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Göschenen

2019  - Samstag, 2. März 2019  - Fasnacht, Fasnachtsorganisationen
Fasching-Club wird Göschenen feiert 75-Jahr-Jubiläum
Mit einem Umzug mit den Katzenmusiken Realp, Andermatt, Wassen, Meien, Gurtnellen und Bristen sowie der Fasnachtsgesellschaft Airolo startet das 75-Jahr-Jubiläum der Katzenmusikgesellschaft Göschenen. Nach dem Monsterkonzert aller beteiligten Formationen gab es anschliessend Bar- und Festbetrieb in der Aula Elf Elf mit der Liveband Party-Tiger und im Eventwagen Unterhaltung mit dem Urner DJ Fridli.
UW 15, 23.2.2019, S. 1, 17.
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2017  - Mittwoch, 13. Dezember 2017  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Privatverkehr
Zwei Menschen sterben bei Frontalkollision im Gotthard-Strassentunnel
Rund 5 Kilometer vor der Tunnelausfahrt in Göschenen kommt ein Personenwagen mit deutschen Kontrollschildern auf die Gegenfahrbahn und prallt frontal auf den korrekt entgegenkommenden Lastwagen mit Schweizer Kontrollschildern. Die beiden Fahrzeugführer sterben noch am Unfallort. Am Steuer des Lastwagens sass ein 78-jähriger Mann aus Obwalden. Bei der Kollision werden zudem vier Menschen verletzt: die zwei Frauen und zwei Männer, die im Unfallauto sassen, werden mit Ambulanzen und zwei Rega-Helikoptern in ausserkantonale Spitäler überführt. Der Tunnel bleibt 6 Stunden gesperrt .
UW 100, 16.12.2017, S. 32.
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2017  - Freitag, 30. Juni 2017  - Theater, Freilichttheater
Freilichttheater "Göschenen am Meer"
Es war um 1910, als die Idee des italienisch- schweizerischen Ingenieurs Pietro Caminada Schlagzeilen machte: Er wollte mit einem Hyper-Kanal durch die Alpen das Transitland Schweiz schiffbar machen – also direkt ans Meer anschliessen. Eine Idee, die hohe Wellen schlug, auch in Göschenen. Eine Idee, die den Stoff für das neueste Freilichtspektakel des Kulturforums Andermatt Gotthard mit dem klingenden Namen «Göschenen am Meer» liefert. Rund 150 Mitwirkende vor und hinter den Kulissen erwecken das Dialektstück von Paul Steinmann zum Leben. Für die Regie zeichnen Stefan Camenzind und Ruth Feubli (Regiemitarbeit) verantwortlich. Zahllose Stunden haben alle Beteiligten vor und hinter den Kulissen in das Werk investiert. Am Donnerstag fand die Vorpremiere von «Göschenen am Meer» statt. Leider spielt an der Premiere das Wetter nicht mit. Als Rahmenveranstaltung findet eine Ausstellung "Im Wandel der Zeit" zur Dorfgeschichte statt. Das Wetter spielt nicht mit. Nicht ganz 10'000 Zuschauer sind gekommen, um das Stück zu sehen. Man hätte die Kapazität für 20'000 Zuschauer gehabt und mit 60 Prozent, also 12'000 Besucherinnen und Besuchern budgetiert.
UW 52, 1.7.2017, S. 17; 67, 23.8.2017, S. 5.
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2017  - Montag, 27. März 2017  - Umwelt, Erdrutsche, Felssturz
Felsblock stürzt auf Göscheneralpstrasse
In der Nacht von Sonntag auf Montag stürzt ein zirka 15 Tonnen schwerer Felsblock auf die Göscheneralpstrasse. Die Strasse wird durch den Einschlag beschädigt. Die Abteilung Naturgefahren des Kantons geht von einem Einzelereignis aus.
UW 25, 29.3.2017, S. 3.
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2016  - Samstag, 17. Dezember 2016  - Mobilität und Verkehr erkehr, Die Eisenbahn in Uri
Symbolträchtige Taufe zweier Züge in Göschenen und Airolo
Auf der Bergstrecke Erstfeld–Pollegio verkehren seit dem Fahrplanwechsel, abgesehen von ein paar wenigen saisonalen Wochenendzügen, Nahverkehrskompositionen, welche fahrplantechnisch als Regio-Expresszüge betitelt werden. Zum Einsatz gelangen in der Regel die für den regionalen S-Bahnverkehr konzipierten Niederflurzüge, welche vom Hersteller Stadler Rail den Marketingtitel Flirt erhalten haben. Die SBB und ihr Tochterunternehmen Ticino-Lombardia (Tilo) taufen beidseits des alten Gotthardtunnels einen Triebwagen auf die Namen «Göschenen» und «Airolo».
UW 101, 21.12.2016, S. 11.
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2016  - Montag, 3. Oktober 2016  - Umwelt, Erdbeben
Spürbares Erdbeben im Oberland
In der Nähe von Göschenen bebt am Morgen die Erde. Der Erdstoss hat die Stärke 3,3 auf der Richterskala. Nach Angaben des Schweizerischen Erdbebendienstes an der ETH Zürich ereignet sich das Beben um 8.43 Uhr 7 Kilometer westlich von Göschenen in einer Tiefe von 5 Kilometern. Das Beben ist auch in anderen Kantonen der Zentralschweiz, im Tessin, in Graubünden sowie im Oberwallis von Menschen wahrgenommen worden. Bei der Gemeinde Göschenen gehen keine Schadenmeldungen ein.
UW 79, 5.10.2016, S. 24.
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2016  - Montag, 29. August 2016  - Mobilität und Verkehr erkehr, Luftfahrt, Helikopter
F/A-18 stürzt im Sustengebiet ab
Eine einsitzige F/A-18 startet um 16.01 Uhr als zweites Flugzeug im Rahmen eines Trainingsfluges vom Militärflugplatz in Meiringen, 15 Sekunden hinter dem Leader. Auf einen ersten Funkaufruf der Einsatzzentrale antwortet der Pilot ordnungsgemäss. Auf einen zweiten Aufruf meldet er sich hingegen nicht mehr. Das Flugzeugwrack wird am folgenden Tag aus der Luft im Gebiet Hinter-Tierberg gefunden worden. Die Absturzstelle liegt auf über 3000 Meter über Meer. Entsprechend schwierig gestaltet sich die Suche in hochalpinem Gelände und bei widrigen Wetterbedingungen. Der 27-jährige Berufsmilitärpilot der Schweizer Luftwaffe findet dabei den Tod. Er wird am zweiten Tag nach dem Absturz gefunden.
www.urnerwochenblatt.ch (2016)
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2016  - Mittwoch, 22. Juni 2016  - Fotografie, Ausstellungen
Monstermässige Ausstellung in Göschenen
20 Jahre lang wanderte der in Göschenen wohnhafte Bildermacher Louis Lussmann mit einer Analogkamera bewaffnet immer wieder aufs Neue durch die Schöllenen – stets auf der Suche nach Landschaftsaufnahmen, in denen Monster und andere Fabelwesen zum Vorschein kommen, wenn man sie am Computer spiegelt. Aus seiner Faszination für die wildromantische Schlucht und seiner Leidenschaft für die Urner Sagenwelt ist eine Ausstellung entstanden, die das Prädikat «monstermässig» verdient. Die skurrilen Fotografiken des 79-jährigen Bildermachers sind in der alten Kirche in Göschenen ausgestellt.
UW 49, 22.6.2016, S. 1, 15.
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2016  - Montag, 30. Mai 2016  - Wanderrouten, Erlebnispfade, Göschenen, Dorfrundweg
In Göschenen wird ein neuer Rundweg eröffnet
In Göschenen wird ein neuer Rundgang mit insgesamt 14 Stationen eröffnet. Themen sind die Säumerei und der Bau des Gotthardtunnels. Dazu gibt es auch ein Gratisheftchen mit Informationen. Zusammengestellt hat es Projektleiter Kilian T. Elsasser. Dem Historiker und langjährigen Mitarbeiter des Verkehrshauses Luzern.
UW 43, 1.6.2016, S. 2.
