URNER WIRTSCHAFT

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Die wichtigsten Energiequellen in Uri

Energiequelle, Wasserkraft
  
Fliessendes Wasser gehört zu den ältesten und zuverlässigsten Energiequellen der Menschheit. Schon früh lernte man, seine Kraft mit Wasserrädern zu nutzen. Tag für Tag, Sommer wie Winter, trieben sie Mühlsteine, Sägen, Schmieden, Stampfen sowie zahlreiche weitere Maschinen des Gewerbes an. Wo natürliche Bachläufe fehlten oder nicht genügend Wasser führten, entstanden kilometerlange Kanäle und künstliche Wasserläufe, welche das Wasser gezielt zu Mühlen und Werkstätten in den Dörfern leiteten. Die Wasserkraft war jedoch lange Zeit an den Ort gebunden, an dem das Wasser floss.
Einen grundlegenden Wandel brachte das späte 19. Jahrhundert. Nun konnte die Energie des Wassers mithilfe von Turbinen in mechanische Rotationsenergie und über Generatoren in elektrische Energie umgewandelt werden. Voraussetzung dafür war, dass das Wasser über Druckleitungen oder Stollen mit möglichst grossem Gefälle den Kraftwerken zugeführt wurde. Die erzeugte Elektrizität liess sich anschliessend über Hochspannungsleitungen über weite Entfernungen transportieren. Dadurch wurde die Wasserkraft unabhängig vom Standort des Flusses und entwickelte sich zur wichtigsten erneuerbaren Energiequelle der Schweiz.
Kein anderer Kanton der Innerschweiz nutzt die Wasserkraft so intensiv wie Uri. Die grossen Niederschlagsmengen, zahlreiche Gebirgsbäche sowie die grossen Höhenunterschiede bieten ideale Voraussetzungen für leistungsfähige Speicherkraftwerke und Laufwasserkraftwerke. Heute erzeugen 16 grössere Wasserkraftwerke im Kanton jährlich über 1'550 Millionen Kilowattstunden elektrische Energie. Damit produziert Uri ein Mehrfaches seines eigenen Strombedarfs und zählt zu den bedeutendsten Stromlieferanten der Schweiz.
Ähnlich verhält es sich mit der Wasserkraft. Fliessendes oder fallendes Wasser besitzt Bewegungs- beziehungsweise Lageenergie. Wasserräder ermöglichten seit Jahrhunderten den direkten Antrieb von Mühlen, Sägen, Schmieden und anderen Maschinen. Mit Turbinen und Generatoren wird Wasserkraft heute überwiegend in elektrische Energie umgewandelt. In Gebirgsländern wie der Schweiz besitzt sie aufgrund der grossen Höhenunterschiede und der zahlreichen Gewässer eine besonders hohe Bedeutung. Von besonderer Bedeutung für Uri war die Wasserkraft. Die Reuss und ihre zahlreichen Seitenbäche besitzen aufgrund der grossen Höhenunterschiede ein beträchtliches Energiepotenzial. Lange bevor Elektrizität erzeugt wurde, nutzte man die Bewegungsenergie des Wassers unmittelbar mit Wasserrädern. Sie trieben Mühlen, Sägen, Schmieden und andere gewerbliche Einrichtungen an. Der Standort eines Betriebs war deshalb häufig davon abhängig, ob genügend fliessendes Wasser zur Verfügung stand. Mit der Einführung von Turbinen und Generatoren im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert änderte sich die Nutzung grundlegend: Aus der mechanischen Kraft des Wassers wurde elektrische Energie. Diese konnte über Leitungen transportiert und weit entfernt vom Kraftwerk eingesetzt werden. Damit entwickelte sich die Wasserkraft zu einer der bedeutendsten einheimischen Energiequellen Uris.

