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Die wichtigsten Energiequellen in Uri

Energiequelle, Sonnenkraft
  
Die für den Menschen bedeutendste Energiequelle ist die Sonne. Sie liefert durch ihre Strahlung enorme Energiemengen an die Erde. Sonnenenergie kann unmittelbar als Wärme oder mit Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung genutzt werden. Sie ist aber auch die Voraussetzung für zahlreiche andere Energiequellen. Durch die unterschiedliche Erwärmung der Erdoberfläche entstehen Luftbewegungen und damit Wind. Die Sonnenwärme treibt zudem den Wasserkreislauf an: Wasser verdunstet, fällt als Niederschlag auf die Erde und fliesst über Bäche und Flüsse wieder ab. Damit ist auch die Wasserkraft indirekt eine Form der Sonnenenergienutzung.

Eine weitere indirekte Nutzung der Sonnenenergie erfolgt über die Biomasse. Pflanzen nehmen Sonnenlicht auf und speichern einen Teil seiner Energie durch Photosynthese als chemische Energie. Holz, Pflanzenreste und andere organische Stoffe können deshalb als Energieträger genutzt werden. Auch die Muskelkraft von Mensch und Tier ist letztlich von der Sonne abhängig. Menschen und Tiere nehmen mit ihrer Nahrung chemisch gespeicherte Energie auf und wandeln sie in Bewegung und Wärme um. Über Jahrtausende war Muskelkraft eine der wichtigsten unmittelbar verfügbaren Möglichkeiten zur Verrichtung mechanischer Arbeit.

Auch die fossilen Energieträger Kohle, Erdöl und Erdgas haben ihren Ursprung überwiegend in früherer Sonnenenergie. Sie entstanden über Millionen von Jahren aus organischem Material. Die darin gespeicherte chemische Energie kann durch Verbrennung freigesetzt werden. Fossile Brennstoffe sind deshalb keine eigenständige fundamentale Energiequelle, sondern langfristig gespeicherte chemische Energieträger. Seit der Industrialisierung haben sie jedoch eine derart grosse Bedeutung erlangt, dass sie im allgemeinen Sprachgebrauch häufig als „fossile Energiequellen“ bezeichnet werden.