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2016  - Samstag, 2. April 2016  - Elektrizität, Energie, Kraftwerk Göschenen AG
Wegen Gletscherschmelze höhere Produktion
Die konstant hohen Temperaturen im Sommer 2015 führten zu einer aussergewöhnlich starken Gletscherabschmelze und somit zu höheren Zuflüssen in den Stausee auf der Göscheneralp. Dies wiederum ist der Hauptgrund für die gesteigerte Stromproduktion im abgelaufenen Geschäftsjahr. Konkret war die Produktion mit 485,9 Millionen Kilowattstunden Strom rund 20 Prozent höher als im Vorjahr. Mit der Produktion von 100 Prozent Ökostrom leistet das KWG einen wesentlichen Beitrag zur CO2freien und somit klimafreundlichen Stromversorgung in der Zentralschweiz. Erschwert wurde der Kraftwerksbetrieb durch drei Zwischenfälle, die sich innerhalb von kurzer Zeit ereigneten und die Produktion teilweise stark beeinträchtigten.Das KWG investierte rund 7,3 Millionen Franken in Sachanlagen, den grössten Teil davon in die Erneuerung von Kraftwerk- und Nebenanlagen. Regional und wirtschaftlich betrachtet ist das KWG ein wichtiger Partner im Kanton Uri. So bezahlte das KWG im vergangenen Geschäftsjahr rund 6,1 Millionen Franken Wasserzinsen sowie 1 Million Franken Steuern an die öffentliche Hand. Das KWG bietet 17,4 Vollzeitstellen und eine Lehrstelle und beschäftigt zusätzlich bis zu 13 Personen im saisonalen Betrieb des Berggasthauses Dammagletscher. 9,5 Millionen Franken respektive zwei Drittel der Wertschöpfung verbleiben im Kanton Uri. Das sind umgerechnet rund 1,6 Rappen pro Kilowattstunde. Im Weiteren stellt das KWG dem Kantonsspital Uri vergünstigten Strom im Gegenwert von rund 448 000 Franken zur Verfügung.
UW 26, 2.4.2016, S. 7.
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2016  - Freitag, 1. April 2016  - Theater, Bühnentheater
Ein Guru sorgt für Verwirrung
Im ehemaligen Hallenbad in Göschenen spielen die Theaterfreunde Göschenen das Theaterstück «Ä Guru für Do-Ping». Garagist Günther Wägli hats nicht leicht. Zuerst taucht seine Schwägerin auf, und kurz darauf stehen noch Mönche in seiner Werkstatt …
UW 25, 30.3.2016, S. 6.
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2016  - Sonntag, 28. Februar 2016  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Privatverkehr
Uri sagt erstmals Ja zur zweiten Röhre
Das Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri kann erweitert und saniert werden. Überaus deutlich, mit 87,87 Prozent, stimmt das Urner Stimmvolk dem Kredit von 8,4 Millionen Franken zu. Die einzige kantonale Vorlage ist unbestritten, im Gegensatz zu den vier Vorlagen auf eidgenössischer Ebene. Dreimal Ja und einmal Nein lauten die Ergebnisse aus Uri. Zum ersten Mal spricht sich das Urner Stimmvolk für den Bau einer zweiten Röhre aus und zwar mit 53 Prozent Jastimmen. Die Stimmbeteiligung beträgt hohe 73 Prozent. Relativ knapp setzt sich in Uri die Durchsetzungsinitiative der SVP durch. Ebenfalls knapp Ja sagt Uri zur Volksinitiative «Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe» der CVP. Die Volksinitiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln!» bleibt chancenlos. Sie wird in allen Urner Gemeinden deutlich abgelehnt.
UW 17, 2.3.2016, S. 1.
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2016  - Sonntag, 28. Februar 2016  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Privatverkehr
Kehrtwende in Uri – Stimmvolk sagt Ja zur zweiten Röhre
Das Urner Stimmvolk entscheidet sich erstmals für den Bau einer zweiten Tunnelröhre am Gotthard. 10170 Urnerinnen und Urner legen ein Ja in die Urne, 9017 sagen Nein zum Bundesgesetz über den Strassentransitverkehr im Alpengebiet (Sanierung Gotthard- Strassentunnel). Das entspricht einem Ja-Stimmenanteil von 53 Prozent. Die Stimmbeteiligung beträgt hohe 73 Prozent. Im Vorfeld haben sich die Urner Parteien CVP und SP für ein Nein ausgesprochen, für ein Ja warben SVP und FDP. Auffallend höher ist der Anteil der Jastimmen im Urner Oberland und im Schächental. Am deutlichsten Ja sagen die Gemeinden Realp, mit einem Anteil von 75,2 Prozent, gefolgt von Andermatt (72,9), Unterschächen (71,3). Nur drei von 20 Gemeinden sprechen sich gegen den Bau einer zweiten Röhre aus. Es sind dies Altdorf mit 55,5 Prozent, Erstfeld (51.4) und Seedorf (50.6). Das Verdikt des Stimmvolks zur zweiten Gotthardröhre ist indes deutlich. Ausser Genf und Waadt sagen alle Kantone Ja. Im Tessin sprechen sich 57,8 Prozent für die Vorlage aus. Geplant ist, den neuen Tunnel ab etwa 2020 zu bauen. Beide Röhren werden zwar über je zwei Fahrspuren verfügen. Benutzt werden darf allerdings nur je eine in Richtung Nord respektive in Richtung Süd.
UW 17, 2.3.2016, S. 5.
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2015  - Samstag, 25. Juli 2015  - Sport und Freizeit, Wandern, Bergsport
Dammaweg wurde saniert
Pünktlich zum 100-Jahr-Jubiläum der Dammahütte wurde der Verbindungsweg zur Chelenalphütte saniert und teilweise neu angelegt. Ein Weg, der es in sich hat: Ergänzt wird dieser mit einem Klettersteig im Schwierigkeitsgrad K3. Gleichzeitig schliesst dieser blau-weisse Alpinwanderweg (T4) die Lücke des Höhenweges Salbithütte– Voralphütte–Bergseehütte–Chelenalphütte– Dammahütte. Da beim alten Weg die Sicherheit nicht mehr gewährleistet und die Wegmarkierung irreführend war, wurde eine Sanierung unumgänglich. Eine Arbeitsgruppe des SAC Pilatus hat sich diesem Anliegen angenommen.
UW 59, 31.7.2015, S. 16.
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2014  - Mittwoch, 24. September 2014  - Tunnelbauten, Strassentunnel
Gotthard-Strassentunnel - Nationalrat sagt Ja zur zweiten Röhre
Nach dem Ständerat spricht sich auch der Nationalrat mit 112 zu 73 (2 Enthaltungen) Ja für den Bau einer zweiten Röhre am Gotthard aus. Der Bundesrat will eine zweite Röhre am Gotthard bauen und den Strassentunnel anschliessend in beiden Tunnels je einspurig betreiben. Wahrscheinlich wird nun gegen den Entscheid des Parlaments das Referendum ergriffen – dies hat die Alpen-Initiative bereits angekündigt. Kommt das Referendum zustande, wovon auszugehen ist, hat das letzte Wort zur zweiten Röhre somit das Schweizer Stimmvolk.
UW 76, 27.9.2014, S. 11.
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2014  - Freitag, 5. September 2014  - Ritual, Sakramentalien, Segnung, Einweihung
Alte Glocke zu neuem Leben erweckt
In der Göscheneralp wird nach 55 Jahren eine alte Glocke wieder zum Erklingen gebracht. Mit einem eigens dafür angefertigten Glockenturm ist die Glocke bei der Staumauer für alle zugänglich. Beim alljährlichen Fischeinsatz in der Göscheneralp wird die alte Glocke feierlich eingeweiht.
UW 71, 10.9.2014, S. 19.
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2014  - Montag, 14. Juli 2014  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Privatverkehr
Mit 135 km/h durch den Gotthardtunnel
Ein 42-jähriger Deutscher rast mit durchschnittlich 135 Kilometern pro Stunde durch den 17 Kilometer langen Gotthardtunnel, in der ein Tempolimit von 80 Kilometer pro Stunde gilt. Um freie Fahrt zu haben, überquert er bei verbotenen Überholmanövern nicht weniger als zehn Mal die doppelte Sicherheitslinie. Einer Polizeipatrouille, die ihn zu stellen versucht, fährt mit über 200 Kilometern. Erst ein Polizeisperre im Monte-Ceneri-Tunnel in Rivera kann ihn stoppen. Im Februar 2017 wird der deutsche Raser für seine Amokfahrt zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten verurteilt. Davon muss der Finanzmanager ein Jahr absitzen.