ENERGIEQUELLEN-EREIGNISSE

Mittwoch, 31. August 1910 - Gurtnellen
Kraftwerk Arniberg wird in Betrieb genommen
Ende August wird das neue Kraftwerk Arniberg in Betrieb genommen.
Quellen / Literatur: Fryberg Stefan, Uri und seine Wasser, S. 244.
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Dienstag, 3. November 1959 - Andermatt
Korporation Ursern erhält Konzession zur Nutzung des Oberalpsees
Der Urner Landrat erteilz der Korporation Ursern die Wasserrechtskonzession zur Nutzung der Oberalpreuss und des Oberalpsees als Speicher.
Quellen / Literatur:
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Montag, 21. Juni 1965 - Andermatt
Staudamm des Oberalpsees wird unterspült
Beim Oberalpsee kommt es zu einer Unterspülung der Staumauer. Die dadurch verursachten Schäden machen umfangreiche Wiederherstellungsarbeiten notwendig, die innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden können. Der Vorfall zeigt, welchen besonderen Belastungen wasserbauliche Anlagen in dieser hochalpinen Lage durch Schneeschmelze, Geschiebe, Hochwasser und Frost ausgesetzt sind.
Quellen / Literatur: www.urikon.ch
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Sonntag, 24. September 1978 - Hospental
Das erneuerte Kraftwerk Hospental wird eingeweiht
Das über siebzig Jahre alte Kraftwerk Hospental wird vollständig erneuert und vergrössert. Die neue Anlage wird feierlich eingeweiht.
Quellen / Literatur:
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Montag, 8. März 1999 -
Interpellation betreffend Wasserzinsen
Ständerat Hansheiri Inderkum reicht eine Interpellation ein. Er will vom Bundesrat Klarheit über die Frage der Wasserzinse. Hansheiri Inderkum: "Mit dem Ersatz der Wasserzinse durch eine Subvention würde den Kantonen die Wasserhoheit weitgehend entzogen. Sie wären nicht mehr berechtigt, für den Rohstoff Wasser eine marktgerechte Entschädigung festzulegen. An deren Stelle erhielten sie lediglich eine Subvention und würden dadurch stärker vom Bund abhängig." Im Mai entscheidet sich der Bundesrat die Wasserzinsen beizubehalten. Damit distanziert sich der Bundesrat von der im Herbst 1998 erwogenen Ablösung der Wasserzinsen durch Energieabgaben.
Quellen / Literatur: UW 18, 10.3.1999; 39, 22.5.1999
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Mittwoch, 5. April 2006 - Andermatt
Moorlandschaft schränkt die Nutzung des Oberalpsees ein
Die Moorlandschaft am östlichen Ende des Oberalpsees wurde 1998 als Flachmoor von nationaler Bedeutung in das Bundesinventar aufgenommen und unter strengen Schutz gestellt. Der ursprünglich bewilligte Höherstau hätte Teile dieses empfindlichen Moorgebiets beeinträchtigen können. Deshalb einigten sich Bund, Kanton und Korporation Ursern 2005 auf eine Anpassung der Konzession. Der maximal zulässige Seestand wurde von 2’028,5 auf 2’026,4 Meter über Meer herabgesetzt. Dadurch verringerte sich der nutzbare Speicherinhalt von 1,25 Millionen auf 800’000 Kubikmeter. Als Entschädigung für die Einschränkung der Wassernutzung erhielt die Korporation Ursern insgesamt 800’000 Franken. Der Urner Landrat genehmigt die entsprechende Konzessionsänderung.
Quellen / Literatur: www.urikon.ch
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Dienstag, 14. Juli 2009 - Realp
Wasserkraft - Grundsatzentscheid zum Urschner Wasser