ENERGIEQUELLEN-EREIGNISSE

Samstag, 7. März 2009 -
Uri nimmt bei der Solarenergie Vorreiterrolle ein
In den nächsten zehn Jahren sollen im Kanton Uri 2000 neue Solaranlagen installiert werden. Damit können bis zu 1,3 Millionen Franken an Stromkosten gespart werden. «Ich bin hocherfreut über die positive Antwort des Regierungsrates und die Unterstützung des Landrates», kann Armin Braunwalder (Grüne) nach der Abstimmung zusammenfassen. Gemeinsam mit Toni Bunschi (CVP) hat er im November des vergangenen Jahres eine Motion eingereicht, die in den nächsten zehn Jahren die Realisierung von 2'000 Solaranlagen im Kanton Uri fordert. Diese Motion wurde nun mit grosser Mehrheit und der Unterstützung aller Parteien für erheblich erklärt. Mit der Umsetzung dieses Programmes wird der Kanton Uri schweizweit eine Vorreiterrolle in der Förderung und der Anwendung der Sonnenenergie einnehmen. Der Regierungsrat unterstützt im Einklang mit seiner Gesamtenergiestrategie deshalb ebenfalls die Motion. Rund 30 Prozent der Energie im Kanton wird für Heizung und Warmwasser aufgewendet. Mit der Realisierung des Solardächer-Programmes und der Förderung der Warmwasser-Ankoppelung an bereits bestehende Heizungen sind Stromeinsparungen in der Grössenordnung von 7,5 Millionen Kilowattstunden möglich. Das entspricht dem Strombedarf von rund 1'500 Einfamilienhäusern. «Bei einem Strompreis von 18 Rappen pro Kilowattstunde werden nach Abschluss des Programmes jährlich 1,3 Millionen Franken eingespart», so Armin Braunwalder. Auch aufgrund der aktuellen Wirtschaftssituation sei dieses Programm sinnvoll, erklärt Baudirektor Markus Züst. Allein der Gegenwert der 2000 Solaranlagen belaufe sich auf rund 30 Millionen Franken. Landrat Toni Bunschi geht sogar noch einen Schritt weiter: Mit dem Programm könne Uri zu einem nationalen Kompetenzzentrum für thermische Solarenergie werden. Er möchte deshalb auch die Produktion der Solarzellen in den Kanton Uri bringen. Die Umsetzung des ehrgeizigen Programmes soll durch gezielte Förderbeiträge für die Erstellung neuer Solaranlagen erreicht werden. Der Mehrbedarf an Geldmitteln beträgt rund 200'000 Franken. Der Regierungsrat hat über die Grösse des Förderbeitrages aber noch nicht entschieden.
Quellen / Literatur: UW 17, 7.3.2009
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Donnerstag, 23. April 2009 -
Förderprogramm - Energie-Offensive des Kantons mit 1 Million
Der Urner Regierungsrat macht einen wichtigen Schritt, um das Ziel seiner Gesamtenergiestrategie zu erreichen. Dank einer Budgetaufstockung und einem in gleicher Höhe in Aussicht gestellten Bundesbeitrag zur Konjunturförderung werden dem Kanton Uri in diesem Jahr rund 1 Million Franken zur Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz zur Verfügung stehen. Die erhöhten Finanzmittel sollen im Bereich der Gebäudesanierungen, beim Ersatz von Elektroheizungen, bei Sonnenkollektoren, generell für mehr Solaranlagen und für die Energieberatung eingesetzt werden. «Zudem bringt das Förderprogramm Energie Uri dem einheimischen Gewerbe in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit wichtige Impulse», erklärt Regierungsrat Markus Züst anlässlich der Medienorientierung. Der Regierungsrat rechnet mit Investitionen von rund 10 Millionen Franken.
Quellen / Literatur: UW 31. 25.4.2009
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Mittwoch, 20. April 2011 -
Jetzt den Grundstein legen für einen Solarkanton Uri
Der Kanton Uri schafft einen öffentlich zugänglichen Solarstromkataster (online). Dieser Kataster zeigt auf, wie gross in Uri das Potenzial zur Solarstromproduktion auf bestehenden Dach- und Fassadenflächen ist. Der Solarstromkataster zeigt dieses Solarstrompotenzial parzellengenau für bestehende Dach- und Fassadenflächen von Landwirtschaftsbetrieben, Gewerbe-, lndustrie- und Dienstleistungsbetrieben, Wohnbauten, Bauten der öffentlichen Hand und übrige nutzbare, schon überbaute Flächen (zum Beispiel Lawinenverbauungen oder Lärmschutzwände). Das erklärt Armin Braunwalder (SP), Erstfeld, im Landrat mit der Einreichung einer Parlamentarischen Empfehlung zusammen mit Toni Bunschi (CVP), Flüelen. Nach der Atomkatastrophe in Fukushima stelle sich für die Schweiz und auch für Uri die Frage, wie und in welchem Zeitraum ein geordneter Rückzug aus der Atomtechnologie möglich sei. «Das vermeintlich vernachlässigbare Restrisiko der Atomtechnologie hat sich 25 Jahre nach dem verheerenden Tschernobyl-Desaster und nach der fatalen Atomkatastrophe in Fukushima endgültig als untragbar erwiesen», erklärt Armin Braunwalder. Wie Armin Braunwalder ausführt, gibt es in Uri allein auf Dächern von Wohnbauten eine nutzbare Fläche für die Solarstromproduktion von rund 500`000 Quadratmetern. Das entspricht etwa einer Fläche von 100 Fussballfeldern. Alles in allem rechnet Armin Braunwalder aber mit einer Fläche von 700`000 Quadratmetern, die für die Solarstromproduktion genutzt werden können. Grob gerechnet ergebe das eine elektrische Leistung von rund 100`000 Kilowatt oder 100 Megawatt. Armin Braunwalder: «Wenn wir in Uri während 850 Stunden Sonnenstunden (gut 2 Stunden pro Tag) Sonnenenergie ernten können, ergibt sich eine jährliche Stromproduktion von 85 Millionen Kilowattstunden.»
Armin Braunwalder und Toni Bunschi verstehen ihre Empfehlung nicht nur als energiepolitisches Gebot der Stunde, sondern auch als Beitrag zur Standort- und Wirtschaftsförderung. Denn eines ist für sie klar: Wenn sich Uri als Solarkanton positioniere, der jetzt die planerische Grundlage schaffe für die Solarstromproduktion im grossen Stil, werde sich das eine oder andere Unternehmen die Überlegung machen, hier einen Unternehmensstandort aufzubauen.