UW 15, 22.2.2017
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2014  - Sonntag, 11. Mai 2014  - Mobilität und Verkehr erkehr, Motorrad
Tödlicher Motorrad-Unfall im Gotthard-Strassentunnel
Am Sonntagmorgen verunfallt ein Motorradfahrer im Gotthard-Strassentunnel tödlich. Der 54-jährige Deutsche ist mit einem entgegenkommenden Personenwagen frontal kollidiert. Der Gotthard-Strassentunnel wird während rund 2½ Stunden gesperrt.
UW 37, 14.5.2014, S. 16.
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2014  - Montag, 21. April 2014  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Privatverkehr
Rund 80 Stunden Stau beim Gotthardtunnel
Trotz des schlechten Wetters ist der Reiseverkehr in den Süden über Ostern gross. Sowohl vor dem Süd- wie auch vor dem Nordportal müssen sich die Reisenden lange gedulden. Insgesamt staut sich der Reiseverkehr über Ostern während rund 80 Stunden.
UW 31, 23.4.2014, S. 4.
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2013  - Freitag, 5. April 2013  - Theater, Bühnentheater
Theater Göschenen "Da hesch de z'Gschänk"
Im ehemaligen Hallenbad Göschenen wird Theater gespielt. Die Theaterfreunde Göschenen führen das Stück "Da hesch de z'Gschänk" auf.
UW 24, 30.3.2013, S. 7;
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2012  - Donnerstag, 20. Dezember 2012  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Privatverkehr
Gotthard-Strassentunnel - Automobilist stirbt nach Kollision
Gegen 1.00 Uhr morgens gerät ein deutscher Personenwagen nach rund vier Kilometern Fahrt in Richtung Tessin auf die Gegenfahrbahn und kollidiert frontal mit einem Lastwagen mit Zürcher Kontrollschildern. Das deutsche Fahrzeug gerät in Vollbrand. Der Tunnel wird während mehrerer Stunden gesperrt.
UW 100, 22.12.2012
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2012  - Montag, 3. Dezember 2012  - Mobilität und Verkehr erkehr, Postkutschen
Poststelle Göschenen wird geschlossen
Ab Montag, 3. Dezember, werden in Göschenen die Postdienstleistungen mit einem Hausservice angeboten. Die Poststelle ist letztmals am Freitag, 30. November, geöffnet. Die Post-Kundinnen und -Kunden werden ihre Postgeschäfte künftig an der eigenen Haustür beim Postboten respektive bei der Postbotin erledigt. Der Postschalter wird geschlossen. Dies hat die Post der Bevölkerung von Göschenen am 26. Oktober in einem Flugblatt mitgeteilt. Die Filiale in Göschenen ist bisher unter der Woche täglich sieben Stunden geöffnet (Samstag: drei Stunden). Sie werde jedoch immer weniger genutzt und weise eine tiefe Anzahl Postgeschäfte auf. Aufgrund dieser Entwicklung müssten die Öffnungszeiten einschneidend reduziert werden, schreibt die Post. Seit Ende April sei die Post mit einer Delegation des Gemeinderates Göschenen im Gespräch. Der Gemeinderat habe sich für die Weiterführung der Filiale eingesetzt und bedauere deren Schliessung.
UW 85, 31.10.2012
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2012  - Donnerstag, 25. Oktober 2012  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Schwerverkehr
Lastwagen fängt im Gotthard-Strassentunnel Feuer
Ein italienisches Sattelmotorfahrzeug fängt von Göschenen kommend rund 2 Kilometer nach der Tunneleinfahrt Feuer. Der sofort ausgerückten Schadenwehr Gotthard gelingt es, den Brand innert kürzester Zeit zu löschen. Personen und weitere Fahrzeuge kommen nicht zu Schaden. Am Fahrzeug und an der Tunnelinfrastruktur entsteht ein Schaden von 500'000 Franken.
UW 84, 27.10.2012
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2012  - Samstag, 20. Oktober 2012  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Schwerverkehr
Lastwagenbrand im Gotthardtunnel
Am Samstagmorgen hat ein Lastwagen im Gotthard-Strassentunnel gebrannt. Veletzt wurde niemand. Der Tunnel war für mehrere Stunden gesperrt. Am Samstag, 20. Oktober, um zirka 8.00 Uhr fuhr ein italienisches Sattelmotorfahrzeug von Göschenen kommend in den Gotthardstrassentunnel ein. Knapp vor Mitte des Tunnels geriet das Fahrzeug im Motorenbereich ohne Kollision aus noch nicht geklärten Gründen in Brand, wie die Kantonspolizei Uri mitteilt. Der Schadenwehr Gotthard gelang es, den Brand innert kürzester Zeit zu löschen. Die Kabine des Fahrzeuges wurde vollständig zerstört. Personen und weitere Fahrzeuge kamen nicht zu Schaden. Mögliche Beschädigungen an der Tunnelinfrastruktur wurden vom Astra überprüft, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Überprüfung hat ergeben, dass die Schäden durch den Lastwagenbrand an der Infrastruktur lediglich die Beleuchtungs- und Signalanlagen in Mitleidenschaft gezogen hat. Diese konnten sofort ersetzt beziehungsweise repariert werden, so dass der Gotthardstrassentunnel um 11.30 Uhr ohne Einschränkungen für den Verkehr wieder freigegeben werden konnte, teilte die Kantonspolizei mit.
UW 82, 20.10.2012
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2012  - Samstag, 1. September 2012  - Kunst, diverse, Ausstellungen
Vom alten Schul- zum KunstHaus in Göschenen
Das Alte Schul- und Pfrundhaus hat eine bewegte Geschichte. 1870 zündete die Pfarrköchin das damalige Schul- und Pfrundhaus an. Sie selber verschanzte sich im brennenden Haus und bewarf die anrückende Feuerwehr mit von ihr gesammelten Steinen und fand dabei den Tod. Die Ruinen des 1290 erbauten Turmes der Herren von Rapperswil wurden kurzerhand abgerissen und auf dessen Grundmauern entstand das neue, gegenwärtige Alte Schul- und Pfrundhaus. 1909 versteigerte die Kirchgemeinde das Haus, um cen Erlös für den Bau der neuen Pfarrkirche einzusetzen. Seither wurde es als Wohnhaus genutzt. Ab dem Sommer 2012 wird das Haus als Ort des Kunstschaffens und der Begegnung genutzt. Die bildende Künstlerin Vera Staub zeigt Arbeiten, die sie für die Räumlichkeiten des Kunsthauses konzipiert hat. Der Bahnhistoriker Kilian T. Elsasser hat ein Zimmer eingerichtet, in dem die Verkehrslandschaft Gotthard thematisiert wird. Der Historiker engagiert sich dafür, dass die Gotthardbergstrecke als Unesco-Welterbe aufgenommen wird und oganisiert zu diesem Thema Führungen.
UW 62, 11.8.2012: 69, 5.9.2012
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2012  - Sonntag, 17. Juni 2012  - Sport und Freizeit, Wandern, Bergsport
Zwei Tote in den Urner Bergen
Schwarzes Wochenende für den Bergsport. Gleich zwei Personen kommen auf Bergtouren in der Göscheneralp an diesem Wochenende ums Leben. Am Sonntag stürzt eine 34-jährige deutsche Staatsangehörige auf dem Brückenweg zwischen Salbit- und Voralphütte rund 80 Meter in die Tiefe. Die Frau hat versucht, ein unpassierbares Teilstück des Brückenweges zu umgehen. Am gleichen Tag wird eine Dreierseilschaft im Gebiet Salbitschijen im Abstieg von den Zwillingstürmen von einer herabstürzenden Schneewechte getroffen. Dabei zieht sich eine 26-jährige Bergsteigerin tödliche Verletzungen zu.