Es ist ein politischer Entscheid, kein energiewirtschaftlicher: Das EW Ursern kann beim Kraftwerk Realp II mit der Zustimmung der Regierung rechnen. Die Kraftwerk Göschenen AG ist enttäuscht. Der Urner Regierungsrat hat entschieden: Dem Projekt Kraftwerk Realp II des EW Ursern (Nutzung der Witenwassern- und Muttenreuss) die Genehmigung erteilt, sofern alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt sind. Mit einer Überleitung des Wassers in den Göscheneralpstausee - wie von der Kraftwerk Göschenen AG vorgeschlagen - hätte man dreimal mehr Strom produzieren können als mit dem Projekt Realp II. Die Korporation wollte aber keine Nutzung des Wassers ausserhalb des Urserntals. Man will lebendige und viel Wasser führende Bäche im Urserental. Dieser Haltung trägt die Regierung mit ihrem Entscheid nun Rechnung.
Quellen / Literatur: UW 55, 18.7.2009
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Freitag, 28. September 2012 -
Korporation Uri lehnt Snee ab
Herber Rückschlag für das Schutz- und Nutzungskonzept Erneuerbare Energien (Snee): Die Korporation Uri will sich nicht auf den «Knebelvertrag» auf 40 Jahre einlassen. Der Handel zwischen der Korporation Uri und dem Kanton ist gescheitert: Der Vertrag über das Snee kommt nicht zustande. Mit 25 Nein- zu 16 Jastimmen hat der Korporationsrat an seiner Sitzung von Freitag, 28. September, dem Vertrag eine Abfuhr erteilt. Dieser hätte vorgesehen, den Verzicht der Korporation Uri auf die Nutzung ihrer Gewässer sowie auf Solar- und Windkraft mit einer Beteiligung an Kantonsgewässern von jährlich rund 300`000 Franken zu entschädigen. Darauf will sich die Korporation Uri nun aber nicht einlassen. Mit diesem Entscheid des Korporationsrats hätte Baudirektor Markus Züst nicht gerechnet. «Ich bin überrascht und enttäuscht», erklärte er auf Anfrage. Das Nein des Korporationsrats sei ein Rückschlag für die erneuerbaren Energien, insbesondere im Bereich Wasserkraft. «Projekte wie beim Chärstelenbach, im Meiental oder am Alpbach könnten nun gefährdet sein.»
Quellen / Literatur: UW 76, 29.9.2012
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Freitag, 28. September 2012 -
Erneuerbare Energien - Regierungsrat verabschiedet Snee
Der Regierungsrat hat das Schutz- und Nutzungskonzept für erneuerbare Energien (Snee) verabschiedet und zwei Verträge mit den Korporationen Uri und Ursern genehmigt.
Der Kanton Uri will den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2020 von 5 Prozent auf 25 Prozent erhöhen. Neben der Wasserkraftnutzung besteht auch das Bestreben, die Solarenergie und die Windenergie zu nutzen. «Dies führt zu Konflikten mit den Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes beziehungsweise des Gewässerschutzes. Die Interessensabwägung kann nur mit einem übergeordneten, ganzheitlichen Konzept, wie es das Snee darstellt, objektiv durchgeführt werden», wie der Kanton in einer Medienmitteilung schreibt.
Das Snee dient als Grundlage für einen Ausgleich zwischen Nutzung und Schutz der Natur. Die Verträge zwischen dem Kanton Uri und den Korporationen Uri und Ursern sowie die Absichtserklärung, die von verschiedenen Umweltverbänden unterschrieben werden soll, sind die notwendigen Instrumente für die Umsetzung. Die Dauer der Verträge respektive der Absichtserklärung beträgt jeweils 40 Jahre mit Möglichkeit zum Ausstieg, falls sich eine Partei nicht an die Abmachungen hält. Das Snee ist Bestandteil der Verträge.
Die Korporation Uri stimmt über den Vertrag über das Snee ab. Die Korporation Ursern entscheidet anfangs November darüber – vorbehältlich einer Ratifizierung durch die Talgemeinde im Mai 2013, wie es bei der Korporation Ursern auf Anfrage heisst.
Sollte die angestrebte Absichtserklärung mit den Umweltverbänden nicht zustande kommen, wird der Regierungsrat das Snee trotzdem mit den beiden Korporationen Uri und Ursern vereinbaren und umsetzen, heisst es in der Mitteilung des Kantons weiter.