Quellen / Literatur: UW 31, 23.4.2011
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Montag, 24. Oktober 2011 - Erstfeld
Auf dem Dach des «Spannort» entsteht Fotovoltaikanlage
Die Leistung der Fotovoltaikanlage beträgt rund 60 Kilowatt, das sind 55`000 Kilowattstunden Strom im Jahr. Für die Gemeindewerke ist das Projekt auf dem Dach des «Spannort» etwas Besonderes. Seit bald zwei Jahren wird eine Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung betrieben. Eine Kombination, die nicht nur in Uri Beachtung finden wird. «Diese Art von Warmwasseraufbereitung und Energiegewinnung auf einem Dach ist in der Schweiz wohl einzigartig», betont er. Ihm ist es wichtig, den Urnerinnen und Urnern die Möglichkeiten mit Solarenergie aufzuzeigen. «Für Uri ist dies sicherlich ein Meilenstein und für viele Urnerinnen und Urner ein Vorbild.»
Quellen / Literatur: UW 84, 26.10.2011
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Donnerstag, 1. Mai 2014 -
Bau von Solaranlagen wird einfacher
Mit dem Inkrafttreten des revidierten Raumplanungsgesetzes (RPG) zusammen mit der angepassten Raumplanungsverordnung (RPV) wird der Bau von Solaranlagen auf Dächern in Bau- und Landwirtschaftszonen einfacher. Von der Bewilligungspflicht sind Solaranlagen befreit, wenn sie die Dachfläche im rechten Winkel um höchstens 20 Zentimeter überragen. Auch solche Anlagen, die von vorne oder von oben gesehen nicht über die Dachfläche hinausragen, sind baubewilligungsfrei. Das Gleiche gilt für Solaranlagen, die nach dem Stand der Technik «reflexionsarm» ausgeführt werden und als kompakte Fläche zusammenhängen. Alle anderen Solaranlagen sind nach wie vor baubewilligungspflichtig. Das gilt auch für all jene Fotovoltaikanlagen, die auf Natur- und Kulturdenkmälern von kantonaler oder nationaler Bedeutung erstellt werden.
Quellen / Literatur: UW 34, 7.5.2014, S. 5.
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Freitag, 9. Mai 2014 -
Projekt «Solarbauern Uri» definitiv vom Tisch
Nach der erfolgreichen Infoveranstaltung – es waren gut 200 Personen anwesend – wäre der nächste Schritt die Gründung des Vereins Solarstrom Uri gewesen. Geplant war, dass der Verein Solarstrom Uri diverse Dienstleistungen gegenüber seinen Mitgliedern erbringt wie beispielsweise die kostenlose Erstberatung, die Abgabe einer Checkliste für den Offertvergleich oder das Instrument «Solar-Check». Nachdem sich jedoch nur 40 Personen für den Verein angemeldet haben, beschliesst die Begleitgruppe IG Solarbauern Uri, den Verein nicht zu gründen.
Quellen / Literatur: UW 36, 10.5.2014, S. 2.
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Freitag, 24. Januar 2025 - Spiringen
Grünes Licht für alpines Solarprojekt
EWA-energieUri erhält für die alpine Photovoltaikanlage Sidenplangg die Baubewilligung sowie die Plangenehmigungsverfügung. Es handelt sich dabei um das derzeit einzige alpine Solarprojekt in der Zentralschweiz. Läuft alles nach Plan, sollen die ersten 10 Prozent der Anlage noch im Jahr 2025 ans Netz gehen. Der Standort Sidenplangg befindet sich in einer durch Lawinenverbauungen genutzten Landschaft auf einer Höhe zwischen 1800 bis 2000 Metern über Meer im Schächental. Das Gebiet ist bereits mit einer Strasse erschlossen, und auch die Energieeinspeisung ins Verteilnetz befindet sich mit der Trafostation Ratzi in der Nähe. Auf einer Fläche von 12 Hektaren sollen mit einer Anlagenleistung von rund 8 Megawatt jährlich um die 12,5 Gigawattstunden erneuerbare Energie produziert werden. Alpine Photovoltaikanlagen liefern im Winter rund dreimal so viel Strom wie PV-Anlagen auf Dächern im Flachland. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 39 Millionen Franken brutto. Im Projekt involviert sind die Gemeinde Spiringen, die Korporation Uri, der Urner Energiedienstleister energieUri und die Schweizer Grünstromproduzentin Aventron AG.
Quellen / Literatur: UW 8, 29.01.2025, S. 5.
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Freitag, 7. März 2025 - Spiringen
APV Sidenplangg AG gegründet
Mit der Gründung der APV Sidenplangg AG wird die erste Zentralschweizer alpine Solaranlage in der Sidenplangg ob der Gemeinde Spiringen im Kanton Uri offiziell realisiert. Die Inbetriebnahme des ersten Anlageteils ist noch 2025 geplant. Zweck der Gesellschaft ist der Bau und Betrieb der alpinen Photovoltaikanlage zur Energiegewinnung.
Die alpine Photovoltaikanlage wird auf einem Grundstück der Korporation Uri realisiert. Der Standort befindet sich in einer bereits durch Lawinenverbauungen genutzten Landschaft auf einer Höhe zwischen 1800 und 2000 Metern über Meer. Er ist bereits über eine Strasse erschlossen, und die Energieeinspeisung ins Verteilnetz erfolgt über die nahe gelegene Trafostation Ratzi. Auf einer Fläche von 10,7 Hektar sollen mit einer Anlagenleistung von zirka 8 Megawatt jährlich rund 12,5 Gigawattstunden erneuerbare Energie produziert werden – das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 2600 Haushalten. Für den Betrieb und Unterhalt sowie die Energiebewirtschaftung wird die energieUri AG verantwortlich sein, was jährlich wiederkehrende Wertschöpfung für Uri generiert. «Die Investitionskosten belaufen sich auf zirka 40 Millionen Franken, wovon rund 75 Prozent - also zirka 30 Millionen Franken – als Aufträge für Urner Unternehmen verbleiben. Hinzu kommen Abgaben sowie Steuern von jährlich über 100’000 Franken, aufgeteilt auf die Gemeinde Spiringen, die Korporation Uri und den Kanton Uri.
Besonders wichtig ist die Winterstromproduktion. Alpine Photovoltaikanlagen eignen sich hierfür optimal, da sie im Winter rund dreimal so viel Strom erzeugen wie PV-Anlagen auf Dächern im Flachland.
Der Baustart erfolge unmittelbar nach der Schneeschmelze, voraussichtlich Anfang Mai. Die Fertigstellung der gesamten Anlage ist bis 2029 geplant.