UW 47, 20.6.2012
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2010  - Samstag, 19. Juni 2010  - Sport und Freizeit, Wandern, Bergsport
Salbitbrücke - Spektakuläre Hängebrücke eingeweiht
Rechtzeitig auf die Tourensaison hin wird die neue Salbitbrücke, das spektakuläre Verbindungsstück auf dem Weg von der Salbit- zur Voralphütte offiziell eröffnet. Rund 90 Personen trotzen der Kälte und dem Regen.
UW 48, 23.6.2010
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2009  - Samstag, 5. September 2009  - Sport und Freizeit, Wandern, Bergsport
100 Jahre Rettungsstation Göschenen
100 Jahre steht die Rettungsstation Göschenen im Dienste bedrängter Alpinisten. Aus Anlass dieses Jubiläums werden spektakuläre Rettungsdemonstrationen gezeigt - wie die Bergung eines verunfallten Alpinisten aus einer steilen Felswand.
UW 70, 9.9.2009
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2009  - Donnerstag, 27. August 2009  - Umwelt, Stein und Mineralien, Bergregal
Absturz eines Strahlers
Ein 66-jähriger Strahler aus dem Kanton Zug stürzt am Winterstock, Gemeinde Göschenen, ab und kommt ums Leben. Der Verunfallte war zusammen mit drei Kollegen im Gebiet Winterstock/Gletschhorn beim Strahlen. Er stürzte dabei über einen kleinen Felsen und anschliessend rund 150 Meter über eine steile Geröllhalde ab. Der Abgestürzte stirbt noch auf der Unfallstelle.
UW 67, 29.8.2009
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2007  - Donnerstag, 6. September 2007  - Mobilität und Verkehr erkehr, Die Eisenbahn in Uri
Champagner für die Bahn und den Gottardo
125 Jahre ist ein Grund zum Feiern. Seit der Eröffnung des Gotthard-Bahntunnels 1882 sei die Schweiz keine Insel mehr, erklärt Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey beim Festakt zum 125-Jahr-Jubiläum der Gotthardbashn in Bellinzona. Bei einem Suppenhalt der Sonderzüge in Göschenen wird eine Lokomotive RE 484 von SBB Cargo auf den Namen "Gottardo" getauft. Beim Arbeiterdenkmal in Airolo legen sie eine Kranz nieder zum Gedenken an die 177 Arbeiter, die während der zehnjährigen Bauzeit ums Leben gekommen waren.
UW 70, 8.9.2007
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2000  - Samstag, 17. Juni 2000  - Sport und Freizeit, Wandern, Bergsport
Urner findet auf Wanderung in der Göscheneralp den Tod
In der Göscheneralp verirrt sich ein 49-jähriger Urner auf einer Wanderung und findet den Tod.
UW 48, 21.6.2000
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1999  - Montag, 9. August 1999  - Sport und Freizeit, Wandern, Bergsport
Tödlicher Bergunfall am Dammastock
Am Dammastock verunglückt ein deutscher Bergsteiger tödlich.
UW 63, 14.8.1999
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1998  - Samstag, 24. Oktober 1998  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Privatverkehr
Tödlicher Unfall im Gotthard-Strassentunnel
Bei einem Unfall im Gotthard-Strassentunnel kommt ein 52-jähriger Italiener ums Leben. Er gerät mit seinem Wagen auf die linke Fahrspur und prallt mit zwei korrekt entgegenkommenden Lastwagen zusammen.
UW 84, 28.10.1998
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1998  - Sonntag, 4. Oktober 1998  - Sport und Freizeit, Wandern, Bergsport
Einweihungsfeier der erweiterten Salbithütte
Im Göscheneralptal, am Fusse des Salbitschijen, wird die erweiterte SAC-Salbithütte der Sektion Lindenberg eingeweiht.
UW 78, 7.10.1998
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1998  - Freitag, 10. Juli 1998  - Kommunikation und Medien, Fernsehen
Dreharbeiten für "Tatort" in Göschenen
Im Göscheneralptal wird für den Tatort-Krimi "Alp-Traum" gedreht.
UW 54, 15.7.1998
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1997  - Mittwoch, 17. September 1997  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Privatverkehr
Car brennt im Gotthard-Strassentunnel
Grosses Glück für 47 niederländische Fahrgäste: Ihr Car brennt im Gotthard-Strassentunnel vollständig aus. Glücklicherweise können sie sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen.
UW 74/20.9.1997
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1997  - Samstag, 30. August 1997  - Mobilität und Verkehr erkehr, Die Eisenbahn in Uri
Dampflokomotive im Urnerland
"Die Bahn bewegt seit 1847": Die Jubiläumsfeierlichkeiten erreichen der Bahn erreichen auch das Urnerland. So stampft eine Dampflokomotive mit einem Nostalgiezug nach Göschenen hinauf, wo ein Bahnhoffest stattfindet.
UW 70/6.9.1997
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1997  - Sonntag, 13. Juli 1997  - Sport und Freizeit, Wandern, Bergsport
Göscheneralp -- Tödlicher Bergunfall
Ein italienischer Bergsteiger verunglückt am Hoch-Schijen-Südgrat in der Göscheneralp tödlich. Er hat sich in einer Zweierseilschaft im Aufstieg befunden, als er ins Seil fiel und sich dabei tödliche Verletzungen zuzog.
UW 55, 16.7.1997
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1990  - Sonntag, 10. Juni 1990  - Sport und Freizeit, Wandern, Bergsport
Voralphütte wird eingeweiht
Bei Nebel und Schnee wird die neue Voralphütte der SAC-Sektion Uto eingeweiht.
Müller Thomas, Clubhüttenbau in den Urner Alpen, in: HNBl UR 2005, S. 51.
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1982  - Freitag, 24. September 1982  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Privatverkehr
Eröffnung des Autobahnanschlusses Göschenen
Der Autobahnanschluss Göschenen wird eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Mit der Höhenstaffelung der 13 nebeneinander verlaufenden Fahrspuren wurde erreicht, dass "nur" knapp über 100 Meter Grund in Querrichtung zu Tal und Autobahnachse beansprucht wurden. Durch einen landschaftspflegerischen Begleitplan soll versucht werden, das sehr massiv wirkende Brückenobjekt in die alpine Landschaft einzufügen.
GP, Nr. 38, 25.09.1982.
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1980  - Freitag, 5. September 1980  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Privatverkehr
Der Gotthard-Strassentunnel wird eröffnet und dem Verkehr übergeben
Gleichzeitig mit dem Autobahn-Abschnitt Wassen-Göschenen wird auch der zweispurige Gotthard-Strassenttunnel feierlich eröffnet. Die Dörfer Wassen und Göschenen werden damit umfahren. Beim Bau des Gotthard-Strassentunnels haben 19 Arbeiter durch Unglücksfälle ihr Leben verloren.
Bei der Eröffnung des Gotthardtunnels macht sich auch eine kleinere Protestgruppe bemerkbar. Der Korrespondentenbericht in der "Gotthard-Post" hat für solche Aktionen jedoch kein Verständnis: "Auf der Autorampenbrücke verfolgten viele Zuschauer den festlichen Akt, unter ihnen - von den Gästen kaum bemerkt - ein Grüppchen einer 'Aktion Uri - Land am Beton', das mit einem Land fressenden Monstrum gegen die - ihrer Ansicht nach - falsche Verkehrspolitik und das geopferte Kulturland demonstrierte. Hinter den Akteuren stand der Verkehrs-Klub der Schweiz, offensichtlich assistiert von Gesinnungsgenossen aus dem Zürichbiet, stand doch dieses Ungeheuer vordem schon im Knonaueramt. Treffend der Kommentar eines Göscheners, der die Demos mit den Worten 'Geht zurück nach Zürich, wo ihr herkommt, euch brauchen wir nicht!' unmissverständlich aufgefordert haben soll."

GP, Nr. 37, 13. September 1980; Gisler-Jauch Rolf, Uri und das Automobil – des Teufels späte Rache, S. 274 f.
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1976  - Freitag, 26. März 1976  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Privatverkehr
Durschlag des Sicherheitsstollens beim Gotthard-Strassentunnel
Im Berg zwischen Göschenen und Airolo erfolgt der Durchschlag im Sicherheitsstollen des zukünftigen Gotthard-Strassentunnels.
Gisler-Jauch Rolf, Uri und das Automobil – des Teufels späte Rache, S. 272.