Quellen / Literatur: UW 75, 26.9.2012
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Mittwoch, 3. Oktober 2012 -
Korporation Uri lässt das Snee noch nicht fallen
Trotz dem Nein des Korporationsrates: Das Snee ist noch nicht vom Tisch. Der Engere Rat der Korporation Uri will noch einmal verhandeln. Der Landrat begrüsst das. Nach dem Nein des Korporationsrats Uri herrschte grosse Ernüchterung. «Ich hätte eigentlich eine knappe Mehrheit erwartet», sagt Alois Arnold, Präsident der Korporation Uri. «Doch diesen Entscheid gilt es zu akzeptieren.» Gleichwohl ist das Snee für die Korporation Uri noch nicht vom Tisch. «An der nächsten Grossratssitzung werden die Folgen des Entscheids sowie mögliche Lösungen diskutiert», sagt Alois Arnold. Auch bei der Korporation Ursern besteht die Hoffnung, dass der Zug noch nicht abgefahren ist: «Wir hoffen auf die Vernunft der Beteiligten und insbesondere der Umweltverbände, um die Vertragsdauer zu überdenken.» Denn diese war nach Ansicht von Alex Renner der Grund für die Ablehnung. Er könnte sich durchaus vorstellen, dass der Vertrag im Urserntal akzeptiert worden wäre. Auch die Fraktionen im Urner Landrat möchten, dass Regierung und Korporation Uri noch einmal über das Snee verhandeln. Um bei der Regierung Druck für solche Nachverhandlungen zu machen, reicht die FDP-Fraktion eine Dringliche Interpellation zum Thema Snee ein.
Quellen / Literatur: UW 77, 3.10.2012
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Dienstag, 6. November 2012 -
Erneuerbare Energien - Korporation Uri will Snee nachverhandeln
Der Korporationsrat Uri ist nicht grundsätzlich gegen das Schutz- und Nutzungskonzept Erneuerbare Energien (Snee), will aber einige Punkte im Vertrag mit der Regierung nachverhandeln. Der Korporationsrat ist nicht grundsätzlich gegen das Snee, wie eine konsultative Abstimmung an der ausserordentlichen Sitzung ergeben hat. Die Korporationsrätinnen und Korporationsräte sprechen sich einstimmig für einen neuen, abgeänderten Vertrag über das Snee aus. Wie dieser aussehen soll und welche Punkte der Korporationsrat nachverhandeln will, wird nun in den kommenden Wochen durch den Engeren Rat und die Energiekommission erarbeitet.
Quellen / Literatur: UW 88, 10.11.2012
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Samstag, 11. Mai 2013 -
Stromproduktion - Uri entgehen Wasserzinsen
Weil die Urner Kraftwerke mehr Wasser in den Bächen belassen müssen, wird der Kanton auf rund 324`000 Franken pro Jahr verzichten müssen. Das jedenfalls, falls der Landrat in der Junisession dem Antrag der Regierung folgt. Der Hintergrund: Den Kraftwerken steht wegen der vom Amt für Umweltschutz verfügten höheren Restwassermengen weniger Wasser zur Stromproduktion zur Verfügung. Die Produktionseinbusse beträgt rund 24,2 Millionen Kilowattstunden. Nun soll die in den Konzessionen festgelegte Bruttoleistung der Kraftwerke den neuen Gegebenheiten angepasst werden, so der Antrag der Regierung. Wird die Leistung kleiner, verringern sich auch die Wasserzinseinnahmen. Der Kanton hat zu diesem Zweck eine Vereinbarung mit 16 Kraftwerken abgeschlossen. Bei zwei Kraftwerken ist indes noch eine Beschwerde gegen die Restwassersanierung hängig.
Quellen / Literatur: UW 36, 11.5.2013
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Samstag, 17. August 2013 -
Restwassersanierung - Korporation Ursern verliert vor Obergericht
