Greif, auch teilweise in Uri bekannt. Der dumme Hans hat dem König, um dessen Tochter zu heiraten, als eine der vielen Aufgaben drei Federn des Vogel Greif zu bringen. Das Fabelwesen hat einen Löwenkörper mit Flügeln sowie einen Vogelkopf.
In einem anderen Märchen retten die beiden Schwestern, Schneeweisschen und Rosarot, den frechen Zwerg vor den Klauen des Adlers.
Solche Märchen dürften früher zum negativen Bild der «Raubvögel», welche Kinder und Haustiere forttragen, beigetragen haben.

Abbildung: Kupferstich «Griffioen» von Martin Schongauer (1450-1491); https://de.wikipedia.org/wiki (2009).

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EREIGNISSE MIT GREIFVÖGELN

1856  / Mittwoch, 29. Oktober 1856
Ein Teil der Singvögel wird geschützt
Der Landrat erlässt die «Verordnung gegen schädliche Thiere und Vögel» und setzt für die Erlegung von gewissen Vögeln und Tieren Abschussprämien fest: Geier (5 Franken), Habicht und Sperber (je 1 Franken), Fischreiher (1 Franken), Kuckuck (50 Rappen), «Fleischraben» (50 Rappen), Elster (20 Rappen) sowie für den Rotgimpel (7 Rappen). Prämien sind auch für den Fischotter (4 Franken) und den Iltis (1 Franken).
Die Gebühr kann auf Vorweisung des toten Tieres beim Kantonssäckelamt bezogen werden. Die vorgewiesenen Tiere sind durch das Abschneiden eines Fusses zu bezeichnen. Die Tiere dürfen mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage auch zu verbotener Zeit geschossen werden.
Um hingegen dem Raupenschaden an Obst- und Feldbäumen entgegen zu wirken wird verordnet, dass es verboten ist, jede Art Meisen, Stelzen, Finken, Rothkehlchen, Rothschwänzchen («Rötheli») und kleinere Singvögel überhaupt auf jegliche Art zu fangen oder zu töten, im Frühjahr oder im Sommer ihre Nester zu zerstören und deren Eier oder Junge auszunehmen, bei einer Busse von 3 ½ - 10 Franken. Einzig im Oktober und November ist das Fangen und Schiessen der kleineren Singvögel erlaubt.

Abl UR 1856, S. 205 f.
     
1905  / Dienstag, 8. August 1905
Abschussprämien
In der Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über Jagd und Vogleschutz werden die Abschussprämien festgelegt: Bär und Wolf 100 Franken; Luchs 25 Franken; Fischotter 20 Franken, Adler und Geier 10 Franken. Nebst Marder und Itlis reicht die Liste über Raub- und Singvögel bis zur diebischen Elster, für deren Abschuss noch 30 Rappen bezahlt werden.
LB UR Band 6, S. 266
     
1907  / Dienstag, 2. Juli 1907
Jungen Geier gefangen
Auf der Alp Lauberg im Isenthal wird ein junger Geier in seinem Nest gefangen. Im "Urner Wochenblatt" wird bedauert, dass man "die alten Räuber des edlen Gewildes und der jungen Ziegen und Schafe nicht habhaft werden konnte."
UW 27, 6.7.1907
     
1912  / Donnerstag, 26. September 1912
Der Grossteil der Schussgelder auf Raubwild werden aufgehoben
Der Landrat beschliesst den Grossteil der Schussgelder auf Raubwild aufzuheben. Schussprämien gibt es in Zukunft nurmehr für den Fischotter, den Fischreiher, den Eisvogel und den Hühnerhabicht.
RB UR Band 7, S. 212 f
     
1920  / Samstag, 14. Februar 1920
In Realp wird ein grosser Adler erlegt
Im "Urner Wochenblatt" wird berichtet, dass in Realp ein Adler erlegt wurde, dessen Spannweite 2.20 Meter betrug.
UW 7, 14.2.1920
     
2018  / Samstag, 11. August 2018
Ein Adler aus dem Engadin ziert Andermatt
Den einstigen Gasthof Adler an der Gotthardstrasse 82 in Andermatt ziert neu ein lebensgrosser Adler des Künstlers Künstler Curdin Niggli aus Samedan. Er wiegt 53 Kilogramm. Seine Körperlänge beträgt 1 Meter. Seine Flügel spannt er 2 Meter weit aus. Und er ist aus Stahlblech und breitet seine Flügel 4,55 Meter über der Strasse aus. Thomas Regli hat einen lebensgrossen Adler gekauft und diesen an der Wand seines Hauses in Andermatt, dem ehemaligen Gasthof Adler, befestigt. Als sein Kollege, der in einem Raum des Hauses eine Kristallausstellung betreibt, um eine richtige Beschilderung bat, kam er ins Überlegen. Der «Adler» ist seit 2011 geschlossen, nun wird er renoviert und soll wieder verpachtet werden.
UW 66, 22.8.2018, S. 3.
     

 
VOGELCLANS

Übersicht

Greifvögel und Eulen
Greifvögel
Uhu, Eule, Kauz & Co.

Hühnervögel
Glatt- und Raufüsser

Wasservögel
Entenvögel
Möwen
Schnepfen
Pfeiffer, Taucher, Rallen
Reiher
Weitere Wasservögel

Singvögel
Amsel, Drossel & Lerche
Finken & Ammern
Grasmücken und Rohrsänger
Läufer & Kleiber
Meisen
Pieper & Stelzen
Rabenvögel
Schnäpper & Würger
Schwalben
Sperlinge und Braunellen
Der Star und der singende Rest

Weitere Vögel
Spechte
Tauben
Weitere Vögel

SESSHAFTE UND WANDERVÖGEL

Sesshafte Vögel
Zugvögel (Sommer in Uri)
Zugvögel (Winter in Uri)
Durchreisende Vögel
       
Jagdbare Vögel
Schräge Vögel

VÖGEL IN URI

Vögel, die gemäss Liste von www.fauna-uri.ch in Uri nachgewiesen werden konnten.

VOGELINFORMATIONEN

Auf der Webseite der Vogelwarte Sempach finden sich alle Angaben zu den einzelnen Vögeln.
> www.vogelwarte.ch

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 22.02.2020