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1973  - Mittwoch, 11. Juli 1973  - Unfälle, Explosion
Explosion in Göschenen fordert zwei Tote und 16 Verletzte
In einer unterirdische Pump- und Abfüllstation eines Treibstofflagers der Armee, das beim Zeughaus oberhalb von Göschenen liegt, ereignet sich kurz nach 15.30 Uhr eine heftige Explosion. Nach dem Abfüllen von Treibstoff ist die lange Transportleitung nicht richtig verschlossen worden, und es ist Treibstoff ausgelaufen. Die explosiven Dämpfe haben sich in der Anlage ausgebreitet und werden durch einen einschaltenden Luftentfeuchter in Brand gesetzt. Durch die Druckwelle werden die Panzertüren des Stollens weggeschleudert. Ein vorbeifahrender Volkswagen wird von der Druckwelle erfasst und in die Reuss gedrängt. Die beiden Insassen, ein Ehepaar aus Oberentfelden (AG) findet dabei den Tod. Weitere Verletzte gibt es in zwei Cars. An Gebäuden des Dorfes, der SBB, der FOB und vor allem am Zeughaus entsteht beträchtlicher Sachschaden. So gehen Hunderte von Fensterscheiben zu Bruch und es entstehen Risse an Hauswänden sowie an der Strassenbrücke. Die Explosion kann bis nach Altdorf wahrgenommen werden. Die Strasse kann am nächsten Tag wieder geöffnet werden. Das Zeughaus muss abgerissen werden und wird wie die Anlage neu erstellt.
UW 55/1973; Fryberg Stefan, Strube Zeiten, S. 173 (11.8. falsches Datum), S. 173; Widmer Roland, in: https://www.flickr.com/photos/kecko/25224999788/ 2018).
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1967  - Samstag, 30. September 1967  - Sport und Freizeit, Wandern, Bergsport
Biwakhütte am Salbitschijen wird seiner Bestimmung übergeben
Am Salbitschijen wird die von der SAC-Sektion Mythen in Auftrag gegebene Biwakhütte ihrer Bestimmung übergeben.
Müller Thomas, Clubhüttenbau in den Urner Alpen, in: HNBl UR 2005, S. 48.
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1964  - Dienstag, 7. Juli 1964  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Privatverkehr
Bundesrat entscheidet sich für Tunnelvariante Göschenen-Airolo
Der Bundesrat schliesst sich dem Entscheid der Expertenkommission an. Die Studiengruppe Gotthardtunnel hat in ihrem Schlussbericht die Tunnelvariante Göschenen-Airolo vor.geschlagen. In den Zeitungskommentaren gibt man zwar einhellig der Freude Ausdruck, dass die Nationalstrasse durch das Urnerland zu liegen kommt, doch zeigte man sich über die tieferliegende Variante immer noch nicht überall begeistert.
Gisler-Jauch Rolf, Uri und das Automobil – des Teufels späte Rache, S. 270.
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1960  - Sonntag, 29. Mai 1960  - Mobilität und Verkehr erkehr, Die Eisenbahn in Uri
Passagier fällt im Gotthardtunnel aus dem Zug
Im Gotthardtunnel fällt ein 43-jähriger Berner, Schneider von Beruf, aus dem Zug und wird tödlich verletzt. Er befand sich mit seiner Braut auf der Rückfahrt von einem Vereinsausflug des Velo-Clubs Bärau nach Lugano. Der Verunglückte wohl die Zugstoilette aufsuchen.
StAUR G-300-11/41-4 (76,3)
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1960  - Freitag, 6. Mai 1960  - Mobilität und Verkehr erkehr, Die Eisenbahn in Uri
Italiener stürzt aus dem Zug und wird getötet
Im Gotthardtunnel stürzt ein 54-jähriger Italiener aus dem fahrenden Zug und wird dabei getötet. Das Ehepaar reiste aus Anlass ihrer Silbernen Hochzeit in die Schweiz, um ihren Sohn in Luzern zu besuchen. Der Verunfallte hat wohl die Toilettentür mit der Wagentür verwechselt.
StAUR G-300-12/80-3 (1,12)
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1954  - Samstag, 20. März 1954  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Privatverkehr
Bedenken für eine Autofahrt in einem langen Gotthardtunnel
In den Diskussionen um einen Gotthard-Stressentunnel werden nicht nur technische Schwierigkeiten oder finanzielle Bedenken angeführt. In der langen Autofahrt durch einen Tunnel, werden auch Probleme für den Autofahrer gesehen. In dem Sinne äussert sich der Korrespondetn der „Gotthard-Post“: "Im zweiten, dritten Kilometer verliert er vollkommen das Geborgenheitsgefühl, auch bei bester Lüftung wird's ihm zu eng, ist er nicht ganz herz- und nervensicher, wird's ihm im sechsten, siebenten Kilometer schwindlig. Er hat das Gefühl, er stehe still und das Ausgangsloch, das er von weitem sieht, schiesse ihm entgegen. Das ist überhaupt der Grund, der es sehr fraglich erscheinen lässt, ob lange Strassentunnels nicht eher abschreckend als anziehend wirken werden." Dieser "Fuchsgang im Gotthard-Obergefäss" wuird vom Korrespondenten der "Gotthard-Post" deshalb als "hundertprozentiges Fehlunternehmen" prophezeit.
Korrespondentenbericht, GP, Nr. 11, 20. März 1954.
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1953  - Samstag, 24. Oktober 1953  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Privatverkehr
Vorschlag zum Bau eines Gotthard-Strassentunnels
In den Urner Zeitungen wird ein Projekt für den Bau eines Strassentunnels durch den Gotthard vorgestellt. Der Basler Architekt Paul Hosch geht dabei von einer Linienführung parallel zum Eisenbahntunnel aus. Sein Vorschlag der Parallelführung soll die Verwirklichung erleichtern, grosse Kostenersparnisse sowie die Einsparung der halben Bauzeit bringen. Als schwierigstes technisches Problem betrachtet er die Entlüftung. In dem Bericht wird dargelegt, dass der Gehalt von einem Volumenpromill des Kohlenoxyds (CO) schon nach einstündiger Einatmung eine halbtätige Arbeitsunfähigkeit hervorrufe. Von weiteren gesundheitlichen Schäden ist noch nicht die Rede. Die Lösung glaubt Paul Hosch in dem natürlichen Fahrtwind des Bahntunnels zu finden. Während der Bauzeit soll der Eisenbahntunnel auf einem Geleise zugunsten des Baus des Autotunnels gesperrt werden. Zur Finanzierung wird die Erhebung einer Durchgangsgebühr vorgeschlagen. Betreffend Verkehrsfrewuenzen geht die Studie von folgenden Vorstellungen aus: "Ein Autotunnel durch das Gebirge ist kein Verkehrstunnel einer Millionenstadt. Die Frequenz wird sehr unterschiedlich sowohl in den Jahreszeiten als auch während der Tageszeiten sein. Unter Zugrundelegung einer maximalen Stundenleistung von 240 Wagen (d.h. alle 30 Sekunden ein Wagen in jeder Richtung) ergibt sich die theoretische Zahl von über zwei Millionen im Jahr. Damit ist selbstverständlich niemals zu rechnen."
UW, Nr. 82, 24. Oktober 1953; Gisler-Jauch Rolf, Uri und das Automobil – des Teufels späte Rache, S. 264 f.
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1946  - Donnerstag, 30. Mai 1946  - Folklore, Trachten
Erste Delegiertenversammlung der Urner Trachtenvereinigung in Göschenen
Nahezu 100 Trachtenleute finden sich in Göschenen zur ersten Delegiertenversammlung der Urner Trachtenvereinigung ein. Verbunden mit dem Tagungsort ist der Wunsch zu einer Trachtengruppe in Göschenen.
Trachtenvereinigung Uri, 50 Jahre Trachtenvereinigung Uri 1942-1992, Altdorf 1992, S. 14 (UBg 3094).
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1944  - Donnerstag, 17. Februar 1944  - Fasnacht, Fasnachtsorganisationen
In Göschenen wird der Fasching-Club gegründet
In Göschenen wird der Fasching-Club gegründet. Motivation hiezu ist, die Fasnacht in Göschenen mit Musik zu bereichern und «den ganzen fasnächtlichen Zauber in einem harmonischen Rahmen» abzuwickeln.