Im Streit um die Restwassersanierung für die Oberalpreuss weist das Obergericht eine Beschwerde der Korporation Ursern sowie des Elektrizitätswerks Ursern ab. Die Korporation Ursern sowie das Elektrizitätswerk Ursern (EWU) verlieren einen Rechtsstreit gegen den Kanton Uri. Das Obergericht weist eine Beschwerde von Korporation und EWU gegen die vom Amt für Umweltschutz (AfU) verfügte Restwassersanierung für das Kraftwerk Oberalp ab. Der Streitpunkt: Seit dem Bau des Kraftwerks Oberalp wird Wasser aus zwei Seitentälern ebenfalls zur Stromproduktion genutzt, obwohl dafür keine Genehmigung vorliegt. Der Kanton Uri wusste von Anfang an ebenfalls von der Wasserentnahme, duldete diese aber. Das AfU hat diese Wasserentnahme in seiner Verfügung nun aber als unrechtmässig taxiert und bei der Berechnung der Restwassermenge nicht berücksichtigt. Dagegen wehrten sich die Kraftwerkbetreiber erfolglos bis vors Urner Obergericht. Noch bleibt ihnen der Gang ans Bundesgericht offen. Die Verantwortlichen wollten den Fall indes nicht kommentieren.
Quellen / Literatur: UW 63, 14.8.2013, S. 2
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Freitag, 7. Februar 2014 - Realp
Urserntal stimmt dem Snee-Vertrag zu
Das EW Ursern möchte im Gebiet Schweig-Geren ein neues Laufwasserkraftwerk (Realp II) bauen. Es wird mit Kosten von über 17,5 Millionen Franken gerechnet. Damit das Kraftwerk gebaut werden kann, bedarf es der Zustimmung der Talgemeinde zur konkretisierten Wassernutzungskonzession an das EW Ursern, zum Objektkredit Realp II und zur Ratifizierung des Snee-Vertrages. Das Schutz- und Nutzungskonzept erneuerbare Energien (Snee) legt unter anderem fest, welche Gewässer künftig für die Stromproduktion genutzt werden dürfen. An der ausserordentlichen Talgemeinde stimmen die Urschner Korporationsbürgerinnen und -bürger den drei Vorlagen zu.
Quellen / Literatur: UW 8, 29.1.2014, S. 3.
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Mittwoch, 19. November 2014 - Silenen
Landrat sagt Ja zum «Lex Chärstelenbach»
Um ein neuen Fall «Chärstelenbach» zu vermeiden, wird das Verfahren zur Konzessionsvergabe präzisiert. Der Landrat sichert sich zugleich mehr Mitsprache. Wollen zwei Bewerber die Konzessionen für die Nutzung des Wassers auf dem gleichen Gewässerabschnitt, stellte das den Kanton als Konzessiongeber bisher vor Probleme. Denn dieser Fall war in der entsprechenden Verordnung über Gewässernutzung bisher ungenügend geregelt. Nun aber hat der Landrat auf Antrag der Regierung eine Präszisierung der Verordnung gutgeheissen. Gemäss den neuen Bestimmungen müssen Konkurrenzgesuche für den gleichen Gewässerabschnitt innert einer bestimmten Zeit eingereicht werden. Erfüllen sie die formellen Anforderungen nicht, werden sie nicht von der Regierung weiterbearbeitet. Bewerben sich zwei Personen oder Firmen um die gleiche Konzession, erhält dasjenige Gesuch den Vorzug, das dem öffentlichen Wohl besser dient. In der angepassten Verordnung sind die entsprechenden Kriterien ebenfalls genannt.
Quellen / Literatur: UW 92, 22.11.2014, S. 2.
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Sonntag, 8. März 2015 - Erstfeld
Erstfelder wollen ihre Trinkwasserquellen schützen