Quellen / Literatur: UW 20, 12.03.2025, S. 4.
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Donnerstag, 1. Januar 2026 - Spiringen
PV-Anlage auf Sidenplangg muss Leistung nicht reduzieren
Weil es immer mehr Photovoltaikanlagen gibt, die jeweils gleichzeitig mit voller Leistung Strom produzieren, kommt es insbesondere an sonnigen Tagen zur Mittagszeit zu Belastungsspitzen im Netz. Seit dem 1. Januar gibt es deshalb eine neue Regelung zur Einspeisung von Sonnenenergie: Neu installierte Solaranlagen unterhalb von 1200 Metern über Meer dürfen nur noch maximal 70 Prozent ihrer installierten Modulnennleistung ins Netz einspeisen. Analog gilt diese Vorgabe beim Austausch eines Wechselrichters auch für Bestandsanlagen. Diese Regelung geht auf eine Branchenempfehlung des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) zurück, die sich auf das Stromgesetz beziehungsweise die Stromverordnung des Bundes beruft. Die Einspeisebegrenzung gilt für die alpine Photovoltaik Sidenplangg nicht, da diese über 1200 Meter über Meer liegt. Ausserdem produziert diese einen hohen Anteil an Winterstrom. Die Leistungsspitze entstehe im Winter. Hinzu kommt, dass die Anlage nicht die bestehende Niederspannungsinfrastruktur nutzt.
Quellen / Literatur: UW Nr. 5, 21.01.2026, S. 3.
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ENERGIE IN URI

Übersicht

ENERGIEQUELLEN

Erdwärme
Muskelkraft
Sonnenkraft
Wasserkraft
Windkraft

ENERGIETRÄGER

Holz
Nahrung (Tierkraft)
Fliessgewässer (Wasserräder)
Kohle
Erdöl
Strom

ENERGISCHE BEREICHE

Privater Haushalt und Wohnbereich
Industrie und Gewerbe
Verkehr
Tourismus
Landwirtschaft
Bürolandschaft
Kommunikation

STROMPRODUKTION

Energie vor der Industrialisierung
Entwicklung der Elektrizität
Bau der Grosskraftwerke
Kraftwerke, Übersicht
Kraftwerke, Einzeln
Bäche mit Wasserfassungen
Firmen

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / letzte Aktualisierung: 16.08.2026