Gisler-Jauch Rolf, Fasnächtliches Uri, S. 128.
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1939  - Samstag, 2. September 1939  - Militär und Landesverteidigung, Aktivdienst, Grenzdienst
Bataillon 87 rückt in den Aktivdienst ein
Auf die Nachricht vom deutschen Angriff auf Polen in den Morgenstunden des 1. Septembers hat der Bundesrat im Einvernehmen mit dem General die allgemeine Mobilmachung der Armee für den 2. September angeordnet.
An diesem Samstag rücken auch 943 Urner in den Aktivdienst ein. Die Vereidigung des Gebiergsfüsilierbataillons 87 findet um 14.30 Uhr in Göschenen statt. Den Eid nehmen der Bataillonskommandant Major Trüb und der Urner Militärdirektor Gehrig ab. Dieser lautet: "Es schwören oder geloben die Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten: der Eidgenossenschaft die Treue zu halten, für die Verteidigung des Vaterlandes und seiner Verfassung Leib und Leben aufzuopfern, die Fahne niemals zu verlassen, die Militärgesetze getreulich zu befolgen, den Befehlen der Oberen genauen und pünktlichen Gehorsam zu leisten, strenge Manneszucht zu übern und alles zu tun, was die Ehre und Freiheit des Vaterlandes erfordert."
Auf den Urner Sammelplätzen rücken über 3000 Mann und 400 Pferde ein. Die Mobilisation bringt vor allem für das Urserntal viel Militär. Alle Hotels sind in Kasernements umgestellt; alle freien Räumlichkeiten in öffentlichen und Privathäusern belegt, und die Viehställe mit Pferden besetzt.
Das Bataillon 87 bezieht mit 908 Mann unter dem Kommando von Major Oskar Trüb die Verteidigungsstellungen im oberen Tessin.

Gustav Caluori, 1939-1945, Ein Gebirgsfüsilierbataillon im Aktivdienst, Altdorf 1989; Aschwanden Romed, Uri im Zweiten Weltkrieg, in: Stadler-Planzer Hans, Geschichte des Landes Uri, S. 375.
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1938  - Mittwoch, 5. Oktober 1938  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Privatverkehr
Erneuter Vorschlag für einen Gotthard-Strassentunnel
Im „Urner Wochenblatt“ wird über ein Projekt Hosch berichtet. Sein geplanter Tunnel soll eine Fahrbreite von 6,4 Metern haben, und die Baukosten werden auf 48 Millionen Franken berechnet. Technisch sieht er bei der Erstellung eines Verkehrstunnels keine grossen Schwierigkeiten; lediglich die Belüftung soll ein neues Problem bringen. Die beständige Lufterneuerung wird als von grösster Bedeutung erachtet. Um dieser wichtigen Frage gerecht werden zu können, sieht man damals die Errichtung von Belüftungsschächten vor, durch die mittels Ventilatoren die verbrauchte Luft aus und die frische eingeblasen werden soll. Statt der Schächte will sich dieses Projekt des bestehenden Bahntunnels als Frischluftkanal bedienen. Dank dem geplanten Vortrieb von Querstollen aus dem Eisenbahntunnel heraus sah Hosch die Eröffnung schon in 2 1/4 Jahren. Seinem Projekt steht jedoch nicht so sehr die Technik, "aber die gewaltige Macht unserer Bahnen entgegen". Der Eisenbahnbetrieb könnte nach seinen Plänen während zwei Jahren nur einspurig vor sich gehen.
„Gotthard-Autotunnel", in: UW, No. 79, 5. Oktober 1938; Gisler-Jauch Rolf, Uri und das Automobil – des Teufels späte Rache, S. 222.
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1936  - Sonntag, 24. Mai 1936  - Musik, Blasmusik
3. Kantonaler Musiktag in Göschenen
Am 24. Mai wird bei schönstem Wetter in Göschenen der 3. Kantonale Musiktag abgehalten. Zu den zehn Urner Sektionen gesellt sich als Gast die Musik der Fortwache Andermatt.
UW 23, 6.6.1936; 26, 30.1934; UKMV, Die Geschichte der Blasmusik im Kanton Uri, S. 59 f.
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1935  - Samstag, 28. Dezember 1935  - Tunnelbauten, Strassentunnel
Idee eines Gotthard-Strassentunnels
In der „Gotthard-Post“ wir ein weiteres Projekt zur Durchtunnelung des Gotthards vorgestellt. Ingenieur Eduard Gruner aus Basel sieht die Erstellung eines Strassentunnels durch den Gotthard vor. Es sind zwei Varianten vorgesehen, ein Tunnel von 15,1 Kilometer Länge von Göschenen bis Albinasca oberhalb Airolo und ein, von Hospental ausgehender, kürzerer Tunnel von 9,8 Kilometer Länge. Die Baukosten werden mit 80 Millionen Franken berechnet. Als Finanzierung sieht auch Gruner eine Tunnelgebühr von 20 Franken vor. Er nimmt eine Frequenz von jährlich 100'000 Automobilen an, was in dem Zeitungsbericht jedoch als etwas zu optimistisch angesehen wird. .
"Um den Strassentunnel durch den Gotthard", in: GP, No. 52, 28. Dezember 1935; Gisler-Jauch Rolf, Uri und das Automobil – des Teufels späte Rache, S. 222
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1931  - Sonntag, 13. September 1931  - Sport und Freizeit, Wandern, Bergsport
Salbit-Hütte wird eingeweiht
Im Göscheneralptal, oberhalb der Salbitalp, kann die Salbithütte der SAC-Sektion Zimmerberg eingeweiht werden.
Müller Thomas, Clubhüttenbau in den Urner Alpen, in: HNBl UR 2005, S. 39.
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1931  - Donnerstag, 2. Juli 1931  - Sport und Freizeit, Wandern, Bergsport
Zwei Juristen am Dammastock abgestürzt
Zwei Juristen brechen morgens um zwei Uhr in der Dammahütte auf, um auf einer Hochgebirgstour auf den Dammastock und dann nach Meiringen zu gelangen. Da sie das Reiseziel nicht erreichen, wird eine Rettungskolonne aufgeboten. Diese findet die beiden Touristen tot, abgestürzt und noch angeseilt.
UW 27, 4.7.1931
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1931  - Sonntag, 21. Juni 1931  - Sport und Freizeit, Wandern, Bergsport
Tod am Fleckistock
Beim Abstieg vom Fleckistock rutscht ein Mann in einer Schneerunse aus und findet den Tod.
UW 26, 27. Juni 1931
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1931  - Samstag, 18. April 1931  - Seilbahnanlagen, Gotthardbahn (GB)xxx
Ein Unglück kommt selten allein
Im Gotthardtunnel wird der Bauarbeiter Anton Gamma aus Göschenen bei Revisionsarbeiten vom Nachtschnellzug überfahren und getötet. Der Verunglückte ist der Vater des Kindes, welches letztes Jahr im Gitschental anlässlich eines Ausfluges verloren gegangen ist und seither vermisst wird.
UW 16, 18.4.2001
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1926  - Sonntag, 3. Oktober 1926  - Sport und Freizeit, Wandern, Bergsport
Chelenalphütte wird eingeweiht
Zuhinterst im Göscheneralptal wird die neu, in Stein erbaute Chelenalphütte der SAC-Sektion Aarau eingeweiht.
Müller Thomas, Clubhüttenbau in den Urner Alpen, in: HNBl UR 2005, S. 39.
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1925  - Samstag, 31. Oktober 1925  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Privatverkehr
Autotransport durch den Gotthard
Die bisher nur an Sonn- und Feiertagen auf der Strecke Göschenen-Airolo und umgekehrt zugelassene beschleunigte und vereinfachte Abfertigung der Automobile mit Gepäckschein kann nurmehr auch an Werktagen stattfinden.