Der Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Zum Schutz unserer Trinkwasserquellen» wird von den Erstfelderinnen und Erstfeldern mit einem wuchtigen Mehr (95 Prozent Ja) angenommen. Mit diesem Abstimmungsresultat ist nun der Erstfelder Gemeinderat verpflichtet, alles zu unternehmen, damit die bestehenden Trinkwasserquellen im heutigen Zustand erhalten bleiben und geschützt werden. Ihren Lauf nahm diese Vorlage mit einer Volksinitiative «Zum Schutz unserer Trinkwasserquellen», die im Zusammenhang mit den Bestrebungen, am Alpbach ein Wasserkraftwerk zu erstellen eingereicht wurde. Da der Gemeinderat in der Initiative Mängel feststellte, erarbeitete er einen direkten Gegenvorschlag. Gestützt auf diesen Vorschlag zog das Initiativkomitee die eingereichte Volksinitiative zurück. Damit ist die grosse Nutzung des Alpbachs politisch praktisch ausgeschlossen.
Quellen / Literatur: UW 18, 11.3.2015, S. 7.
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Samstag, 20. Mai 2017 - Silenen
Das KW Bristen wird eröffnet
Das Kraftwerk Bristen wird eröffnet. Es ist ein ganz besonderes Kraftwerk, denn das Kraftwerk steht in einem Landschafts- und Naturschutzgebiet – einem BLNGebiet – und erforderte deshalb besonderes Tüfteln. Da ist zum Beispiel das Nutzungskonzept: Nur 20 bis 50 Prozent des Wassers aus dem Chärstelenbach werden zur Stromproduktion genutzt. Andere Kraftwerke arbeiten mit 90 bis 95 Prozent Nutzwasser. Oder da ist die Wasserfassung: Sie wurde mit einem speziellen Wehr gebaut und ist in der Landschaft versteckt.
Quellen / Literatur: UW 40, 20.5.2017, S. 1, 9.
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Freitag, 23. März 2018 - Erstfeld
Gemeindewerke Erstfeld reicht überarbeitetes Konzessionsgesuch ein
Die Gemeindewerke Erstfeld, das Elektrizitätswerk Altdorf, der Kanton Uri und die Korporation Uri reichen das überarbeitete Konzessionsgesuch ein. Im Juni geling eine Einigung mit den direkt Betroffenen, im August auch mit den Umweltschutzorganisationen.
Quellen / Literatur: https://kw-erstfeldertal.ch/
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Samstag, 9. Juni 2018 -
Gurtnellen feiert sein ausgebautes Kraftwerk
Nach acht Jahren Planung und zwei Jahren Realisierung wird das ausgebaute Kraftwerk Gurtnellen feierlich eingeweiht. Mit dem Anlass findet das grösste Kraftwerkprojekt der letzten Jahre in Uri seinen Abschluss. Das Werk liefert neu Strom für über 7000 Haushalte.
Quellen / Literatur: UW 46, 13.6.2018, S.13.
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Sonntag, 10. Juni 2018 -
Tiefe Stimmnbeteiligung, klare Resultate
Die Abstimmung steht ganz im Zeichen von Gemeindebeiträgen und -beteiligungen. Am meisten Geld steht in Erstfeld auf dem Spiel. Das dortige Stimmvolk heisst eine Beteiligung der Gemeindewerke in Millionenhöhe an der KW Erstfeldertal AG klar gut. Die Seedorfer sagen deutlich Ja zu einer Beteiligung der Gemeinde von 600’000 Franken am Kraftwerk Palanggenbach. In Schattdorf stimmen zwei Drittel des Souveräns einem Gemeindebeitrag an die Umrüstung des «Grünen Walds» von Natur- auf Kunstrasen zu. Die Andermatter genehmigen mit klarer Mehrheit einen 240’000-Franken-Kredit für ein Eisfeld. Bei keinem dieser Geschäfte liegt die Stimmbeteiligung über 35 Prozent.
Die Stimmberechtigten zeigen wenig Interesse an den nationalen Vorlagen. Auf eidgenössischer Ebene sagt das Urner und Schweizer Volk Ja zum Geldspielgesetz, Nein zur Vollgeld-Initiative. Onlinegeldspiele sind in der Schweiz somit künftig erlaubt. Am Geldsystem ändert sich dagegen nichts. Das Wallis lehnt den Kredit für die Olympischen Spiele 2026 in Sion ab. Der Traum von Olympia ist somit schon ausgeträumt.