UW 44, 31.10.1925
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1924  - Freitag, 1. Februar 1924  - Unfälle, Wildheuen
Beim Wildheutransport tödlich verunglückt
In den Schöllenen bringt ein Meister mit zwei Knechten Wildheuballen zu Tal. Dabei reissen zwei herunterrutschende Heubündel den einen Knecht in die Tiefe. Der ledige Knecht Taugwalder aus dem Oberwallis bleibt schwerverletzt liegen. Er wird ins Meisterhaus nach Göschenen gebracht, wo er am andern Tag seinen Verletzungen erliegt. Er wird am Montag auf dem Friedhof begraben.
UW 6, 9.2.1924.
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1920  - Sonntag, 3. Oktober 1920  - Sport und Freizeit, Wandern, Bergsport
Umgebaute Voralphütte wird eingeweiht
Die umgebaute Voralphütte der SAC-Sektion Uto wird eingeweiht.
Müller Thomas, Clubhüttenbau in den Urner Alpen, in: HNBl UR 2005, S. 35.
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1920  - Montag, 13. September 1920  - Mobilität und Verkehr erkehr, Die Eisenbahn in Uri
Inbetriebsetzung der Elektrifizierung der Strecke Göschenen-Airolo
Elektrifizierung der Strecke Göschenen-Airolo (Gotthardtunnel; 15,5 km): Inbetriebsetzung.
UW 22/1922.
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1920  - Samstag, 3. Juli 1920  - Seilbahnanlagen, Gotthardbahn (GB)xxx
Erneut Todesfall im Gotthardtunnel
Bei Kontrolle der elektirschen Leitung wird ein 24-jähriger Elektromonteur auf der Fahrt mit dem Montagewagen von einem vorspringenden Gegenstand tödlich verletzt worden.
UW 27, 3.7.1920
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1920  - Samstag, 28. Februar 1920  - Seilbahnanlagen, Gotthardbahn (GB)xxx
Todesfall im Gotthardtunnel
Im Gotthardtunnel verunglückt ein Angestellter der SBB.
UW 10, 6.3.1920
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1920  - Donnerstag, 15. Januar 1920  - Seilbahnanlagen, Gotthardbahn (GB)xxx
Wagen entgleisen
Unmittelbar vor dem Bahnhof Göschenen entgleisen vier Wagen eines Güterzuges. Personen kommen keine zu Schaden, doch entsteht grosser Sachschaden.
UW 3, 17.1.1920
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1920  - Dienstag, 6. Januar 1920  - Seilbahnanlagen, Gotthardbahn (GB)xxx
Schwerer Eisenbahnunfall im Gotthard-Tunnel
Bei einem Zusammenstoss eines Dienstzuges mit einer abgehängten Wagengruppe werden im Gotthardtunnel zwei Männer getötet und fünf weitere schwer verletzt.
UW 2, 10.1.1920; 3, 17.1.19120.
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1919  - Sonntag, 28. September 1919  - Schwingen, Urner Kantonales Schwingfest
Erstes Urner Kantonales Schwingfest in Göschenen
Am 28. September 1919 nehmen in Göschenen 22 Schwinger an dem ersten Urner Kantonalen Schwingfest teil. Mit zehn Schwingern stellt fast die Hälfte der Schwingklub Göschenen. 4 Gäste kommen von Airolo. Trotz Kälte und starkem Regen verfolgt eine stattliche Zahl Zuschauer die Wettkämpfe. Das festliche Rahmenprogramm geben auf dem Festplatz eine Musik, ein Alphornbläser, ein Fahnenschwinger sowie eine hübsche Jodlerin. Als verdienter Sieger und einziger Kranzgewinner wird mit 58,00 Punkten der einheimische Emil Honegger ausgerufen. Alle Schwinger erhalten eine Gabe.

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1916  - Sonntag, 30. Juli 1916  - Sport und Freizeit, Wandern, Bergsport
Offizielle Einweihung der Dammahütte
Nach der Einsegnung vor einem Jahr wird die Dammahütte der SAC-Sektion Pilatus oberhalb der Göscheneralp offiziell eingeweiht.
Müller Thomas, Clubhüttenbau in den Urner Alpen, in: HNBl UR 2005, S. 28 f.
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1915  - Sonntag, 31. Oktober 1915  - Sport und Freizeit, Wandern, Bergsport
Dammahütte wird eingeweiht
Die Dammahütte, das Musterbeispiel der Landesausstellung 1914, an der Ostseite des Dammastockes kann durch Kaplan Gisler von der Göscheneralp eingesegnet werden. Bis 1937 besitzt die Dammahütte der SAC-Sektion Pilatus mit der Gspaltenhornhütte der Sektion Bern eine völlig identische Schwesterhütte.
Müller Thomas, Clubhüttenbau in den Urner Alpen, in: HNBl UR 2005, S. 28 f.
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1914  - Freitag, 5. Juni 1914  - Mobilität und Verkehr erkehr, Die Eisenbahn in Uri
In den Schöllenen wird der Bruckwaldbodentunnel durchschlagen
In den Schöllenen wird für die Bahn der 204 m lange Bruckwaldbodentunnel durchschlagen. Der Granit war so hart, dass pro Tag im Dreischichtenbetrieb ein Fortschritt von kaum 1,5 m erzielt werden konnte.
Müller Albert; Fünfundzwanzig Jahre Schöllenen-Bahn, s. 14.
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1914  - Donnerstag, 2. April 1914  - Mobilität und Verkehr erkehr, Die Eisenbahn in Uri
Jostbachtunnel der Schöllenenbahn wird durchschlagen
In der Schöllenen wird de 340 m lange Jostbachtunnel durchschlagen.
Müller Albert; Fünfundzwanzig Jahre Schöllenen-Bahn, s. 14.
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1910  - Donnerstag, 8. September 1910  - Mobilität und Verkehr erkehr, Die Eisenbahn in Uri
Tunnelwärter wird von Zug überfahren
Der 27-jährige Tunnelwärter Johann Jauch von Silenen wird im Gotthardtunnel von einem Zug überfahren und getötet. Die Ventilationsanlage des Tunnels war ausser Betrieb. Der Verunfallte muss somit eine Rauchgasvergiftung erlitten haben.
StAUR G-300-11/41-6 (2,9)
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1909  - Dienstag, 17. August 1909  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Privatverkehr
Gemeinde Göschenen wehrt sich gegen Freigabe des Automobilverkehrs
Während Andermatt eine Freigabe des Automobilverkehrsauf dem Gotthardpass und damit auch in den Schöllenen wünscht, stemmt sich Göschenen dagegen. Nach Ansicht des Gemeinderates von Göschenen kann selbst das ruhigste Pferd einmal "seiner Automobilfrommheit" verlustig gehen und vor einem Kraftwagen erschrecken. Weiter wird dem Regierungsrat mitgeteilt, dass "in der ganzen Welt" keine ungeeignetere Automobilstrasse als die Gotthardstrasse mit ihren vielen scharfen Kehren zu finden sei. Man widerspricht dem Argument des Gemeinderates von Andermatt und hält es "geradezu für eine Förderung des Fremdenverkehrs im Gebirge, wenn das Automobil, diese Hastkutsche des Städters, ihm ferngehalten" würde.
Schreiben des Gemeinderates von Göschenen an die Titl. Polizeidirektion Uri, zu Hdn. des hohen Regierungsrates vom 17. August 1909" (StA UR R-720-19/1000(1)).
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1906  - Samstag, 7. Juli 1906  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Privatverkehr
Unterschiedliche Meinungen dies- und jenseits der Schöllenen zum Automobilverkehr
In Ursern zeigt sich einheimische Opposition gegen das Automobilverbot. Auf Wunsch des Verkehrsvereins Ursern werden auf der Schöllenenstrasse Probefahrten für Automobile durchgeführt. Die Urner Regierung erwägt, die Gotthardstrasse zu gewissen Zeiten zu öffnen. Dies stösst jedoch nicht bei allen auf Freude: Der Gemeinderat von Göschenen sowie das Festungsbüro Andermatt wenden sich an den Regierungsrat und äussern sich negativ gegenüber einer Öffnung der Schöllenenstrasse für das Automobil. Sie machen vorwiegend Gründe der Verkehrssicherheit geltend.
StAUR R-720-19/1000; UW, No. 27, Erstes Blatt, 7. Juli 1906.