Quellen / Literatur: UW 46, 13.6.2018, S.1.
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Dienstag, 3. Juli 2018 -
Kraftwerk in Realp feierlich eingeweiht
Nach drei Jahren Bauzeit wird das Kraftwerk Realp II im Geren feierlich eingeweiht. Durch den Bau des Tourismusresorts Andermatt und den Ausbau des Skigebiets steigt der Strombedarf im Urserental laufend. Das EW Ursern will jedoch weiterhin Gotthardenergie für die ganze Region produzieren und eine möglichst hohe Eigenversorgung erreichen. Diese Ziele erreicht das Unternehmen mit seinen drei Wasserkraftwerken und den vier Windenergieanlagen auf dem Gütsch ob Andermatt. Mit der Einweihung des 19-Millionen-Franken-Projekts kann nun eine weitere Lücke für eine zukunftsorientierte Stromversorgung des Urserentals geschlossen werden.
Quellen / Literatur: UW 52, 4.7.2018, S. 12.
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Donnerstag, 20. September 2018 -
Im Innern des Fellibergs wird Strom erzeugt
Seit zweieinhalb Monaten sind die beiden Turbinen des Kraftwerks Fellitobel in Betrieb. Die Macher hinter dem Projekt, das von der Idee bis zur Realisierung über ein Jahrzehnt gedauert hat, sind der Gurtneller Caspar Walker und der Erstfelder Paul Furrer. Die beiden stellen ihr Lebenswerk im Rahmen einer Begehung vor – und werden dabei von höchster Stelle gelobt. Bis Ende dieses Jahres sollen die letzten Rückbauarbeiten und ökologischen Ausgleichsmassnahmen erfolgen.
Quellen / Literatur: UW 75, 22.9.2018, S. 1.
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Donnerstag, 27. September 2018 - Schattdorf
Spatenstich für neues Kraftwerk Schächen
Seit 2009 gibt es Überlegungen, die Wasserkraft am Unterlauf des Schächens zur Stromerzeugung zu nutzen. Mit dem Spatenstich ist die Kraftwerk Schächen AG diesem Ziel einen grossen Schritt nähergekommen. Beim Kraftwerk Schächen handelt es sich um ein Partnerprojekt, an dem die Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA) mit 51 Prozent, der Kanton Uri mit 34 Prozent und die Korporation Uri mit 15 Prozent beteiligt sind. Der Spatenstich für da neue Laufwasserkraftwerk, das nach seiner Fertigstellung Ende 2019 Strom für rund 3600 Haushalte liefern soll, erfolgt beim Kraftwerk Bürglen an der Klausenstrasse, wo das Wasser dereinst ab dem bestehenden Unterwasserkanal gefasst und durch eine 2500 Meter lange Druckleitung in die Zentrale auf dem Ruag-Areal Süd geleitet wird.
Quellen / Literatur: UW 77, 29.9.2018, S. 1.
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Mittwoch, 3. Oktober 2018 - Erstfeld
Landrat erteilt Alpbach-Konzession
Nahezu diskussionslos erteilt der Urner Landrat in seiner Oktobersession die Konzession zur Stromproduktion am Alpbach an die KW Erstfeldertal AG. Auf Kritik stösst einzig die Abgabe von 5000 Quadratmeter Land, die als ökologische Ausgleichsmassnahme fällig wird.
Quellen / Literatur: UW 79, 6.10.2018, S. 1.
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Mittwoch, 3. Oktober 2018 -
KW Palanggenbach AG ist gegründet
Die Aktiengesellschaft für das jüngste Kraftwerksprojekt in Uri am Palanggenbach wird offiziell die Kraftwerk Palanggenbach AG gegründet. Der Baubeginn des Kraftwerks ist für 2019 geplant. Die Korporation Uri hat am 28. September der Kraftwerk (KW) Palanggenbach AG in Gründung die Konzession zur Nutzung des Palanggenbachs erteilt. An der KW Palanggenbach AG beteiligen sich die Aventron AG (60 Prozent), EWA und die Korporation Uri (je 15 Prozent) sowie die Gemeinde Seedorf mit 10 Prozent. Das geplante neue Kraftwerk soll 10,5 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Damit können rund 2300 Haushalte versorgt werden. Die Investitionskosten belaufen sich auf 20 Millionen Franken.
Quellen / Literatur: UW 79, 6.10.2018, S. 11.
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Mittwoch, 20. November 2019 - Schattdorf
Kraftwerk Schächen AG produziert zum ersten Mal Strom
Nach acht Jahren Planung und einer Bauzeit von etwas mehr als einem Jahr produziert das Kraftwerk Schächen erstmals Strom. Maschine 3 kann als erste von insgesamt drei Maschinen mit dem Stromnetz synchronisiert werden und speist seither Strom ein.
Quellen / Literatur: UW 93, 23.11.2019, S. 1.
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Donnerstag, 12. März 2020 -
Generalversammlung der KW Bristen AG
Die Kraftwerk Bristen AG produzierte im vergangenen Geschäftsjahr 16,7 Millionen Kilowattstunden Strom. Das reicht für die Versorgung von 3700 Haushalten. Die Kraftwerk (KW) Bristen AG kann an ihrer Generalversammlung auf ein gutes Geschäftsjahr 2018/19 zurückblicken, ohne allerdings das ausserordentlich hohe Niveau des Vorjahres zu erreichen. Die CO²-freie Stromproduktion leistet einen wichtigen Beitrag an den Klimaschutz: Das KW Bristen spart gegenüber einem Kohlekraftwerk rund 21‘ 000 Tonnen CO² jährlich ein. Die Verfügbarkeit des Kraftwerks liegt bei hohen 98,9 Prozent, bis auf die ordentliche Jahresinstandhaltung ist es das ganze Jahr über im Einsatz. Potenzial Wasserkraft schwindet Bereits heute schon trägt die schweizerische Wasserkraft mit gegen 60 Prozent Anteil massgeblich zur inländischen Stromproduktion bei. Der Erhalt und weitere Ausbau dieser erneuerbaren, nachhaltigen und CO²- Das Potenzial von neuen Kleinwasserkraftwerken ist von geschätzten 1600 Gigawattstunden (GWh) im Jahr 2012 auf aktuell maximal 550 GWh pro Jahr zurückgegangen. Das Potenzial der Kleinwasserkraft ist damit fast auf ein Drittel zurückgegangen. Dafür gibt es mehrere Gründe. So muss mit einem Wegfall geplanter oder bestehender Kleinwasserkraftwerke gerechnet werden, weil sich Investitionen nicht lohnen. Weiter führen strengere Restwasserbestimmungen zu einer tieferen Stromproduktion.
Quellen / Literatur: UW 21, 14.03.2020, S. 12.
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Samstag, 19. September 2020 - Schattdorf
Feierliche Einweihung des Kraftwerks Schächen
Am Kraftwerk Schächen ist das EWA mit 51 Prozent, der Kanton mit 34 und die Korporation Uri mit 15 Prozent beteiligt. Im letzten November konnte nach einer intensiven Bauzeit die kleinste Turbine erfolgreich ihren Betrieb aufnehmen. Mittlerweile sind auch die beiden grösseren Maschinen nach einer längeren Zitterpartie wegen der Corona-Pandemie in Betrieb. Beim neuen Kraftwerk wird mit einer Jahresproduktion von 16,4 GWh gerechnet, und dies reicht für rund 3600 Haushalte. Die Wasserfassung liegt beim KW Bürglen, und eine 2500 Meter lange Druckleitung führt das Wasser mit einem Bruttogefälle von 81 Metern in die Zentrale im südlichen Ruag-Areal. Es wird mit Gesamtinvestitionen von 21,4 Millionen Franken gerechnet. Das Kraftwerk Schächen kann zusammen mit vielen Gästen feierlich eingeweiht werden, nachdem ein früheres Datum wegen der Pandemie gestrichen werden musste
Quellen / Literatur: UW 76, 23.09.2020, S. 13.
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Donnerstag, 19. November 2020 - Erstfeld
Inbetriebnahme des Kraftwerks Erstfeldertal nach 20-monatiger Bauzeit
Das Kraftwerk (KW) Erstfeldertal produziert zum ersten Mal Strom mit einer Turbine. Damit hat es auch eine der letzten grossen Hürden mit Bravour und mit mehr als einem Monat Vorsprung auf die geforderte Frist genommen. Der nachhaltige Strom aus dem neuen Kraftwerk reicht künftig für die CO²-freie Versorgung von 7200 Haushalten.
Quellen / Literatur: UW 93, 21.11.2020, S. 10.
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Samstag, 21. Mai 2022 - Erstfeld
Kraftwerk Erstfeldertal wird eröffnet
Das Kraftwerk Erstfeldertal wird mit einem Tag der offenen Tür offiziell eröffnet.
Quellen / Literatur: https://kw-erstfeldertal.ch/
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ENERGIE IN URI

Übersicht

ENERGIEQUELLEN

Erdwärme
Muskelkraft
Sonnenkraft
Wasserkraft
Windkraft

ENERGIETRÄGER

Holz
Nahrung (Tierkraft)
Fliessgewässer (Wasserräder)
Kohle
Erdöl
Strom

ENERGISCHE BEREICHE

Privater Haushalt und Wohnbereich
Industrie und Gewerbe
Verkehr
Tourismus
Landwirtschaft
Bürolandschaft
Kommunikation

STROMPRODUKTION

Energie vor der Industrialisierung
Entwicklung der Elektrizität
Bau der Grosskraftwerke
Kraftwerke, Übersicht
Kraftwerke, Einzeln
Bäche mit Wasserfassungen
Firmen

 

 

Texte und Angaben: Quellenverweise und Rolf Gisler-Jauch / Angaben ohne Gewähr / Impressum / letzte Aktualisierung: 16.08.2026