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1905  - Samstag, 23. September 1905  - Mobilität und Verkehr erkehr, Auto, Privatverkehr
Automobillunfall in Göschenen
Der Göschener Korrepondent des "Urner Wochenblatts" ist der Ansicht, dass jede bemerkenswerte Ortschaft heutzutage Automobilunfälle verzeichnen müsse. Daher sei nun auch von Göschenen so was zu melden. Es traf den Gemeindepräsidenten. Ein dahersausendes Automobil fuhr in den Einspänner des Metzgermeisters. Der Autler, ein Prinz Waldemar Napoleon, zahlte sofort die geforderte Entschädigung von 2000 Franken.
UW 38, 23.9.1905
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1903  - Sonntag, 6. September 1903  - Sport und Freizeit, Wandern, Bergsport
Chelenalphütte wird eingeweiht
Zuhinterst im Göscheneralptal wird die auf Initiative der SAC-Sektion Aarau erbaute Chelenalphütte eingeweiht.
Müller Thomas, Clubhüttenbau in den Urner Alpen, in: HNBl UR 2005, S. 26.
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1898  - Samstag, 27. August 1898  - Sport und Freizeit, Radfahren, Bike
Pferde eines Fuhrwerks erschrecken vor Radfahrer mit Tännchen
Der Korrespondent der „Gotthard-Post“ berichtet, dass ein Berg weder vor der Bahn noch vor den „Velozipedisten“ sicher sei. Gehe es stark hinunter, so würden die „Reisenden der Neuzeit“ ein Tännchen an das Fahrrad hängen. So ausgerüstet schoss ein Velofahrer von Andermatt durch die Schöllenen Göschenen entgegen. Unterwegs begegnete ihm ein mit 5 Pferden bespannter Omnibus. Die sonst ungemein vertraulichen Tiere seien scheu geworden, und nur einem Wehrstein, an den das Fuhrwerk gestossen, sei die Verhütung eines grossen Unglücks zu verdanken. Die abgesprungenen Passagiere seien mit dem Schrecken davongekommen.
GP 27.08.1898
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1890  - Samstag, 26. Juli 1890  - Sport und Freizeit, Wandern, Bergsport
Erste SAC-Hütte im Urner Oberland eingeweiht
Im Göschener Voralptal kann die erste SAC-Hütte, errichtet von der Sektion Uto, eingeweiht werden.
Müller Thomas, Clubhüttenbau in den Urner Alpen, in: HNBl UR 2005, S. 24.
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1889  - Sonntag, 29. September 1889  - Gedenkstätte, Denkmal, Denkmal (Eisenbahn)
Einweihung des Favre-Denkmals in Göschenen
In Göschenen kann die Gedenkstätte für die Opfer des Gotthardbahntunnels im Friedhof Göschenen eingeweiht werden.
Brunner Thomas, KDM Uri Bd. IV, S. 261.
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1880  - Samstag, 28. Februar 1880  - Strassenanlagen, Klausenstrasse
Der Gotthard ist durchbohrt
Um 11.15 wird die letzte Felswand, welche Airolo noch von Göschenen trennt, durchschlagen. Die beiden Stellen variieren an der Durchschlagstelle seitlich um 0.33 Meter und vertikal um 0.05 Meter, was einem beispiellosen Triumph der Technik gleichkommt.
Jung Joseph, Alfred Escher – Der Aufbruch zur modernen Schweiz, Band 2, S. 588.
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1879  - Samstag, 19. Juli 1879  - Mobilität und Verkehr erkehr, Die Eisenbahn in Uri
Favre bricht im Tunnel tot zusammen
Louis Favre bricht im Gotthardtunnel völlig unerwartet tot zusammen. Die Todesursache ist das Aufbrechen einer Erweiterung der Schlagader. Seine einzige Erbin ist seine Tochter Marie-Augustine, die mit ihrem Gatten, dem Türken Naoum Hava, in Paris lebt. Eine Rückweisung der Erbschaft hätte den Konkurs der Tunnelunternehmung, die Übernahme der Arbeiten durch die Gotthardbahngesellschaft und den Verlust der Kaution bedeutet. Die Tochter setzt Bossi, Ingenieur und Chef des Favreschen Zentralbüros in Altdorf zum Nachfolger ihres Vaters ein. Bossi ist damit nicht nur der Direktor der Tunnelunternehmung (Kommanditgesellschaft L. Favre & Cie), sondern auch Finanzchef und oberster Ingenieur.
Kuoni, Gotthardbahn, S. 103.
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1876  - Donnerstag, 3. Februar 1876  - Strassenanlagen, Klausenstrasse
Gotthardbahn verursacht Mehrkosten von 102 Millionen Franken
Oberingenieur Conrad Hellwag legt der Gotthardbahn-Direktion das generelle Bauprojekt mit Kostenvoranschlag vor. Er rechnet dabei mit Mehrkosten 102,4 Millionen. Er geht von Totalkosten für die gesamte Gotthardbahn von 289,4 Millionen Franken statt der veranschlagten 187 Millionen Franken aus. Dieser Bericht verursacht einen Skandal. Das Projekt Hellwag von 1876 sieht für Flüelen und Altdorf eine ganz andere Linienführung vor. Die Station Flüelen kam nicht mehr an den See, sondern an den südlichen Ausgang des Dorfes, in das sogenannte «Pflegmätteli» zu liegen. Das Aufnahmegebäude ist auf der Dorfseite projektiert. Gestrichen wird die Umfahrung des Dorfes im Berg, das Trassee soll auf der heutigen Linie zu liegen kommen. Durch die geradlinige Streckenführung von Flüelen nach Altdorf kommt der Bahnhof des Hauptorts am heutigen Standort, damals jedoch in beinahe unbewohntes Gebiet zu liegen. Diese Linienführung entspricht nun in der Reussebene keineswegs mehr demjenigen Projekt, welches 1869 dem Konzessionsvertrag zugrunde gelegen war.
Gisler-Jauch Rolf, Ein kleiner Abriss über die Wunsch- und Standorte der Bahnhöfe Altdorf und Flüelen, in: HNBL UR 1994/1995, S. 43.
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1875  - Sonntag, 2. Mai 1875  - Gemeinden, Göschenen
Göschenen wird selbständige Gemeinde
Göschenen mit der Göscheneralp wird von Wassen abgetrennt und zur selbständigen Gemeinde in politischer und kirchlicher Beziehung erklärt.
Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Band 1, S. 21.
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1872  - Donnerstag, 24. Oktober 1872  - Mobilität und Verkehr erkehr, Die Eisenbahn in Uri
Favre beginnt mit dem Ausbruch des Gotthardtunnels in Göschenen
Louis Favre beginnt mit dem Bau des Firststollens. Er baut nach dem belgischen System (von oben nach unten). Zuerst wird der Richtstollen erstellt und dieser dann nach und nach bis zum Vollausbruch erweitert. Die Luft für den Bohrmaschinenbetrieb und die Belüftung wird mit guss- und schmiedeisernen Röhren in den Tunnel befördert. Anfänglich sind rund 100 Arbeiter in Göschenen beschäftigt (in drei Schichten zu acht Stunden). Gebohrt wird zunächst von Hand.
Wanner Martin, Geschichte der Gotthardbahn, 1885, S. 26 ff.
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1440  - Montag, 30. März 1440  - Mobilität und Verkehr erkehr, Säumerei
Gesuch um Erhöhung der Saumlasten
Auf Ansuchen von Uri gestatten Luzern, Schwyz, Unterwalden und Zug, dass der Zollner von Göschenen zu den vier Ledinen (Saumlasten), welche seit jeher wöchentlich über den Gotthard gehen, jede Woche noch weitere vier bis auf Widerruf hinübergehen lassen möge. Doch soll dieses Quantum jede Woche bezogen, nicht aber zusammengespart werden.
Gisler Friedrich, Urner Geschichtskalender, Band 1, S. 15.
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GEMEINDEN

Altdorf
Andermatt
Attinghausen
Bürglen
Erstfeld
Flüelen
Göschenen
Gurtnellen
Hospental
Isenthal
Realp
Schattdorf
Seedorf
Seelisberg
Silenen
Sisikon
Spiringen
Unterschächen
Wassen

Bauen (1802-2020)
Seedorf ohne Bauen (1591-2020)

 

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / Letzte Aktualisierung: 14.12.2018